Ob Zierrasen, Gebrauchsrasen oder Schattenrasen, bei der Vielfalt der Rasentypen ist es nicht immer leicht, sich für den richtigen Rasen bzw. die geeignete Samenmischung zu entscheiden. Vor dem Neuanlegen eines Rasens sollte man deshalb klare Vorstellungen haben, was man sich von der späteren Rasenfläche wünscht. Soll der Rasen dekorativ sein und eine Zierde für den Garten oder eher als Spielfläche für die Kinder genutzt werden? Je nachdem richtet sich die Auswahl der Gräser. Zudem müssen noch die Standortbedingungen wie z.B. Schattenlage bedacht werden.

Meist soll der Rasen am Haus belastbar, unkompliziert und nicht allzu pflegeintensiv sein. Allgemein wird solch ein Rasen als Gebrauchsrasen bzw. Spielrasen bezeichnet. Die Regel-Saatgut-Mischung für diesen Rasentyp umfasst drei Grasarten: Ausdauerndes Weidelgras, Wiesenrispe und Rotschwingel. Die enthaltenen Gräser bestimmen darüber, wie der Rasen aussieht, wie schnell er wächst, wie viel Pflege er benötigt und wie lange er zur Erholung braucht.


Gebrauchsrasen / Spielrasen

In privaten Gärten wird er gerne verwendet. Er ist strapazierfähig, eignet sich ideal für die Kinder zum Spielen und auch Grillfeste und Feiern sind auf diesem Rasen problemlos möglich.

Er muss regelmäßig gemäht, gewässert und mit Nährstoffen versorgt werden.

  • Verwendung: Für Hausgärten, zum Spielen
  • Belastbarkeit/Trittfestigkeit: Mittel bis hoch
  • Pflegeansprüche: Mittel bis hoch
  • Schnitthäufigkeit: Durchschnittlich 1 Schnitt pro Woche
  • Optimale Schnitthöhe: 3-4 cm
  • Gräser Zusammensetzung: Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel

Schattenrasen

Schattenrasen ist speziell für schattige Flächen geeignet, wächst aber auch an sonnigen Standorten. Beim Kauf von Rasenmischungen sollte man darauf achten, dass die Grasart Lägerrispe enthalten ist. Sie ist schattengeeignet und verträgt auch einen regelmäßigen Schnitt.

Allgemein braucht das Gras im Schatten besonders gute Pflege. Der Rasen muss regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Die Schnitthöhe sollte nicht über 5 cm liegen.

  • Verwendung: Für schattige Flächen
  • Belastbarkeit/Trittfestigkeit: Im Schatten geringer, in der Sonne höher
  • Pflegeansprüche: hoch
  • Schnitthäufigkeit: Durchschnittlich 1 Schnitt pro Woche
  • Optimale Schnitthöhe: 4-5 cm
  • Gräser Zusammensetzung: Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel, Lägerrispe

Zierrasen

Er ist auch unter dem Namen „Englischer Rasen“ oder „Golfrasen“ bekannt. Der Zierrasen eignet sich nicht zum täglichen Betreten und ist auch nicht zum Spielen geeignet. Er wird dort verwendet, wo man sich an einer schönen, sattgrünen Rasenfläche erfreuen möchte. Damit er gut aussieht, braucht er intensive Pflege und muss in der Regel zweimal pro Woche gemäht werden.

  • Verwendung: Als repräsentative Rasenfläche, als Gestaltungs- und Zierelement im Garten
  • Belastbarkeit/Trittfestigkeit: gering
  • Pflegeansprüche: Hoch bis sehr hoch
  • Schnitthäufigkeit: Durchschnittlich 2 Schnitte pro Woche
  • Optimale Schnitthöhe: 1,5-2,5 cm
  • Gräser Zusammensetzung: Rotschwingel, Wiesenrispe (Straußgräser)

Weitere Rasentypen

Zu den Rasentypen zählen auch Kräuterrasen und Blumenwiesen. Sie werden gerne in größeren Gärten als Gestaltungselemente genutzt. Zudem bieten sie einen wertvollen Lebensraum für viele Nützlinge im Garten wie Schmetterlinge, Käfer, Wild- oder Honigbienen.

Wer in seinem Garten auch Obst und Gemüse anbaut, sollte eine kleine Ecke als Kräuterrasen bzw. Blumenwiese anlegen, um die Nützlinge zu fördern. Kleeblüten, Brennnesseln oder Löwenzahn können hier ungestört gedeihen und bieten Marienkäfern, Wildbienen und Co. ein reichhaltiges Futterangebot, für das sie sich gerne revanchieren. Sie vernichten Pflanzenschädlinge wie beispielsweise Blattläuse, die dann den Obst- und Gemüsepflanzen weniger anhaben können. Mit wenig Aufwand lässt sich so das gesunde Pflanzenwachstum im Garten positiv beeinflussen.

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