Klee im Rasen

So entfernen Sie Klee im Rasen!

Für einen gesunden und schönen Rasen ist es völlig egal, ob der Klee drei oder vier Blätter hat. Die Ausbreitung von Klee ist ein Zeichen, dass etwas mit dem Zierrasen nicht in Ordnung ist. Wer jetzt nicht richtig und früh genug reagiert, bekommt schnell viel Arbeit mit dem hartnäckigen Unkraut.

Warum Klee im Rasen bekämpft werden sollte

Eine Rasenfläche sollte immer frei von Unkraut sein. Dies sieht nicht nur sehr viel gepflegter aus, es ist auch ein Zeichen für eine gesunde Grasfläche mit starken Wurzeln und ausgewogenem Wachstum. Bildet sich also Unkraut, dann ist dies ein Zeichen, dass dieses Gleichgewicht gestört ist.


Ursachen für Klee im Rasen sind:

  • Der pH-Wert des Bodens ist so hoch, dass Klee die idealen Bedingungen findet.
  • Dem Boden fehlt Dünger. Der Rasen ist geschwächt und Klee kann sich durchsetzen.
  • Der Boden wird zu stark gekalkt.
  • Dem Rasen fehlt Pflege. Unkraut und damit auch Klee kann sich ungestört vermehren.

Wenn der Rasen dauerhaft zu seiner alten Form zurückfinden soll, sind Pflegemaßnahmen erforderlich. Einige gehören sowieso zur normalen Rasenpflege dazu. Sie helfen also nicht nur dabei, den Klee im Rasen zu beseitigen, sie sorgen auch gleich für die richtige Stärkung und Erneuerung des Hausrasens.

Kleearten im Rasen – die häufigsten Sorten im Hausrasen

Genau wie beim Gras gibt es auch beim Klee verschiedene Sorten und Erscheinungsformen. Diese erfordern dann entsprechend unterschiedliche Maßnahmen. Um also das richtige Mittel gegen Klee im Rasen einzusetzen, lohnt sich ein genauer Blick auf die unerwünschten Rasenbewohner.

1. Weißklee

Hat der Hobbygärtner Glück, dann handelt es sich bei seinem Unkraut um Weißklee, der relativ leicht zu bekämpfen ist. Diese Kleesorte ist einfach zu erkennen und außerdem bekannt für ihre vierblättrigen Exemplare. Weißklee im Rasen blüht mit weißen oder leicht grünen Blütenbällen.

Es ist ein relativ niedrig wachsender Klee, der auch als Bienenweide dient und deswegen eine zusätzliche Unannehmlichkeit schaffen kann. Gerade in der Blütezeit kann der vermehrte Besuch dieser nützlichen Insekten doch zu einem Ärgernis werden, wenn er direkt an der Terrasse oder neben den Spielgeräten der Kinder stattfindet.

2. Rotklee

Rotklee (roter Klee) im Rasen ist weniger leicht zu beseitigen. Diese Pflanzen werden bis zu 80 cm hoch, während ihre Wurzeln zugleich bis zu 2 m tief in den Boden ragen. Rotklee ist neben seinen höheren Stängeln auch an den rötlichen Blüten erkennbar, die nach der Blüte von einem intensiven Pink zu Rostrot wechseln. Rotklee wird auch Wiesenklee genannt. Auf einer Naturwiese ist er ein schöner Anblick, während er im Rasen nicht einmal an den Rändern Fuß fassen sollte.

3. Sauerklee

Sauerklee gehört eigentlich nicht zur gleichen Pflanzenfamilie, sieht dem Weißklee aber so ähnlich, dass die botanische Einordnung für den Gärtner keinen Unterschied macht. Erkennbar ist der Klee an seinen weiß-rosa Blüten. Sauerklee ist sehr hartnäckig und durch seine besonders geringe Wuchshöhe ebenso schwer zu bekämpfen. Der Rasenmäher kann gar nicht so niedrig eingestellt werden, um Sauerklee verlässlich zu kürzen und an der Blüte zu hindern.

4. Hornklee

Ähnlich schwierig ist die Vernichtung von Hornklee. Diese Sorte ist an ihren gelben Blüten zu erkennen. Sie ähnelt am stärksten dem Sauerklee. Dabei beschränkt sich die Übereinstimmung nicht nur auf die Form, sondern auch auf die notwendigen Anstrengungen, um gelben Klee im Rasen zu entfernen.

Klee im Rasen entfernen

Steht einmal fest, um welche Kleesorte es sich handelt, kann die Bekämpfung darauf abgestimmt werden. Rotklee ist dabei eher selten das Problem für den Gärtner. Diese Kleesorte macht sich lieber in Beeten breit. Auf dem Rasen sorgt selbst unregelmäßiges Mähen dafür, dass der Rasenmäher diesem hochwachsenden Exemplar der Kleesorten wenig Gelegenheit zur Ausbreitung lässt.

Klee im Rasen entfernen ohne Chemie gelingt am besten bei Weißklee.

Dank seiner günstigen Wuchshöhe kann Weißklee im Rasen mit einem regelmäßigen und kurzen Rasenschnitt eingedämmt und schließlich geschwächt werden. Eine Behandlung des Rasens mit dem Vertikutierer und Ausharken der Kleeflecken zwingt das Unkraut zumeist auf rein mechanischem Weg zur Aufgabe.

Sauerklee und Hornklee im Rasen entfernen.

Geht es darum, Sauerklee im Rasen entfernen zu müssen, hilft diese mechanische Behandlung nicht. Sauerklee hat eine so niedrige Wuchshöhe, dass er das Rasenmähen in den meisten Fällen ganz unbeschadet übersteht. Eines der wenigen hilfreichen Hausmittel, mit denen sich gelber Klee im Rasen entfernen lässt, ist die Entfernung per Hand. Der Gärtner muss die kleedurchwachsenen Teile seines Rasens ausstechen und dort Gras neu aussäen oder ein Stück Rollrasen verlegen.

Systematisches Vorgehen mit dem passenden Mittel gegen Klee im Rasen

Am effektivsten ist es, ganz systematisch den Klee im Rasen zu beseitigen. Dazu empfiehlt sich eine Kombination aus Chemie, Hausmitteln und Handarbeit.

1. Sofortmaßnahmen

Abhängig davon, wie viel Klee bereits den Rasen durchzieht und um welche Art es sich handelt, sollte der Rasen gründlich vertikutiert und niedrig gemäht werden. Bei zusammenhängenden Flecken lässt sich Klee im Rasen biologisch völlig neutral ausstechen und diese Stelle neu mit Rasensaat auffüllen.

2. Spritzmittel gegen Klee im Rasen

Um den Klee im Rasen wirksam zu vernichten, kann auch Gift gegen Klee im Rasen eingesetzt werden. Es stehen inzwischen eine Reihe sehr wirksamer Kleevernichter zur Verfügung, die auf den Rasen keine negativen Auswirkungen haben, wenn sie gemäß ihrer Anleitung benutzt werden. Gelbe Stellen bilden sich natürlich dort, wo der Klee durch die Behandlung mit dem Spritzmittel eingeht.

3. Die Bedingungen für den Klee verändern

Ist der Klee erfolgreich beseitigt worden, bedeutet dies leider nicht, dass er nicht mehr wiederkommt. Solange die gleichen Bedingungen herrschen, wird er sich nach einer Weile immer erneut ansiedeln. Damit nicht wieder Gift gegen den Klee im Rasen eingesetzt werden muss, sollten die Wachstumsvoraussetzungen für das Unkraut verschlechtert werden.

Klee im Rasen ist ein Zeichen, dass dem Boden Stickstoff als Dünger fehlt. Während Stickstoff also gegen Klee im Rasen hilft, enthält normaler Fertigdünger aber häufig Phosphat – und dies beschleunigt die Verbreitung von Klee. Aus diesem Grund bietet sich die Einarbeitung von Hornmehl in den Rasen an. Hornmehl wirkt deswegen so gut gegen Klee im Rasen, weil es ausschließlich Stickstoff zuführt. Noch dazu ist es ein rein biologisches Erzeugnis.

Pflege und Dünger bringen den Rasen frei von Klee ins Gleichgewicht

Regelmäßiges Mähen, jährliches Vertikutieren und ausgewogener Dünger reichen fast immer aus, Klee vom Rasen fernzuhalten. Konnte sich der zweifelhafte Glücksbringer doch ansiedeln, sollte Klee sofort mit der Hand entfernt werden, um seine Ausbreitung zu vermeiden. Wenn dies nicht mehr möglich ist, weil die Kleesorte einfach zu widerstandsfähig ist, dann helfen spezielle Spritzmittel gegen Klee, die das Unkraut im Rasen gründlich entfernen.

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Rasen vertikutieren

So vertikutieren Sie Ihren Rasen!

Ein schöner Rasen soll einem Teppich gleichen. Allerdings ist damit kein Filzteppich gemeint, durch den nichts mehr durchsickern oder wachsen kann. Genau das wird aber aus einem Hausrasen im Laufe der Zeit – Rasenfilz. Mit der richtigen Pflege kann diese Verfilzung aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos und Wurzeln aufgelöst und besser noch von Anfang an verhindert werden. Rasen vertikutieren zur richtigen Jahreszeit und mit dem richtigen Gartengerät gehört also zur normalen Gartenpflege dazu.

Was ist Vertikutieren?

Der Vorgang und das Wort selbst stammen aus dem Englischen. Unsere Inselnachbarn sind für ihre Gartenbegeisterung und ihre wunderschönen Rasenflächen bekannt. Es wundert also nicht, dass sie sich bei der Pflege ganz besondere Maßnahmen einfallen lassen. Der Begriff selbst erklärt bereits sehr gut, worum es beim Vertikutieren geht:

  • Vertical = senkrecht
  • Cut = Schnitt

Beim Vertikutieren werden also gleichmäßige Schnitte von maximal 1 cm Tiefe in den Rasenfilz gezogen. Zerkleinerte Wurzeln, verfilzte Reste vom Rasenmähen und Moos kommen bei diesem Vorgang zwischen den Halmen hoch und können entfernt werden. Der Rasen hat wieder Luft zum Atmen und Raum zum Wachsen. Es ist leichter und günstiger, ihn zu wässern und zu düngen. Natürlich sieht er nach einer kurzen Erholungsphase auch deutlich besser aus.

Frühjahr - der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren​

Es ist üblich und sinnvoll, den Rasen im Frühjahr zu vertikutieren. Dies wirkt für die Pflanzen wie eine zusätzliche Starthilfe, um mit dem Beginn der neuen Wachstumsphase die besten Voraussetzungen vorzufinden.

Rasen vertikutieren im Februar​

Auch wenn das Frühjahr zum Rasen vertikutieren die beste Jahreszeit ist, so sollte damit nicht zu früh begonnen werden. Im Februar ist die Temperatur in vielen Regionen noch sehr niedrig. Nachtfröste kommen häufig vor, manchmal auch Schneefall. Der Rasen erwacht also noch gar nicht aus seiner Winterruhe. Jetzt die Wurzeln zu verletzten schadet nur.

​Rasen vertikutieren im März

Wer es gar nicht abwarten kann, der wählt den März für diese Art der Gartenpflege. Die Rasenreinigung mit dem Vertikutierer sollte allerdings davon abhängig gemacht werden, dass sich die Temperaturen bereits auf Frühling eingestellt haben. Ist der März also schon mild, kann zum Vertikutierer gegriffen werden. Allerdings besteht immer das Risiko eines Wintereinbruchs und dies wird dem Hausrasen nicht guttun. Es ist also Vorsicht und etwas Geduld angesagt.

​Und in den späteren Jahreszeiten?

Wenn der Zeitpunkt im Frühjahr nicht genutzt werden kann, ist es durchaus auch möglich, zu einem späteren Termin die Arbeit auszuführen. Allerdings sollte beim Rasen vertikutieren im Sommer darauf geachtet werden, dass nicht gerade eine Hitzewelle die Pflanzen fordert. Möglich ist aber, den Rasen im Juni zu vertikutieren, wenn die Temperaturen noch nicht so weit nach oben klettern.

​Später im Jahr kommt noch einmal der Herbst infrage. Dabei empfiehlt es sich, den Rasen spätestens im Oktober zu vertikutieren. Besser ist für diese Rasenpflege der September, damit der Rasen noch ausreichend Zeit hat, sich bis zum Winter zu erholen. Dann sind auch die Chancen größer, dass der Rasen trocken ist. Nassen Rasen vertikutieren kann dazu führen, dass die Grasnarbe abgehoben wird.

​Rasen vertikutieren im Winter ist sinnlos und außerdem schadet es dem Rasen. Das Gras ist in der Wachstumspause und kann sich von den Schnitten nicht erholen. Vertikutieren im Winter bei Bodenfrost steigert die Aussichten, im Frühjahr den rettungslos geschädigten Rasen abtragen und neu anlegen zu müssen.

Die richtige Vorgehensweise

Am besten erfolgt diese Art der Rasenreinigung in einer bestimmten Reihenfolge, bei der am Ende ein schöner gesunder Rasen entsteht:

​1. Rasen mähen

​Bevor überhaupt mit dem Vertikutieren begonnen wird, wird das neue Wachstum im Frühjahr genutzt, mindestens einmal den Rasen zu mähen. Erst den Rasen mähen – und zwar kurz - und dann vertikutieren schafft eine gewisse Ordnung auf dem Rasen und nimmt die oberen Teile der vom Winter geschädigten Halme mit. Der Rasen nutzt dann die nächsten Tage zur Regeneration und die Wachstumsphase startet.

​2. Rasen düngen

​Ähnlich wie beim Mähen gilt auch für die Frage nach dem Düngen vor oder nach dem Vertikutieren, dass der Hobby-Gärtner zuerst den Rasen düngen und dann vertikutieren sollte. Die Gabe von Dünger stärkt die Pflanzen und sie können nach dem Vertikutieren besonders gut wachsen. Rund zwei Wochen Warten nach dem Düngen gibt dem Rasen genug Zeit, Kraft und Nährstoffe für die nun folgende starke Wachstumsphase zu sammeln.

​3. Rasen vertikutiert und dann? Die abschließende Pflege für den Rasen

​Nach dem Vertikutieren kann – muss aber nicht – noch sehr viel mehr für einen gesunden Rasen getan werden.

  • Wenn sehr viel Filz ausgeharkt wurde, muss man den Rasen nachsäen nach dem Vertikutieren. So werden die kahlen Stellen schnell wieder geschlossen.
  • Zusätzlich zum Vertikutieren wird der Rasen in einem nächsten Arbeitsschritt belüftet. Bis zu 200 Löcher werden dazu pro Quadratmeter in die Rasenfläche gestochen. Dieses Aerifizieren lockert die Rasenfläche und schafft einen besseren Austausch von Luft, Nährstoffen und Wasser.
  • Bei schwerem Boden macht es außerdem Sinn, in einem letzten Arbeitsschritt den Rasen zu sanden nach dem Vertikutieren. Dies lockert den Boden auf und die Wurzeln können sich leichter ausdehnen. Außerdem wirkt Sand immer wie eine Drainage und verhindert, dass Wasser an der Oberfläche stehen bleibt.

Es kommt also gar nicht auf die Frage an, ob man Rasen vertikutieren oder lüften soll, sondern nur auf die richtige Reihenfolge.

Die richtigen Gartengeräte zum Vertikutieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Rasen zu vertikutieren. Sie unterscheiden sich nach Aufwand, Kosten und auch der Größe der zu bearbeitenden Fläche.

​Rasen vertikutieren von Hand

​Bei genug Kraft und einer wirklich nur sehr kleinen Rasenfläche ist auch ein Handvertikutierer vertretbar. Selbst mit einer Harke ist die Arbeit zu schaffen, wird aber mühsam. Es ist außerdem nicht immer einfach, die richtige Tiefe zu beachten.

​Elektrische Vertikutierer für den Rasen

Ist die Rasenfläche größer als wenige Quadratmeter und soll die Arbeit nicht zu einem schweißtreibenden Kraftakt werden, so macht die Anschaffung eines elektrischen Vertikutierers wirklich Sinn. Benzingetriebene Vertikutierer eignen sich dann für besonders große Rasenflächen. ​Diese Gartengeräte ermöglichen die präzise Einstellung der Schnitttiefe und sammeln einen Teil der verfilzten zerkleinerten Gras- und Moosreste gleich mit ab. Das ist einfach und es garantiert auch die richtige Ausführung. Ein Test und Vergleich der Preise und Kosten für Geräte zum Vertikutieren hilft bei der Auswahl und führt zu günstigen Angeboten mit der passenden Ausstattung.

​Und zum Schluss – muss man Rasen überhaupt vertikutieren?

​Neuer Rasen muss nicht vertikutiert werden, denn er ist sicherlich noch nicht verfilzt. Auch muss Rasen nicht jedes Jahr vertikutiert werden, wenn er den prüfenden Blicken des kritischen Gärtners standhält und keine Verfilzungen aufweist.

​Es ist aber schwer, schönen Rasen ohne Vertikutieren auf Dauer zu bewahren. Wenn also keine Blumenwiese im Stil eines Naturgartens das Ziel der Gartengestaltung ist, dann dankt der Zierrasen eine jährliche Reinigung mit Lüften und Vertikutieren durch starke gesunde Halme, die gut über heiße Sommer und kalte Winter kommen.

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Rasen lüften

So lüften Sie Ihren Rasen!

Hausrasen muss einiges aushalten. Nur selten findet sich heute noch ein Schild „Betreten verboten“ auf einem makellosen Zierrasen. Grasflächen sind Verschönerung und zugleich Nutzfläche für die Familie. Selbst wenn also die regelmäßige Pflege mit Rasenmähen, Wässern und Vertikutieren selbstverständlich ist, lohnt es sich, den Rasen zu belüften.

Vorteile der Belüftung​

​Beim sogenannten Aerifizieren geht es nicht alle darum, dem Rasen ein Belüftungssystem durch senkrechte Löcher zu verschaffen. Die Vorteile beim Rasen entlüften reichen sehr viel weiter.

  • Verdichtete Stellen in der Rasenfläche entstehen durch die Nutzung als Trampelpfad oder durch Unkraut und Moos. Lüften wird den Rasen auflockern und sorgt dafür, dass Wasser wieder in die tieferen Schichten einsickern kann.
  • Schwere Böden verdichten schneller und sind ohnehin weniger durchlässig für Wasser. Das Belüften des Rasens verhindert Staunässe.
  • In verdichtetem Boden haben es die Wurzeln des Rasens deutlich schwerer, sich auszubreiten und einen gesunden dichten Rasenteppich zu produzieren.

Diese Löcher im Rasen, die beim Aerifizieren entstehen, sind also sehr viel mehr als nur Luftlöcher.

​Die richtigen Geräte zur Rasenbelüftung

Von traditionell über modern bis kreativ stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, die Lüftung des Rasens durchzuführen. Bei einigen sind Muskelkraft und handwerkliches Geschick erforderlich, dafür sind sie besonders günstig. Andere erleichtern die Arbeit und können bei geschicktem Preisvergleich gut im Budget für den Garten untergebracht werden.

​1. Rasen aerifizieren mit Geräten

Rasen Aerifizierer sind spezielle Gartengeräte, bei denen auf einer Walze zumeist sternförmige angeordnete Röhren in den Boden stechen und einen schmalen Erdpfropfen ausstechen. Die Geräte für den heimischen Bedarf unterscheiden sich in Größe, Ausführung und Preis natürlich von denen für den Profibereich. Sie liegen ungefähr gleichauf mit einem Rasenvertikutierer und können mit Benzin oder Strom betrieben werden.

​2. Handgeräte für die Lüftung des Rasens

Hat der Hobby-Gärtner eine besondere Vorliebe für Geräte, die mit Muskelkraft betrieben werden, oder bei kleinen Rasenflächen, kommen auch Handgeräte zum Einsatz. Das Aerifizieren des Rasens von Hand wird mit einer Aerifiziergabel oder einem Hand-Aerifizierer durchgeführt. Die Gabel verfügt über einen handlichen Griff und mehrere Ausstechröhren. Gute Modelle bieten einen eingebauten Kasten, in dem die Erdpfropfen automatisch gesammelt werden.

​3. Nagelschuhe und Nagelbrett

Im Angebot für einen vorsichtigen Test gibt es außerdem Nagelschuhe. Diese Schuhe werden zum Rasen lüften wie eine zusätzliche Sohle unter die Arbeitsschuhe geschnallt. In gleichmäßigen engen Schritten stapft der Gärtner über die Rasenfläche und hinterlässt bei jedem Schritt pro Sohle ungefähr 10 Löcher.

​Einen ähnlichen Effekt erzielt man mit einem selbst gemachten Nagelbrett, in das dicke Nägel aus dem Baumarkt gehämmert werden. An den Seiten des Bretts werden Seile mit Griffen oder Schlaufen befestigt. So kann die selbst gemachte Hilfe zum Belüften des Rasens Abschnitt für Abschnitt auf den Rasen gelegt, kurz eingetreten und dann auf den nächsten Teilbereich gehoben werden.

​Ein erster Versuch mit dem Aerifizieren oder eine kleine Rasenfläche kann sicherlich noch mit den einfachen Werkzeugen wie Nagelschuhen oder sogar einer Mistgabel durchgeführt werden – auf Dauer und bei größeren Flächen ist davon aber abzuraten. Außerdem stechen diese Hilfsmittel nur Löcher in den Rasen und heben keine Pfropfen aus, wie das bei den hochwertigen Geräten zum Rasenlüften zusätzlich geschieht.

​Rasen lüften – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die Entlüftung des Rasens ist eine zusätzliche Pflegemaßnahme, die am besten direkt nach dem Vertikutieren erfolgt. Als Faustregel gilt:​

  • Zweimal im Jahr zusammen mit dem Vertikutieren bei normal belasteten Flächen
  • Einmal alle zwei oder drei Jahre, wenn die Flächen wenig verfilzt und verdichtet sind,
  • Nach Bedarf bei stark belasteten Flächen, schweren tonhaltigen Böden und lange vernachlässigten Rasenflächen.

Rasen lüften mit dem Rasenmäher und einem speziellen Vertikutiermesser ersetzt das richtige Aerifizieren dabei nicht. Beim Vertikutieren wird deutlich flacher in die Oberfläche geschnitten.

​So wie das Vertikutieren nur ein Teil der gesamten Rasenpflege ist, so gilt dies auch für das Entlüften. Es kann sehr günstig als Vorbereitung für die Bodenverbesserung genutzt werden und hilft bei einem Bodenaustausch und Sanden. Das komplette Pflegeprogramm mit Düngen, Wässern und Rasenschnitt ist bei geschickter Planung sogar zeitsparend durchführbar. Der Rasen dankt es mit Widerstandskraft, Wachstum und einer schönen Optik.

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Rasen walzen

So walzen Sie Ihren Rasen richtig!

Die Rasenwalze ist für Gartenbesitzer kein unbekanntes Gartenwerkzeug. Wird der Rasen neu angelegt, kommt nach der Aussaat oft dieses Hilfsmittel zum Einsatz. So wird die Saat, die schließlich nur auf der Erde liegt, wenigstens etwas festgedrückt. Dies ist aber nicht die einzige Verwendung für eine Rasenwalze. Auch bei schon älterem Zierrasen kann eine Behandlung mit der praktischen Gartenwalze Vorteile haben.

Der Sinn der Walze auf dem Rasen

Rasen ist eine lebendige Fläche. Der Boden ist nur in den seltensten Fällen schon am Anfang sehr glatt. Außerdem muss der Gärtner damit rechnen, dass sich im Laufe der Zeit immer wieder neue Unebenheiten bilden. Ziel der Rasenwalze ist also:

  • Die Rasensaat wird angedrückt und widersteht in der Zeit der Neuanlage Ausschwemmung und Wind.
  • Beim Rasen walzen werden Unebenheiten ausgeglichen. Mulden, in denen Nässe steht, lassen sich so sehr gut einebnen.
  • Bei einem sehr lockeren Boden findet eine kontrollierte Verdichtung statt. Dies macht den Rasen belastbarer.

Abgesehen vom Festwalzen nach der Aussaat hängt es also vom aktuellen Zustand des Rasens ab, ob der Gärtner den Rasen walzen kann oder nicht.

​Wann man den Rasen walzen sollte

Der Zeitpunkt, an dem sich die Rasenwalze günstig auf die Rasenfläche auswirkt, hängt von den konkreten Bedingungen ab.

​1. Walzen nach der Saat

​Ist gerade Rasensaat auf der vorbereiteten Fläche verteilt, ist es natürlich sehr sinnvoll, gleich den zukünftigen Rasen zu walzen. Die Saat ist fester im Boden. Außerdem sind die kleinen Unebenheiten, die durch das Begehen des Bodens beim Säen entstehen, damit schnell wieder beseitigt.

​2. Walzen bei lockerem Boden

​Wer den Eindruck hat, dass seine Rasenfläche trotz guter Bodenmischung ungewöhnlich weich ist, kann die Rasenwalze einsetzen. Manchmal reicht es aus, den Boden etwas zu verdichten, um den Rasen wieder in Form zu bringen. Hilft dies nicht, ist womöglich zu viel Wasser im Boden die Ursache. Hier liegt der Gedanke an eine Drainage nahe, um dem Rasen eine bessere Festigkeit zu geben.

​3. Unerwünschter Effekt durch Wühlmäuse und Maulwürfe

Gerade Wühlmäuse und Maulwürfe sind sehr ambitioniert, wenn es um lockere Stellen im Rasen geht. Gelingt es, die Störenfriede artgerecht zu vertreiben, bleiben dennoch die aufgeworfenen Spuren ihrer Tiefbauarbeiten. Mit der Rasenwalze können diese schonend wieder angedrückt werden und verschwinden unter der geplätteten Grasnarbe. Wie oft man den Rasen walzen muss, hängt von der Aktivität der ungebetenen Besucher ab und den Erfolgen bei ihrer Vertreibung.

​Rasen walzen leicht gemacht

Gartenwalzen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die schweren massiven Rollen aus dem Gartenbau braucht ein Hobbygärtner für seinen Zierrasen nicht. Hier reichen die befüllbaren Rasenwalzen aus Kunststoff oder Metall, die zwar stabil sind, aber nur ein geringes Eigengewicht mitbringen. Dies ergibt sich erst, wenn die Walze mit Wasser oder Sand aufgefüllt wird. Als Bonus ist das Gewicht und damit auch der Druck auf den Rasen durch die eingefüllte Menge regulierbar.

​Je nach Gartengröße und Rasenfläche kann zwischen unterschiedlichen Breiten gewählt werden. Die eigene Kraft sollte der Benutzer auch nicht aus den Augen verlieren. Es ist einfacher, schmale Bahnen zu ziehen und dafür ein paar Mal öfter zu gehen, als mit einer breiten Walze mit vollem Gewicht zu arbeiten.

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Rasen kalken

So kalken Sie Ihren Rasen richtig!

Mancher Gärtner ist fest davon überzeugt, dass sein Rasen regelmäßig Kalk benötigt, um sich gut zu entwickeln. Auf die Frage, was Kalk im Rasen bewirkt, erfolgt die eher ausweichende Antwort, dass Rasenkalk den Boden verbessert. So einfach ist es allerdings nicht. Es gibt wohl gute Gründe, den Rasen zusätzlich zu kalken, aber diese erfordern zumindest etwas Aufmerksamkeit für den Zustand des Bodens und seinen pH-Wert.

Warum braucht Rasen Kalk und wann ist es besser, darauf zu verzichten?​

Der richtige Säuregrad eines Bodens ist für Pflanzen von Bedeutung, damit sie überhaupt gedeihen, und damit sie das in einem für sie gesunden Umfeld können. Die Einstufung ist recht einfach:​

  • Ein pH-Wert unter 7 findet sich bei saurem Boden.
  • Ein pH-Wert von 7 ist neutral.
  • Ein pH-Wert über 7 ist alkalischer Boden.

Rasen bevorzugt einen leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5, wobei es noch auf die Zusammensetzung des Untergrunds ankommt. So verträgt lehmiger Boden einen etwas höheren pH-Wert, während sandiger Boden ruhig noch niedriger liegen darf. Ist der pH-Wert zu niedrig, hilft Gartenkalk für den Rasen dabei, diesen Wert etwas anzuheben. Ist der Wert allerdings bereits gut eingestellt oder gar zu hoch, kann Rasen kalken mehr Schaden als Nutzen bringen.

​Welcher Kalk eignet sich für den Rasen am besten?

Welchen Kalk man für den Rasen auswählt, hängt von mehreren Faktoren ab:​

  • Ist der Boden sandig oder eher lehmig?
  • Soll zugleich gedüngt werden?
  • Wie passt diese Pflegemaßnahme als Kostenfaktor noch ins jährliche Budget?

Vorauszuschicken ist, dass Gartenkalk zu den günstigen Pflegeprodukten für den Zierrasen gehört. Dies gilt selbst dann, wenn es sich um eine Mischung mit Kalkstickstoff für den Rasen als zusätzliche Düngergabe oder besonderen Kalk wie Algenkalk oder Magnesiumkalk handelt. Viel wichtiger ist eine ganz andere Unterscheidung.

​1. Kohlensaurer Kalk

​Kohlensaurer Kalk ist der wohl gebräuchlichste und am vielseitigsten anwendbare Kalk für den Garten. Er wirkt sich günstig auf den Säuregehalt des Bodens aus und bringt den pH-Wert bei richtiger Anwendung wieder auf ein optimales Niveau. Da kohlensaurer Gartenkalk im Grunde nur dann reagiert, wenn sein Umfeld übersäuert ist, bleibt das Risiko gering, im Rasen zu viel Kalk zu verteilen.

​2. Ätzkalk

Ätzkalk wird auch Branntkalk genannt. Die Bezeichnungen alleine deuten bereits darauf hin, dass dieser Branntkalk auf dem Rasen nur mit Bedacht und genauer Analyse der Bodenwerte verwendet werden sollte. Löschkalk entsteht, wenn Branntkalk mit Wasser gemischt wird. Unabhängig von der Form kann dieser Kalk ätzend wirken und im Boden großen Schaden anrichten. Wenn überhaupt empfiehlt sich deswegen eine fertige Mischung Rasenkalk aus kohlensaurem Kalk und Branntkalk nur bei einem schweren Boden mit hohem Ton- und Lehmanteil.

​Wann ist die beste Zeit, um den Rasen zu kalken?

Rasen kalken im Winter ist wie die meisten anderen Pflegemaßnahmen nicht nötig. Der Rasen ist in einer Ruhephase und sollte nicht einmal übermäßig oft betreten werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn Frost die Halme überzieht und sie anfällig für Bruch macht. Aus diesem Grund fällt Rasen kalken im Januar grundsätzlich aus. Es müsste schon ein ungewöhnlich zeitiger Frühling einsetzen, damit Rasen kalken im Februar Sinn machen könnte.​

1. Rasen kalken im Frühjahr​

​Ist die Entsäuerung des Bodens notwendig, eignet sich ein Termin zum Rasen kalken im Frühjahr sehr gut. Sofern der März bereits mild ist und die Rasenpflege mit Düngen und Vertikutieren ebenfalls stattfindet, schließt sich daran am sinnvollsten gleich die Verteilung von Gartenkalk für den Rasen an.

​2. Rasen kalken im Sommer

Der Sommer ist für die Verteilung von Gartenkalk nicht wirklich geeignet. Die direkte Sonneneinstrahlung in Verbindung mit dem Kalk kann dem Rasen zusetzen und damit das Gegenteil der Nährstoffgabe bewirken. Wenn der Rasen im Sommer gekalkt werden muss, weil der Säuregehalt des Bodens einfach eine Soforthilfe benötigt, dann ist darauf zu achten, dass der Himmel bedeckt ist und die Temperaturen nicht schon zu extrem sind. Am besten greift der Gärtner am Abend zum Streuwagen, wenn noch kein Tau auf den Halmen liegt, der den feinen Kalk verkleben lässt.​

3. Rasen kalken im Herbst​

Im Herbst gelten fast die gleichen Bedingungen wie im Frühjahr. Diese Jahreszeit ist gut geeignet. Rasenkalk kann zusammen mit den letzten Pflegemaßnahmen verteilt werden. Spätestens für Oktober ist das Rasen kalken einzuplanen, damit sich die Wirkung noch vor dem ersten längeren Temperaturabfall und der Winterruhe der Pflanzen einstellt.​

Rat und Tat beim Rasenkalken​

Neben der Auswahl des richtigen Rasenkalks und dem Zeitpunkt sind nur noch einige wenige Dinge für die erfolgreiche Ausführung zu beachten.

​1. pH-Wert bestimmen

Da Rasenkalken den pH-Wert des Bodens ändert, sollte dieser natürlich auch bekannt sein. Der tatsächliche Wert lässt sich schlecht schätzen. Manche Unkräuter sind zwar Indizien für einen zu sauren Boden, doch Gewissheit bringt nur ein Bodentest. Dieser ist günstig und wird von vielen Gartencentern, Baumärkten und unabhängigen Laboren angeboten.

​2. Die richtige Menge verteilen

Die richtige Menge Kalk ist abhängig vom pH-Wert und der Zusammensetzung des Bodens. Je nach Bodenart kann sie zwischen 100 g pro Quadratmeter (sandiger Boden) und 400 g pro Quadratmeter (lehmhaltiger Boden) schwanken. Genaue Kenntnisse von den konkreten Eigenschaften sind also wichtig, damit klar ist, wie viel Material für das Rasen kalken verwendet werden sollte.

​3. Hilft Kalk gegen Klee im Rasen?

​Kalk hilft zwar gegen Moos im Rasen, bei Klee kann der Effekt aber ins genaue Gegenteil umschlagen. Klee bevorzugt meistens alkalischen Boden und erhält durch die Entsäuerung mittels Kalk einen zusätzlichen Wachstumsvorteil.

​4. Wie kommt der Kalk am besten auf den Rasen?

Ein Streuwagen ist hilfreich, wenn er für Gartenkalk geeignet ist. Die Verteilung mit der Hand – niemals ohne Handschuhe und schon gar nicht bei Ätzkalk – ist mehr als ungenau und schafft kleine Hügel von Kalk an der einen Stelle und Bereiche ganz ohne Kalk an einer anderen. Auf jeden Fall sollte der Rasen nach dem Verstreuen noch einmal leicht mit der Harke bearbeitet werden, um ihn besser im Boden einzuarbeiten.​

Wer seinen Rasen kalken will, sollte sich zudem immer Gedanken machen, was mit dem benachbarten Bewuchs ist. Manche Pflanzen und darunter sind so beliebte Arten wie Koniferen und Rhododendron vertragen Kalk im Boden nicht gut. Wenn sie durch Regenwasser oder zu weiträumiges Streuen mit der Hand den Kalk ebenfalls aufnehmen müssen, ist zwar im Ergebnis der Rasen gesund und schön, aber die Koniferen-Hecke braucht auf einmal zusätzliche Pflege.​

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Rasen mulchen

So mulchen Sie Ihren Rasen richtig!

Viele Informationen zur richtigen Rasenpflege drehen sich um das Mulchen. Rasenmähen oder Rasen wässern erklärt sich schon aus dem Begriff, doch was ist Mulchen überhaupt und was bringt Mulchen neben den ganzen anderen Pflegearbeiten?

​Die natürliche Rasenpflege mit Mulch

​Um es gleich vorwegzunehmen: Mulchen bedeutet nicht, einfach beim üblichen Rasenmähen ohne Fangkorb zu arbeiten und den Rasenschnitt oben auf den Halmen liegen zu lassen. Was bedeutet Mulchen dann?

  • Stark zerkleinertes Schnittgut wird dem Hausrasen wieder zugeführt.
  • Zuvor für das Wachstum der Halme benötigte Nährstoffe gelangen dadurch wieder zu den Pflanzen zurück.
  • Beim Mulchmähen entfällt die gesonderte Kompostierung von Rasenschnitt.

Damit der Mulch gut für den Rasen ist, muss er allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Schnittreste müssen so klein sein, dass sie nicht zu einer klumpigen Schicht über dem Rasen zusammenkleben. Nur dann fallen die kleinen Pflanzenteile zwischen die Halme, kompostieren gleich an der richtigen Stelle und werden zu natürlichem und kostenlosen Dünger.

​Um bei der Rasenpflege Mulchen richtig einzusetzen, sind nur wenige Grundlagen zu beachten.

1. Trockener Rasen

Gerade beim Mulchen mit Rasenschnitt sollten Mulch und der Rasen selbst trocken sein. Feuchtigkeit verklebt den Schnitt und bildet Klumpen. Direkt nach einem Regenguss oder auf taunassem Rasen können weder der Rasenmäher noch der Mulchmäher ihre Aufgabe wirklich effektiv erfüllen.

​2. Kurzer Rasen

Mulchen oder Mähen von langen Halmen verringert die Erfolge der Rasenpflege. Besonders günstig für die natürliche Rasendüngung mit Mulch ist es, wenn die Halme regelmäßig und kurz geschnitten werden. Sie werden durch einen wöchentlichen Schnitt kräftig und stehen gerade. Beim Mulchen mit Grasschnitt gleich beim Mähen kann dieser sofort zwischen die Halme sinken. Auch beim nachträglichen Mulchen erleichtert ein kurzer Rasen das Einharken des Mulchs.

​3. Richtige Gartengeräte verbessern das Ergebnis

​Soll eine dauerhafte Umstellung auf Mulchmähen erfolgen – was bei großen Rasenflächen besonders sinnvoll ist – müssen die richtigen Geräte verwendet werden. Die Anschaffung eines Mulchrasenmähers sorgt für die optimale Größe des Schnittguts und verhindert, dass sich Rasenfilz und verklebte Schnittgutflecken bilden.

Das richtige Material zum Rasenmulchen​

Mulch ist nicht nur Rasenschnitt. Was aber ist Mulch dann?​

  • Mulch ist organisches Material zur Abdeckung des Bodens.
  • Normalerweise ist Mulch noch nicht verrottet. Kompostierter Rasenschnitt ist also kein Mulch im eigentlichen Sinn, sondern zählt als Humus.

Neben dem Grasschnitt eignet sich als Materialquelle, die oft im eigenen Garten schon vorhanden ist:

Mulchen mit Laub - dabei ist allerdings auf die Art des Laubs zu achten, da viele Gerbstoffe in Blättern enthalten sind.

Mulchen mit Brennnesseln – der Nährstoffgehalt ist geeignet, die Ernte aber mitunter schmerzhaft. Außerdem müssen Brennnesseln nach dem Schnitt in einem zusätzlichen Arbeitsgang durch einen Häcksler geschickt werden.

Mulchen mit Stroh – die Verwendung ist eher als Deckschicht üblich und ein vertrauter Anblick unter Erdbeerpflanzen.

​Das Mulchen mit Heu oder anderen hier aufgeführten Materialien gehört also weniger zur Rasenpflege und mehr zur allgemeinen naturnahen Pflege von Gemüse- und Staudenbeeten. Bekannt für diesen Zweck ist aus dem Gartenbedarf der fertige Rindenmulch.

​Es entstehen bei der Verwendung dieser Pflanzenreste außerdem beim Rasen mulchen Nachteile, weil zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich sind und der Rasenschnitt trotzdem übrig bleibt und entsorgt werden muss. Am sinnvollsten ist es also, gleich beim Rasen mulchen einen Arbeitsgang mit dem Mulcher anzustreben.

​Mulcher und Rasenmäher

Es muss nicht gleich ein Mulcher in Traktorgröße für die professionelle Nutzung sein, der dem Gartenbesitzer die ökologische Rasenpflege erleichtert. Gute Rasenmäher mit einem Mulchkit oder ein Rasenmulcher für den privaten Gebrauch sind ebenso gut. Im Grunde hängt es davon ab, wie oft und für welche Fläche Bedarf besteht.

​1. Mulchen als Test

​Wer noch nicht wirklich von den Vorteilen des Mulchens überzeugt ist und einfach testen will, ob er seinen Rasen zukünftig so pflegen will, kann es sich günstig und einfach machen. In mehreren Durchläufen wird der Rasen sehr kurz geschnitten, wobei das Schnittgut zunächst noch aufgefangen wird. Ist die richtige Länge zwischen 4 cm und 6 cm erreicht, erfolgt das Mulchen mit dem normalen Rasenmäher ohne Auffangkorb. Zur besseren Verteilung kann der Rasen danach noch geharkt werden. Es sieht zwar für neugierige Nachbarn seltsam aus, aber der Mulch verteilt sich besonders gut, wenn die frisch gemähte Fläche einmal mit einem groben Straßenbesen ohne festen Druck bearbeitet wird.

​2. Mulchen als Option

​Wer sich hingegen alle Möglichkeiten offenhalten will, entscheidet sich für einen Rasenmäher mit einem Mulchkit. Was ist ein Mulchkit? Darunter ist ein Zubehör für Rasenmäher zu verstehen, mit denen vorhandene Geräte einfach erweitert werden. Gewöhnlich besteht das Set aus einem Einsatz, der den Rasenschnitt wieder zurück zu den Schnittmessern lenkt und so erneut zerkleinert. Je nach Ausführung kann auch ein spezielles Messer zum Mulchset gehören. So ein nachträglich einzusetzendes Set lässt die Entscheidung offen, wann und wie oft Mulchen auf dem Pflegeplan stehen soll.

​3. Rasenmulcher komplett

​Ist die Entscheidung gefallen, regelmäßig den Rasen richtig mulchen zu wollen, so empfiehlt sich ein Rasenmäher mit Mulchfunktion. Solche Mulchmäher sind speziell an die Anforderungen angepasst, die beim Mulchen entstehen. Sie zerkleinern das Schnittgut gründlich und so fein, dass es dem Rasen als natürlicher Dünger schnell zur Verfügung steht. Bei einem Gerät mit Umschaltfunktion hat man auch weiterhin die Wahl, ob man bei diesem Schnitt mulchen oder auffangen will.

​Fazit

​Wie oft man einen Rasen mulchen will, ist eine individuelle Entscheidung. Möglich ist dies auch bei jedem Mähen, wenn die richtigen Mulchmesser am Werk sind oder der Rasenschnitt sehr kurz bleibt. Auch neuen Rasen mulchen ist möglich. Dieser wird dann gleich regelmäßig gedüngt. Mulchen ist also eine sehr günstige und einfache Art, sich das Rasenmähen zu erleichtern und zugleich Kosten für zusätzlichen Dünger zu sparen.

​Der Einsatz eines Mulchmähers hat kaum oder gar keine Nachteile. Der Rasen verfilzt durch den Mulch nicht stärker und dank der deutlichen Verkleinerung des Schnittguts sind auch keine Platten aus Rasenschnitt zu erwarten, unter denen sich die Schnecken ungehemmt vermehren. Dafür hilft Mulchen gegen Unkraut und spart Platz in der Biotonne, wenn der Rasenschnitt gleich dort bleibt, wo er auch hergekommen ist.

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Rasen sanden

So sanden Sie Ihren Rasen richtig!

​Sand auf den Rasen streuen? Normalerweise liegt Sand nur rund um die Sandkisten der Kinder auf dem Boden. Doch die Zugabe von Sand ist bei der Rasenpflege keine Seltenheit. Rasensand hat einen positiven Effekt auf den Boden und damit auch wieder auf den Hausrasen selbst.

​Welchen Sinn hat Sand für den Rasen?

Sand als Baustoff ist bekannt. Viele Flächen wie Terrassen und Gartenwege nutzen die vorteilhaften Eigenschaften. Genau diese Eigenschaften helfen aber auch dabei, den Rasen optisch schön und gesund zu halten.

​Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Sand ist durchlässig und wirkt wie eine Drainage. Wasser kann also besser abfließen.
  • Bei festen Böden dient diese Maßnahme dazu, den Rasen mit Sand zu verbessern. Ein langsamer Austausch durch regelmäßiges Sanden ist einfach und vermeidet größere Eingriffe in die Rasenfläche.
  • Mulden und Unebenheiten werden durch Sand ausgeglichen und schaffen eine gleichmäßige Oberfläche.

Den Rasen besanden wirkt sich zudem vorteilhaft auf die Belastbarkeit der Trittfläche aus, ohne dass es zu einer Verdichtung kommt. Bei Regen ist der Rasen deutlich schneller wieder trocken. Der Boden ist nicht aufgeweicht und das ist beim Betreten der Wiese angenehmer und schont die Struktur der Gräser.

Den richtigen Rasensand kaufen

​Welchen Sand sollte man also für den Rasen auswählen? Sand ist nicht gleich Sand und manche Sorte ist weniger hilfreich als gedacht.

​1. Quarzsand

Quarzsand für den Rasen besteht überwiegend aus Quarzen. Er ist ein sogenanntes Magerungsmittel, das auch in der Keramikherstellung eingesetzt wird, um Ton zu verfeinern. Quarzsand ist hochwertig und sehr gut geeignet, um die besten Ergebnisse beim Besanden des Rasens zu erzielen.

​2. Spielsand

​Gut geeignet ist zum Rasen sanden Spielsand mit seiner besonderen Aufbereitung für Sandkästen. Dabei geht es weniger um die Art der Sandkörner, sondern um die Reinheit. Um als Spielsand geeignet zu sein, wird der Sand gesiebt und von Fremdstoffen und Schmutz gereinigt. Beim Rasen einsanden besteht dann Gewissheit, dass keine Gifte und Schadstoffe in den Hausrasen gelangen.

​3. Lavasand

Lavasand ist als Beimengung in Pflanzsubstraten bereits bekannt. Lavasand für den Rasen erhöht genau wie Quarzsand in der Rasenpflege die Durchlässigkeit des Bodens. Zusätzlich enthalten Lavasand und Lavasplit Mineralstoffe, die die Bodenqualität noch weiter verbessern.

​Unabhängig davon, um welche Art von Sand es sich handelt, sollte immer darauf geachtet werden, dass gewaschener kalkarmer Sand für den Rasen verwendet wird. Wichtig ist auch eine Auswahl, durch die für den Rasen der Sand eine Körnung bietet, die weder zu grob noch zu fein ist. Beides verhindert, dass sich beim Einsanden Ansammlungen bilden, die womöglich beim Wässern verklumpen.

​Wann ist der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu sanden und zu lüften?

Rasensand aufbringen ist eine Pflegemaßnahme, die im Frühsommer bis zum September hin am besten zusammen mit anderen Maßnahmen durchgeführt wird. So ergänzen sich die Vorteile der verschiedenen Arbeiten und bringen die besten Resultate.

​Da der Sand den Boden auflockern und verbessern soll, muss er diesen natürlich auch erreichen. Rasenfilz erschwert diese Aufgabe. Einfacher und sinnvoller ist es deswegen, wenn Rasen sanden nach dem Vertikutieren stattfindet. Sollte zugleich noch ein Durchgang zur Rasenlüftung mit dem Aerifizierer anstehen, rückt die Einarbeitung von Sand noch weiter nach hinten.

​Wie lässt sich am besten in den Rasen Sand einarbeiten?

Beim Einsanden kommt es darauf an, dass auf dem Rasen möglichst gleichmäßig der Rasensand verteilt wird. Dies ist je nach Wahl des Aufbringens von unterschiedlichem Erfolg gekrönt.​

  • Sand verteilen auf dem Rasen mit der Hand ist höchstens bei sehr kleinen Rasenabschnitten sinnvoll. Die Verteilung ist eher unausgewogen und damit auch das Ergebnis. Die Arbeit ist außerdem anstrengend.
  • Einen Streuwagen nutzen erleichtert den Vorgang. Wenn die Streuhilfe für die Verteilung von Sand geeignet ist, empfiehlt sich diese Variante. Am besten ist es, wenn Sand und Rasen trocken sind, damit das Streugut sich noch gut verteilen lässt.

Ganz gleich, ob der hochwertige Quarzsand oder eine andere geeignete Variante genutzt wird, so ist darauf zu achten, dass nicht in einem Durchgang eine Unmenge Sand aus guter Absicht heraus auf dem Rasen landet. Eine Bodenverbesserung benötigt eben Zeit. Es braucht erfahrungsgemäß mehrere Arbeitsgänge über einen längeren Zeitraum hinweg, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen.

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Rasen wässern

So bewässern Sie Ihren Rasen richtig!

Sattes Grün, gesunde Halme und eine dichte Fläche, die sich unter den Füßen wie ein natürlicher Teppich anfühlt – so wünscht sich jeder die Rasenfläche in seinem Garten. Im Sommer kann dies allerdings zum Problem werden, denn steigende Temperaturen führen schnell zu einem trockenen Rasen mit verdorrten Stellen.

Warum ein gesunder Rasen im Sommer zur Herausforderung werden kann

​Eigentlich ist ein heißer Sommer mit wenig Regen und hohen Temperaturen für einen Rasen gar kein Problem. Gras hat die besondere Eigenschaft, dass es sich für einige Zeit gut an solche Verhältnisse anpasst. Der Nachteil wird aber bald für jeden sichtbar. Kommt es zu einer derartigen Trockenzeit, spielt sich folgendes Drama auf der ehemals grünen Fläche ab:

  • Die zumeist dünne durchwurzelte Erdschicht trocknet aus.
  • Das Gras reagiert und konzentriert sich auf das Überleben der Wurzeln. Die Halme verdorren.
  • Je nach Grasart und Sommerhitze spielt sich dieser Prozess binnen von zwei Wochen ab.
  • Ohne künstliche Bewässerung wird die Rasenfläche unansehnlich.

Zumeist erholt sich der Rasen mit den ersten Regenfällen wieder ganz schnell und ohne, dass nachgesät werden muss. Empfindlicher Zierrasen kann allerdings dauerhaft Schaden nehmen, wenn der Gärtner nicht zum Wasserschlauch greift oder schon vorausschauend für den Rasen ein Bewässerungssystem installiert hat.

Den Rasen bewässern – aber richtig​

​Den Rasen richtig bewässern ist zwar keine komplizierte Wissenschaft - Fehler können aber trotzdem passieren und dann bleibt das Ergebnis genauso unbefriedigend, wie bei einem kompletten Verzicht auf die gärtnerische Hilfe für die grünen Halme.

​Für ein gutes Ergebnis sind einige wenige Punkte von Bedeutung:

  • die passende Tageszeit,
  • die richtige Wassermenge für die Rasenmischung,
  • der Zeitpunkt, an dem mit dem Gießen bereits begonnen werden sollte.

In jedem Fall sollte schon begonnen werden, den Rasen zu bewässern, bevor sich die ersten Anzeichen der Austrocknung zeigen. Steigt also die Temperatur und ist kein Regen in Sicht, braucht die Rasenfläche zusätzlich Wasser, um nicht auszutrocknen. Dabei gilt, dass durchlässiger Boden mit Sand eher zusätzlich Wasser benötigt als fester Boden mit Lehmbeimischungen. Robuste Grasmischungen halten Trockenheit besser aus. Rasenflächen mit Schattenzeiten benötigen weniger Wasser, als Flächen in der prallen Sonne oder empfindliche Zierrasen.

​Wann ist es günstig, den Rasen zu sprengen und wie oft?

Den Rasen gießen bei Sonne und das womöglich auch noch in der größten Mittagshitze ist gleich aus mehreren Gründen eher von Nachteil. So kommt es nicht ohne Grund bei der Frage, wann man den Rasen sprengen kann, auf die Tageszeit ebenfalls an.​

  • Bei hoher Temperatur verdunstet das Wasser, noch bevor es richtig zu den Wurzeln gelangen kann.
  • Wasser kommt zumeist aus der Leitung und damit kostet es Geld. Je weniger verbraucht wird, desto günstiger ist es, den Rasen zu gießen.
  • Die Wassertropfen können im schlimmsten Fall wie Brenngläser auf den Halmen wirken und stressen damit den sowieso geschwächten Rasen zusätzlich.

Verantwortungsvoll gegenüber dem eigenen Geldbeutel und auch besser für die Umwelt ist es deswegen, in den frühen Morgenstunden oder später am Abend die ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen. Bei anhaltender Trockenheit und großer Hitze kann dies auch ruhig täglich geschehen. Wie oft man den Rasen wässern soll, entscheidet sich also nach den tatsächlichen Umständen. Ein fester Plan muss nicht sein, wenn kein automatischer Rasensprenger mit Zeitschaltuhr diese Aufgabe übernehmen kann.

​Wichtig ist, wie es unter den Halmen aussieht

Es genügt nicht, den Wasserstrahl kurz über die Rasenfläche zu schwenken. Selbst wenn das Gras oberflächlich nass aussieht, ist der Boden darunter zumeist noch völlig trocken. Die Tropfen liegen auf den Halmen und verdunsten so schnell, dass die rund 15 cm ins Erdreich wachsenden Wurzeln im ausgetrockneten Boden trotzdem leer ausgehen und trockener Rasen entsteht.

​Rasen auf einem Sandboden benötigt um die 10 Liter Wasser pro Quadratmeter, bei Lehmböden kann es auch die doppelte Menge sein. Dafür speichert Lehmboden aber das Wasser länger und muss dementsprechend seltener gewässert werden. Um die richtige Menge abzupassen, kann ein Regenmesser hilfreich sein, der anfangs beim Rasensprengen in die Rasenfläche gesteckt wird. Nicht lange und der Gärtner hat im Gefühl, wie lange er den Rasen richtig sprengen muss, um genug Wasser mit dem Schlauch oder dem Schwenkregner zu verteilen hat.

​Beregnung und Bewässerung für den Rasen

Nicht immer ist genug Zeit, sich um die notwendige Beregnung des Rasens persönlich zu kümmern. Dann stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, diese Pflege durch eine automatische Bewässerung für den Rasen sicherzustellen.​

  • Schwenkregner mit fächerförmiger Beregnung, die sich besonders für rechteckige Flächen eignen,
  • Kreisregner, die unregelmäßig geformte Rasenflächen mit Wasser versorgen,
  • versenkbare Regner, die automatisch die Bewässerung sicherstellen,

Ein fest installiertes System hat natürlich besondere Vorteile, denn es sorgt auch für die richtige Wassermenge, wenn niemand vor Ort ist. Im Urlaub oder während der Arbeitszeit erhält der Rasen also trotzdem die richtige Pflege. Allerdings muss der Aufwand für Kosten und die notwendigen Bodenarbeiten einkalkuliert werden. Dafür erhält der Rasen dann bei hochwertigen Systemen genau die Wassermenge, die er benötigt, und dies voll automatisiert.

​Zeitgemäße mobile Systeme als Alternative zum fest installierten Bewässerungssystem lassen sich schnell und zielgerichtet aufstellen und einsetzen. Auch hier ist die genaue Einstellung inzwischen einfach und sehr präzise. So ist mit etwas mehr manuellem Aufwand trotzdem garantiert, dass der Rasen im Sommer genug Wasser bekommt, um gesund und in sattem Grün Hitze und Trockenheit zu überstehen.

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Rasen düngen

So düngen Sie Ihren Rasen richtig!

Eine Naturwiese braucht keine besondere Pflege und wächst alleine zu ihrer unberührten Pracht. Für einen Hausrasen gilt dies nicht. Neben dem Mähen, dem Wässern und dem Vertikutieren gehört der Dünger einschließlich der richtigen Methode beim Düngen zu den vier Säulen für einen gesunden Rasen.

​Warum braucht ein Rasen Dünger?

Abgesehen von einer Ruhephase im Winter wächst der Rasen fast das ganze Jahr mehr oder weniger kräftig. Zumeist steht den Gräsern nur eine recht dünne Nutzschicht für ihre rund 15 cm langen Wurzeln zur Verfügung, um Nährstoffe aus dem Boden zu ziehen. Auch Regen und Wind tragen zwar dazu bei, dass sich auf natürliche Weise wieder etwas Düngung einfindet – sie reicht aber für einen gesunden und kräftigen Hausrasen nicht aus.

Nährstoffmangel hat dann spürbare und sichtbare Folgen:

  • Der Rasen verliert die sattgrüne Farbe
  • Das Wachstum verlangsamt sich.
  • Wenn der Rasen ausdünnt, haben Unkräuter eine höhere Chance, sich in der Rasenfläche auszubreiten.

Dünger hilft also gegen Unkraut im Rasen und unterstützt das Wachstum. Außerdem übersteht ein Rasen mit einer Herbstdüngung den Winter deutlich besser. Es ist also nicht nur sinnvoll, neuen Rasen zu düngen, damit er einen guten Start hat, sondern auch später sollte regelmäßig gedüngt werden.

​Welchen Dünger für den Rasen gibt es?

Es gibt verschiedene Düngerarten, die nicht alle nacheinander oder gar gleichzeitig auf den Rasen gebracht werden müssen. Manche unterscheiden sich durch ihre Inhaltsstoffe, andere durch die Wirkungsweise und wieder andere nur danach, ob sie flüssig, als Perlen oder als Mehl geliefert werden.

​1. Kunstdünger

​Der Begriff Kunstdünger ist irreführend. Es ist keineswegs so, als würden beim sogenannten Kunstdünger alle Bestandteile immer im Reagenzglas hergestellt. Kunstdünger ist auf das synthetische Verfahren der Herstellung zurückzuführen. Im Grunde handelt es sich um einen Volldünger. Er enthält in der Regel

  • Phosphor für das Wurzelwachstum
  • Stickstoff für das Wachstum der Halme und die Grünfärbung
  • Kalium für die Belastbarkeit bei Kälte, Krankheiten und Trockenheit

Die Bestandteile gibt es auch als einzelnen Kaliumdünger oder Stickstoffdünger. Als Volldünger bieten sie aber bereits ein ausgewogenes Verhältnis. Bekannter Vertreter dieser Volldünger ist Blaukorn. Moderne Volldünger sind oft anorganische Mineraldünger, bei denen schadstoffarme Rohstoffe zum Einsatz kommen. Kunstdünger hat den Vorteil, dass er schnell seine Wirkung zeigt. Andererseits kann er ausschwemmen und der Rasen benötigt Nachschub.

2. Organischer Dünger

Organischer Dünger besteht in der Regel aus tierischen oder pflanzlichen Bestandteilen, wobei selbst bei Naturdünger eine synthetische Herstellung vorkommen kann wie zum Beispiel bei Harnstoffen. Von dieser Zutat abgesehen gehören zu den bekanntesten natürlichen Düngemitteln für den Rasen:

  • Hornspäne
  • Hornmehl
  • Guano

Rasen kann auch auf natürliche Art mit Kompost gedüngt werden. Zu beachten ist dabei, dass selbst hergestellter Kompost als Naturdünger einige Arbeit macht. Er muss gesiebt werden und es sollte sichergestellt sein, dass er ausgewogene Bestandteile enthält. Schädlich ist es aber keinesfalls, den Rasen biologisch mit gutem Kompost zu düngen. Organischer Dünger hat den Vorteil, dass er die Bodenbeschaffenheit verbessert und es nicht schadet, wenn er ins Grundwasser gerät. Der Nachteil ist, dass die Wirkung nicht sofort eintritt. Den Rasen natürlich düngen ist also eher für die dauerhafte Unterstützung gedacht und nicht als Soforthilfe für gestresste oder noch junge Grünflächen.

3. Organisch-mineralischer Dünger

Am sinnvollsten ist sicherlich eine Kombination aus beiden Düngerarten. Organisch-mineralischer Dünger ist in Fertigdünger-Mischungen erhältlich. Dabei kombinieren diese Dünger die schnelle Wirkung mineralischer Dünger mit der Langzeitwirkung organischer Rasendünger. ​Allerdings sollte grundsätzlich geprüft werden, welchen Bedarf der Boden überhaupt hat. Manchmal ist ein Spezialdünger erforderlich, der zum Beispiel einen Eisenmangel behebt. Wer Probleme damit hat, eine ausgewogene Mischung zu finden, kann eine Bodenanalyse durchführen lassen. Vielfach bieten Gartencenter diesen Service an, der für eine günstige Gebühr Klarheit schafft.

Wann kann und sollte man den Rasen düngen?

​Natürlich sollte ein Rasen unbedingt gedüngt werden, wenn er bereits Anzeichen von Verkahlung und Schwäche zeigt. Dann ist es höchste Zeit, der Grünfläche einige Nährstoffe zuzuführen, um ihr wieder Kraft zu geben. Manchmal fehlen besondere Wirkstoffe und müssen durch Spezialdünger wie Eisendünger zugeführt werden. Sinnvoll ist es aber, gar nicht erst bis zu diesen deutlichen Anzeichen zu warten. Es ist nicht schwierig, einen Düngerplan einzuhalten, der sich nach den Anforderungen des Rasens richtet.

​1. Zierrasen ohne besondere Belastung

Zumeist genügt es, zweimal im Jahr den Rasen zu düngen. Wichtig ist es, den Rasen im Frühjahr zu düngen. Ein Langzeitdünger im Frühling füllt die vom Winter aufgezehrten Depots auf und gibt genug Kraft, um die neue Wachstumsperiode mit starken Halmen, Widerstandskraft und sattgrüner Farbe zu beginnen.​ Neben der Düngung im Frühling ist eine zweite Düngung im Sommer wichtig. Wer seinen Zierrasen im Sommer düngt, hat zumeist genug getan, um die Rasenfläche auch über den Winter zu bringen. Bei der Neuanlage sollte zudem ein Starterdünger verwendet werden, um dem Jungrasen genug Kraft für die erste richtige Wachstumsphase zu geben.

​2. Belasteter Rasen und Schattenrasen

Rasenflächen, die größere Belastungen ertragen müssen, benötigen mindestens dreimal im Jahr Dünger. Dies gilt auch für Schattenrasen, der sich die Nährstoffe aus dem Boden noch mit den Bäumen teilen muss.​ Für ein gutes Ergebnis empfiehlt es sich, den Rasen im März zu düngen. Eine zweite Düngung erfolgt im Sommer und eine weitere Anwendung von Langzeitdünger im Spätsommer oder bereits als Herbstdünger.

Der letzte Dünger kann ruhig einen höheren Kaliumanteil enthalten, um die Pflanzen für die Anforderungen im Winter zu stärken. Eine derartige Winterdüngung ist nicht gleichbedeutend damit, den Rasen im Winter zu düngen. Er ist dann in der Winterruhe und wächst nicht. Dünger wird also weder benötigt noch aufgenommen.

​Methoden, um den Rasen zu düngen

Es kommt nicht nur darauf an, womit ein Rasen gedüngt wird – die Methode hat manchmal ebenso große Wirkung. Außerdem ist es eine Frage der richtigen Technik, um sich nicht mehr Arbeit zu machen, als eigentlich nötig ist.

​Rasen düngen mit dem Streuwagen

Ein Streuwagen lohnt sich besonders bei großen Rasenflächen oder für Gärtner, die sich die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen erleichtern wollen. Der Streuwagen verteilt Trockendünger sehr gleichmäßig, während der Nutzer dabei ohne große Anstrengung den Wagen über die Rasenfläche schiebt. Bei unregelmäßigen Flächen, Höhenunterschieden oder sehr kleinen Rasenstücken muss ein Streuwagen nicht sein.

​Rasen düngen ohne Streuwagen

​Klassisch greift der Gärtner selbst in den Düngereimer. Mit etwas Gefühl lässt sich abschätzen, in welcher Menge der Rasendünger in einem gleichmäßigen Bogen über den Rasen gestreut werden muss. Dabei sollten immer Gummihandschuhe getragen werden. Kleinere Hautverletzungen beim Düngen können sonst zu Hautreaktionen und Infektionen führen.

Flüssigdünger​

​Flüssiger Dünger für den Rasen hat den Vorteil, dass ein Wässern nach dem Düngen gar nicht erforderlich ist, um den Dünger vor Wind und Wetter zu schützen, bevor er in den Boden eindringen kann. Die Nährstoffe können beim Flüssigdünger sehr gleichmäßig und direkt auf das Gras gebracht werden, Nährstoffverluste verringern sich. Notwendig ist ein Sprühsystem, das entweder gesondert angeschafft werden muss, oder bei manchen Produkten direkt am Kanister angebracht ist. Der Mehraufwand an Technik – wenn auch nur auf einfachem Niveau – macht sich allerdings auch bei den Anschaffungskosten bemerkbar.

​Besondere Fragen und Tipps zum Düngen

Neben den allgemeinen Hinweisen zum Dünger, zur Jahreszeit oder der richtigen Methode gibt es immer noch einige Sonderfälle beim Rasendüngen.

​Kann Rasen überdüngt werden?

Diese Gefahr besteht durchaus. Sie steigt insbesondere dann, wenn Langzeitdünger auf den Rasen gestreut wird und dann noch weitere Düngungen folgen. Der Rasen wirkt verbrannt durch den Dünger. Er bekommt braune Stellen und geht ein. ​In diesen Fällen hilft oft nur eine Neuanlage der betroffenen Stellen. Viel Wässern kann die überflüssigen Nährstoffe aus dem Boden schwemmen.

​Lohnt sich Langzeitdünger mit Unkrautvernichter?

Ein Gartenzaun hält vielleicht ungebetene Besucher fern – Unkraut lässt sich davon jedoch nicht abschrecken. Während gesunder dichter Rasen bereits ein guter Anfang ist, die Verbreitung von Unkraut zu verhindern, können schon eingewanderte Sorten durch einen Dünger mit Unkrautvernichter beseitigt und freigehalten werden. Bei deutlich sichtbaren Unkräutern helfen dann auch der Unkrautstecher und eine Nachsaat auf den kahlen Stellen.

​Wässern nach dem Düngen oder gleich nassen Rasen (Regen) düngen?

Rasen wird gewöhnlich trocken gedüngt und kann dann bewässert werden. So fällt der Dünger zuerst zwischen die Halme und wird dort durch das Wasser angelöst und eingespült. Sind die Halme schon nass – wie dies nach einem Regen der Fall ist – bleibt der Dünger an den oberen Halmen kleben. ​Die beste Methode ist jedenfalls immer diejenige, die der Hersteller für seine spezielle Düngerart vorsieht. Ein Blick auf die Verpackung mit den Anwendungshinweisen ist also Pflicht.

​Rasen kalken und düngen gleichzeitig

Rasen benötigt nur Kalk, wenn die Bodenqualität einen zu hohen Säurewert hat. Bei viel Moos ist dies häufig der Fall. Dann kann einfach ein kalkhaltiger Dünger als Kombihilfe für den Rasen verwendet werden. Wer gesondert Rasenkalk aufträgt, sollte darauf achten, dass der zusätzlich verwendete Dünger nicht auch noch Kalk enthält. Ein zu großer Kalkanteil fördert das Kleewachstum und schwächt die Gräser.​

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Rasen mähen

So mähen Sie Ihren Rasen richtig!

Egal ob man sich einen gepflegten, englischen Rasen wünscht, eine Spielfläche für die Kinder oder einen weniger pflegeintensiven Blumenrasen. Um das Rasen schneiden kommt man nicht herum. Denn: Einen Rasen, den man nicht mähen muss, gibt es nicht. Und wer es sich angewöhnt, regelmäßig zum Rasenmäher zu greifen, hält auch den Arbeitsaufwand und das anfallende Schnittgut in Grenzen.

​Gepflegt in die neue Saison: der erste Schnitt im Jahr

Die Frage, wann man im Frühjahr Rasen mähen sollte, ist leicht beantwortet. Da der Rasen im Winter sein Wachstum einstellt, macht sich das neue Grün im Frühjahr relativ schnell bemerkbar. Wenn die Halme sichtbar sprießen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Je nach Witterung kann das schon im März, oft aber auch erst im April der Fall sein.


​Wie oft, wie kurz: Unkraut und Verbrennungen vermeiden

​Im Frühsommer ist das Wachstum des Rasens beachtlich. Hier kann durchaus wöchentliches Mähen angebracht sein. Werden die Halme zu lang, hat der Rasen nach dem Mähen unschöne braune Flecken. Um sich das wöchentliche Mähen zu ersparen, wäre es aber völlig falsch, die Schnitthöhe möglichst niedrig einzustellen. Wer den Rasen zu kurz schneidet, riskiert, dass der Rasen in einer folgende Trockenperiode vertrocknet oder gar verbrennt und sich kahle Stellen bilden, die dann gern von Unkräutern wie Klee, Hahnenfuß, Löwenzahn und Hirtentäschelkraut besiedelt werden. Diese Unkräuter sind nur schwer wieder in den Griff zu bekommen.

Die ideale Schnitthöhe für den Rasen ist vier Zentimeter. Bei einer Länge von maximal zehn Zentimetern sollte wieder gemäht werden. Im Hochsommer und bei großer Hitze wächst der Rasen nicht ganz so schnell. Dann können die Schnittintervalle ruhig etwas ausgedehnt werden. Doch wann sollte man den Rasen am besten mähen, wenn es sehr heiß ist? Die beste Zeit dafür sind die frühen Abendstunden, denn dann können die nun freiliegenden Halme nicht von der sengenden Sonne verbrannt werden, sondern gewöhnen sich langsam an das Licht.

Dann kann auch der Rasensprenger zum Einsatz kommen, um den Boden mit Feuchtigkeit zu tränken. Ansonsten muss man den Rasen nach dem Mähen nicht wässern, es sei denn, er wurde im Anschluss an die Mahd gedüngt. Damit der Dünger schneller ins Erdreich transportiert wird, ist das Gießen unerlässlich.


Rasen mähen oder mulchen: Was ist besser?​

Ein besser oder schlechter gibt es hier nicht. Wer seinen Rasen mulchen möchte, muss dazu einen Mulchmäher verwenden und regelmäßig Zeit zum Mähen haben. Keinesfalls sollte man zu lange Halme auf dem Rasen liegen lassen. Nur wenn das Schnittgut beim Mulchen sehr kurz ist, kommt es dem Rasen als Humuslieferant zugute.

Gute Dienste leisten hier zum Beispiel auch Mähroboter, die ständig in Betrieb sind. Zur Vorbereitung wird der Rasen einmal mit dem normalen Rasenmäher auf die gewünschte Höhe eingekürzt. Der sofortige Einsatz des Mähroboters gewährleistet eine gleichbleibende Schnitthöhe und eine feine Verteilung des Schnittguts. Wer keine Zeit für die regelmäßige Pflege und auch keinen Roboter zur Verfügung hat, sollte seinen Rasen besser nicht mulchmähen, sondern ihn auf herkömmliche Weise pflegen.​


​Rasen mähen: Diese Zeiten schreibt der Gesetzgeber vor

Benzinmäher, Elektro- und Akkumäher haben eins gemeinsam: Sie machen viel Krach. Die Frage, ob man sonntags Rasen mähen darf, erübrigt sich eigentlich von selbst. Denn nicht nur die direkten Nachbarn würden einem bei einer solchen Lärmbelästigung auf’s Dach steigen. Doch auch wochentags schreibt der Gesetzgeber bestimmte Zeiten für das Rasenmähen vor. Für Das Rasen mähen am Samstag gelten dieselben Zeiten wie für alle Werktage:​

  • zwischen 9 und 13 Uhr
  • von 15 bis 17 Uhr

Wer einen Rasenmäher mit dem EU-Umweltzeicehn sein eigen nennt und damit ein vorbildlich leises Gerät besitzt, darf dieses ab 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends benutzen. Dasselbe gilt im übrigen für Mähroboter, die ja nun wirklich flüsterleise arbeiten. Sie sind die einzigen, die sogar am Sonntag betrieben werden dürfen.

​Wann man Rasen mähen darf, richtet sich allerdings maßgeblich nach den Vorschriften der eigenen Gemeinde oder der Stadt. Das Ordnungsamt gibt Auskunft über die vorgeschriebenen Ruhezeiten, die von Bundesland zu Bundesland variieren können.


​Pflegetipps für Problemzonen

Nassen oder feuchten Rasen sollte man am besten gar nicht mähen. Zum einen verklebt das Schnittgut im Mähwerk. Das Mähen längerer Strecken ist kaum möglich, weil das Messer immer wieder von Rasenklumpen befreit werden muss. Zum anderen wird durch das Mähen bei nasser Witterung Schimmelbefall gefördert. Manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass nasser Rasen auch gemäht werden muss. Zum Beispiel in ungünstigen, schattigen Lagen, die immer etwas feucht sind oder im Herbst, wenn der Rasen nicht mehr abtrocknet. Hier ist es sinnvoll, zweimal zu mähen. Beim ersten Mal wird das Mähwerk höher eingestellt. Der Mäher schneidet nur den oberen Teil der Halme ab, das Schnittgut verklumpt nicht ganz so schnell im Mähwerk. Nach einer Wartezeit von einem Tag (in dieser Zeit richten sich die Halme wieder auf und können möglicherweise etwas trocknen) wird der Rasen auf die gewünschte Länge geschnitten.​

​Ähnlich verfährt man, wenn man hohen Rasen mähen muss. Je nachdem, wie hoch der Rasen bereits ist, mäht man im ersten Durchgang mit der Motorsense die langen Halme ab und harkt das Schnittgut zusammen. Im zweiten Durchgang mäht der Rasenmäher den Rasen auf vier bis sechs Zentimeter. Bei einer Rasenfläche, die lange keinen Rasenmäher gesehen hat, muss man sich darauf gefasst machen, dass der Rasen erst einmal braun aussieht. Dieser Umstand gibt sich mit der Zeit, hier muss man ein wenig Geduld haben.

​Wer Rasen am Hang mähen muss, ist mit einem Benzinmäher mit Antrieb gut bedient, damit das Mähen nicht jedes Mal zum Kraftakt wird. Sehr steile Hänge mäht man am besten mit der Motorsense.


Neuen Rasen mähen: Die richtige Pflege für zarte Halme​

Frisch gesäten Rasen zu mähen erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Zum Mäher greifen sollte man dann, wenn die Halme eine Länge von zehn bis 15 Zentimetern erreicht haben. Allerdings wird das Mähwerk so hoch eingestellt, dass beim ersten Rasenmähen nach der Neusaat eine Halmlänge von acht Zentimetern bleibt. Auch beim zweiten Mähen schneidet man die Halme nicht zu kurz, eine Länge von sechs Zentimetern ist völlig ausreichend. Erst wenn die Halme zu einem dichten, kräftigen Rasenteppich zusammengewachsen sind, kann man die Schnittlänge herabsetzen.


​Rasen mähen vor dem Winter: Weg mit dem Laub

Wann man das letzte Mal Rasen mähen sollte, hängt natürlich stark von der Witterung ab. Das Rasen mähen im Herbst gestaltet sich je nach Kleinklima im Garten recht schwierig. An manchen Stellen trocknen die Rasenflächen den ganzen Tag nicht mehr ab, was das Mähen sehr mühsam macht. Herrscht bereits Bodenfrost, wird es auch nichts mit der letzten Mahd. Deshalb sollte jeder Gärtner die Wetterprognosen der kommenden Tage gut im Auge behalten.

Einige Tage trockenes, mildes Wetter sind ideal, damit man im November noch Rasen mähen kann. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, denn das heruntergefallene Herbstlaub landet dabei gleich mit im Fangkorb. Der Gärtner erspart sich das anstrengende Zusammenharken des Laubs und der Rasen kann unbelastet in die Winterruhe gehen. In der kalten Jahreszeit tut man dem Rasen den größten Gefallen, wenn man ihn möglichst wenig betritt. Rasen mähen im Winter ist ohnehin unnötig, weil die Halme ihr Wachstum einstellen.​

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