Rosenpflege

Die richtige Rosenpflege!

Durch ihre vielseitige Schönheit haben Rosen es leicht, unter Gärtnern und Blumenliebhabern neue Freunde zu finden. Doch bei aller Leidenschaft für diese besonderen Kreationen – wie pflegt man Rosen richtig? Wenn nur diese Frage noch der Grund für das eigene Zögern ist, dann ist es Zeit, sich mit der richtigen Pflege von Rosen zu beschäftigen. Mit der geschickten Auswahl und ein paar hilfreichen Informationen steht der Freude an der eigenen Rose in Garten und Haus nichts mehr im Weg.

Standortwahl – wo soll die Rose hin?

Für jeden Platz gibt es die perfekte Rose. Kommen der richtige Standort und die passende Rose zusammen, ist der halbe Weg zur blühenden Pracht bereits zurückgelegt.

Steht fest, in welchem Bereich die Rose gedeihen soll, müssen die restlichen Details geklärt werden. Unabhängig davon, ob die Rose in den Garten kommt oder im Haus bleiben soll, so wird sie immer viel Licht oder Sonne benötigen. In ihrem Hunger nach Sonne und Licht unterscheiden sich die verschiedenen Rosenarten kaum, denn nur wenige tolerieren zumindest Halbschatten. Selbst die als Geschenk zum Valentinstag beliebte Mini Rose braucht Pflege und zugleich viel Licht, damit sie nicht kümmert.​

Pflanzgefäße für die Pflege von Rosen im Topf oder im Kübel müssen groß genug und insbesondere tief genug sein, damit die Wurzeln sich gut in den Boden strecken können. Eine große, aber flache Schale ist also weniger geeignet als ein schlanker aber dafür hoher Kübel, der noch dazu sehr dekorativ auf Balkon und Terrasse wirkt.

Die passende Rose auswählen

Durch die vielen verschiedenen Züchtungen gibt es kaum einen sonnigen Standort, für den es nicht die passende Rose gibt. Diese Vielfalt hat großen Einfluss auf die Auswahl. Je genauer die Anforderungen sind, desto besser erfüllt die Rose später die Erwartungen.

​Einige Fragen helfen dabei, die Voraussetzungen zu klären und später pflegeleichte Rosen zu haben:

  • Bis zu welcher Höhe und Breite soll die Rose sich entwickeln? So entwickelt sich eine Rose wie die Chippendale zu einem üppigen Busch, der genug Platz zu allen Seiten haben will. Ein kleines Eckchen im Garten passt so gar nicht zur Rose Chippendale, die mit Pflege und Sonnenstunden Hunderte gefüllte Blüten trägt.
  • Soll es eine reine Strauchrose sein, eine Kletterrose oder vielleicht auch beides? Als Alleskönnerin eignet sich die Rose Eden, die mit Pflege und einer Rankhilfe diese Ansprüche erfüllt.
  • Passen eher klassische Blütenfarben in den Garten oder darf es auch eine auffallende Nuance sein? Die Pflege der Rose Westerland erfreut Fans kupferroter Blütenpracht, die sich zugleich eine beeindruckende Duftrose in ihren Garten holen.
  • Starker oder zarter Duft? Duftrosen sind nicht für jeden die richtige Wahl. Manchmal kann eine Allergie vorliegen, die eher die zart duftenden Züchtungen sinnvoll macht. Klassische China-Rosen mit ihrem zarten Teerosenduft erfordern allerdings viel Aufmerksamkeit und sind auch nicht sehr verbreitet. Für die chinesische Rose ist Pflege besonders wichtig, da sie als Vorläuferin der heutigen modernen Rosen doch anfälliger für Rosenkrankheiten ist. Häufig wird sie auch mit dem als China-Rose bezeichneten Chinesischen Roseneibisch oder Hibiskus verwechselt.

Pflege von Rosen im Garten

Ist die Entscheidung gefallen und die Container-Rose oder wurzelnackte Rose zieht in den Garten ein, fängt die Pflege richtig an. Am besten ist ein Platz mit Morgensonne und selbst für Halbschatten geeignete Rosen brauchen rund 5 Stunden Sonnenlicht am Tag.

Pflanzung

Rosen sind als wurzelnackte Rosen oder Containerrosen erhältlich. Wurzelnackte Rosen sollten erst etwas gewässert und beschädigte Wurzeln eingekürzt werden. Das Pflanzloch muss tief und auch breit genug sein, dass die Wurzeln genug Platz haben. Die Veredelungsstelle gehört unter die Erde.

​Rosen wachsen am besten in humoser, nährstoffreicher Erde, die keine Staunässe verursacht, wenn sie gerade in der ersten Zeit täglich gewässert werden. Dünger benötigen Rosen erst nach rund drei Monaten, zuvor reichen die Nährstoffe im Boden und geben der Rose Zeit, sich an ihrem Platz einzugewöhnen.

Grundpflege für Rosen

Neben dem Wässern erfordern Rosen regelmäßige, aber keine übermäßige Pflege.

  • Die Fläche rund um den Rosenstrauch sollte freigehalten werden, auch wenn Begleitpflanzen wie Lavendel die Rose ins rechte Licht rücken. Dieses Ziel ist leichter zu erreichen, wenn der Boden unter und um den Strauch mit Mulch bedeckt ist.
  • Vertrocknete oder abgeknickte Äste werden mit einer sauberen Rosenschere entfernt. Sauberes Schneidewerkzeug ist wichtig, damit die Schnittstellen nicht mit Krankheiten infiziert werden. Es ist sinnvoll, im Frühling Rosen zu pflegen. Dann wird zugleich der Formschnitt durchgeführt, der Wildtriebe und unschöne Wuchsformen verhindert.
  • Beim Wässern am Morgen oder Abend sollte das Gießwasser nicht über die Rosen gegossen werden, sondern nur auf den Boden darunter. Feuchtigkeit auf den Blättern fördert Krankheiten.
  • Während der Blütezeit, die bei vielen Züchtungen mehrfach von Frühsommer bis spät in den Herbst erfolgt, können die alten Blüten vorsichtig abgeschnitten werden.
  • Auch wenn moderne Rosen über eine beachtliche Winterhärte verfügen, so benötigen sie gerade in Regionen mit niedrigen Temperaturen einen Winterschutz. Dazu wird über der Veredelungsstelle Erde aufgehäuft, um den Extraschutz für die Pflanze zu gewährleisten.
  • Kümmert die Rose, zeigt sie dunkle Flecken auf den Blättern oder erscheinen diese mit einer weißlichen Schicht belegt, so handelt es sich um eine der typischen Rosenkrankheiten. Diese befallenen Stellen müssen entfernt werden und gehören nicht in den Kompost, um ihre Verbreitung zu verhindern. Im Handel werden zudem Mittel angeboten, die Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost und Schädlinge beseitigen. Daneben können Hausmittel zum Einsatz kommen und die allgemeine Gesundheit der Rose muss durch einen guten Schnitt, die Verbesserung des Bodens und vielleicht sogar einen neuen Standort mit mehr Sonne gefördert werden.

Rosen auf dem Balkon und im Haus

Rosen eignen sich hervorragend für Kübel auf dem Balkon und der Terrasse. Wichtig ist, dass die Pflanzgefäße die richtige Größe und Höhe haben. Entsprechen die Bedingungen für die Pflege der Rose auf dem Balkon denen, die auch die Rosen im Beet vorfinden, wachsen und blühen Rosen im Topf wie eine Rose im Garten. Im Winter sollten sie allerdings in einem geschützten kühlen Innenraum mit genug Helligkeit ruhen.

​Zimmerrosen sind hingegen Freilandrosen, die etwas kleiner gezüchtet werden, da sie als Geschenk in Mode gekommen sind. Damit sie nicht eingehen, sollte die Rosenpflege im Zimmer zumindest darin bestehen, sie in ein größeres Pflanzgefäß umzutopfen und im Sommer draußen auf die Fensterbank, die Terrasse oder in den Garten zu stellen. Im Winter benötigen sie ihre Ruhephase in einem hellen, aber kühlen Raum. Heizungswärme und ein Südfenster gefallen ihnen nicht und die Lebensdauer ist dann nur kurz.

Besondere Rosen

Immer mehr Liebhaber finden die Englischen Rosen, die zwar wie alte nostalgische Rosen aussehen, aber moderne Züchtungen mit hoher Blühfreudigkeit, Winterhärte und Resistenz gegen Rosenkrankheiten sind. Sie bringen mit ihren besonderen Farben und gefüllten Blüten die verträumte Schönheit eines alten Landhauses in den Garten.

​Auch wenn sie auf den ersten Blick besonders anspruchsvoll durch ihre üppigen Blüten und den beachtlichen Wuchs erscheinen, so ist bei Nostalgie-Rosen oder Englischen Rosen Pflege und Zeitaufwand so günstig wie bei anderen modernen Rosen auch. Wenig Ansprüche stellt beispielsweise die Leonardo da Vinci Rose an Pflege und Sonnenstunden. Bei dieser Meilland Nostalgie Rose ist die Pflege dadurch noch einfacher, als sie auch einen Teil des Tages im Halbschatten toleriert.

Rosen haltbar machen

Irgendwann verblüht jede Rose und das hinterlässt oft eine gewisse Wehmut. Eine besonders schöne Schnittrose oder auch der Hochzeitsstrauch darf gerne länger als nur ein paar Tage ansehnlich bleiben. Es gibt mehrere Methoden für die Konservierung von Rosen:

  • Kopfüber aufhängen und trocknen lassen - diese Vorgehensweise ist der Klassiker, nimmt den Blüten aber viel von ihrer eigentlichen Schönheit.
  • Mit Glycerin vollgesogene Rosen halten sich lange und bleiben auch optisch sehr attraktiv. Glycerin ist in der Apotheke erhältlich.
  • Wer bereits Erfahrungen gesammelt hat, kann seine Rosen auch kandieren. Diese süße Konservierung eignet sich aber nur für solche Rosen, die garantiert nicht mit Insektiziden oder Pestiziden behandelt wurden.
  • Haarspray ist ein altes Hausmittel, um Rosen für einen kurzen Zeitraum zu behandeln. In der Vase oder als Tischschmuck im Gesteck eignet sich diese Methode sehr gut.

Rosen pflegen ist zwar eine Kunst, aber sie lässt sich leicht erlernen und außerdem noch vereinfachen, wenn die richtigen Rosen und der richtige Standort gewählt werden. Mit etwas Zeitaufwand und wachsender Erfahrung verwirklicht also jeder seinen Rosentraum.

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Rosen züchten

So züchten Sie Rosen!

Rosen gelten als die Königin der Blumen und sind in zahlreichen Farben und Formen anzutreffen. Als Schnittrose, als Beetrose, als Solitärpflanze oder als Kletterpflanze – Rosen haben immer einen hohen Schmuckwert. Die Züchtung neuer Sorten ist für viele Gärtner, aber auch für Hobbygärtner eine besondere Herausforderung. Es ist nicht so einfach, doch gibt es verschiedene Methoden zum Züchten von Rosen. Die Züchtung kann aus Samen, aus Stecklingen, aus Schnittblumen und durch Ableger erfolgen.

Rosen züchten oder vermehren?

Beim Rosen züchten denken viele Hobbygärtner daran, aus Samen, aus Stecklingen oder aus Schnittblumen neue Pflanzen heranzuziehen. Hier geht es eher um das Vermehren, denn beim Züchten kommt es darauf an, neue Sorten hervorzubringen. Das kann durch Kreuzen verschiedener Rosensorten, aber auch durch Veredlung erfolgen. Um das Rosen züchten und vermehren geht es, wenn eine neue Sorte durch Züchtung entstanden ist, die nun vermehrt werden soll.

Wie können Rosen gezüchtet werden?

Grundsätzlich sollten für die Zucht von Rosen nur gesunde und kräftige Pflanzen verwendet werden. Es hängt von der Art der Rosen ab, wie sie gezüchtet werden. Kann man aus Hagebutten Rosen züchten? Die Antwort auf diese Frage ist Ja, vor allem bei Wildrosen, deren Züchtung am einfachsten ist. Hier kann die Züchtung durch Samen und Ausläufer erfolgen; Wildrosen stellen keine besonderen Ansprüche. Schwieriger ist die Züchtung von Edelrosen, man kann für das Rosen züchten Stecklinge verwenden. Häufiger erfolgt die Züchtung jedoch durch Veredlung, die sogenannte Okulation.

​Die Rosenzucht kann also durch mehrere Methoden erfolgen:

  • Aus Stecklingen
  • Aus Schnittblumen
  • Aus Samen
  • Aus Ablegern

Rosenzucht durch Stecklinge

Rosen züchten durch Stecklinge ist eine einfache Methode, um Rosen zu züchten und zu vermehren. Die beste Zeit zum Schneiden von Stecklingen ist Ende Juli oder Anfang August. Die Triebe, die für Stecklinge verwendet werden, sollten ein Jahr alt und verholzt sein. Von einem solchen Trieb wird ein bleistiftlanger Steckling geschnitten. Ist bereits eine Blüte vorhanden, wird sie einige Millimeter über einem gut ausgebildeten Blatt entfernt. Unten wird der Steckling unterhalb eines Blattes oder einer Knospe abgeschnitten.

Die unteren Blätter werden vom Steckling entfernt, der Steckling wird nun in ein mit Wasser gefülltes Glas gestellt, um zu bewurzeln. Alternativ dazu kann der Steckling auch gleich an einem schattigen Platz in humusreiche Erde gesteckt werden. Zuvor wird der untere Bereich des Stecklings in Bewurzelungspulver gesteckt, damit er schneller Wurzeln schlägt. Der Steckling sollte bis zum unteren Blatt in die Erde gesteckt werden.

Anleitung zum Züchten durch Stecklinge

  • Stecklinge ca. bleistiftlang schneiden
  • Eventuell Blüten oder Knospen über einem gut ausgebildeten Blatt entfernen
  • Steckling im unteren Bereich unterhalb eines Blattes abschneiden
  • Untere Blätter vom Steckling entfernen, nur die oberen Blätter dran lassen
  • Steckling kurz in Bewurzelungspulver tauchen
  • Steckling in humusreiche Erde einsetzen und angießen

Die Stecklinge können auch in Tontöpfen, die mit einem nährstoffreichen Substrat gefüllt werden, herangezogen werden. Der Vorteil liegt darin, dass die Stecklinge in der Wohnung oder im Gewächshaus überwintert werden können. Die Wärme beschleunigt das Wachstum, die Stecklinge können nicht erfrieren. Ist der Steckling deutlich gewachsen und hat er neue Blätter ausgebildet, war die Vermehrung erfolgreich. Nun kommt es darauf an, ob der Steckling Blüten hervorbringt.

Rosenzucht durch Schnittblumen

Sind keine Rosenpflanzen als Grundlage für die Zucht aus Stecklingen vorhanden, kann man Rosen züchten aus Schnittblumen. Die Vorgehensweise ist hier genauso wie bei der Rosenzucht aus Stecklingen, auch hier wird die Blüte oberhalb eines gut ausgebildeten Blattes entfernt, auch die unteren Blätter werden entfernt. Der so entstandene Steckling kann wieder in Bewurzelungspulver getaucht und dann in humusreiche Erde gesteckt werden. Aus Schnittblumen kann man auch Rosen in extravaganten Farben züchten, so kann man blaue Rosen züchten, wenn man die entsprechenden Schnittblumen erwirbt.

​Rosen züchten mit Kartoffeln

Bei der Zucht aus Schnittlblumen kann man Kartoffeln zur Hilfe nehmen. In die Kartoffel wird ein Loch gebohrt. Der aus der Schnittblume gewonnene Steckling wird in die Rose gesteckt, die Kartoffel mit dem Steckling wird in die Erde gebracht. Wichtig ist ein heller Standort, doch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Darüber wird eine Pflanzhaube gestülpt, um ein Mikroklima zu erzeugen und das Anwachsen zu beschleunigen. Auf diese Weise kann man sogar schwarze Rosen züchten, wenn schwarze Rosen als Schnittblumen verwendet werden.

​Rosenzucht durch Samen

Rosen züchten aus Samen ist für verschiedene Arten von Rosen geeignet:

  • Wildrosen
  • Strauch- und Edelrosen
  • Ramblerrosen

Rosensamen werden nicht so einfach verkauft, daher benötigt man Hagebutten, um die Samen zu gewinnen. Die reifen Hagebutten werden im Herbst gesammelt, die Samen werden daraus gelöst. Die Samen werden für einige Tage in Wasser gelegt. Die Samen an der Oberfläche können nicht für die Zucht verwendet werden, da sie nicht keimfähig sind. Lediglich die Samen, die am Boden liegenbleiben, sind keimfähig. Diese Samen werden nun aus dem Wasser genommen und ca. einen Monat lang bei einer Temperatur von 4 Grad Celsius im Kühlschrank aufbewahrt, um die Keimung anzuregen.

Die Samen werden anschließend in eine flache Schale mit Anzuchterde gesät, sie sollten ca. einen Zentimeter tief in die Erde gelegt werden. Diese Saat muss kühl und feucht gehalten werden, bis die ersten Keime sichtbar werden. Bilden sich die ersten Pflänzchen, benötigt die Schale einen hellen, nicht zu warmen Standort. Wichtig ist, dass die Pflänzchen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Haben die Pflänzchen vier bis sechs Blätter ausgebildet, werden sie in kleine Töpfe mit einer nährstoffreichen Gartenerde gepflanzt. Im Mai, nach den Eisheiligen, können die Pflänzchen ins Freiland gebracht werden, sie benötigen einen sonnigen und windgeschützten Standort sowie humusreichen Boden.

Rosen züchten durch Ableger

Bei Wildrosen kann man Rosen aus Ablegern züchten, doch eignet sich diese Methode auch für:

  • Kletterrosen
  • Ramblerrosen
  • Strauchrosen

Die Zucht durch Ableger ist einfach; lange Triebe müssen nur bis zum Boden gebogen werden, bis sie dort antreffen. Verholzte Triebe können leicht eingeschnitten werden, um das Brechen zu vermeiden. Von den Trieben werden die Blätter entfernt, unterhalb des Auges wird der Trieb eingeschnitten, darauf wird Bewurzelungspulver gegeben.

Die Absenker werden ca. 20 Zentimeter tief in die Erde gesteckt, die mit Kompost angereichert werden sollte. Die Triebe sollten mit einer Astgabel im Boden festgehalten werden. In den folgenden Wochen muss die Erde gut befeuchtet werden, sie sollte jedoch nicht zu nass sein. Der bewurzelte Absenker kann im Frühjahr des Folgejahrs von der Mutterpflanze getrennt werden.

Veredlung von Rosen

Rosen züchten und veredeln ist bereits etwas anspruchsvoller, diese Methode wird jedoch bei Rosenzüchtern und in Gärtnereien verwendet. Die Veredlung wird auch als Okulation bezeichnet. Man benötigt eine Wildrose als Unterlage und eine Edelsorte. Von der Edelsorte wird ein Auge geschnitten. Das Auge der Edelsorte wird in den Wurzelhals einer Wildrose eingefügt. Die Wildrose ernährt die Edelrose, so hat die Edelrose aufgrund des starken Wachstums der Wildrose eine gute Wachstumsgrundlage.

Die beste Zeit zum Veredeln von Rosen ist der Juli, da die Rosen dann voller Saft sind. Auf den Wurzelhals der Wildrose wird ein Schnitt in T-Form gebracht, von der Edelrose wird ein ca. 2 cm langes Rindenstück mit nur einer Knospe geschnitten, die Rinde wird vorsichtig gelöst. Die Knospe wird in den geöffneten Schnitt der Wildrose eingefügt. Die entstandene Wunde muss vorsichtig mit Bast verbunden werden. Im Frühjahr des Folgejahres wird der obere Teil der Wildrose oberhalb des T-Schnitts entfernt. Die starkwüchsige Wildrose als Unterlage zwingt die Edelknospe zum Austreiben. Im Juni wird von der Edelrose die Spitze entfernt, damit sie sich verzweigen kann.

Regenbogenrosen züchten – geht das?

Regenbogenrosen werden hin und wieder im Online-Versand oder in Blumengeschäften angeboten. Wer aus diesen Schnittblumen Regenbogen Rosen züchten möchte, wird keine Regenbogenrosen bekommen, denn diese Rosen sind mit Farbe behandelt. Das ist ein komplexer Prozess, die Rosen werden in Wasser mit Farbe gestellt und nehmen die verschiedenen Farben unterschiedlich an.

​Rosenzucht durch Kreuzen

Bei der Rosenzucht durch Kreuzen entstehen neue Sorten, doch ist das ein sehr langwieriger Prozess, der von erfahrenen Rosenzüchtern angewendet wird. Eine Rosenpflanze wird als Mutter ausgewählt, eine andere Rosensorte wird als Vater gewählt. Die Blüten der Vaterpflanze sollten möglichst weit aufgeblüht werden, um Pollen zu gewinnen, der dann auf die Blüten der Mutterpflanze gebracht wird, die ebenfalls weit aufgeblüht sein sollte. Von der Mutterpflanze wird anschließend der Samen genommen, hier erfolgt dann die Zucht durch Samen.

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Rosenarten

Die wichtigsten Rosenarten im Überblick

Rosen besitzen einen ganz besonderen Zauber, dem im Laufe der Geschichte auch viele Künstler nicht widerstehen konnten. Dies macht sie zum perfekten Geschenk und zur dekorativen Ergänzung in Garten und Haus. Einer der Gründe ist ihre Vielseitigkeit und Formenvielfalt, die sich im Wuchs, der Form der Blüten und ihren Farben zeigt.

Unterscheidung der Rosenarten

Die Rose als solche gibt es nicht. Bereits die Wuchsform oder Höhe ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal für verschiedene Rosensorten und erleichtert die Vorauswahl für den eigenen Garten.

  • Edelrosen
  • Strauchrosen
  • Beetrosen
  • Kletterrosen

Edelrosen werden häufig auch Teerosen oder Tee-Hybriden genannt. Bei ihnen handelt es sich um die Exemplare, die im Blumenhandel für prächtige Sträuße bevorzugt werden. Sie haben lange Stiele, wachsen hoch und ihr geschlossener Kelch ist optisch der wahre Klassiker unter den Rosenformen.

Strauchrosen machen ihrem Namen alle Ehre. Sie sind dominante Rosen innerhalb der Gartengestaltung, da sie durchaus bis zu 2 Meter hoch werden und bei richtiger Pflege viele eindrucksvolle Blüten produzieren. Ihr Wuchs ist dichter als der einer Edelrose und macht im Garten deshalb einen besseren Eindruck als die weniger üppigen Teehybriden. Jünger als die klassische Strauchrose sind die Kleinstrauchrosen, die nicht derartige Wuchshöhen erreichen, dafür aber eine beachtliche Zahl von Blüten hervorbringen. Durch ihre überhängenden Triebe eignen sich diese Rosen als Bodendecker.

Nicht so ehrgeizig im Höhenwuchs sind hingegen die Beetrosen. Als bodendeckende Rosen ergänzen sie durch ihre niedrige und dichte Wuchsform die Bepflanzung und harmonieren mit vielen anderen Beetpflanzen und Stauden. Die Hybriden werden den Floribunda und den Polyantha zugeordnet, wobei allgemein bei beiden Sorten die Bezeichnung als Beetrose üblich ist. Ihre Stärke sind die vielen Blüten, die dicht nebeneinander wachsen und farbenfrohe Kissen über dem zumeist kräftig grünen Blattwerk bilden. Die Lions-Rose und die Rose Leonardo da Vinci zählen zu den mittelgroßen Beetrosen, die mit ihren gefüllten pastellfarbenen Blüten den Garten verschönern.

Kletterrosen sind beliebte Schönheiten, die mit ihren meterlangen Trieben Häuserwände, Torbögen oder Pergolas veredeln. Sie werden in Climber und Rambler unterschieden. Englische Gärtner und Rosenzüchter genießen einen besonderen Ruf und es wundert nicht, dass die Unterscheidung dieser Rosenarten aus ihrem Sprachgebrauch stammt. Climber haben starke Triebe, die allerdings gerade im Alter eine gewisse Steifheit annehmen. An Hauswänden mit einer leichten Stütze ist dies gut formbar. Für die weichen Formen einer Pergola oder eines Obelisken eignen sich hingegen mehr die Rambler mit ihren biegsamen Trieben.

Eigenschaften von Rosen

Neben ihrer Wuchsform unterscheiden sich Rosen auch noch in anderer Hinsicht, die bei der Auswahl berücksichtigt werden können und sollten.

Duft

Der Duft der Rose ist ihr Markenzeichen. Ein echter Rosenkenner kann daran sogar die Sorte erkennen, wenn es sich um stark duftende Exemplare handelt. Dieser Duft ist keineswegs selbstverständlich, denn neben stark duftenden Rosen wie den Vertretern der Damaszener Rosen gibt es durchaus auch solche mit weniger intensivem Duft oder einige, die fast gar nicht duften. Manchmal ist es eine Entscheidung zwischen der perfekten Blütenform und einer besonderen Farbe, der gegenüber dem Duft der Vorzug gegeben wird.

​Wer guten Eigenschaften in einer Pflanze haben möchte, der findet in der Rose Jasmina eine bemerkenswerte Vertreterin der Duftrosen. Die Ramblerrose duftet süß und stark. Sie bezaubert im Stil alter Rosen durch ein nostalgisches Rosa und üppige Blütenpracht. Jasmina ist eine öfterblühende Rose neuer Zucht, die die modernen Eigenschaften für robuste Rosen verkörpert.

Blüten – Form und Farbe

Die schlanke Blütenform der Schnittrosen eignet sich zwar für Sträuße, im Garten prägen andere Formen das Bild. Rosen können wie große flache Teller oder wie kugelige Äpfel geformt sein. Besonders beliebt sind gefüllte Rosen, bei denen sich dreißig und mehr Blütenblätter zu einem prächtigen Bild zusammenfügen.

​Neben der Blütenform tragen auch die verschiedenen Farben dazu bei, die Rosenpracht zu verstärken. Gelb, Rosa, Rot und Weiß sind schon lange nicht mehr die einzigen Farbnuancen, die in der Rosenzucht den Ton angeben. Von lila Rosen, solchen in leuchtendem Orange bis zu mehrfarbigen Blütenblättern reicht das Spektrum, das bei der Gartengestaltung besondere Akzente setzt.

Blütezeit

Ursprünglich blühten Rosen einmal im Sommer und dann musste sich der Rosenliebhaber bis zum nächsten Jahr gedulden. Dies ist Vergangenheit, denn die meisten Rosensorten gehören inzwischen zu den Mehrfachblühern oder wie die weiße Snow Goose Rose zu den immer blühenden Rosen, die den gesamten Sommer ihren Duft im Garten verströmen und die Rabatte mit ihren prächtigen Farben verschönern.

Englische Rosen und historische Rosen

Die viel zitierten und auch sehr schönen englischen Rosen sind keineswegs historische Rosen. Tatsächlich handelt es sich dabei um neuere Züchtungen aus England, die aber aus alten Rosen entwickelt wurden. Teilweise arbeiten die englischen Rosenzüchter schon seit mehr als Hundert Jahren im Bereich der Rosenzucht. Harkness Rosen können dabei auf eine Tradition zurückblicken, die bis in die Zeit Queen Victorias zurückreicht.

Im Gegensatz zu ihren alten Vorbildern besitzen die heute bekannten englischen Rosen jedoch moderne Eigenschaften:

  • Die englischen Neuzüchtungen sind lang blühende Rosen, die gleich mehrfach in der Blühperiode Blüten ausbilden.
  • Ihre Farbenvielfalt ist größer als die ihrer historischen Vorläufer.
  • Sie haben gewöhnlich deutlich weniger Dornen oder gehören zu den Rosen ohne Dornen.
  • Die Pflanzen sind robuster und unempfindlicher gegen Rosenkrankheiten wie Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau.

So wie die englischen Rosenzüchter historische Rosensorten weiterentwickelten, haben diese Aufgabe übrigens mit gleichem Erfolg auch französische Rosenzüchter übernommen. Die Meilland Rosen sind preisgekrönte Rosen der in der Provence beheimateten französischen Rosenzüchter, die seit mehreren Generationen immer wieder besonders robuste und schöne Rosensorten vorstellen.

Standort und Pflege

Rosen sind sehr vielseitig, was ihren Standort angeht. Er muss aber immer genügend Sonnenstunden garantieren. Im Schatten können Rosen nicht gedeihen. Selbst Halbschatten wird nur von wenigen Sorten toleriert. Dabei ist es ganz gleich, ob die Rosen für den Balkon oder wie die Rose Augusta Luise für die Terrasse als Rosen im Kübel gepflanzt werden.

​Bei Pflanzgefäßen sollte sichergestellt sein, dass der Kübel tief genug ist, wenn die wurzelnackten Rosen eingesetzt werden. Die Erde muss nährstoffreich und locker sein. Staunässe bringt die Pflanze zum Kümmern und dies gilt umgekehrt auch für zu wenig Wasser, da die Sonnenstunden den Bedarf der Rosen natürlich steigern.

​Die Pflege ist nach der richtigen Standortwahl einfacher, als viele Rosenfreunde annehmen. Ein regelmäßiger Schnitt erhält die schöne Wuchsform und kräftigt die Rose, die sonst durch Wildtriebe ihre Blühkraft verliert. Allerdings ist es bei modernen Rosen nicht mehr eine unveränderliche Regel, dass alle Rosen mit 7 Blättern Wildtriebe ausgebildet haben. Die Anzahl der Fiederblätter an regulären Trieben kann mittlerweile durchaus auch 7 betragen, ohne dass dieser Trieb entfernt werden muss.

ADR Rose

Selbst für Gartenanfänger ist es durch die seit 1950 eingeführte Rosenprüfung möglich, robuste und gesunde Rosen unter den vielen verschiedenen Sorten zu erkennen und auszuwählen.

ADR (Anerkannte Deutsche Rose) bezeichnet eine Sorte, die nach einer mehrjährigen Prüfung in einem dafür überwachten Prüfgarten ihre Gesundheit bewiesen hat. Ohne Schutz durch Spritzmittel gegen die bekannten Rosenkrankheiten muss diese Rose mehrere Jahre gleichbleibend schön und kräftig wachsen. Die Rose Elbflorenz trägt dieses Prädikat seit 2007. Andere Sorten haben es bereits vor Jahrzehnten erhalten, während zugleich immer wieder neue Sorten dazukommen. Umgekehrt kann diese ADR-Auszeichnung auch entzogen werden, wenn die allgemeine Gesundheit der Zucht nachlässt.

Mit dem ADR-Prädikat, dem richtigen Standort und regelmäßiger Pflege steht also auch ohne Vorkenntnisse einem Rosengarten oder einer berankten Pergola nichts im Weg.

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Rosen pflanzen

So pflanzen Sie Rosen ein!

Rosen werden nicht umsonst die Königin der Blumen genannt. Sie berauschen mit ihrer Farbe und ihrem Duft, sind aber auch anspruchvoller in der Pflege. Je nach Standort gedeihen sie mehr oder weniger prächtig. Nicht jeder Garten lässt sich in einen üppigen Rosengarten verwandeln, trotzdem müssen die meisten Gartenbesitzer nicht ganz auf Rosen verzichten. Einige Sorten wachsen auch in schattigen oder klimatisch ungünstigen Lagen. Wer seine Rosen richtig pflanzt, kann sich über gesundes Wachstum und Blütenreichtum freuen.

Welchen Standort bevorzugen Rosen?

Der beste Standort zum Rosen pflanzen ist vollsonnig und luftig. Jedoch sollten windexponierte Lagen vermieden und besser ein geschützter Standort gewählt werden. Der Pflanzabstand der Rosen richtet sich nach der späteren Größe und dem Wuchs. Stehen die Rosen zu eng, lassen sich Pflegemaßnahmen wie schneiden, ausputzen und spritzen nur sehr schwer durchführen. Zu dicht stehende Pflanzen werden zudem schneller von Pilzkrankheiten wie Sternrußtau und Rosenrost befallen, weil die Blätter nach einem Regenguss nicht schnell genug abtrocknen.

Edelrosen wachsen straff aufrecht und brauchen nicht so viel Platz wie Strauchrosen mit weichen, ausladenden Trieben. Am wenigsten Platz benötigen Zwergrosen. Hier reicht ein Pflanzabstand von 30 Zentimetern. Beetrosen werden etwa 30 Zentimeter zur Beetkante und in einem Abstand von 45 bis 60 Zentimetern gepflanzt. Wer Strauchrosen oder englische Rosen pflanzen möchte, lässt zwischen den Pflanzen mindestens 75 Zentimeter, bei großen Sträuchern 120 Zentimeter Platz.

Neben dem Pflanzabstand ist beim Rosen setzen auch die Tiefe entscheidend für gutes Anwachsen. Rosen im Topf oder Container werden ebenso tief gepflanzt wie vorher im Topf. Wildrosen und wurzelechte Rosen werden genauso tief wieder eingepflanzt, wie sie zuvor in der Erde gestanden haben. Bei wurzelnackten Rosen achtet man darauf, dass sich die Veredelungsstelle (die Verdickung oberhalb des Wurzelwerks) etwa fünf Zentimeter unter der Erde befindet. Das ist wichtig, um zum einen die Pflanze vor Frost zu schützen und zum anderen die Bildung von unerwünschten Wildtrieben zu verhindern.

Bei Auswahl und Pflanzung die Blütezeit berücksichtigen

Die Blütezeit der Rosen spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Gartengestaltung. Für ein Frühlingsbeet bieten sich früh blühende Wildrosen an, die mit Narzissen, Tulpen, Primeln und Allium unterpflanzt werden. In Kombination mit Herbststauden haben diese Sträucher mit ihren leuchtenden Hagebutten später im Jahr ihren zweiten großen Auftritt. Für reine Rosenbeete sollten Rosen mit unterschiedlichen Blütezeiten und zudem Sorten, die zuverlässig fortlaufend oder mehrmals blühen gewählt werden, damit das Beet einen durchgehenden Blickfang bietet.

Wann kann man Rosen pflanzen?

Die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen ist in ihrer Ruhephase. Das heißt, man kann Rosen im Herbst oder im Frühjahr pflanzen. Der Boden sollte frostfrei sein, damit die Pflanzen gut anwachsen. Der beste Pflanzzeitpunkt für wurzelnackte Rosen ist direkt nach dem Kauf. Ist das aufgrund der Witterung nicht möglich, werden die Rosen kühl und frostfrei gelagert, etwa in einem Kellerraum. Damit die Wurzeln nicht austrocknen, werden sie in einen Eimer mit Wasser gestellt.

​Der beste Zeitpunkt, um Rosen zu pflanzen ist in den Monaten März und April oder im Oktober und November. Die Herbstpflanzung sichert ihnen einen gewissen Vorsprung, da sie schon gut eingewachsen sind und im Frühjahr gleich durchstarten können.

Wer seine Rosen zu einer anderen Jahreszeit pflanzen möchte, sollte auf Containerware zurückgreifen. Diese Rosen lassen sich auch im Sommer pflanzen, ohne Schaden zu nehmen. Wichtig bei Kauf von Containerrosen ist ein fester Wurzelballen. Wenige, lockere Wurzeln im Topf lassen darauf schließen, dass wurzelnackte Rosen nachträglich eingetopft wurden, was die Anwachsbedingungen sehr erschwert.

​Den Boden für Rosen vorbereiten

Wann pflanze ich Rosen? Natürlich erst, wenn der Boden gut vorbereitet ist. Dies sollte einige Wochen vor der Pflanzung geschehen. Bei unbewirtschaftetem Boden wird die Grasnarbe abgenomen, der Boden umgegraben und mit Kompost verbessert. Gut verrotteter Kompost sorgt für gute Durchlüftung und Durchlässigkeit, was bei Lehmböden wichtig ist. Sehr schwere Böden erhalten eine Drainage, damit keine Staunässe entsteht. Die meisten Rosen fühlen sich in einem leicht sauren Boden mit einem pH-Wert von 6,5 wohl. Alte Rosen akzeptieren auch leicht alkalische Böden.

​So pflanzt man Rosen richtig

Eine allgemeingültige Pflanzanleitung für Rosen gibt es nicht. Wann und wie tief man Rosen pflanzt, hängt davon ab, ob diese ins Beet oder in einen Kübel gepflanzt werden und ob es sich um wurzelnackte Rosen handelt oder um Containerware. Kletterrosen, Rambler und Stammrosen werden anders gepflanzt als Beet- und Strauchrosen. Um ein gutes Anwachsen zu gewährleisten, müssen die Wurzeln der zu pflanzenden Rosen gut feucht sein. Wurzelnackte Rosen werden dazu mindestens eine Stunde vor dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser gestellt. Containnerrosen werden vor dem Setzen mitsamt dem Tof in Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Wurzelnackte Rosen einpflanzen

Wurzelnackte Rosen erhalten vor dem Pflanzen einen sogenannten Pflanzschnitt. Kranke und beschädigte Wurzeln werden ganz entfernt, sehr lange Wurzeln können etwas eingekürzt werden, damit sie besser ins Pflanzloch passen. An der gewünschten Stelle wird ein Loch gegraben, das breit genug ist, dass sich die Wurzeln darin gut ausbreiten lassen und tief genug, dass die Veredelungsstelle 5 Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt.

In das Pflanzloch arbeitet man Gartenkompost und etwas Knochenmehl ein und setzt dann die Rose hinein. Das Pflanzloch wird nun mit Erde gefüllt. Dabei leicht an der Pflanze rütteln, damit sich die Erde gut um die Wurzeln verteilen kann. Dann wir die Erde vorsichtig festgetreten und die Rose angegossen. Bei einer Pflanzung im Herbst wird die Rose zusätzlich mit Erde angehäuft, um sie vor Frost zu schützen. Die angehäufte Erde wird im Frühjahr glattgezogen.

Topfrosen und Containerware

Die Frage, wie tief man Rosen pflanzen sollte, ist bei Topfrosen und Containerrosen leicht beantwortet. Sie werden mit Ballen so tief in die Erde gesetzt, wie sie auch vorher im Topf gestanden haben. Beim Ausheben des Pflanzlochs also darauf achten, wann die gewünschte Tiefe erreicht ist.

Kann man Rosen im Kübel pflanzen?

Rosenpflanzen im Topf benötigen schon bald mehr Platz. Für die Terrasse oder den Hauseingang kann man Rosen in Kübeln pflanzen, wenn ihren Bedürfnissen Rechnung getragen wird. Sie sind Tiefwurzler, weshalb der Pflanzkübel für Rosen eher hoch als breit sein sollte. Der Boden des Pflanzkübels wird mit einer Lage Tonscherben als Drainage ausgelegt. Welche Erde für die Rosenpflanzen verwendet wird, ist auch eine Frage des Geldbeutels. Im Handel erhältliche Rosenerde oder gute Blumenerde auf Lehmbasis ist ebenso geeignet wie eine Mischung aus guter Gartenerde und Kompost. Geeignete Rosen für die Kübelpflanzung sind Beetrosen, englische Rosen und Stammrosen.

Stammrosen richtig pflanzen

Stammrosen brauchen auf jeden Fall einen Stützpfahl, der auf der Windseite steht. Der Pfahl soll lang genug sein, dass er knapp unter der Krone steht, wenn Pfahl sowie Rose sich bereits im Pflanzloch befinden. Wie tief die Rose gesetzt werden muss, ist deutlich an der sogenannten Bodenmarke am Stamm erkennbar. Nach dem Pflanzen wir der Stamm knapp unterhalb der Krone und auf halber Höhe am Pfahl befestigt.

Brauchen Halt: Rambler, Kletterrosen, große Strauchrosen

Ramblerrosen richtig zu pflanzen unterscheidet sich nur leicht von der Methode, wie man normalerweise Rosen einpflanzen sollte. Rambler und auch Kletterrosen brauchen eine Rankhilfe. Bei Kletterrosen ist das meist ein Rosenbogen, ein Obelisk oder eine aus Baustahlstangen in den Boden gesteckte Rankhilfe. Ramblerrosen wachsen an einem Rankgitter an der Hauswand oder erklimmen einen größeren Baum. Kletterrosen und Rambler werden leicht schräg in die Erde gesetzt und zwar in die Richtung, wohin die Triebe wachsen sollen.

Sollen die Rosen an einer Hauswand wachsen, darf ein Abstand zur Wand von 45 Zentimetern nicht unterschritten werden. Der ideale Winkel zur Wand beträgt etwa 45 Grad. Bis die Triebe die Stützdrähte erreicht haben, leisten Stäbe gute Dienste, an denen die Triebe mit Plastikclips befestigt werden. Eine Rosen Rankhilfe kann auch bei großen Strauchrosen von Nutzen sein. Manche Sorten mit sehr weichen Trieben sind dankbar für ein wenig Halt.

Eigener Rosennachwuchs aus Samen, Stecklingen, Wurzelausläufern

Wer mehr von seinen Lieblingsrosen haben möchte, kann Wildrosen gut aus Samen (Hagebutten) vermehren. Das Rosensamen pflanzen funktioniert am besten, indem die Hagebuttenkerne in einen Topf mit Erde gesteckt und an einem halbschattigen Platz aufgestellt werden. Strauchrosen, alte Rosen und Kletterrosen lassen sich über Stecklinge vermehren, Wildrosen über Wurzelausläufer, die abgestochen und an anderer Stelle eingepflanzt werden.

​Kann man Rosen umpflanzen?

Grundsätzlich ja. Man kann sowohl alte Rosen verpflanzen als auch Edelrosen, englische Rosen oder Strauchrosen. Selbst Rambler nehmen den Umzug an einen neuen Standort nicht übel, etwa wenn der Baum, der als Stütze gedient hat, abgestorben ist. Wichtig ist, das Wurzelwerk großzügig auszugraben, damit die Hauptwurzeln weitgehend erhalten bleiben. Vor dem Umsetzen an den neuen Platz dürfen die Triebe der Rosen großzügig gekürzt werden. Auch die Wurzeln erhalten einen Pflanzschnitt. Ganz wichtig: Bei Rosen stellt sich schnell Bodenmüdigkeit ein. Das bedeutet, dass an einer Stelle, wo zuvor eine Rose gestanden hat, keine neue gepflanzt werden darf. Steht kein anderer Platz zur Verfügung, wird die Erde mindestens einen halben Meter tief entfernt und durch neue, hochwertige Erde ersetzt. Ein Gemisch aus Gartenerde und Kompost ist ebenso geeignet wie speziell im Handel erhältliche Rosenerde.

Rosen unterpflanzen: Passende Begleiter für Rosen

Welche Pflanzen zu Rosen passen, hängt von der individuellen Gestaltung des Gartens ab. Grundsätzlich gibt es nichts, was man nicht zu Rosen pflanzen kann. Ganz wichtig bei jeglicher Unterpflanzung für Rosen: Sie brauchen kahle Füße. Das heißt, die jeweiligen Begleiter müssen in gebührendem Abstand gepflanzt werden, damit Majestät nicht in Nährstoff- und Wasseraufnahme gestört wird.

​Hier einige Vorschläge, welche Blumen man zu Rosen pflanzen kann:

  • Klassisch
  • Frühlingsbeete
  • Sommerbeete
  • Herbstbeete
  • luftige Beete
  • Chinaschilf
  • Rutenhirse
  • Segge
  • Reitgras
  • Staudensonnenblume
  • Wiesenknopf
  • Schafgarbe

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