Das Gewächshaus: für Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber

Aktualisiert am: 23.11.2022

Obst und Gemüse im eigenen Garten anbauen – das ist der Traum vieler Hobbygärtner. Da es in Deutschland für viele Pflanzen außerhalb des Sommers zu kalt ist, hilft ein Gewächshaus. Es sorgt dafür, dass die Erntezeit länger ausfällt und bietet exotischen Pflanzen ein Winterquartier. Lesen Sie hier, worauf es beim Kauf eines Gewächshauses ankommt!
Update vom 29.10.2022
Wir haben die Informationen in diesem Beitrag über die besten Gewächshäuser aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Gewächshäuser Testsieger* 2023

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Anlehn-Gewächshaus / Beistell-Gewächshaus, zur Wandmontage, Aluminiumgerüst, mit Hohlkammerplatten 4 mm, Grundfläche: 69 x 193 cm, Höhe: vorne 1,52 / hinten 1,82 m

Robustes Anlehn-Gewächshaus für die Wand: Das VITAVIA Anlehngewächshaus Ida 300

kann an einer Hauswand, einem Gartenhaus, Schuppen oder an der Garagenwand angebracht und mit Schrauben befestigt werden. Dadurch ist es sehr windfest und steht bei jedem Wetter fest und geschützt.
Die Größe ist laut Kundenrezensionen sehr gut ausreichend für viele unterschiedliche Pflanzen. Käufer machten beispielsweise sehr gute Erfahrungen mit dem Gewächshaus für Gemüse wie Gurken und Tomaten.
Insgesamt wird das VITAVIA Anlehngewächshaus Ida 300 von den meisten Käufern als sehr stabil beschrieben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird als sehr gut beurteilt, sodass die meisten Käufer eine Kaufempfehlung für das Gewächshaus aussprechen, obwohl der Aufbau nicht ganz einfach sei.
Denn mehrere Käufer bemängeln, dass die Montage beim VITAVIA Anlehngewächshaus Ida 300 eher kompliziert ist, da sehr viele Einzelteile zusammengebaut werden müssen. Für den Aufbau sei deshalb etwas handwerkliches Geschick (und Zeit) nötig.

Vorteile:
  • stabile Bauweise
  • robuste Hohlkammerstegplatten 4 mm
  • Anlehn-Gewächshaus sehr gut windfest
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile:
  • Aufbau aufwändig

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Folien-Gewächshaus, Größe 100 x 50 x 150 cm, UV-beständig, Tür nach oben aufrollbar, verzinktes Metallgestänge, inklusive Heringe zum Befestigen

Kleines Folien-Gewächshaus: Durch die kompakte Größe lässt sich das Sekey Tomatenhaus Foliengewächshaus

fast überall unterbringen. Es bietet Platz für zwei bis drei große Stangentomaten oder für mehrere kleinere Pflanzen, berichten die Käufer.
Gut kommt bei den Käufern außerdem an, dass sich das Gewächshaus auch auf der Terrasse oder dem Balkon für Topfpflanzen und Tomaten im Kübel nutzen lässt.
Der Aufbau ist sehr einfach, sodass das Sekey Tomatenhaus Foliengewächshaus sich sehr schnell aufstellen lässt. Die Folie machte auf die Nutzer einen robusten Eindruck, während das Gestänge als stabil, aber eher dünn beschrieben wird.
Man sollte insgesamt bedenken, dass es sich um ein sehr leichtes Foliengewächs handelt. Mehrere Käufer merken an, dass man es windgeschützt aufstellen und gut befestigen sollte, da es bei stärkerem Wind nicht sehr stabil ist. In manchen Fällen überstand das Gewächshaus den ersten Test bei starkem Sturm nicht ohne Beschädigungen.
Generell bemängeln einzelne Käufer manchmal die Stabilität und Langlebigkeit, da das kleine Sekey Tomatenhaus Foliengewächshaus manchmal nicht sehr lange hielt oder der Reißverschluss nicht langlebig war. Insgesamt würden jedoch die meisten Nutzer eine Kaufempfehlung für das Gewächshaus aussprechen.

Vorteile:
  • kompakte Größe
  • sehr einfach aufzubauen
  • ideal als Regenschutz für Tomaten
  • auch auf Terrasse oder Balkon nutzbar
Nachteile:
  • nicht sturmfest
  • manchmal nicht langlebig

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Universal Gewächshaus inkl. Fundament

Zuverlässiger Schutz vor Wind und Wetter: Das Zelsius Aluminium Gewächshaus für den Garten

bietet bei einer Länge von 250 cm und einer Breite von 190 cm ausreichend Platz für die Pflanzenzucht. Die Firsthöhe von 195 ermöglicht ein bequemes Betreten auch im Stehen. Die Konstruktion besteht aus einem verzinkten Fundament-Rahmen aus Stahl, einem stabilen Aluminiumgerüst, sowie Hohlkammersteg-Platten aus Polycarbonat. Eine UV-beständige Verglasung hält Temperaturen von – 24 bis 60 °C und ist aus einem stoßfesten Material. Gefertigt. Das Gewächshaus lässt sich in vielfältiger Weise nutzen, etwa als Treibhaus, Kräuterbeet, Frühbeet oder Pflanzenhaus.

Der Aufbau des Gewächshauses ist laut Käufern simpel und lässt sich mit mindestens zwei Personen zügig bewerkstelligen. Bemängelt wird allerdings die Stabilität mancher Glaselemente, viele Käufer erwähnen, dass sie diese zusätzlich mit Schrauben oder Silikonkleber verstärkt haben. Einige Käufer merken zudem an, dass das Stahlfundament rostanfällig ist und daher nachbehandelt werden sollte.

Insgesamt sprechen die meisten Käufer jedoch eine Kaufempfehlung für dieses Gewächshaus aus.

Vorteile:
  • hochwertige Materialien
  • vielseitig nutzbar
  • witterungsbeständig
  • langlebig
Nachteile:
  • Stahlfundament rostanfällig
  • Alustreben verbiegen beim Aufbau leicht
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Gewächshaus kaufen Arten, Nutzungsmöglichkeiten und Funktionsweise

Für Privatpersonen ist ein Gewächshaus in erster Linie eine Möglichkeit, den Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten zu optimieren. Durch die überwiegend aus Glas oder Kunststoff bestehenden Flächen des Hauses heizt sich das Innere vom Sonnenlicht selbstständig und ohne Betriebskosten auf. Dadurch herrscht im Innenbereich eine höhere Temperatur als außerhalb des Gewächshauses.

Vor allem in den deutlich kühleren Nachtstunden wird die Wärme gehalten, was die tageszeitbedingten Temperaturschwankungen reduziert. Zusätzlich können Gewächshäuser mit einem Heizsystem ausgestattet sein, welches Besitzern eine Steuerung der Temperatur ermöglicht und sie unabhängig von der Witterung macht. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass solche Heizanlagen hohe Energiekosten verursachen können, die beim reinen Hobbybetrieb nicht immer gewünscht und zweckmäßig sind.

Wir klären hier, welche Gewächshäuser zu empfehlen sind, welche Erfahrungen Käufer mit den verschiedenen Gewächshäusern zu berichten haben und auf was man achten sollte, wenn man sich ein neues Gewächshaus kaufen möchte.

Verschiedene Arten von Gewächshäusern: Die Temperatur ist entscheidend.

Falls Sie den Kauf eines Gewächshauses planen, spielt zunächst die Wahl einer geeigneten Gewächshausart eine entscheidende Rolle. Hinsichtlich der Temperatur werden drei verschiedene Grundformen unterschieden:

  • Kalthäuser bis 12 Grad Celsius
  • temperierte Gewächshäuser mit 12 bis 18 Grad Celsius
  • Warmhäuser mit mehr als 18 Grad Celsius

Bei einem Kalthaus wird auf die Beheizung des Gewächshauses komplett verzichtet. Es dient daher vor allem als Hilfsmittel zur Verlängerung der Gartensaison. Etwa ab April und nächtlichen Temperaturen über 3 Grad Celsius können in einem Kalthaus heimische Gemüsesorten wie Radieschen und Kohlrabi angepflanzt werden. Diese besonders frühe Ernte wäre im Freiland nicht möglich. Ebenso lässt sich die Erntesaison im Herbst durch das Kalthaus verlängern.

Bei einem temperierten Gewächshaus liegen die Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad, was sich ideal für den Anbau von Zitrusfrüchten, Kiwis, Papaya, Passionsfrüchten, Feigen und das Überwintern von exotischen Blumen wie Palmen eignet. Bei einem temperierten Gewächshaus sorgt ein Heizungssystem dafür, dass kein Frost auftritt und Pflanzen aus dem mediterranen und subtropischen Raum ideale Wachstumsbedingungen finden.

Die wärmste Form eines Gewächshauses ist das Warmhaus mit konstant mehr als 18 Grad Celsius. Ein aufwändiges Beheizungssystem ist dabei unverzichtbar und wirkt sich selbstverständlich sowohl auf den Anschaffungspreis als auch auf die Betriebskosten aus. Es bietet Ihnen jedoch die Möglichkeit, ganzjährig sogar tropische Pflanzen im eigenen Garten anzubauen und zu ernten. Diese besonders hohe Temperatur in Kombination mit einer hohen Luftfeuchtigkeit eignet sich zum Beispiel zum Anbau von Ananas, Kokosnüssen, Mangos, Avocados und mehr. Außerdem können Blumenliebhaber darin exotische Blühpflanzen züchten.

Zubehör für das Gewächshaus: Helfer für optimale Temperatur und Ausstattung

Gewächshaus-Zubehör kann dabei helfen, die Arbeit zu erleichtern und den Anbau zu optimieren. Dabei reicht das nützliche Zubehör für das Gewächshaus von Thermometern und Möglichkeiten zum Beschatten und Heizen über Halteclips und Pflanzstützen bis hin zur automatischen Bewässerung.

Temperatur im Gewächshaus regeln

Die Temperatur im Gewächshaus lässt sich mit einem Gewächshaus-Thermometer überwachen. Neben einfachen Thermometern gibt es heute auch viele moderne Messstationen mit zahlreichen Zusatzfunktionen.

Um frostempfindliche Pflanzen zu überwintern, kann ein Frostwächter für das Gewächshaus eingesetzt werden. Über einen Thermostat wird eine Heizung dabei so reguliert, dass die Temperaturen nie unter einen eingestellten Wert fallen. Eine leistungsstärkere Gewächshausheizung kann sogar ermöglichen, dass man das Gewächshaus das ganze Jahr über umfassender nutzen kann.

Was das Gewächshaus im Frühjahr, Herbst und Winter so nützlich macht, ist im Sommer oft unerwünscht: die Erwärmung durch Sonneneinstrahlung. Mit dem richtigen Zubehör lässt sich das Gewächshaus aber auch im Hochsommer vor zu starker Erwärmung schützen.

Ein Schattiernetz kann vor Sonne schützen. Es wird beispielsweise mit Halteclips befestigt, die ebenfalls als Gewächshaus-Zubehör erhältlich sind. Automatische Gewächshaus-Fensteröffner sind ideal, um für eine Belüftung zu sorgen und einen Hitzestau zu verhindern.

Rankhilfen und Stützen als Gewächshaus-Zubehör

Häufig werden im Gewächshaus empfindliche Gemüsearten angepflanzt, die im Freiland anfällig gegen Regen oder kühle Temperaturen sind oder schlecht ausreifen.

Dazu gehören viele Sorten von Gemüse, die Rankhilfen, Rankseile oder Stützen benötigen. So lassen sich Tomaten mit Tomatenstangen abstützen, oder man kann für eine reiche Ernte an Hülsenfrüchten eine spezielle Erbsen Rankhilfe oder eine Rankhilfe für Gurken nutzen.

Bewässerung im Gewächshaus

Wer sein Gewächshaus voll ausnutzt, der hat oft zahlreiche Pflanzen zu versorgen, die direkt in der Erde oder in Töpfen stehen. Bei hohen Temperaturen im Sommer verursacht das Gießen hier einigen Aufwand, den man sich mit Zubehör für die Bewässerung vereinfachen kann.

Hierbei lassen sich zum Beispiel Bewässerungsschläuche verlegen. Besonders gut eignen sich im Gewächshaus Tropfschläuche oder Perlschläuche. Für Jungpflanzen und Setzlinge kann man zusätzlich auch einen Sprühschlauch, Sprühnebler oder Zerstäuber anschließen, die für eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein stets leicht feuchtes Substrat sorgen, welches für Keimlinge optimal ist.

Wenn man in den Urlaub fährt oder über das Wochenende verreist, kann man Zubehör für das Gewächshaus nutzen, dass das Gießen komplett automatisiert. Für die Gewächshaus-Bewässerung kommen Systeme infrage, die an einen Wasserhahn angeschlossen werden oder die Wasser aus einem bereitgestellten Reservoir abpumpen.

Freistehendes Gewächshaus oder Anlehngewächshaus?

Neben der Möglichkeit zur Regulierung der Temperatur besteht ein weiterer Unterschied zwischen den Gewächshausformen in der Bauweise. Unterschieden werden grundsätzlich:

Ein freistehendes Gewächshaus ist den meisten Hobbygärtnern ein Begriff, handelt es sich dabei quasi um ein separat aufgestelltes Haus als in sich geschlossene Einheit. Es kann unabhängig von der übrigen Bebauung auf ebenem Boden aufgebaut werden und verfügt über einen Zugangsbereich in Form von mindestens einer Tür.

Hierbei kann es sich entweder um ein Foliengewächshaus oder um ein Gewächshaus aus Glas handeln.

Ein Anlehngewächshaus hingegen wird direkt an ein bereits bestehendes Gebäude angebaut. Das kann die Wand einer Garage oder eines Gerätehauses im Garten sein. Ebenso lässt sich ein Anlehngewächshaus direkt an einer Wand des Wohnhauses aufbauen. Die feststehende Wand ist bei dieser Gewächshausform gleichzeitig die Schattenseite, während alle übrigen Seiten direkten Sonnenlichteinfall benötigen. Solche Anlehngewächshäuser müssen selbstverständlich etwas gründlicher geplant werden, da beim Kauf die Gegebenheiten vor Ort exakt berücksichtigt werden müssen.

Die passende Größe für Gewächshäuser

Um ein pflanzenfreundliches Klima zu gewährleisten, eine konstante Temperatur zu erhalten und ausreichend Platz zum Anpflanzen verschiedener Gewächse zu haben, hat sich eine Mindestgröße von zehn Quadratmetern für Gewächshäuser als sinnvoll herausgestellt. Um dabei auch komfortabel arbeiten zu können, ist die Höhe des Gewächshauses wichtig. Damit Sie möglichst nicht alle Gartenarbeiten gebückt ausführen müssen, sollten die Seitenwände mindestens 1,6 Meter hoch sein. Achten Sie bei der Wahl der Gewächshaushöhe auch darauf, wie groß die Pflanzen werden, die Sie darin anbauen möchten. Besonders exotische Pflanzen werden häufig sehr groß und benötigen daher eine größere Deckenhöhe beim Gewächshaus als heimische Gemüsesorten.

Wer übrigens keinen eigenen Garten hat und bereits im Frühling mit der Vorzucht von Gemüsepflanzen auf dem Balkon beginnen möchte, der kann zu einem Mini-Gewächshaus oder einem Gewächshaus für den Balkon greifen. Sie sind in verschiedenen, sehr kompakten Größen wie etwa mit der Grundfläche eines DIN A4 Blattes erhältlich und eignen sich ideal für die Anzucht einer kleinen Menge von Tomatenpflanzen (s. Tomatengewächshaus), Gurkenpflanzen und mehr.

Wichtige Voraussetzungen: Tipps zur Standortwahl

Bedenken Sie bei der Standortwahl für ein Gewächshaus folgende Faktoren, um entstehende Kosten so niedrig wie möglich zu halten:

  • Gibt es vor Ort bereits Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser?
  • Ist der Boden eben und das Gelände frei von Wurzeln oder Steinen?
  • Bietet der Standort sowohl eine Schatten- als auch eine Sonnenseite?

Was viele Hobbygärtner bei der Anschaffung eines Gewächshauses nicht bedenken: In einigen Fällen ist hierzu eine Baugenehmigung notwendig. Das gilt meistens dann, wenn das Gewächshaus als in sich geschlossene Einheit angesehen wird. Da die Vorgaben von Bundesland zu Bundesland und Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich ausfallen, fragen Sie bestenfalls bereits vor dem Kauf bei Ihrer zuständigen Behörde nach und beginnen gegebenenfalls erst nach Erteilung einer Baugenehmigung mit dem Aufstellen des Gewächshauses.

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