Marderfallen – Die besten Lebendfallen

Die Schäden, die Marder in Motorräumen von Autos anrichten, sind bekannt. Sie zerbeißen Elektrokabel und Kühlschläuche oder hinterlassen Kratzspuren an Isoliermaterialien. Im Haus können die Tiere sogar noch lästiger sein. Sie stören den Nachtschlaf. Ihre Fäkalien und Reste der erlegten Beute führen zu Geruchsbelästigungen und bieten Fliegenmaden Nahrung. Durch das Anbeißen von Kabeln herrscht Kurzschluss- und Schwelbrandgefahr. Dämmmaterialien und Isolierungen können durch Marder beschädigt werden.

Mit den vorgestellten Marderfallen können Marder lebend gefangen werden. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, damit das Einfangen des Marders (oder auch von Katzen oder anderen Kleintieren) gelingt. Dazu gehört die Auswahl der richtigen Falle, aber auch die richtige Vorgehensweise beim Einfangen der Tiere.

Kauf und Nutzung einer Marderfalle: Das sollte man beachten

Vor dem Kauf einer Marderfalle sollten einige wichtige Punkte beachtet werden. Die korrekte Handhabung, eine durchdachte Vorgehensweise beim Aufstellen der Fallen und die Auswahl der richtigen Marderfalle sind wichtig, damit der Marderfang gelingt. Doch auch rechtliche Punkte sind relevant.

Rechtliche Hintergründe: Wie geht man beim Marderfang korrekt vor?

Ein Marder im Haus kann sehr störend sein und Schäden verursachen. Verständlicherweise möchte man den Störenfried möglichst schnell loswerden. Es gibt hier jedoch einige Vorgaben, die Betroffene vor dem Aufstellen einer Falle kennen sollten.

Dürfen Privatpersonen Marder fangen?

Für Steinmarder gilt das Jagdgesetz. Das bedeutet, dass es Schonzeiten gibt, zum Beispiel während der Aufzucht der Jungen. In der Regel dürfen sie nur von Jägern gejagt oder eingefangen werden. Es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn Marder im Haus auftauchen oder ständige Schäden an Autos verursachen, kann eine Ausnahmegenehmigung für Privatpersonen erteilt werden. In den meisten Bundesländern stellt die zuständige Jagdbehörde solche Genehmigungen aus. Unter Umständen können aber Auflagen (wie die Teilnahme an einer Fallenschulung) damit verbunden sein. Übergeht man die Genehmigung, macht man sich wegen Wilderei strafbar. Bei Unsicherheiten sollte auf jeden Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Grundsätzlich dürfen Marder ohne besondere Gründe (Gefahr für Leben oder Gesundheit) niemals vergiftet oder getötet, sondern nur lebend gefangen werden. Es sollte immer eine ausreichend große Lebendfalle verwendet werden, damit beim Schließen der Türen keine Verletzungsgefahr besteht. So ärgerlich Schäden durch Marder sind, muss dennoch unnötiges Tierleid nach dem Tierschutzgesetz grundsätzlich vermieden werden.

Der Marder ist gefangen – was nun?

Ist der Marder erst einmal in die Falle gegangen, stellt sich die Frage, was man mit ihm macht. Soll man ihn aussetzen? Wenn ja, wo am besten, damit er nicht zurückkommt?

  • Fallen häufig kontrollieren und Tiere schnell befreien

Fallen sollten häufig kontrolliert werden. Das Tier sollte so schnell wie möglich aus der Falle herauskommen, denn gefangen zu sein bedeutet für den aktiven Zeitgenossen sehr viel Stress, der zum Tode führen kann. Außerdem können je nach Aufstellort auch eine Nachbarskatze, ein Igel oder andere harmlose Kleintiere in die Falle gehen, die dann schnell und unverletzt wieder an Ort und Stelle freigelassen werden können.

  • Gefangener Marder: Vorsicht bei der Handhabung

Ist der Marder gefangen, ist Vorsicht geboten. Ist die Falle eine Gitterfalle gewesen, sollte man auf die Hände aufpassen, denn so ein kleiner Marder kann sehr schmerzhafte Wunden an den Händen hinterlassen. Handelsübliche Handschuhe bieten in dem Falle keinerlei Schutz. Man sollte außerdem niemals probieren, den Marder in ein anderes Transportbehältnis zu überführen. Es besteht die Gefahr, dass er flieht oder zubeißt. Man transportiert ihn mitsamt der Falle und öffnet diese erst am gewählten Aussetzort.

  • Wohin mit dem Marder?

Kann der Marder nicht sofort ausgesetzt werden, empfiehlt es sich, das kleine Raubtier während der Gefangenschaft mit Wasser und Trockenfutter für Katzen zu versorgen. Damit der Marder nicht wieder zurückkehrt, raten Experten, ihn wenigstens 60 km weit entfernt wieder frei zu lassen. Durch den feinen Geruchssinn könnten die Tiere sonst den Weg zurück in ihr altes Revier finden. Jagd- und Forstämter können Tipps geben, wo ein Aussetzen des Marders am besten möglich ist.

Ausgesetzt werden sollten die Tiere möglichst nicht in anderen Wohngegenden, sondern besser in Wäldern. Dort finden sie ein ausreichendes Nahrungsangebot und genügend große Reviere. Töten darf man die Tiere auf gar keinen Fall, sonst begeht man eine Straftat. Stellt man ihnen ohne Genehmigung oder in der Schonzeit nach – auch mit Lebendfallen – macht man sich ebenfalls strafbar.

Tipps zur Auswahl der Marderfalle

Bei der Auswahl einer Marderfalle sollte man auf verschiedene Punkte Wert legen, damit die Ausgabe sich lohnt und der Marder auch tatsächlich unverletzt in die Falle geht.

  • Länge der Falle

Der Steinmarder ist die Marderart, die meist für Schäden an Autos oder im Haus verantwortlich ist. Er hat von Schnauze bis Schwanzspitze eine Länge zwischen 60 und 80 Zentimetern. So lang sollte die Falle auch sein, also mindestens 75, besser 100 Zentimeter. Ansonsten kann es sein, dass die herunterfallende Klappe den Marder verletzt. Auch wenn Katzen gefangen werden müssen oder versehentlich in die Falle gehen könnten, ist eine Länge von mindestens 100 Zentimetern sicherer.

  • Anzahl der Klappen und Türsicherung

Marderfallen sind entweder mit einem oder zwei Eingängen erhältlich. Im Prinzip reicht ein Eingang aus, auch damit ist ein Marderfang gut möglich. Doch Marder sind intelligente Tiere und bevorzugen daher Fallen, die aus ihrer Sicht mehrere Fluchtwege haben. Experten raten daher zu einer Falle mit zwei Klappen, besonders wenn es sich um Kastenfallen mit geschlossenen Seitenwänden handelt.

Je nach Ausführung ist es bei einigen Fallen möglich, dass das gefangene Tier die Klappe wieder hochdrücken kann. Eine Türsicherung schnappt ein, sobald die Klappe geschlossen ist, und verriegelt sie fest und sicher, bis das Tier herausgelassen wird.

  • Material und Ausführung

Fallen können aus Gitterdraht bestehen oder mit Platten verkleidet sein (Kastenfallen). Beides hat Vor- und Nachteile. Gitterfallen sind offener, daher haben Marder oft weniger Hemmungen hineinzugehen. Dafür ist der Köder von außen besser sicht- und riechbar, sodass die Tiere oft zunächst versuchen, von außen an den Köder heranzukommen, und dabei die Falle leer auslösen können. Kastenfallen bieten mehr Sicherheit beim Transport, denn ein gefangener Marder kann bei unvorsichtiger Handhabung einer Gitterfalle in seiner Panik durch das Gitter hindurch in die Finger beißen. Eine Marderfalle sollte keine spitzen oder überstehenden Drähte oder Kanten haben, damit gefangene Tiere nicht verletzt werden.

  • Zubehör, Zusammenbau und Handling

Beim Kauf einer Marderfalle sollte man berücksichtigen, ob noch ein Aufbau nötig ist, der Zeit kostet und manchmal nicht ganz einfach ist. Viele Modelle sind schon fertig zusammengebaut, es müssen nur noch die Türen eingesetzt werden. Käufer sollten sich auch informieren, wie einfach sich die Falle „scharf“ machen lässt, wie sensibel der Auslöser ist (die Falle soll ja nicht bei jedem Windzug auslösen) und ob ein spezieller Marderköder schon beiliegt.

Tipps für den erfolgreichen Marderfang: Köder, Aufstellort & Co.

Hat man eine Lebendfalle für Marder erworben, könnte man denken, dass es ab jetzt einfach wird. Falle aufstellen, abwarten und dann den gefangenen Marder in eine entfernte Gegend fahren und wieder in die Freiheit entlassen. Doch Marder sind vorsichtige und intelligente Tiere, die man häufig nur mit einigen Tricks in die Falle locken kann.

Den Marder überlisten und Fallen tarnen

Marder sind von Natur aus misstrauisch, wenn neue Objekte plötzlich in ihrem Revier stehen. Es kann passieren, dass sie die nach Mensch riechende Falle trotz des verlockenden Köders meiden. Um das zu vermeiden, gibt es einige Möglichkeiten:

  • Marder an die Falle gewöhnen: Um den Marder an die Falle zu gewöhnen, kann man sie zunächst für einige Tage mit geschlossenen Türen an den Ort stellen, an dem der Marder später gefangen werden soll. In der Zeit sollte man bereits regelmäßig geeignete Köder in die Nähe der Falle legen, damit der Marder sich daran gewöhnt, dort nach Futter zu suchen.

  • Geduld: Die Tiere sind sehr lernfähig und vorsichtig. Es kann einige Zeit dauern, bis der Marder die Falle als ungefährlich einstuft und den Köder annimmt. Eine Gewöhnung an die Falle hilft. Schnappt die Marderfalle einmal erfolglos zu, merkt der Marder sich das häufig und meidet ab dann die Falle.

  • Boden der Falle tarnen: Damit der Marder sich nicht scheut, die Falle zu betreten, sorgt man für einen natürlichen Untergrund. Sand, Stroh, Holz oder Blätter auf dem Boden der Falle sind ideal. Am besten sollten diese aus der Umgebung stammen, wo der Marder sich häufig aufhält, damit ihm der Geruch vertraut ist.

  • Falle von außen tarnen: Zusätzlich kann die Falle auch von außen mit Gras oder Zweigen bedeckt und getarnt werden.

Der beste Köder

Um einen Marder überhaupt in die Nähe einer Lebendfalle zu bekommen, muss man die richtigen Köder auslegen. Zwar sind Marder Allesfresser, aber sie haben bestimmte Vorlieben und sie müssen regelmäßig gefüttert werden, damit sie wiederkommen. Denn wenn ein Marder erst einmal erfolgreich etwas erbeutet hat, dann kommt er gerne an die Stelle oder diesen Ort zurück.

Zu der absoluten Lieblingsspeise von Mardern gehören rohe Eier. Die Eier sollten weiß sein und auf jeden Fall die Schale behalten haben. Erfahrene auf diesem Gebiet empfehlen, ein Ei zu öffnen und ein ungeöffnetes daneben zu legen. Das lockt die Marder sofort an. Weitere Lieblingsspeisen sind Trockenobst wie zum Beispiel getrocknete Pflaumen, Aprikosen und Rosinen. Bestreicht man diese auch noch dünn mit Honig, so sind die kleinen Allesfresser gleich zur Stelle.

Ebenso wirksam sind Kadaver kleiner Tiere wie junger Kaninchen. Versuchen kann man auch, den Marder mit frischem Fleisch (zum Beispiel Rinderhack) oder Fisch anzulocken. Durch Beobachten des Tieres kann man sehr leicht feststellen, was es gerne frisst und was es eher verschmäht bzw. gar nicht beachtet. Auch Kombinationen aus verschiedenen Ködern können dem Marder die Falle schmackhaft machen.

Die Industrie hält noch ein ganz spezielles Lockmittel bereit. Es besteht aus Fruchtessenzen und aus tierischen Drüsensekreten, ohne synthetische Stoffe. Marder sollen sich sehr stark von diesem Mittel angezogen fühlen. Mit diesem Duftstoff kann man eine Fährte zur Falle legen und auch gegen jeden Köder widerstehende Marder zielsicher einfangen. 500 ml sind schon ab 10 Euro erhältlich. Die Wirkung ist allerdings nicht nachgewiesen, wodurch wir hier keine Produktempfehlung aussprechen können.

Erfahrene Marderjäger empfehlen auch ein anderes Lockmittel, wenn man nicht unbedingt eines kaufen möchte. So soll man 3 Eigelbe mit Anisöl, Honig und einem halben Liter Wasser zusammenmischen und so lange verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Die Mischung dann in einen Blumenzerstäuber füllen und eine Fährte zur Falle sprühen. Dabei sollen auch höhere Sträucher und Bäume besprüht werden, damit sich der Duftstoff durch den Wind gut verteilt.

Wo stellt man die Falle auf?

Der Platz, an dem die Marderfalle aufgestellt wird, sollte gut gewählt sein. Denn wie oben schon beschrieben, sind Marder sehr schlau. Da sie, auch wenn sie in der Nähe von Menschen leben, Wildtiere sind, sind Marder sehr scheu und vorsichtig. Um ihnen erfolgreich nachzustellen, sollte man ihre Gewohnheiten kennen und dementsprechend auch die Fallen und Köder platzieren.

Marder bewegen sich nicht gerne auf freien Flächen. Sie drücken sich lieber an Gebäuden, Zäunen oder Absperrungen entlang. Aus diesem Grund sollte die Falle an einer Wand oder an einem festen Gegenstand stehen. Man kann sie auch neben einem Schlupfloch platzieren, das der Marder schon benutzt hat. Die kleinen Zeitgenossen lieben alles Gewöhnliche und Bekannte. Sie kehren mit Vorliebe an Stellen zurück, an denen sie schon einmal erfolgreich Beute gemacht haben. Wenn es verschiedene Wege zur Beute gibt, sollten die anderen Wege mit beliebigen Gegenständen zugestellt werden. Der Weg, der zur Falle führt, wird natürlich frei gelassen. Stellt sich nach 14 Tagen immer noch kein Erfolg ein, sollte der Platz für die Falle gewechselt werden. Die Falle sollte jedoch immer so aufgestellt werden, dass der Marder seinen gewohnten Lauf nicht ändern oder verlassen muss. Steht die Falle auch nur ein paar Meter weiter weg, so verringern sich die Erfolgschancen deutlich.

Wann Marder am besten gefangen werden können

Bevor man Mardern nachstellt und überlegt, wie man sie fangen soll, muss man wissen, wann die Tiere aktiv sind. Dies ist besonders wichtig, um zum einen die Fallen zum richtigen Zeitpunkt aufzustellen und zu befüllen, und zum anderen zu wissen, wann die Fallen kontrolliert werden müssen, um dem gefangenen Tier so viel Stress wie möglich zu ersparen.

Steinmarder sind in der Zeit von März bis Oktober aktiv, je nach Witterung und Temperatur auch im ganzen Jahr. Sie sind nachtaktiv. Tagsüber verbringen sie die Zeit in ihrem Bau. Die Paarungszeit ist im Sommer. Nach einer Tragzeit von neun Monaten werden im März oder April die Jungen geboren. Aus diesem Lebensrhythmus der Marder ergibt sich, dass im Frühjahr keine Fallen aufgestellt werden dürfen, da die Gefahr besteht, dass man die Mütter von ihren Jungen trennt und diese im Versteck verhungern.

Produkt-Bewertungen

1. Steingraf Marderfalle

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Länge: 100 cm, 2 Eingänge, Material: Siebdruckplatten, Klappen aus verzinktem Stahlblech

Kastenfalle mit idealer Länge: Die Marderfalle von Steingraf eignet sich mit einem Meter Länge ideal, um Marder tierschonend lebend zu fangen. Auch für Iltis, Ratten oder Kaninchen ist sie geeignet. Es handelt sich um eine geschlossene Kastenfalle aus stabilen, aber nicht zu schweren Siebdruckplatten. Durch den geschlossenen Kasten besteht beim Transport nicht die Gefahr, dass man versehentlich mit den Fingern zu nah an das Gitter kommt und das gefangene Tier zubeißt. Das vergitterte Belüftungsloch am Deckel lässt sich beim Transport schließen. Durch die zwei Eingänge nehmen Marder den „Tunnel“ gerne an. Die Fallklappen bestehen aus verzinktem Stahlblech und halten auch Nagerzähnen Stand, bieten aber kaum Verletzungsgefahr. Fünf Kilogramm Gewicht sind leicht genug, dass der Transport gefangener Tiere problemlos möglich ist. Käufer kritisieren bisweilen, dass es etwas kompliziert ist, die Falle mit ihren beiden Klappen scharf zu stellen. Zu einem Punktabzug führte das hier im Test nicht, Käufer sollten das aber berücksichtigen und die Falle gegebenenfalls zu zweit aufstellen.

Vorteile:

  • Fertig montiert, kein Zusammenbau nötig
  • Kastenfalle aus stabilen Siebdruckplatten
  • Langlebig und wetterfest
  • Tierfreundlich durch 1 Meter Länge und schräge, nicht zu schwere Fallklappen
  • Lockmittel „Predagel“ ist im Lieferumfang enthalten
  • Einfache Öffnung des Deckels zum Einbringen des Köders oder Freilassen des Tieres möglich

Nachteile:

  • Arretierung der Klappen benötigt etwas Fingerspitzengefühl

2. KrapTrap® Marderfalle (1 Eingang)

Bewertung: 4,5 von 5 Sterne

Eigenschaften: Länge 75 cm, 1 Eingang, Material: Drahtgitter

Klassische Drahtgitterfalle mit nur einem Eingang: Die Marderfalle KrapTrap gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Auf Platz Zwei im Vergleich liegt die Drahtgitterfalle mit einem Eingang. Ein stabiler, zwei Millimeter starker Draht, eine Türsicherung und ein Tragegriff sorgen für Sicherheit. Die Falle ist mit 75 Zentimetern kürzer als die anderen Modelle im Vergleich. Da sie nur eine Falltür hat, liegt der Köder jedoch auch nicht mittig, sondern ganz am türabgewandten Ende, sodass dennoch kaum Verletzungsgefahr für Tiere in Mardergröße besteht. Durch das Drahtgitter kann der Marder den Köder bereits riechen und sehen, was ihn häufig dazu animiert, in die Falle zu gehen. Einzelne Käufer berichten aber, dass der Marder es schaffte, die Falle von außen auszulösen. Daher gibt es einen halben Punkt Abzug.

Vorteile:

  • 2 mm starker Draht mit 2,5 cm Maschenweite
  • Stabile Rahmenverstärkung
  • Sicherer Tragegriff
  • ​Einfaches Aufstellen und scharf machen
  • ​Fertig montiert (nur die Tür muss noch eingeschoben werden)
  • ​Anleitung für Köderanbringung und Marderfang liegt bei
  • Tür gesichert, sodass sie vom Tier nicht wieder hochgedrückt werden kann

Nachteile:

  • Nur 1 Eingang
  • Auslösen von außen unter Umständen möglich
  • Kein Köder / Lockmittel enthalten

3. Moorland® Safe 6043 Marderfalle

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Eigenschaften: Länge 100 cm, 2 Eingänge, Material: Drahtgitter mit Holzboden

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Moorland Lebendfalle für Marder (und andere Tiere wie Hasen, Katzen, Fuchs, Kaninchen, Waschbär, Ratten oder Iltis) ist lang genug, um Verletzungen der Tiere zu verhindern. Sie hat zwei Eingänge, ist aus 1,8 Millimeter starkem, pulverbeschichtetem Drahtgitter gefertigt und hat einen Holzboden. Der feste Boden ermöglicht es, eine Lockspur bis in die Falle hinein auf den Boden zu träufeln. Einen Punkt Abzug gab es im Test jedoch, da einige Käufer von schlecht schließenden Türen berichten. Offensichtlich kann es vorkommen, dass die Klappen sich verschieben und dann blockieren.

Vorteile:

  • Fertig montiert, kein Zusammenbau nötig
  • Kastenfalle aus stabilen Siebdruckplatten
  • Tierfreundlich durch 1 Meter Länge und schräge, nicht zu schwere Fallklappen
  • Langlebig und wetterfest
  • Tragegriff mit Bissschutz

Nachteile:

  • Klappen schließen teilweise nicht optimal
  • Kein Köder / Lockmittel enthalten

4. KrapTrap® Marderfalle (2 Eingänge)

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Eigenschaften: XXX

Drahtgitterfalle mit zwei Eingängen: Auf Platz Vier landete die einen Meter lange Drahtgitterfalle KrapTrap mit zwei Eingängen. Sie ist, wie alle KrapTrap-Fallen, aus stabilem 2,0 Millimeter starkem Draht (2,5 Zentimeter Maschenweite) gefertigt. Eine Türsicherung verhindert, dass gefangene Tiere die Falltür wieder hochschieben. Die Drahtgitterfalle erfüllt ihren Zweck, den Marderfang, sehr gut und bietet Sicherheit für Mensch und Tier. Einzig in Sachen langfristiger Stabilität gibt es Käufern zufolge Verbesserungsbedarf. Außerdem können die Drähte bei Aufstellung im Freien schnell rosten, was zum Punktabzug geführt hat.

Vorteile:

  • Umklappbarer Tragegriff
  • Integrierte Türsicherung
  • ​2 mm starker Draht mit 2,5 cm Maschenweite
  • ​Fertig montiert (nur Türen müssen noch eingeschoben werden)
  • Anleitung für Köderanbringung und Marderfang liegt bei

Nachteile:

  • Stabilität und Wetterfestigkeit könnten besser sein
  • Kein Köder / Lockmittel enthalten

5. vidaXL Marderfalle

Bewertung: 3,5 von 5 Sterne

Eigenschaften: Länge 100 cm, 2 Eingänge, Material: Drahtgitter

Stabile Drahtgitterfalle mit kleinen Defiziten: Die Marder-Lebendfalle von vidaXL ist mit 2,4 Millimeter starkem, extradickem Draht sehr stabil gefertigt. Zwei Türen und eine ausreichende Länge sorgen für einen sicheren und schonenden Fang der Tiere. Allerdings bemängeln einige Käufer, dass die Falle nicht fertig montiert geliefert wird, sondern selbst zusammengebaut werden muss. Eine Türsicherung ist nicht vorhanden, sodass es unter Umständen möglich ist, dass gefangene Tiere die Klappen öffnen.

Vorteile:

  • Stabiles Drahtgitter mit 2,4 mm Stärke
  • Tierfreundlich mit 100 cm Länge
  • Tragegriff mit Bissschutz

Nachteile:

  • Zusammenbau nötig
  • ​Teile zum Zusammenbau passen manchmal nicht exakt
  • ​Keine Türsicherung
  • Kein Köder / Lockmittel enthalten

Fazit

Die Auswahl der richtigen Marderfalle sorgt dafür, dass die Erfolgsaussichten für den Fang möglichst hoch sind. Denn Marder sind wahre Experten darin, Fallen zu umgehen. Mit den fünf Lebendfallen für Marder, die verglichen wurden, findet jeder die passende Falle.

Auf dem ersten Platz landete die Kastenfalle von Steingraf, ein Modell, das rundum geschlossen ist. Sie hat den Vorteil, dass Marder sich eher in tunnelartige Öffnungen wagen, wenn sie sehen, dass es vorne einen weiteren Ausgang gibt. Stabile und wetterfeste Siebdruckplatten sind zugleich so leicht, dass man die Falle (auch mit tierischem Inhalt) leicht transportieren kann, aber kein Kontakt mit dem gefangenen Tier möglich ist. Die Länge von 100 Zentimetern ermöglicht ein sicheres Schließen, ohne dass Tiere eingeklemmt werden können. Lockmittel können als Fährte bis in die Falle hinein geträufelt werden, da diese einen festen Boden hat. Ein Lockmittel ist bereits im Lieferumfang enthalten, das sich allein verwenden oder – unsere Empfehlung - mit eigenen Ködern wie Eiern kombinieren lässt.

Ob Kasten- oder Drahtgitterfalle, zwei Eingänge oder einer, das ist manchmal auch eine Frage der persönlichen Vorliebe. Die KrapTrap Marderfalle aus Drahtgitter landete auf dem zweiten Platz. Durch das Drahtgitter ist sie heller und offener. Sie funktioniert – obwohl sie nur einen Eingang hat - beim Marderfang ebenso gut wie die erstplatzierte Falle. Die Falle von Steingraf hat zwar zwei Türen, wirkt durch die geschlossenen Wände jedoch dunkler und einengender auf Tiere. Die KrapTrap-Falle bietet alles, was Drahtgitterfallen haben müssen, zum Beispiel einen geschützten Tragegriff, damit das Tier beim Transport nicht durch das Gitter hindurch zubeißen kann. Vereinzelt kann es vorkommen, dass der Marder so interessiert von außen durch das Gitter hindurch an der Falle hantiert und an den Köder herankommen will, dass sie leer auslöst. Das ist aber nicht die Regel und es gibt eine klare Kaufempfehlung für diese Falle.