Marderfallen – Die besten Lebendfallen

Aktualisiert am: 22.04.2022

Marderfallen gehören zu den zuverlässigsten Methoden, um Marder im Garten und auf dem Grundstück zu bekämpfen. Damit das Einfangen gelingt, benötigen Sie neben einer Marderfalle in passender Größe auch den richtigen Köder und einen guten Standort für die Marderfalle. Doch Achtung: Während der Erwerb und der Besitz von Marderfallen in Deutschland uneingeschränkt erlaubt sind, gelten für den Einsatz von Marderfallen Einschränkungen: Für die Verwendung einer Marderfalle benötigen Sie eine Sachkundenachweis – selbst auf dem eigenen Grundstück.

Update vom 07.03.2022

Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Marderfalle Testsieger* 2022

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marderfalle aus Holz (Siebdruck-Platten), Abmessungen: 100 x 18 x 21 cm, inkl. Lockmittel, Gewicht: ca. 5 kg

Stabil und effizient: Die 123jagd Marderfalle

ist aus stabilen Siebdruck-Platten produziert und laut der Rezensionen sehr funktional konstruiert. Die Verarbeitung kann optisch nicht alle Käufer begeistern, aber die Marderfalle erfüllte in sehr vielen Fällen ihren Zweck zur vollsten Zufriedenheit der Nutzer.
Durch die stabile Verarbeitungsweise wiegt die 123jagd Marderfalle etwa 5 kg. Das hohe Gewicht ist vorteilhaft, weil die Marderfalle so auch bei stärkerem Wind an ihrem Platz im Garten verbleibt. Auch Regen macht ihr nichts weiter aus, so die Käufer.
Im Inneren der Falle ist der Auslösemechanismus über eine Wippe gelöst, auf die der Köder platziert wird. Die Falle löst mit einer recht hohen Empfindlichkeit aus und wirkt so sehr vielversprechend.
Der mitgelieferte Köder funktionierte für einige Nutzer nicht, sodass sie auf andere klassische Lockstoffe wie Katzenfutter, Salami und Nüsse zurückgriffen. Vielfach wird in den Rezensionen von den Erfolgen beim Fangen des Eindringlings berichtet.
Das Aussetzen funktioniert dank der durchdachten Bauweise problemlos und die meisten Käufer sind sehr zufrieden mit der 123jagd Marderfalle. Einige Nutzer hatten zu Beginn kleinere Probleme mit der Handhabung, mit etwas Übung gelang es aber allen, die Falle „scharf“ zu stellen. Einige Käufer brauchten mehr Geduld: nicht alle Marder ließen sich zeitnah nach Aufstellung der Marderfalle in die Holzbox locken.

Vorteile:
  • sehr robuste Verarbeitung
  • unempfindlich gegen Wind und Regen
  • effiziente Wirkungsweise
  • stabil und standfest mit hohem Gewicht (ca. 5 kg)
  • mit Öffnung zur Beobachtung
Nachteile:
  • mitgeliefertes Lockmittel nicht immer wirkungsvoll

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marderfalle aus Holz (Siebdruckplatten), Abmessungen: 100/120/140 x 18 x 21 cm, 2 Eingänge, Klappen aus verzinktem Stahlblech, Gewicht: ca. 5 - 10 kg (je nach Größe)

Kastenfalle mit idealer Länge: Die Steingraf Marderfalle

ist in verschiedenen Varianten erhältlich und eignet sich auch schon in der kleinsten Größe gut, um Marder tierschonend und lebend zu fangen. Auch für Iltis, Ratten oder Kaninchen ist sie geeignet.
Es handelt sich um eine geschlossene Kastenfalle aus stabilen, aber nicht zu schweren Siebdruckplatten. Durch den geschlossenen Kasten besteht beim Transport nicht die Gefahr, dass man versehentlich mit den Fingern zu nah an das Gitter kommt und das gefangene Tier zubeißt. Das vergitterte Belüftungsloch am Deckel lässt sich beim Transport schließen.
Durch die zwei Eingänge nehmen Marder den „Tunnel“ gerne an. Die Fallklappen bestehen aus verzinktem Stahlblech und halten auch Nagerzähnen Stand, bergen dabei aber kaum Verletzungsgefahr. Mit dem soliden Gewicht ist die Steingraf Marderfalle sehr standfest und gleichzeitig leicht genug, dass der Transport gefangener Tiere problemlos möglich ist.
Käufer kritisieren bisweilen, dass es etwas kompliziert ist, die Falle mit ihren beiden Klappen scharf zu stellen. In einzelnen Fällen kritisieren die Nutzer außerdem, dass der Auslösemechanismus nicht empfindlich genug sei und die Marderfalle deswegen auch bei Kontakt nicht zuverlässig auslöst.
Das Material (Siebdruckplatten) ist außerdem vereinzelten Erfahrungsberichten nach nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt und kann sich wellen, wenn die Steingraf Marderfalle längere Zeit im Regen stand.

Vorteile:
  • fertig montiert, kein Zusammenbau nötig
  • Kastenfalle aus stabilen Siebdruckplatten
  • tierfreundlich durch ausreichende Länge und schräge, nicht zu schwere Fallklappen
  • langlebig und wetterfest
  • Lockmittel „Predagel“ ist im Lieferumfang enthalten
  • einfache Öffnung des Deckels zum Einbringen des Köders oder Freilassen des Tieres möglich
Nachteile:
  • löst in seltenen Fällen nicht aus
  • Material nur bedingt witterungsbeständig

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marderfalle aus Drahtgeflecht, mit Holzboden, Maschenweite: 19 x 19 mm, Abmessungen: 100 x 15 x 19 cm, Tragegriff mit Biss-Schutz

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Moorland Safe 6043 XL Lebendfalle

ist lang genug, um Verletzungen der Tiere zu verhindern. Sie hat zwei Eingänge, ist aus 1,8 Millimeter starkem, pulverbeschichtetem Drahtgitter gefertigt und hat einen Holzboden. Der feste Boden ermöglicht es, eine Lockspur bis in die Falle hinein auf den Boden zu träufeln.
Weil der Boden laut der Rezensionen aus unbehandeltem Fichtenholz besteht, ist er allerdings nicht dauerhaft witterungsbeständig. Zudem zeigt er nach dem ersten Fang schon deutliche Gebrauchsspuren.
In einigen Rezensionen wird jedoch berichtet, dass der Boden aus Naturmaterial den Marder nicht abschreckt und so zum Fangerfolg beiträgt. Insgesamt wirkt die Moorland Safe 6043 XL Lebendfalle aber gut verarbeitet, so die Käufer, und erfüllte auch in vielen Fällen ihren Zweck.
Für das Anbringen des Köders benötigt man etwas Fingerspitzengefühl und Übung. Einige Nutzer berichten, dass sie die Bestückung als etwas zu kompliziert empfinden.
Ist der Marder aber gefangen, überzeugt die Moorland Safe 6043 XL Lebendfalle mit einer einfachen Handhabung. Kein Käufer hatte Probleme damit, das Tier aus dieser Marderfalle wieder in die Freiheit zu entlassen.
Kritisiert werden gelegentlich auch die Türen: Offensichtlich kann es vorkommen, dass die Klappen sich verschieben und dann blockieren. Der Auslöser ist außerdem für einige Tiere nicht empfindlich genug, sodass die Türe sich nicht schließt, obwohl der Marder den Auslöser betätigt.

Vorteile:
  • fertig montiert, kein Zusammenbau nötig
  • Kastenfalle aus stabilen Siebdruckplatten
  • tierfreundlich durch 1 Meter Länge und schräge, nicht zu schwere Fallklappen
  • langlebig und stabil
  • Tragegriff mit Bissschutz
Nachteile:
  • Klappen schließen teilweise nicht optimal
  • Holzboden nicht ausreichend witterungsbeständig
  • Anbringung des Köders umständlich

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marderfalle aus Drahtgitter, drei Größen: 80 x 25 x 25 cm / 100 x 26 x 31 cm / 150 x 30 x 30 cm, 2 Eingänge, Gewicht: ca. 2 kg

Stabile Drahtgitterfalle mit kleinen Defiziten: Die vidaXL Marderfalle

ist mit 2,4 Millimeter starkem, extradickem Draht sehr stabil gefertigt. Zwei Türen und eine ausreichende Länge sorgen für einen sicheren und schonenden Fang der Tiere. Allerdings bemängeln einige Käufer, dass die Falle nicht fertig montiert geliefert wird, sondern selbst zusammengebaut werden muss.
Eine Türsicherung ist nicht vorhanden, sodass es unter Umständen möglich ist, dass gefangene Tiere die Klappen öffnen. Insgesamt erfüllt die vidaXL Marderfalle jedoch ihren Zweck und aus vielen Erfahrungsberichten ist zu entnehmen, dass sie zum gewünschten Erfolg führte.
Häufiger gelobt wird die lange Haltbarkeit der vidaXL Marderfalle. Einige Käufer berichten, dass sie auch nach mehreren Jahre noch funktioniert.

Vorteile:
  • stabiles Drahtgitter mit 2,4 mm Stärke
  • tierfreundlich mit 100 cm Länge
  • Tragegriff mit Bissschutz
Nachteile:
  • Zusammenbau nötig
  • Teile zum Zusammenbau passen manchmal nicht exakt
  • keine Türsicherung
  • Türen verkeilen sich gelegentlich

Marderfalle kaufen – Marder im Garten bekämpfen

Vor dem Kauf einer Marderfalle sollten einige wichtige Punkte beachtet werden. Die korrekte Handhabung, eine durchdachte Vorgehensweise beim Aufstellen der Fallen und die Auswahl der richtigen Marderfalle sind wichtig, damit der Marderfang gelingt. Doch auch rechtliche Punkte sind relevant.

Rechtliche Hintergründe: Wie geht man beim Marderfang korrekt vor?

Ein Marder im Garten kann sehr störend sein und Schäden verursachen. Verständlicherweise möchte man den Störenfried möglichst schnell loswerden. Es gibt hier jedoch einige Vorgaben, die Betroffene vor dem Aufstellen einer Falle kennen sollten.

Dürfen Privatpersonen Marderfallen verwenden?

Steinmarder sind Wildtiere, sodass für den Fang und die Bekämpfung das Bundesjagdgesetz gilt. Das bedeutet, dass es Schonzeiten gibt, zum Beispiel während der Aufzucht der Jungen.

Die Schonzeit für Marder umfasst in vielen Bundesländern den Zeitraum zwischen dem 01. März und dem 15. Oktober eines jeden Jahres. Regionale Unterschiede sollten dabei in jedem Fall berücksichtigt werden, weil die Schonzeiten durch das Landesjagdgesetz geregelt werden. Aber auch außerhalb der Schonzeiten dürfen Marder nicht uneingeschränkt gejagt oder mit einer Falle gefangen werden.

Das Einfangen von Mardern mit der Marderfalle ist außerdem in den Landesjagdgesetzen geregelt, sodass die Auflagen sich in den einzelnen Bundesländern unterscheiden können. Vielfach reicht ein Jagdschein aus, um die Genehmigung zum Aufstellen einer Marderfalle nachzuweisen.

In einigen Bundesländern wie z. B. Hessen oder Bayern benötigen Inhaber eines Jagdscheins zusätzlich einen Sachkundenachweis, den man in einem speziellen Lehrgang erwerben kann. Ein Jagdschein ist dagegen z. B. in Niedersachsen oder in Nordrhein-Westfalen nicht zwingend notwendig. An einer Fallenschulung kommen Privatpersonen auch hier nicht vorbei.

Besonders streng ist das Aufstellen von Marderfallen in Brandenburg und Berlin geregelt: Hier muss man sich zum Aufstellen der Marderfalle eine Genehmigung der Jagdbehörde einholen.

Übergeht man die Genehmigung, macht man sich wegen Wilderei strafbar. Bei Unsicherheiten sollte auf jeden Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn Marder im Haus auftauchen oder ständige Schäden an Autos verursachen, kann eine Ausnahmegenehmigung für Privatpersonen erteilt werden. In den meisten Bundesländern stellt die zuständige Jagdbehörde solche Genehmigungen aus.

Grundsätzlich dürfen Marder ohne besondere Gründe (Gefahr für Leben oder Gesundheit) niemals vergiftet oder getötet, sondern nur lebend gefangen werden. Es sollte immer eine ausreichend große Lebendfalle verwendet werden, damit beim Schließen der Türen keine Verletzungsgefahr besteht. So ärgerlich Schäden durch Marder sind, muss dennoch unnötiges Tierleid im Sinne des Tierschutzgesetzes vermieden werden.

Der Marder ist gefangen – was nun?

Ist der Marder erst einmal in die Falle gegangen, stellt sich die Frage, was man mit ihm macht. Soll man ihn aussetzen? Wenn ja, wo am besten, damit er nicht zurückkommt?

Fallen häufig kontrollieren und Tiere schnell befreien

Marderfallen sollten häufig kontrolliert werden. Das Tier sollte so schnell wie möglich aus der Falle befreit werden, denn gefangen zu sein bedeutet für den aktiven Zeitgenossen sehr viel Stress, der zum Tode führen kann. Außerdem können je nach Aufstellort auch eine Nachbarskatze, ein Igel oder andere harmlose Kleintiere in die Falle gehen, die dann schnell und unverletzt wieder an Ort und Stelle freigelassen werden können.

Gefangener Marder: Vorsicht bei der Handhabung

Ist der Marder gefangen, ist Vorsicht geboten. Ist die Falle eine Gitterfalle gewesen, sollte man auf die Hände aufpassen, denn so ein kleiner Marder kann sehr schmerzhafte Wunden an den Händen hinterlassen. Handelsübliche Handschuhe bieten in dem Falle keinerlei Schutz.

Man sollte außerdem niemals probieren, den Marder in ein anderes Transportbehältnis zu überführen. Es besteht die Gefahr, dass er flieht oder zubeißt. Man transportiert ihn mitsamt der Falle und öffnet diese erst am gewählten Aussetzort.

Wohin mit dem Marder?

Kann der Marder nicht sofort ausgesetzt werden, empfiehlt es sich, das kleine Raubtier während der Gefangenschaft mit Wasser und Trockenfutter für Katzen zu versorgen. Damit der Marder nicht wieder zurückkehrt, raten Experten, ihn wenigstens 60 km weit entfernt wieder frei zu lassen. Durch den feinen Geruchssinn könnten die Tiere sonst den Weg zurück in ihr altes Revier finden. Jagd- und Forstämter können Tipps geben, wo ein Aussetzen des Marders am besten möglich ist.

Ausgesetzt werden sollten die Tiere möglichst nicht in anderen Wohngegenden, sondern besser in Wäldern. Dort finden sie ein ausreichendes Nahrungsangebot und genügend große Reviere. Töten darf man die Tiere auf gar keinen Fall, sonst begeht man eine Straftat. Stellt man ihnen ohne Genehmigung oder in der Schonzeit nach – auch mit Lebendfallen – macht man sich ebenfalls strafbar.

Tipps zur Auswahl der Marderfalle

Bei der Auswahl einer Marderfalle sollte man auf verschiedene Punkte Wert legen, damit die Ausgabe sich lohnt und der Marder auch tatsächlich unverletzt in die Falle geht.

Länge der Falle

Der Steinmarder ist die Marderart, die meist für Schäden an Autos oder im Haus verantwortlich ist. Er hat von Schnauze bis Schwanzspitze eine Länge zwischen 60 und 80 Zentimetern. So lang sollte die Falle auch sein, also mindestens 75, besser 100 Zentimeter.

Ansonsten kann es sein, dass die herunterfallende Klappe den Marder verletzt. Auch wenn Katzen gefangen werden müssen oder versehentlich in die Falle gehen könnten, ist eine Länge von mindestens 100 Zentimetern sicherer.

Die erforderliche Mindestgröße der Kastenfalle kann außerdem in einigen Bundesländern nur das Landesjagdgesetz vorgeschrieben sein. In Hessen beispielsweise muss eine Kastenfalle für Marder mind. 100 x 15 x 15 cm groß sein.

Anzahl der Klappen und Türsicherung

Marderfallen sind entweder mit einem oder zwei Eingängen erhältlich. Im Prinzip reicht ein Eingang aus, auch damit ist ein Marderfang gut möglich.

Doch Marder sind intelligente Tiere und bevorzugen daher Fallen, die aus ihrer Sicht mehrere Fluchtwege haben. Experten raten daher zu einer Falle mit zwei Klappen, besonders wenn es sich um Kastenfallen mit geschlossenen Seitenwänden handelt.

Je nach Ausführung ist es bei einigen Fallen möglich, dass das gefangene Tier die Klappe wieder hochdrücken kann. Eine Türsicherung schnappt ein, sobald die Klappe geschlossen ist, und verriegelt sie fest und sicher, bis das Tier herausgelassen wird.

Material und Ausführung

Fallen können aus Gitterdraht bestehen oder mit Platten verkleidet sein (Kastenfallen). Beides hat Vor- und Nachteile. Gitterfallen sind offener, daher haben Marder oft weniger Hemmungen hineinzugehen. Dafür ist der Köder von außen besser sicht- und riechbar, sodass die Tiere oft zunächst versuchen, von außen an den Köder heranzukommen, und dabei die Falle leer auslösen können.

Kastenfallen bieten mehr Sicherheit beim Transport, denn ein gefangener Marder kann bei unvorsichtiger Handhabung einer Gitterfalle in seiner Panik durch das Gitter hindurch in die Finger beißen. Eine Marderfalle sollte keine spitzen oder überstehenden Drähte oder Kanten haben, damit gefangene Tiere nicht verletzt werden.

Zubehör, Zusammenbau und Handhabung von Marderfallen

Beim Kauf einer Marderfalle sollte man berücksichtigen, ob noch ein Aufbau nötig ist, der Zeit kostet und manchmal nicht ganz einfach ist. Viele Modelle sind schon fertig zusammengebaut, es müssen nur noch die Türen eingesetzt werden. Käufer sollten sich auch informieren, wie einfach sich die Falle „scharf“ machen lässt, wie sensibel der Auslöser ist (die Falle soll ja nicht bei jedem Windzug auslösen) und ob ein spezieller Marderköder schon beiliegt.

Tipps für den erfolgreichen Marderfang: Köder, Aufstellort & Co.

Hat man eine Lebendfalle für Marder erworben, könnte man denken, dass es ab jetzt einfach wird. Falle aufstellen, abwarten und dann den gefangenen Marder in eine entfernte Gegend fahren und wieder in die Freiheit entlassen. Doch Marder sind vorsichtige und intelligente Tiere, die man häufig nur mit einigen Tricks in die Falle locken kann.

Den Marder überlisten und Fallen tarnen

Marder sind von Natur aus misstrauisch, wenn neue Objekte plötzlich in ihrem Revier stehen. Es kann passieren, dass sie die nach Mensch riechende Falle trotz des verlockenden Köders meiden. Um das zu vermeiden, gibt es einige Möglichkeiten:

  • Marder an die Falle gewöhnen: Um den Marder an die Falle zu gewöhnen, kann man sie zunächst für einige Tage mit geschlossenen Türen an den Ort stellen, an dem der Marder später gefangen werden soll. In der Zeit sollte man bereits regelmäßig geeignete Köder in die Nähe der Falle legen, damit der Marder sich daran gewöhnt, dort nach Futter zu suchen.
  • Geduld: Die Tiere sind sehr lernfähig und vorsichtig. Es kann einige Zeit dauern, bis der Marder die Falle als ungefährlich einstuft und den Köder annimmt. Eine Gewöhnung an die Falle hilft. Schnappt die Marderfalle einmal erfolglos zu, merkt der Marder sich das häufig und meidet ab dann die Falle.
  • Boden der Falle tarnen: Damit der Marder sich nicht scheut, die Falle zu betreten, sorgt man für einen natürlichen Untergrund. Sand, Stroh, Holz oder Blätter auf dem Boden der Falle sind ideal. Am besten sollten diese aus der Umgebung stammen, wo der Marder sich häufig aufhält, damit ihm der Geruch vertraut ist.
  • Falle von außen tarnen: Zusätzlich kann die Falle auch von außen mit Gras oder Zweigen bedeckt und getarnt werden.

Der beste Köder für die Marderfalle

Um einen Marder überhaupt in die Nähe einer Lebendfalle zu bekommen, muss man die richtigen Köder auslegen. Zwar sind Marder Allesfresser, aber sie haben bestimmte Vorlieben und sie müssen regelmäßig gefüttert werden, damit sie wiederkommen. Denn wenn ein Marder erst einmal erfolgreich etwas erbeutet hat, dann kommt er gerne an diesen Ort zurück.

Zu der absoluten Lieblingsspeise von Mardern gehören rohe Eier. Die Eier sollten weiß sein und auf jeden Fall die Schale behalten haben. Erfahrene auf diesem Gebiet empfehlen, ein Ei zu öffnen und ein ungeöffnetes daneben zu legen. Das lockt die Marder sofort an. Weitere Lieblingsspeisen sind Trockenobst wie zum Beispiel getrocknete Pflaumen, Aprikosen und Rosinen. Bestreicht man diese auch noch dünn mit Honig, so sind die kleinen Allesfresser gleich zur Stelle.

Versuchen kann man auch, den Marder mit frischem Fleisch (zum Beispiel Rinderhack) oder Fisch anzulocken. Durch Beobachten des Tieres kann man sehr leicht feststellen, was es gerne frisst und was es eher verschmäht bzw. gar nicht beachtet. Auch Kombinationen aus verschiedenen Ködern können dem Marder die Falle schmackhaft machen.

Der Markt hält außerdem spezielle Lockmittel bereit. Sie bestehen aus Fruchtessenzen und aus tierischen Drüsensekreten, ohne synthetische Stoffe. Marder sollen sich sehr stark von diesem Mittel angezogen fühlen. Mit diesen Duftstoffen kann man eine Fährte zur Falle legen und auch gegen jeden Köder widerstehende Marder zielsicher einfangen.

Erfahrene Marderjäger empfehlen auch ein anderes Lockmittel, wenn man nicht unbedingt eines kaufen möchte. So soll man 3 Eigelbe mit Anisöl, Honig und einem halben Liter Wasser zusammenmischen und so lange verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Die Mischung dann in einen Blumenzerstäuber füllen und eine Fährte zur Falle sprühen. Dabei sollen auch höhere Sträucher und Bäume besprüht werden, damit sich der Duftstoff durch den Wind gut verteilt.

Wo stellt man die Marderfalle auf?

Der Platz, an dem die Marderfalle aufgestellt wird, sollte gut gewählt sein. Denn wie oben schon beschrieben, sind Marder sehr schlau. Da sie Wildtiere sind, sind Marder sehr scheu und vorsichtig. Um ihnen erfolgreich nachzustellen, sollte man ihre Gewohnheiten kennen und dementsprechend auch die Fallen und Köder platzieren.

Marder bewegen sich nicht gerne auf freien Flächen. Sie drücken sich lieber an Gebäuden, Zäunen oder Absperrungen entlang. Aus diesem Grund sollte die Falle an einer Wand, in einer geschützten Ecke oder an einem Zaun oder einer Hecke stehen.

Man kann sie auch neben einem Schlupfloch platzieren, das der Marder schon benutzt hat. Die kleinen Zeitgenossen lieben alles Gewöhnliche und Bekannte. Wenn es verschiedene Wege zur Beute gibt, sollten die anderen Wege mit beliebigen Gegenständen zugestellt werden.

Der Weg, der zur Falle führt, wird natürlich frei gelassen. Stellt sich nach 14 Tagen immer noch kein Erfolg ein, sollte der Platz für die Marderfalle gewechselt werden. Sie sollte jedoch immer so aufgestellt werden, dass der Marder seinen gewohnten Lauf nicht ändern oder verlassen muss. Steht die Marderfalle auch nur ein paar Meter weiter weg, so verringern sich die Erfolgschancen deutlich.

Wann Marder am besten gefangen werden können

Bevor man Mardern nachstellt und überlegt, wie man sie fangen soll, muss man wissen, wann die Tiere aktiv sind. Dies ist besonders wichtig, um zum einen die Fallen zum richtigen Zeitpunkt aufzustellen und zu befüllen, und zum anderen zu wissen, wann die Fallen kontrolliert werden müssen, um dem gefangenen Tier so viel Stress wie möglich zu ersparen.

Steinmarder sind in der Zeit von März bis Oktober aktiv, je nach Witterung und Temperatur auch im ganzen Jahr. Sie sind nachtaktiv. Tagsüber verbringen sie die Zeit in ihrem Bau.

Die Paarungszeit ist im Sommer. Nach einer Tragzeit von neun Monaten werden im März oder April die Jungen geboren. Aus diesem Lebensrhythmus der Marder ergibt sich, dass im Frühjahr keine Fallen aufgestellt werden dürfen, da die Gefahr besteht, dass man die Mütter von ihren Jungen trennt und diese im Bau verhungern.

Alternativprodukte

Einen Marder lebend zu fangen, kann vor allem für Unerfahrene eine wahre Herausforderung sein. Um zu verhindern, dass es sich der Marder auf dem eigenen Grundstück gemütlich macht, eignet sich folgende Alternative:

  • Marderschreck: Um Marder vom Grundstück fernzuhalten oder ihre Wege zu durchkreuzen, stehen verschiedene Methoden zur Auswahl. Um die Kletterkünstler am Einzug in den Dachboden zu hindern, bietet sich ein Marderschutz an, der an Fallrohren befestigt werden kann. Auch verschiedenen Sprays wird eine gute marderabwehrende Wirkung nachgesagt. Beliebt sind auch Ultraschallgeräte, die im Garten aufgestellt werden und den Marder durch hochfrequente Töne vertreiben können.

Derzeit nicht verfügbar

Nicht mehr verfügbar seit: 22.04.2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marderfalle aus Drahtgitter, Abmessungen: 75 x 29 x 28 cm, 1 Eingang, Gewicht: 6 kg

Klassische Drahtgitterfalle mit nur einem Eingang: Die KrapTrap Marderfalle

besteht aus einem Drahtgitter und ist dank ihrer massiven Bauweise aus legiertem Stahl relativ schwer. Sie ist mit einer Türsicherung und einem Tragegriff ausgestattet und lässt sich laut der Rezensionen einfach handhaben.
Die Falle ist mit 75 Zentimetern kürzer als vergleichbare Marderfallen und darf deswegen in einigen Bundesländern nicht verwendet werden. Da sie nur eine Falltür hat, liegt der Köder nicht mittig, sondern ganz am türabgewandten Ende, sodass dennoch kaum Verletzungsgefahr für Tiere in Mardergröße besteht.
Durch das Drahtgitter kann der Marder den Köder bereits riechen und sehen, was ihn häufig dazu animiert, in die Falle zu gehen. Einzelne Käufer berichten aber, dass der Marder es schaffte, die Falle von außen auszulösen.
Die Verarbeitungsqualität wird von vielen Nutzern als hochwertig beschrieben und führt zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Auslöser ist ausreichend sensibel, ohne jedoch bei jedem Windstoß die Klappe zu betätigen.
Gut gefällt den Käufern auch die sehr einfache Bauweise, die sich auf das Nötigste beschränkt. Dadurch ist die Marderfalle wenig anfällig für Defekte und Beschädigungen und verspricht so eine lange Lebensdauer.
Zu Kritik kam es in seltenen Fällen wegen Transportschäden und damit einhergehenden Funktionsbeeinträchtigungen.

Vorteile:
  • 2 mm starker Draht mit 2,5 cm Maschenweite
  • stabile Rahmenverstärkung
  • sicherer Tragegriff
  • einfaches Aufstellen und scharf machen
  • Anleitung für Köderanbringung und Marderfang liegt bei
  • Tür gesichert, sodass sie vom Tier nicht wieder hochgedrückt werden kann
Nachteile:
  • nur 1 Eingang
  • Auslösen von außen unter Umständen möglich