Schnittschutzstiefel – Sicheres Schuhwerk für intensive Gartenarbeit

Aktualisiert am: 10.08.2022

Kurz & Knapp

  • Schnittschutzstiefel für den privaten Anwendungsbereich sollten mindestens über Schnittschutzklasse 1 verfügen. Bei Arbeiten mit hoher Motorleistung und hoher Kettengeschwindigkeit ist eine höhere Schnittschutzklasse empfehlenswert.

  • Besonders komfortabel sind Schnittschutzstiefel aus Leder, einen hohen Schutz vor Feuchtigkeit bieten Schnittschutz-Gummistiefel.

  • Schnittschutzstiefel mit KWF-Siegel sind nach besonders strengen Regeln geprüft und gelten deswegen als sehr sicher und zuverlässig.

  • Fast alle Schnittschutzstiefel sind mit einer Zehenschutzkappe ausgestattet. Besteht diese aus Aluminium oder speziellen Kunststoffen, sind die Schnittschutzstiefel deutlich leichter.

Update vom 10.08.2022

Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Schnittschutzstiefel Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schnittschutzstiefel aus Leder, Schnittschutzklasse 1, EN ISO 17249:2007 konform, EN 381-3:1996 konform, EN ISO 20345:2011 konform

Preis-Leistungs-Sieger: Der Tragekomfort der Cofra Schnittschutzstiefel Woodsman

ist stark vom Gelände abhängig. Auf ebenen Untergründen wird er von den meisten Nutzern als bequem empfunden. Bei Steigungen oder im Gehölz sitzt er allerdings relativ steif am Fuß.
Die Nässebeständigkeit wird von den meisten Nutzern als ausreichend beschrieben; in der kühleren Jahreszeit wärmt der Cofra Schnittschutzstiefel Woodsman angenehm, ohne das Fußklima negativ zu beeinträchtigen. Viele Käufer empfehlen, diese Schnittschutzstiefel nur mit dickeren Socken zu tragen, da die verarbeitete Stahlkappe durch Steifheit des Schuhs unangenehm aufliegen könnte.
Der Tragekomfort wird in vielen Rezensionen jedoch als positiv bewertet. Vor allem der gute Halt und der Schutz vor dem Umknicken wirkt auf viele Nutzer überzeugend.
In Einzelfällen fiel die Passgenauigkeit negativ auf: einige Käufer berichten, dass die Cofra Schnittschutzstiefel Woodsman etwas zu groß ausfallen.

Vorteile:
  • Schnittschutzklasse 1
  • wasserabweisend
  • durchtrittsicher, mit Stahlkappe
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • erfüllt viele Zusatzanforderungen (A, E, FO, P, SRC, WRU)
Nachteile:
  • zu Beginn sehr steif
  • keine KWF-Zertifizierung ausgewiesen

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schnittschutzstiefel nach KWF-Standard, Schnittschutz Klasse 1, EN ISO 17249:2013, wasserabweisend, öl- und benzinresistente Sohle

Bieten guten Halt: Der Oregon Yukon Klasse 1 Leder-Sicherheitsstiefel

weiß die Kunden mit seiner hohen Qualität zu beeindrucken. Obwohl er anfangs als sehr klobig, schwer und steif wahrgenommen wird, erübrigen sich die meisten negativen Eindrücke nach kurzer Zeit. Gerade, dass der Schuh extrem bequem ist, wissen viele Käufer sehr zu schätzen.
Für einige bleibt das Gewicht des Schuhs aber auch auf lange Sicht ein kleiner Kritikpunkt. Ebenfalls muss der Oregon Yukon Klasse 1 Leder-Sicherheitsstiefel üblicherweise erst eine Zeit lang eingelaufen werden. Das gilt auch für die Schnürung und die Dehnung des Leders.
Einfach nach dem Kauf öfter schnüren und abwechselnd durchkneten und Abschürfungen sind kein Problem mehr. Für den Anfang wird jedoch empfohlen, dicke und gemütliche Socken anzuziehen.
In einigen Fällen empfanden die Nutzer die Passgenauigkeit auch nach längerem Einlaufen nicht als ausreichend. Vor allem bei einer engen Schnürung ließ sich nicht immer ein enger und sicherer Halt am Fuß herstellen.

Vorteile:
  • Schnittschutz Klasse 1 (20 m/s)
  • sehr robust und stabil
  • äußerst sicher
  • hochwertiges Material
  • sehr gute Verarbeitung
Nachteile:
  • selten Verarbeitungsfehler/ vorzeitiger Verschleiß

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schnittschutzstiefel aus Nubukleder, Schnittschutzklasse 1, Sicherheitsklasse S3, EN ISO 20345:2011 konform, KWF-zertifiziert

Renommierter Hersteller: Mit einer guten Passform, überragender Bequemlichkeit und einer hochwertigen Sohle kann der Haix Protector Light Schnittschutzstiefel

fast alle Kunden vollends überzeugen.
Haix gilt als führender Hersteller im Bereich Sicherheitsschuhe und der gute Ruf war für viele Kunden das entscheidende Kaufkriterium. Dass das Modell alle notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllt, trägt zusätzlich zum guten Eindruck bei.
Besonders positiv wird auch das geringe Gewicht (952 g/ Schuh) bewertet. Die Schutzkappe aus Stahl und die durchtrittsichere Sohle werden von den Käufern ebenfalls als sehr hochwertig empfunden.
Einzelne Kunden berichten, dass sich das Leder im Fersenbereich leicht von der Gummisohle ablöse. Außerdem ist der Schuh nicht absolut wasserfest, was von einigen Käufern ebenfalls bemängelt wurde. Der Hersteller beschreibt den Haix Protector Light Schnittschutzstiefel jedoch lediglich als wasserabweisend, sodass dies keinen echten Mangel darstellt.

Vorteile:
  • Schnittschutzklasse 1
  • Sicherheitsklasse S3
  • KWF-zertifiziert
  • durchtrittsicher
  • geringes Gewicht (952 g pro Schuh)
Nachteile:
  • vereinzelt abgelöste Sohle im Fersenbereich

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schnittschutz-Gummistiefel aus Nitrilgummi, Schnittschutzklasse 2, EN ISO 17249:2004 konform, EN ISO 345-2 SB konform, EN 381 konform, KWF-zertifiziert

Für Gelegenheitsnutzer: Der Tragekomfort der Novotex Schnittschutzstiefel Novo Boot Forest

bleibt ebenfalls hinter dem von hochwertigen Schnürstiefeln zurück. Einige Nutzer bemängeln, dass der Stiefel unbequem sei und im Winter nicht ausreichend wärmt.
Viele Käufer wählten den Novotex Schnittschutzstiefel Novo Boot Forest aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses, der umfangreichen Sicherheitsausstattung und der Konformität mit allen wichtigen Normen.
Positiv fällt vor allem die Wasserdichtigkeit auf. Bei nassen Untergründen schützt der Stiefel nachhaltig vor nassen Füßen. Auch mit seiner trittsicheren Sohle kann der Novo Boot Forest punkten.
Die Passform ist – wie bei Gummistiefeln üblich – nicht mit der von Schnürstiefeln zu vergleichen. Das Modell fällt außerdem laut der Erfahrungsberichte eine Nummer zu groß aus. Einige Nutzer berichten, dass der Novotex Schnittschutzstiefel Novo Boot Forest nicht mit allen Schnittschutzhosen kombinierbar sei. Durch den relativ engen Schaft ist es häufig unmöglich, die Hose in den Stiefeln zu tragen.

Vorteile:
  • Schnittschutzklasse 2
  • KWF-zertifiziert
  • verstärkter Fersenschutz
  • großzügiger Zehenfreiraum
  • weitenverstellbares Schaftgummi
  • Reflektor hinten
Nachteile:
  • fällt gelegentlich größer aus
  • vergleichsweise enger Schaft
  • sehr steifes Tragegefühl

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schnittschutzstiefel aus Rindsleder, Schnittschutzklasse 2, Sicherheitsklasse S3, EN ISO 345 konform, EN ISO 17249:2004 konform, KWF-zertifiziert

Hochwertige Sohle: Über eine gut verarbeitete Sohle verfügt der Treemme Leder-Forststiefel S3

mit der Schnittschutzklasse 2. Diese überzeugt mit einer antistatischen Zwischensohle, einer starken Profilierung und rutschfesten Eigenschaften auf unebenen Untergründen.
Genau wie andere Modelle ist auch der Treemme Leder-Forststiefel S3 zunächst sehr steif, lässt sich aber relativ schnell einlaufen und ist laut Nutzererfahrung dann sehr bequem. Die Passform stellt die Nutzer ebenfalls zufrieden; das Modell fällt in der Länge normal aus.
Vereinzelt wird jedoch berichtet, der Schuh sei schmal geschnitten und biete bei breiteren Füßen keine zufriedenstellende Passform. Hier kann es bei längerem Tragen vereinzelt zu Druckstellen kommen.

Vorteile:
  • Schnittschutzklasse 2
  • Sicherheitsklasse S3
  • erfüllt sehr viele Zusatzanforderungen (A, E, FO, HRO, P, WRU)
  • schnell einzulaufen
  • hochwertiges Obermaterial (Rindsleder)
Nachteile:
  • Passform nicht für breite Füße geeignet
  • sehr steif vor dem Einlaufen

Saisonkalender für 48 Obst- und Gemüsesorten

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Schnittschutzstiefel kaufen – sicher arbeiten mit der Kettensäge

Bei Arbeiten mit scharfen Gartenwerkzeugen, wie z. B. der Kettensäge, sind die unteren Extremitäten einem besonders hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Zur einer soliden persönlichen Schutzausrüstung gehören deswegen neben einer Schnittschutzhose auch hochwertige Schnittschutzstiefel, die Füße und Knöchel vor Schnittverletzungen schützen.

Schnittschutzstiefel sind Teil der Persönlichen Schutzausrüstung für Forstwirte (PSA-Forst) und müssen speziellen Anforderungen hinsichtlich der verwendeten Materialien, der Verarbeitung und der technischen Ausstattung genügen.

Wer im Garten regelmäßig mit der Kettensäge arbeitet, sollte auf Schnittschutzstiefel setzen, die den gesetzlichen Vorgaben und Normen entsprechen und idealerweise vom KWF auf ihre Funktionalität getestet wurden. Diese bieten den optimalen Schutz beim Holzmachen oder Baumpflegearbeiten mit der Motorsäge.

Klassifikationen und Zertifizierungen von Schnittschutzstiefeln

Um den Vorgaben für Arbeitssicherheit zu entsprechen, müssen Schnittschutzstiefel mehrere europäische DIN-Normen erfüllen. Die wichtigste Klassifizierung erfolgt in der EN ISO 20345, die umfangreichen Angaben zur Schnittschutzklasse, Sicherheitsklasse und weiteren technischen Ausstattung enthält.

Die EN ISO 20345 löste im Jahr 2012 die alte EN 345 ab. Sie wird von einigen Herstellern jedoch immer noch verwendet.

Schnittschutzklassen

Die Schnittschutzklasse gibt an, mit welcher Rotationsgeschwindigkeit eine laufende Kettensäge vom verwendeten Material abgebremst werden kann. Die Angaben beziehen sich auf eine auslaufende Motorsäge; der Schutz ist entsprechend nicht vollständig gegeben, wenn das Gerät mit Vollgas betrieben wird.

Die Angabe der Schnittschutzklasse erfolgt in fünf verschiedenen Kategorien und wird geregelt in der DIN EN 381 (Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen):

  • Schnittschutzklasse 0: 16 m/s
  • Schnittschutzklasse 1: 20 m/s
  • Schnittschutzklasse 2: 24 m/s
  • Schnittschutzklasse 3: 28 m/s
  • Schnittschutzklasse 4: 32 m/s

Sicherheitsklassen

Mit der Sicherheitsklasse werden weitere Eigenschaften des Schnittschutzstiefels klassifiziert, die zu einer erhöhten Arbeitssicherheit beitragen. Genau wie bei Arbeitsschuhen werden sieben Einstufungen unterschieden:

  • SB: Schuhe aus Leder, Polymeren oder Gummi, rutschhemmende Sohle, Zehenschutzkappe
  • S1: Geschlossene Ferse, antistatische Sohle, Energieaufnahme im Fersenbereich, Zehenkappe mit 200 J, Öl- und Benzinbeständig
  • S1P: Entspricht S1 mit zusätzlicher durchtrittsicherer Sohle
  • S2: Entspricht S1 mit zusätzlicher Wasserdichtigkeit
  • S3: Entspricht S2 mit zusätzlicher profilierter Laufsohle und Durchtrittsicherheit
  • S4: Entspricht S2 mit hoher Wasserdichtigkeit
  • S5: Entsprich S3 mit hoher Durchtrittsicherheit und hoher Wasserdichtigkeit

Zusatzanforderungen an Schnittschutzstiefel

Verfügen Schnittschutzstiefel über zusätzliche Eigenschaften, werden sie zusätzlich zur Sicherheitsklasse mit weiteren Kennzahlen belegt:

  • A: antistatisch
  • CI: Kälteisolierung
  • CR: Schnittfestigkeit
  • E: Energieaufnahme im Fersenbereich (Entlastung der Knie- und Fußgelenke)
  • CI: Kälteisolierung
  • CR: schnittfester Schaft
  • FO: öl- und kraftstoffbeständige Sohle
  • HI: Wärmeisolierung
  • HRO: hitzebeständig gegen Kontaktwärme
  • M: Schutz der Mittelfußknochen
  • P: durchtrittsichere Sohle
  • SRC: Rutschhemmung
  • WR: wasserabweisendes Material (gesamter Schuh)
  • WRU: Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme im Schaft (mind. 60 Minuten lang wasserdicht, nach 90 Minuten höchstens 2 Gramm Wasseraufnahme)

Spezialschutz gegen Kettensägen

Die speziellen Anforderungen für den Schnittschutz sind in der DIN EN ISO 17249 festgehalten. Die Persönliche Schutzausrüstung für Forstwirte (PSA-Forst) umfasst neben einem Schutz- bzw. Forsthelm, Gehörschutz, Arbeits– und Schnittschutzhandschuhen und Schnittschutzhose auch Schnittschutzstiefel, die spezielle Eigenschaften aufweisen müssen, um diese Norm zu erfüllen.

Alle Schnittschutzstiefel müssen zunächst der DIN EN 20345 entsprechen, über eine Schaftlänge von mind. 19,5 cm verfügen und darüber hinaus weitere Eigenschaften aufweisen. Zu diesen gehören etwa die spezielle Form des Schnittschutzstiefels sowie seine Konstruktion und Verarbeitung sowie die entsprechende Kennzeichnung mit dem Kettensägen-Symbol.

KWF-Zertifizierung von Schnittschutzstiefeln

Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) gilt in Deutschland und Europa als Kompetenzzentrum für die Gebrauchswertprüfung von forsttechnischen Arbeitsmitteln.

Der eingetragene Verein unterzieht Schnittschutzstiefel und Sicherheitskleidung einer genauen Prüfung mit umfangreichen Standards. Zu den Prüfbereichen gehören unter anderem die Ergonomie, die Umweltverträglichkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Berücksichtigung des aktuellen Stands der Technik.

Produkte, die den hohen Anforderungen des KWF genügen können, werden mit einem Prüfzeichen ausgezeichnet. Auch Praxisumfragen und praktische Einsatzprüfungen fließen in das Ergebnis mit ein.

Seit dem Jahr 2010 wird das KWF-Kennzeichen in zwei verschiedenen Ausführungen vergeben:

  • KWF-Standard: Kennzeichnung für Produkte, die sich an Privatanwender richten
  • KWF-Profi: Kennzeichnung für Produkte, deren Anforderungen auch professionellen Einsatzzwecken gerecht werden

Die KWF-Zertifizierung ist keine notwendige Prüfung im Sinne der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitssicherheit. Schnittschutzstiefel, die über das KWF-Kennzeichen verfügen, erfüllen jedoch in hohem Maße den Qualitätsanforderungen des Kuratoriums, sodass sie als besonders qualitativ hochwertig und sicher gelten.

Im privaten Umfeld benötigen Gärtner sicher nicht immer eine Vollausstattung höchster Qualitätsstufe und mit Zertifizierung. Dennoch sollte man sich bei Holzarbeiten oder bei der Arbeit mit der Kettensäge auf die persönliche Schutzkleidung verlassen können. Vorgeschrieben sind zertifizierte Schnittschutzstiefel nicht, empfehlenswert jedoch in jedem Fall.

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Obermaterial, Zehenkappe und Sohle

Als Obermaterial kommt bei hochwertigen Schnittschutz-Schnürstiefeln Glatt- oder Nubukleder zum Einsatz. Schnittschutz-Gummistiefel sind dagegen meist aus Nitril oder Naturkautschuk gefertigt.

Schnittschutz-Gummistiefel haben den Vorteil, dass sie deutlich beständiger gegen eindringende Feuchtigkeit sind und sich leichter reinigen lassen. Ihr Tragekomfort ist jedoch nicht so hoch wie der von Schnittschutz-Schnürstiefeln aus Leder. Schnittschutz-Gummistiefel sind außerdem etwas günstiger in der Anschaffung und nicht so warm wie die geschnürten Modelle.

Vorteile von Schnittschutz-Gummistiefeln:

  • günstiger Anschaffungspreis
  • gut für die warme Jahreszeit geeignet (ungefüttert)
  • sehr wasserdicht
  • leicht zu reinigen
  • für Gelegenheitsnutzer geeignet

Vorteile von Schnittschutz-Schnürstiefeln

  • guter Halt im Gelände
  • reduziertes Schwitzen im Vergleich mit Gummistiefeln
  • gute Passform durch Schnürung
  • warmes Fußklima im Winter
  • für längere Einsatzzeiten geeignet
  • bequemer Tragekomfort

Alle Schnittschutzstiefel, die den Anforderungen der DIN EN ISO 20345 entsprechen, sind mit einer Zehenschutzkappe ausgestattet. Diese muss einer Druckkraft von max. 200 Joule standhalten können. Dies entspricht beispielsweise einem fallenden Gewicht von 20 kg aus einer Fallhöhe von 1 Meter.

Die Zehenschutzkappe ist häufig aus Stahl gefertigt und wird deswegen umgangssprachlich als Stahlkappe bezeichnet. Weitere Materialien für die Zehenschutzkappe sind Aluminium (40% leichter als Stahl) und Verbundstoffe aus Kunstharzen (für metallfreie Schuhe).

Für die Fertigung der Innensohle wird in der Regel Gummi bzw. eine Gummimischung eingesetzt, die für einen sicheren Stand und rutschfeste Eigenschaften sorgt. Die Laufsohle von Schnittschutzstiefeln ist idealerweise (stark) profiliert, sodass die Rutschsicherheit bei allen Witterungs- und Geländeverhältnissen gegeben ist.

Soll die Laufsohle über weitere Eigenschaften verfügen, muss man beim Kauf auf die entsprechenden Hinweise für die Zusatzanforderungen achten. Schnittschutzstiefel der Sicherheitsklassen 3 und 5 verfügen beispielsweise über eine hohe bzw. sehr hohe Durchtrittsicherheit.

Schnittschutzstiefel der Sicherheitsklassen 1 bis 5 sind außerdem mit einer antistatischen Sohle ausgestattet.

Passform, Komfort und Innenfutter von Schnittschutzstiefeln

Die Passform ist neben der Konformität mit den Sicherheitsklassen eines der wichtigsten Kaufkriterien. Nur ein gut sitzender Schnittschutzstiefel bietet einen hohen Tragekomfort und den notwendigen Schutz in jedem Gelände.

Besonders bei Schnittschutz-Gummistiefeln muss auf die Passform geachtet werden, da diese häufig größer ausfallen, als vom Hersteller angegeben. Im Vergleich mit Schnittschutz-Schnürstiefeln aus Leder haben sie außerdem den Nachteil, dass sich die Weite nicht an den eigenen Fuß anpassen lässt und sich das Material weniger anschmiegt.

Wichtig ist auch die Passform in Kombination mit einer Schnittschutzhose.

Diese wird bei Schnittschutzstiefeln in der Regel über dem Schuh getragen. Wer sich für Schnittschutz-Gummistiefel entscheidet, steckt die Hose üblicherweise in die Stiefel. Bei schmalen Schaftweiten und/ oder starken Waden kann diese Trageweise jedoch zu einer Herausforderung werden.

Eine erhöhte Sicherheit erhält man bei in den Stiefeln getragenen Schnittschutzhosen, wie es bei Gummistiefeln häufig der Fall ist. Auch beim Abrutschen im Gelände sind die Unterschenkel so mit größerer Wahrscheinlichkeit vom Stiefelschaft oder von der Schnittschutzhose bedeckt.

Beim Tragekomfort haben Schnittschutz-Schnürstiefel aus Leder die größeren Vorteile. Durch die Schnürung und das anschmiegsamere Material sind diese Modelle in der Regel bequemer im Tragekomfort und eignen sich auch für Einsätze, die mit längeren Fußwegen oder langen Arbeitszeiten verbunden sind.

Bei Gartenflächen in Hanglage bieten geschnürte Schnittschutzstiefel zudem eine hohe Stabilität im Bereich der Knöchel und können so verhindern, dass man im unwegsamen Gelände umknickt.

Schnittschutz-Gummistiefel sind außerdem in der Regel nicht gefüttert und halten im Winter die Füße nicht ausreichend warm. Hier ist es wichtig, dicke Socken oder spezielle Gummistiefel-Einlagen zu verwenden. Im Sommer hingegen können schwere Schnittschutzstiefel aus Leder schnell zu warm werden. In der Regel bieten sie dennoch ein gutes Klima ohne übermäßiges Schwitzen, weil das Naturmaterial atmungsaktiv ist.

Zur Wasserdichtigkeit und Kälteisolierung trägt bei Leder-Schnittschutzstiefeln auch das Innenfutter bei. Hier kommen Materialien wie Gore-Tex oder Cordura zum Einsatz, die über wasserdichte und atmungsaktive Eigenschaften verfügen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Schnittschutzstiefel sind am besten?

Die Cofra Schnittschutzstiefel Woodsman sind aus atmungsaktivem Leder gefertigt und bieten Schnittschutzklasse 1 einen guten Schutz für die Arbeit mit der Kettensäge. Dazu erfüllen diese Schnittschutzstiefel viele Sicherheitsanforderungen für Arbeitsschuhe.

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Derzeit nicht verfügbar

Nicht mehr verfügbar seit: 10.08.2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schnittschutzstiefel nach KWF-Standard, Obermaterial: Velourleder, Sohle aus Gummi, wasserdicht und atmungsaktiv, Gore-Tex Innenfutter, Stahlkappe, Schnittschutz Klasse 2

Gute Passform: Der Haix Protector Ultra

ist aus Velourleder gefertigt und verfügt über ein Innenfutter aus Gore-Tex. Damit ist er wasserdicht und atmungsaktiv und sorgt so bei jedem Wetter für ein angenehmes Fußklima.
Der Tragekomfort wird in vielen Erfahrungsberichten gelobt. Während der Haix Protector Ultra zu Beginn noch als relativ steif empfunden wird, passt er sich schon nach kurzer Tragedauer der eigenen Fußform an und überzeugt dann mit einem guten Sitz. Dazu trägt auch die 2-Zonen-Schnürung bei, mit der man die Schnittschutzstiefel an die eigene Fußweite anpassen kann.
Dabei eignet er sich laut der Erfahrungsberichte auch für breitere Füße. In der Länge ist er passgenau geschnitten, war einigen Nutzern tendenziell jedoch ein wenig zu lang. Kritisiert wird beim Tragekomfort nur das relativ hohe Gewicht, das vom Hersteller mit 1.210 Gramm pro Schnittschutzstiefel angegeben wird.
Obwohl der Haix Protector Ultra nicht als Wintermodell ausgelobt wird, berichten einige Käufer, dass sie auch bei Regen, Wind und Schnee stets warme Füße in den Schnittschutzstiefeln hatten. Auch den Seitenhalt loben die Nutzer: In unwegsamen Gelände oder am Hang gibt dieser Schnittschutzstiefel im Knöchelbereich ausreichend Stabilität, sodass man nicht so schnell umknickt.
Lediglich in seltenen Einzelfällen wird die Verarbeitungsqualität bemängelt. Hier löste sich die Verbindung von Schuh und Sohle vorzeitig. In einem Fall hielten auch die Nähte einer hohen Belastung nicht stand.

Vorteile:
  • Schnittschutzklasse 2
  • hoher Tragekomfort
  • wasserdicht und atmungsaktiv
  • guter Seitenhalt
  • 2-Zonen-Schnürung für gute Passform
Nachteile:
  • in Einzelfällen Verarbeitungsfehler