Ein Zaun aus Doppelstabmatten wirkt auf den ersten Blick wie ein Bausatz, den man an einem Samstag aufstellt. Über das Ergebnis entscheiden allerdings der Abstand der Pfosten und ihre Fundamente, und beides steht fest, bevor die erste Matte hängt. Wenn du hier sauber arbeitest, bekommst du eine Linie ohne Knicke und Pfosten, die auch Frost und Sturm nicht aus dem Lot bringen. Das Einhängen und Verschrauben der Matten geht danach zügig. Zeit kosten vor allem das Ausmessen und der Beton, der unter jedem Pfosten erst abbinden muss.
Die Materialliste ergibt sich aus Zaunlänge und Mattenhöhe
Zuerst misst du die komplette Strecke und notierst, wo sie die Richtung wechselt und wo ein Durchgang frei bleiben soll. Für einen Doppelstabmattenzaun rechnest du mit einer Matte je angefangene 2,50 Meter und pro gerader Strecke mit einem Pfosten mehr, als du Matten brauchst. Bei 17 Metern ohne Ecke sind das sieben Matten und acht Pfosten. Rund einen halben Meter Zugabe haben die Einbetonierpfosten von meingartenversand.de gegenüber der Mattenhöhe, und genau dieses Stück steckt später im Fundament.
Für die Bestellung notierst du folgende Positionen:
- Matten in der gewünschten Höhe, als leichte Ausführung 6/5/6 oder als schwere 8/6/8
- Verbindungspfosten, die zugleich als Anfangs- und Endpfosten dienen, plus je einen Eckpfosten für jede Ecke
- Klemmen oder Abdeckleisten mit Schrauben und Abdeckkappen, die beim Pfosten in der Regel dabei sind
- Drainagekies und schnell abbindenden Beton für die Fundamente
- Holzkeile und Latten zum Unterfüttern und Abstützen
- bei Bedarf eine Pforte oder ein Tor mit eigenen Torpfosten
Die Matten gibt es ab Lager in acht Höhen zwischen 63 und 203 Zentimetern, die Maschen messen 50 mal 200 Millimeter.
Wo genau die Grenze verläuft, klärt im Zweifel die Vermessung
Bevor du die erste Schnur spannst, muss klar sein, wo dein Grundstück endet. Grenzsteine verschwinden über die Jahre unter Rasen, Pflaster oder Beeten. Findest du sie nicht, hilft in Niedersachsen die Amtliche Grenzauskunft des Landesamts für Geoinformation und Landesvermessung. Dabei werden die im Liegenschaftskataster nachgewiesenen Grenzpunkte in die Örtlichkeit übertragen und die Steine freigelegt. Das setzt allerdings voraus, dass für diese Punkte hochgenaue Koordinaten vorliegen. Fehlen sie oder braucht es eine amtliche Klärung der Grenze, bleibt nur eine Grenzfeststellung, und einen zerstörten Grenzstein ersetzt die Grenzauskunft nicht. Beide Leistungen kosten Gebühren, in den anderen Ländern sind Katasterämter und öffentlich bestellte Vermessungsingenieure die Ansprechpartner.
Mit den Nachbarn klärst du vorab, ob der Zaun auf der Grenzlinie oder etwas zurückversetzt entsteht. Welche Höhe auf deinem Grundstück erlaubt ist, erfährst du beim Bauamt, denn die Vorgaben stammen aus dem Bau- und Nachbarrecht deines Bundeslandes und teils aus dem Bebauungsplan.
Der Pfostenabstand folgt der Mattenbreite
Die Schnur spannst du so, dass die Pfosten später direkt an ihr anliegen. Von Lochmitte zu Lochmitte sind es bei Standardmatten 250 Zentimeter. Am zuverlässigsten überträgst du dieses Raster, indem du eine Matte flach auf den Boden legst und ihre Enden markierst, statt jeden Abstand neu abzumessen. Eckpfosten kommen an die Knickpunkte, Torpfosten an die vorher festgelegte Durchgangsstelle.
Fällt das Gelände ab, wählst du zwischen abgestufter und schräger Montage. Bei mäßiger Neigung setzt du die Matten in Stufen und versetzt jede um ein Gitterfeld nach unten. Ist der Hang steil, folgt der Zaun schräg dem Gelände, und die Matten müssen zugeschnitten werden. Weil sich die Abstände dabei verkürzen, setzt du den nächsten Pfosten in beiden Fällen erst, wenn das gekürzte Feld passt. Unter abgestuften Matten bleiben am Boden kleine Lücken. Ein Ausweg ist eine niedrige Trockenmauer ohne Betonfundament entlang des Zauns, die den Hang in Stufen abfängt, solange sie nicht höher als etwa einen Meter wird.
Pfostenlöcher brauchen frostsichere Tiefe und eine Kiesschicht
Die Montagehinweise des Händlers sehen für jedes Fundament eine Grube mit 40 auf 40 Zentimetern Grundfläche vor, ausgehoben bis auf 80 Zentimeter. So liegt der Beton unterhalb der Zone, in der Bodenfrost einen Pfosten anheben könnte. Auf die Sohle füllst du zehn Zentimeter Drainagekies. Die Schicht unterbricht die Kapillarwirkung, sodass von unten kein Wasser ins Fundament zieht.
Wie lange der Beton aushärten muss, hängt von der Sorte ab
Den Anfangspfosten stellst du mittig ins erste Loch, gibst trockenen Beton hinzu und gießt Wasser nach, bis sich das Gemisch mit dem Spaten durcharbeiten lässt. Oben bleibt Platz für Erde und Grasnarbe, damit das Fundament später nicht zu sehen ist. Danach bringst du den Pfosten ins Lot.
Schnell abbindender Beton ist laut Montageanleitung schon nach etwa zehn Minuten belastbar. Bei normalem Beton planst du deutlich mehr Zeit ein und hältst dich an die Angabe auf dem Sack. Bei Frost betonierst du nicht, weil gefrierendes Wasser das Abbinden stört.
Erst einhängen, dann ausrichten und verschrauben
Sitzt der erste Pfosten fest, hängst du die erste Matte in seine Auflagen und fixierst sie zunächst nur mit der obersten Klemme. Holzkeile und etwas Erde unter der Matte bringen sie in die Waagerechte. Dann verschraubst du den zweiten Pfosten mit der Matte, bringst ihn ins Lot und stützt ihn mit Holzlatten ab, bevor er einbetoniert wird. Die übrigen Klemmen ziehst du erst an, wenn auch dieser Beton belastbar ist. Reicht der Platz am Ende nicht mehr für eine ganze Matte, kürzt du die letzte mit einem Trennschleifer und nimmst dabei nur ganze Gitterfelder weg.
Kappen, Tor und eine letzte Kontrolle schließen die Arbeit ab
Sind alle Felder montiert, kommen die Kappen auf die Pfosten, und bei einem letzten Rundgang ziehst du lockere Klemmen nach. Den Boden am Zaunfuß gleichst du erst danach an. Ein Tor planst du von Anfang an mit und legst seine Pfosten vor den übrigen fest, weil sich die Breite des Flügels anders als eine Matte nicht anpassen lässt. Toranlagen für Doppelstabmatten kommen meist als Paket mit Flügel, Torpfosten zum Einbetonieren, Drückergarnitur, Bändern und Anschlusswinkeln. Über verstellbare Scharniere lässt sich der Flügel nachjustieren, die Öffnungsrichtung wählst du passend zum Weg.
Mit einem abschließbaren Tor wird der Zaun zum Baustein, wenn du dein Grundstück absichern willst. Beleuchtung und Bewegungsmelder ergänzen ihn.
Zusammengefasst: Grenze, Raster, Fundament und Tor
Die Grenze klärst du vor dem ersten Pflock, den Abstand von 250 Zentimetern überträgst du mit einer Matte als Schablone, und jedes Loch bekommt Kies, Beton und genug Tiefe gegen Frost. Danach folgt die Montage Feld für Feld, mit Keilen, Stützlatten und etwas Geduld, bis der Beton belastbar ist. Weil die Torpfosten zuerst stehen müssen, gehören Tor und Ecken schon in die erste Skizze.
