Rasendünger mit Unkrautvernichter – Kombiprodukte zur Rasenpflege

Aktualisiert am: 27.08.2021

Beim Kauf eines Rasendüngers mit Unkrautvernichter müssen Sie nicht nur auf eine sinnvolle Kombination der Inhaltsstoffe achten, sondern auch auf die richtige Handhabung. Unterlaufen Ihnen bei der Ausbringung Fehler, kann der Rasen Schaden nehmen.

Update vom 27.08.2021

Der Roundup Rasen-Unkrautfrei Rasendünger wurde in den Vergleich aufgenommen.

Rasendünger mit Unkrautvernichter Testsieger 2021

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Rasendünger mit Unkrautvernichter, NPK-Dünger 22+5+5, Inhaltsstoffe: 2,4-D (8g/ kg), Dicamba (1,2g/ kg), staubfreies Granulat, 100 Tage Langzeitwirkung, ungefährlich für Bienen, Ergiebigkeit: 20g/ m²

Meistverkauft: Der WOLF-Garten - 2-in-1: Unkrautvernichter plus Rasendünger SQ 450

gehört zu den Bestsellern bei Amazon. Die hohen Verkaufszahlen gründen sich dabei auf das Vertrauen in die Marke und das Herstellerversprechen.
Viele Kunden zeigen sich außerdem begeistert über die Düngewirkung des Produktes und über das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit der Wirksamkeit gegen hartnäckiges Unkraut ist der überwiegende Anteil der Käufer ebenso zufrieden wie mit der kinderleichten Anwendung.
Die Wirksamkeit des WOLF-Garten 2-in-1 Unkrautvernichters plus Rasendünger lässt nicht lange auf sich warten, so die Käufer. Außerdem weisen sie darauf hin, dass das Produkt dem Rasen nicht schade, wenn es genau nach Herstelleranweisung aufgetragen wird. Dafür eignet sich am besten ein Streuwagen.
Weniger gut bewerten die Hobbygärtner die Langzeitwirkung des WOLF-Garten 2-in-1 Unkrautvernichters plus Rasendünger. Auch wenn das Unkraut innerhalb weniger Tage deutlich zurückgeht, wächst es nach einiger Zeit wieder nach.
Auch die Ergiebigkeit wird hin und wieder bemängelt: Die Quadratmeter-Angaben des Herstellers halten in der Praxis nicht, was in der Artikelbeschreibung versprochen wird. Vereinzelt wird berichtet, das Produkt sei trotz korrekter Dosierung spürbar weniger ergiebig als die Herstellerangabe.

Vorteile:
  • 100 Tage Langzeitwirkung
  • einfache Anwendung
  • sicher im Gebrauch bei korrekter Dosierung
  • schneller Wirkungseintritt innerhalb weniger Tage
  • ungefährlich für Bienen
  • sinnvolle NPK-Zusammensetzung für Gebrauchsrasen
Nachteile:
  • gelegentlich weniger ergiebig als die Herstellerangabe
  • Langzeitwirkung vereinzelt nicht ausreichend

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter, NPK-Dünger14+0+5, Inhaltsstoffe: 2,4-D, Dicamba, Fluroxypyr, Eisen-II-Sulfat, staubfreies Granulat, ungefährlich für Bienen, Ergiebigkeit: 35g/ m²

Wirkt auch gegen Moos: Der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter

ist in vier verschiedenen Packungsgrößen erhältlich und lässt sich mit der Hand oder dem Streuwagen gleichmäßig verteilen. Von der Wirkung zeigen sich die meisten Käufer überzeugt.
Vor allem die Düngeleistung wird häufig lobend in den Rezensionen erwähnt. Der Rasen wächst saftig grün und die meisten Unkräuter werden gut bekämpft.
Der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter kann auch auf Rasenflächen überzeugen, die stark geschädigt sind. Einige Käufer berichten, dass auch ein stark befallender und älterer Rasen wiederhergestellt werden konnte.
Die Wirkung gegen Moos kann laut der Rezensionen die meisten Gärtner zufriedenstellen. Es wird zuverlässig vernichtet und kann nach Wirkungseintritt problemlos mit einem Rechen entfernt werden.
Bei der Ausbringung sollten Gärtner Vorsicht walten lassen. Neben der Gefahr von Überdüngung kann der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter Steinplatten mit Rostflecken überziehen. Verantwortlich dafür ist das enthaltene Eisen-II-Sulfat. Von einer Anwendung mit einem Schleuderstreuer wird deswegen abgeraten.
Kritisert wird außerdem der starke Geruch des Produktes, den viele Käufer als unangenehm empfinden. Die Ergiebigkeit gibt der Hersteller mit 400 m² an. Einige Käufer berichten, dass der Packungsinhalt für die Fläche nicht ausreichte.

Vorteile:
  • effizient auch bei starkem Befall
  • ungefährlich für Bienen
  • lässt sich gleichmäßig verteilen (von Hand oder mit dem Streuwagen)
  • überzeugende Düngewirkung
  • schneller Wirkungseintritt
Nachteile:
  • starker, unangenehmer Geruch
  • reduzierte Ergiebigkeit

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Rasendünger mit Unkrautvernichter, NPK-Dünger 22+5+5, Inhaltsstoffe: 2,4-D (8g/ kg), Dicamba (1,2g/ kg), staubfreies Granulat, 100 Tage Langzeitwirkung, ungefährlich für Bienen, Ergiebigkeit: 20g/ m²

Zuverlässige Dünge- und Unkrautwirkung: Der Substral Rasendünger, mit Unkrautvernichter

ist als NPK-Dünger 22+5+5 für den Zier- und Gebrauchsrasen gut geeignet. Das Produkt wird von den meisten Hobbygärtnern als gut wirksam gegen die häufigsten Unkräuter beschrieben und besitzt außerdem eine sinnvolle Zusammensetzung der Düngekomponente.
Laut Anwenderberichten ist die Wirkung des Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter bereits nach 3 Wochen sichtbar. Die Langzeitwirkung stellt die Käufer in den meisten Fällen ebenfalls zufrieden.
Vereinzelt berichten die Nutzer nach der Anwendung über braune Stellen im Rasen. Diese sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine falsche Anwendungsweise zurückzuführen. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die richtige Dosierung und die Wahl eines geeigneten Produktes für den Rasen ist. Auch die Ergiebigkeit gibt Anlass zur Kritik: Für die angegebene Fläche ist die Menge des Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter nicht ausreichend, so einige Käufer.

Vorteile:
  • Langzeitdüngewirkung 100 Tage
  • keine Verbrennungsgefahr bei sachgemäßer Anwendung
  • sinnvolle NPK-Kombination für Zierund Gebrauchsrasen
  • ungefährlich für Bienen
  • gute Düngewirkung
  • zuverlässige Unkrautvernichtung
Nachteile:
  • Ergiebigkeit geringer als angegeben

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Rasendünger mit Unkrautvernichter, NPK-MGO-Dünger mit Eisen 15+5+8 (+3 +9), Inhaltsstoffe: 2,4-D (7g/ kg), Dicamba (1g/ kg), staubfreies Granulat, 100 Tage Langzeitwirkung, ungefährlich für Bienen, Ergiebigkeit: 30g/ m²

Guter Dünger mit mäßiger Unkrautvernichtung: Der COMPO FLORANID Rasendünger plus Unkrautvernichter

sorgt bei den meisten Gärtner für eine zweigeteilte Meinung. Die Düngewirkung wird als sehr gut beschrieben. Mit der Unkrautvernichtung sind viele Käufer jedoch weniger zufrieden.
Der Dünger ist ein klassischer NPK-Dünger mit zugesetztem Eisen und Magnesiumoxid. Obwohl für ein gesundes Rasenwachstum Magnesium und Eisen notwendig sind, stehen beide Mineralstoffe häufiger in der Kritik und sollten nur bei nachgewiesenen Mängeln eingesetzt werden.
Trotzdem wird der COMPO FLORANID Rasendünger plus Unkrautvernichter von vielen Käufern hochgelobt. Zu Abzügen kommt es jedoch, da die unkrautvernichtende Wirkung viele Gärtner nicht überzeugt. Laut Hersteller wirkt das Produkt gegen eine Vielzahl von Unkräutern. In der Praxis zeigt sich aber bei vielen Nutzern, dass nur ein leichter Befall mit dem COMPO FLORANID Rasendünger plus Unkrautvernichter bekämpft werden kann. Eine weitere Abwertung kommt durch die vergleichsweise geringe Ergiebigkeit zustande.

Vorteile:
  • gute Langzeitwirkung (100 Tage)
  • NPK-Kombination gut für Gebrauchsrasen geeignet
  • überzeugende Düngewirkung
  • einfache Anwendung
  • gleichmäßige Korngröße für ebenmäßige Verteilung
Nachteile:
  • vergleichsweise unergiebig
  • häufig unzureichende Unkrautvernichtung

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Rasendünger mit Unkrautvernichter, Inhaltsstoffe: 2,4-D (7,2g/ kg), Dicamba (1g/ kg), Granulat, Sofort- und Langzeitwirkung, ungefährlich für Bienen, Ergiebigkeit: 20g/ m²

Preis-Leistungs-Sieger: Der Gartenkrone 7,5 Kg Rasendünger mit Unkrautvernichter

wird von den Nutzern vor allem wegen des schnellen Wirkungseintrittes sehr geschätzt. Unkraut wird zuverlässig vernichtet und der Rasen wächst dicht und grün nach.
Das Herstellerversprechen der Sofort- und Langzeitwirkung wird damit voll erfüllt. Als Verpackung kommt ein praktischer Eimer zum Einsatz, der sich zum Ausstreuen mit der Hand bestens eignet. Das Ausstreuen mit dem Streuwagen ist ebenfalls problemlos möglich, so die Käufer.
Wie bei allen Produkten ist hier besondere Sorgfalt erforderlich, da bei Überdosierung des Gartenkrone 7,5 Kg Rasendünger mit Unkrautvernichter schnell braune Flecken im Rasen entstehen können. Bei der Verwendung fällt außerdem der typische Düngegeruch auf. Einziger Kritikpunkt ist die unvollständige Herstellerangabe zur Zusammensetzung der Düngekomponente.

Vorteile:
  • schneller Wirkungseintritt innerhalb von Tagen
  • gute Langzeitwirkung (100 Tage)
  • ungefährlich für Bienen
  • entfernt zuverlässig zweikeimblättriges Unkraut
  • hervorragende Düngewirkung
  • einfache Anwendung mit der Hand oder dem Streuwagen
Nachteile:
  • unvollständige Deklaration des Düngers

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Rasendünger mit Unkrautvernichter, NPK-Dünger 22+5+5, Inhaltsstoffe: 2,4-D (8g/ kg), Dicamba (1,2g/ kg), staubfreies Granulat, 100 Tage Langzeitwirkung, ungefährlich für Bienen, Ergiebigkeit: 20g/ m²

Zuverlässig gegen Unkraut: Der Roundup Rasen-Unkrautfrei Rasendünger

kann vor allem mit seiner unkrautvernichtenden Wirkung die Käufer überzeugen. Der Hersteller ist bekannt für seine Unkrautvernichtungsmittel, sodass auch bei diesem Produkt die gewünschte Wirkung nicht lange auf sich warten lässt.
Dazu enthält dieser Rasendünger mit Unkrautvernichter eine klassische, sinnvolle Kombination der drei wichtigsten Nährstoffe für das Düngen des Rasens. Mit 100 Tagen Langzeitwirkung ist dabei eine regelmäßige, aber nicht zu häufige Ausbringung erforderlich. Der Rasen wird bei sachgemäßer Anwendung saftig grün, wie die Nutzer berichten, und auch hartnäckiges Unkraut, Löwenzahn und Klee werden zuverlässig beseitigt.
Einige Käufer berichten jedoch, dass sie Schwierigkeiten mit der Dosierung hatten und sich das Produkt nicht immer gleichmäßig ausbringen ließ. Vor allem beim Verteilen mit einem Streuwagen neigte das Granulat in Einzelfällen dazu, die Öffnungen zu verstopfen.
Auffällig war einigen Erfahrungsberichten nach auch der unangenehme Geruch, der nach der Anwendung des Roundup Rasen-Unkrautfrei Rasendünger noch einige Zeit wahrnehmbar war.

Vorteile:
  • zuverlässige Wirkung gegen Unkraut
  • sinnvolle Kombination der NPK-Wirkstoffe
  • ergiebiges Granulat (für 450 m²)
  • gute Düngewirkung für saftig, grünen Rasen
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile:
  • gelegentlich unangenehmer Geruch
  • gelegentlich herausfordernde Dosierung/Ausbringung

Rasendünger mit Unkrautvernichter kaufen – Was man vor dem Kauf wissen muss

Ein dicht gewachsener Rasen in saftigem Grün ist der Traum eines jeden Gärtners. Bei der Rasenpflege wird aber schnell klar, dass die Qualität des Rasens mit den gewählten Pflegeprodukten steht und fällt.

Rasendünger mit Unkrautvernichter machen da keine Ausnahme. Im Gegenteil kann die falsche Wahl oder Anwendung dieser Spezialprodukte mit ihren vielen Inhaltsstoffen und ihrer starken Wirkungsweise zu schweren Schäden bis zur totalen Vernichtung des Rasens führen.

Bei der Wahl eines Kombinationsproduktes ist deswegen genau wie bei der Verwendung höchste Vorsicht geboten. Wer sich vor dem Kauf gut informiert und bei der Anwendung keine Fehler macht, wird dafür mit einem gesunden, grünen Rasen belohnt und kann bei der Pflege Zeit und Geld sparen.

Rasendünger mit Unkrautvernichter sind bei korrekter Anwendung sinnvolle Pflegeprodukte für den Rasen. Den Vorteilen der Produkte stehen jedoch auch einige Nachteile gegenüber.

Vorteile:

  • einfache Anwendung mit Streuwagen oder von Hand
  • Zeitersparnis durch Doppelwirkung
  • Lücken durch absterbende Unkräuter werden schnell geschlossen
  • zumeist ungefährlich für Bienen und Insekten (Herstellerangaben beachten)
  • Preisersparnis: Kombipräparate sind meist günstiger als zwei separate Produkte

Nachteile:

  • Falsche Dosierung führt zu schweren Schäden
  • hohe Auflagen und Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
  • häufig unvollständige Herstellerangaben zu Inhaltsstoffen
  • Nährstoffzusammensetzung nicht für alle Rasenarten gleich gut geeignet

Welche Arten von Rasendünger mit Unkrautvernichter gibt es?

Rasendünger mit Unkrautvernichter sind üblicherweise als festes Granulat erhältlich, das sich leicht ausbringen lässt. Einige Produkte werden auch in Pulverform angeboten. Flüssigen Rasendünger mit Unkrautvernichter findet man im Sortiment der gängigen Hersteller hingegen nicht.

Wie bei allen anderen Düngeprodukten auch unterscheidet man bei der Düngekomponente der Produkte zwischen mineralischen und organischen Inhaltsstoffen. Organische Rasendünger bestehen aus Naturmaterialien und können neben Hornspänen beispielsweise Pflanzenstoffe, Mikroorganismen oder Kompost enthalten.

Die Produkte sind biologisch abbaubar und weder umwelt- noch bienengefährlich. Nicht alle organischen Rasendünger mit Unkrautvernichter sind vegan; es können tierische Nebenbestandteile enthalten sein.

Bei mineralischen Rasendüngern mit Unkrautvernichter ist die Düngekomponente chemischen Ursprungs. In der Nährstoffzusammensetzung und auch in der Anwendung ähneln die Produkte sich. Ihre Wirkungsweise ist jedoch eine andere.

Bei der organischen Variante wird das Unkraut regelrecht verdrängt, weil das Wurzelwerk der Rasenpflanzen gestärkt wird. Auf diese Weise wirken sowohl organische Kombiprodukte als auch normale Rasendünger zumindest begrenzt gegen Moos und Unkraut.

Mineralische Rasendünger mit Unkrautvernichter enthalten hingegen Herbizide, die Unkräuter sehr selektiv absterben lassen, ohne den Rasen zu schädigen. Bei starkem und hartnäckigem Befall sind sie manchmal die einzig sinnvolle Lösung.

Vor- und Nachteile von organischem Rasendünger mit Unkrautvernichter

Vorteile

  • umweltschonende Zusammensetzung
  • für Kinder und Haustiere ungiftig
  • einfacher zu dosieren (geringere Gefahr der Überdüngung)
  • rasenschonend

Nachteile

  • langsamer Wirkungseintritt (oft erst nach mehreren Wochen)
  • geringere Effektivität (Rasen wird nicht so grün)
  • häufig unangenehmer Geruch

Vor- und Nachteile von mineralischem Rasendünger mit Unkrautvernichter

Vorteile

  • schneller Wirkungseintritt
  • hoch effektiv (kräftig grüner, saftiger Rasen)
  • vergleichsweise günstig

Nachteile

  • hohes Risiko der Überdüngung
  • muss sehr gleichmäßig verteilt werden (sonst drohen Rasenschäden)
  • für Kinder und Haustiere nicht unbedenklich

Inhaltsstoffe von Rasendünger mit Unkrautvernichter

Alle auf dem Markt erhältlichen Rasendünger mit Unkrautvernichter unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften. Bei falscher Anwendung können die Produkte zu einer hohen Belastung des Grundwassers führen und gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier verursachen.

Obwohl die Auswahl auf dem Markt groß ist, unterscheiden sich die Produkte der verschiedenen Hersteller nur minimal voneinander. Während die Düngekomponente meist ein klassischer NPK-Dünger mit variabler Zusammensetzung der Nährstoffe ist, kommen als Unkrautvernichter in allen Produkten Dicamba und 2,4-D zum Einsatz. Durch die gesetzlichen Vorgaben ist der Wirkstoffgehalt des Unkrautvernichters bei fast allen Produkten identisch.

Beide Substanzen werden in Kombination verwendet und gehören zur Wirkstoffgruppe der Auxine. Diese synthetisch hergestellten Phytohormone können schon bei sehr geringer Dosierung eine hohe Wirkung entfalten.

Da der Einsatz von Phytohormonen im Garten nicht unproblematisch ist, werden alle Produkte mit diesen Inhaltsstoffen durch das Pflanzenschutzgesetz reglementiert. Wer sich für den Einsatz eines Rasendüngers mit Unkrautvernichter entscheidet, muss bei der Anwendung eine Vielzahl an Auflagen erfüllen.

Die wichtigsten sind:

  • nicht im Ansaatjahr verwenden
  • darf nicht in die Kanalisation gelangen
  • nicht in der Nähe von Gewässern und Küsten verwenden
  • bei der Ausbringung Handschuhe tragen
  • anfallendes Mähgut darf nicht verfüttert werden
  • Haustiere dürfen während und kurz nach der Anwendung den Rasen nicht betreten
  • Kinder sollten sicherheitshalber ebenfalls dem Rasen fernbleiben

So wirkt Rasendünger mit Unkrautvernichter

Der Hauptwirkstoff in mineralischen Unkrautvernichtern mit Rasendünger ist Dicamba. Der Stoff wirkt sehr selektiv gegen zweikeimblättrige Pflanzen (Dicotyledonae). Zu dieser Gruppe gehören neben den unerwünschten Unkräutern auch Laubbäume und Blütenpflanzen.

Weil der Wirkstoff einkeimblättrigen Pflanzen wie Gräsern und Rasenpflanzen nichts anhaben kann, ist Dicamba zur Unkrautbekämpfung im Rasen ideal geeignet.

Wichtig zu wissen: Rasendünger mit Unkrautvernichter können große Schäden in Blumenbeeten oder an Kübelpflanzen anrichten, wenn diese aus Versehen mit dem Produkt in Kontakt kommen. Bei der Ausbringung sollte man deswegen vor allem in der Nähe von Blumenbeeten sehr vorsichtig sein.

Checkliste für die richtige Anwendung von Rasendüngern mit Unkrautvernichter

Rasendünger mit Unkrautvernichter verfügen über eine festgelegte Wirkstoffmenge pro Gramm Granulat. Diese abgestimmte Kombination ist nicht für alle Rasenflächen gleich gut geeignet. Vor dem Kauf eines Rasendüngers mit Unkrautvernichter sollten die Bedürfnisse des Rasens unter die Lupe genommen werden.

Außerdem ist zu beachten, dass die Produkte nicht in beliebiger Menge ins Erdreich eingebracht werden dürfen. Mit der Wirkstoffmenge sind Gärtner deswegen durch die Gesetze limitiert.

Rasendünger mit Unkrautvernichter sind üblicherweise als festes Granulat erhältlich, das sich leicht ausbringen lässt. Einige Produkte werden auch in Pulverform angeboten. Flüssigen Rasendünger mit Unkrautvernichter findet man im Sortiment der gängigen Hersteller hingegen nicht.

Für eine gleichmäßige Verteilung verwendet man auf großen Rasenflächen am besten einen Streuwagen mit einstellbarer Ausgabemenge. Aus den Herstellerangaben lässt sich entnehmen, welche Menge pro Quadratmeter Rasen ausgebracht werden sollte.

Bitte beachten: Die Dosierungsangaben des Herstellers sind keine ungefähren Richtwerte sondern stellen die absolute Höchstgrenze dar. Gerade bei mineralischen Rasendüngern besteht die Gefahr der Überdüngung. Dabei kann er Rasen regelrecht verbrennen.

Alternativ können Rasendünger mit Unkrautvernichter von Hand oder mit einem Handstreuer ausgebracht werden. In jedem Fall sollte man auch hier auf ein Gerät mit Streumengenregulierung achten.

Schleuderstreuer sollten nur dort eingesetzt werden, wo der Rasen nicht an weitere Bepflanzung angrenzt. Zu groß ist die Gefahr, dass die unpräzise Art der Verteilung Blumenbeete, Bäume oder die Hecken erreicht. Enthält das Produkt Eisen-II-Sulfat, können außerdem Rostflecken entstehen.

Trotz der vielen Auflagen und Bestimmungen können Rasendünger mit Unkrautvernichter nutzbringend und sicher angewendet werden. Bei der Wahl des richtigen Produktes hilft folgende Checkliste.

  • Wieviel Dünger enthält die Menge Produkt, die pro Quadratmeter ausgebracht werden darf?
  • Wie ist die Zusammensetzung der Düngekomponente?
  • Wie wird der Rasen genutzt und wie ist sein Zustand?
  • Passen die Inhaltsstoffe, ihre Dosierung und ihre Kombination zum Bedarf des Rasens?
  • Ist das gewählte Produkt gegen die vorhandenen Unkräuter wirksam?

Die richtige Anwendung von Rasendünger mit Unkrautvernichter

Der ideale Zeitpunkt für die Ausbringung der Produkte ist das Frühjahr. Zwischen März und September benötigt der Rasen für ein gesundes Wachstum viele Nährstoffe, während das Unkraut noch besonders anfällig für die Herbizide im Produkt sind. In jedem Fall sollte jedoch die Herstellerangabe beachtet werden.

Rasen Langzeitdünger mit Unkrautvernichter sorgen außerdem dafür, dass die Wirkung einige Wochen lang anhält und der Rasen vor einem erneuten Befall geschützt wird.

Der Wirkungseintritt von Rasendüngern mit Unkrautvernichtern variiert je nach Produkt. Bei organischen Düngern lässt die Wirkung mehrere Wochen auf sich warten. Die Wirkung von chemischen Herbiziden lässt sich hingegen deutlich schneller beobachten: Bereits nach 7 – 10 Tagen ist der Effekt erkennbar.

Auch weil durch das absterbende Unkraut Lücken im Rasen entstehen, ist die Anwendung im Frühjahr durchaus sinnvoll: Durch den Wachstumsschub in den wärmeren Monaten werden die kahlen Stellen schnell geschlossen. Ein dichtes Wachstum schützt weiterhin nachhaltig vor erneutem Wachstum unerwünschter Pflanzen im Rasen.

Rasendünger sind je nach Unkrautart unterschiedlich gut wirksam. Viele Hersteller machen jedoch keine Angabe darüber, gegen welches Unkraut das individuelle Produkt wirkt.

Allgemein lässt sich trotzdem als grobe Richtlinie festhalten, dass alle Produkte gegen bestimmte Pflanzenarten besser wirken als gegen andere.

  • Gute Wirksamkeit: Vogelknöterich, Gänsedistel- und Wegericharten, Hopfenklee, Löwenzahn, Hornkraut, Gemeine Schafgarbe
  • Mittlere Wirksamkeit: Ackerwinde, Weißklee, Ackerschachtelhalm, Gänseblümchen, Vogelsternmiere, Ehrenpreis, Fingerkraut, Taubnessel, Ampfer
  • Geringe Wirksamkeit: Weißer Gänsefuß, Kriechender Hahnenfuß, Herbstlöwenzahn, Kleinblütiges Knopfkraut, Gemeine Braunelle

Im Sinne des Gewässer- und Umweltschutzes muss bei der Ausbringung der Produkte die Witterung beachtet werden. Starker Regen schwemmt die hormonellen Inhaltsstoffe aus dem Granulat. Das führt zu einer deutlich reduzierten Wirksamkeit des Unkrautvernichters.

Bei anhaltender Trockenheit reichern sich hingegen die Wirkstoffe im Boden an und führen langfristig zu Schäden an den Rasenpflanzen. Idealerweise werden die Produkte am Morgen auf taunassem Rasen angewendet. An diesem Tag und auch an dem darauffolgenden Tag sollte es möglichst nicht regnen, damit die Inhaltsstoffe ihre Wirkung entfalten können.

Sollte es auch im Anschluss nicht regnen, muss der Rasen anschließend bewässert werden. Im Ansaatjahr sollten Rasendünger mit Unkrautvernichter nicht verwendet werden, da sie die jungen Rasenpflanzen schädigen oder vernichten können.

Rasendünger mit Unkrautvernichter sollten außerdem nur zwischen Mai und September bei nicht zu heißer Witterung ausgebracht werden. Der letzte Rasenschnitt muss mindestens 2-3 Tage vorher stattfinden.

Wie sinnvoll sind Rasendünger mit Unkrautvernichter?

An den Warnhinweisen und den teils problematischen Inhaltsstoffen lässt sich ablesen, dass Rasendünger mit Unkrautvernichter nur in die Hände eines erfahrenen Gärtners gehören. Obwohl die Anwendung denkbar einfach ist und die angebotenen Produkte über sehr ähnliche Zusammensetzung verfügen, ist die richtige Auswahl und Anwendung nicht ganz einfach.

Neben den unkrautvernichtenden Wirkstoffen 2,3-D und Dicamba spielt auch die Zusammensetzung des Düngers eine Rolle. Dieser sollte über die klassischen NPK-Kombination verfügen. Stickstoff, Phosphat und Kalium müssen dabei in einer für den individuellen Rasen geeigneten Kombination vorliegen.

Wer einen Rasendünger mit Unkrautvernichter kaufen will, steht außerdem häufig vor dem Problem, dass die Hersteller  keine genauen Angaben zur Zusammensetzung der Düngekomponente machen.

Selbst bei vorhandenen Angaben sind viele Hobbygärtner jedoch mit den Zahlen überfordert. Zudem enthalten viele Rasendünger mit Unkrautvernichter weitere Inhaltsstoffe wie Magnesium oder Eisen-II-Sulfat, deren Einsatz nicht immer sinnvoll ist.

Wie der Dünger des Produktes idealerweise zusammengesetzt sein sollte, ist individuell vom Rasen und seiner Nutzungsart abhängig.

  • Zierrasen: 10-25 Stickstoff (N), 3-5 Phosphor (P) und 3-5 Kalium (K)
  • Sportrasen: 15-35 Stickstoff (N), 5-10 Phosphor (P), 10-25 Kalium (K)
  • Gebrauchsrasen: 5-25 Stickstoff (N), 5-25 Phosphor (P) und 5-15 Kalium (K)

So entfernt man Moos aus dem Rasen

Viele Gärtner empfinden auch Moos im Rasen als Unkraut. Mit herkömmlichen Rasendüngern mit Unkrautvernichter lassen sich Moose jedoch nicht bekämpfen. Hier muss zu einem Spezialprodukt gegen Moos oder zu einem 3-in-1 Rasendünger mit Unkrautvernichter und Moosvernichter gegriffen werden.

Die Ursache für einen vermoosten Rasen können vielfältig sein. Feuchte, lehmreiche Böden tragen ebenso zu einem vermehrten Wachstum von Moos im Rasen bei wie Nährstoffmängel, Schatten (z. B. unter Bäumen) und ein zu geringer pH-Wert.

Um den Rasen vom Moos zu befreien, sollte man ihn zunächst mit einer Harke bearbeiten. Auch mit einem Vertikutierer kann das Moos mechanisch entfernt werden.

Anschließend muss der Rasen mit einem guten Dünger versorgt werden, um insbesondere den Mangel an Stickstoff zu beheben. Kräftig und dicht wachsende Graswurzeln bieten die beste Grundlage dafür, um Moos im Rasen dauerhaft zu vermeiden.

Alternativprodukte

Rasendünger mit Unkrautvernichter sind bei vielen Gärtnern beliebt, weil sie zwei Arbeitsschritte mit einem Produkt erledigen können. Nicht immer findet sich jedoch das passende Produkt für den eigenen Rasen oder die Bedenken gegen einen oder mehrere Inhaltsstoffe überwiegen die Vorteile der Anwendung.
Für diese Fälle gibt es Alternativen zum Rasendünger mit Unkrautvernichter, die wir hier kurz vorstellen.

  • Unkrautstecher: Eine mühsame aber auch besonders gründliche Methode ist das manuellen Ausstechen von Unkraut. Bei starkem Befall ist das für viele Gärtner jedoch keine Option mehr. Vereinzelte Wildkräuter wie Schafgarbe und Löwenzahn lassen sich mit einem Unkrautstecher leicht aus dem Rasen entfernen.
  • Vertikutierer: Wie bereits erwähnt kann regelmäßiges Vertikutieren Moos und Unkraut aus dem Rasen entfernen. Gleichzeitig wird der Rasen belüftet und mit Sauerstoff versorgt. Einer starken Unkrautbildung wird so vorgebeugt. Beim Vertikutieren können teppichbildende Pflanzen wie z. B. Klee besonders gut entfernt werden.
  • Rasenkalk: Wie bereits erwähnt kann ein zu geringer pH-Wert im Boden für ein vermehrtes Wachstum von Moos sorgen. Mit Rasenkalk können Gärtner den optimalen pH-Wert für den Rasen wiederherstellen. Weil Moos einen sauren Boden bevorzugt und Kalk basisch wirkt, hilft eine regelmäßige Anwendung bei der Vermeidung von Moosbildung.
  • Separate Anwendung von Rasendünger, Unkrautvernichtungsmittel und Moosvernichter: Auch wenn die Kombinationsprodukte auf den ersten Blick sehr praktisch sind, bieten sie nicht in jedem Fall die beste Wirkungsweise. Wer Rasendünger, Unkrautvernichter und Moosvernichter separat anwendet, kann besonders gut auf die Bedürfnisse seines Rasens eingehen.
  • Lücken rasch auffüllen: Nach der Entfernung von Unkräutern können im Rasen größere Lücken entstehen, die erneutem Wachstum den Weg ebnen. Während sich kleinere Lücken in der Regel von selbst schließen, sollte man bei größeren Flächen Rasensamen nachsäen, um eine dichte Grasnarbe zu erzielen.

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Letzte Aktualisierung am 6.12.2021 um 19:06 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API