Hundefreundlicher Garten – So wird der Garten zum Hundeparadies

Es kann sowohl für den Hund als auch für seinen Besitzer eine wunderbare Bereicherung sein, wenn man dem Vierbeiner einen Garten zur Verfügung stellen kann. Dort können Hunde ohne Leine rennen und toben und ganz einfach „Hund sein“. Mit der Gestaltung des Gartens kann man viel dazu beitragen, dass Mensch und Hund sich dort gemeinsam wohlfühlen. Dabei ist nicht nur wichtig, den Garten hundefreundlich anzulegen, sondern auch auf Fragen der Sicherheit zu achten und dem Hund Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.

Wer in ein Haus oder eine Wohnung mit Garten zieht, seinen Garten neu gestalten möchte oder zum ersten Mal einen Hund halten wird, kann mit den folgenden Tipps den heimischen Garten zu einem echten Hundeparadies machen.

Infografik:

Die Hundehaltung und der Garten: Fakten und Hintergründe

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren. Ein Garten ist für die Hundehaltung zwar nicht zwangsläufig nötig, kann aber viel zur Lebensqualität von Hund und Besitzer beitragen. Die folgenden Punkte können interessant für alle Hundebesitzer mit Garten sein.

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren

In fast jedem zweiten deutschen Haushalt lebt ein Haustier: Insgesamt mehr als 30 Millionen Katzen, Hunde, Vögel und Kleintiere. Nach den Katzen liegen die Hunde auf Platz zwei der beliebtesten Haustiere. In durchschnittlich jedem sechsten Haushalt lebt hierzulande ein Hund, oder sogar zwei oder mehr. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 8,6 Millionen Hunde (1).

Etwa zwei Drittel dieser Hunde sind Rassehunde, ein Drittel Mischlinge. Die beliebtesten Rassen sind laut Zuchtstatistik des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) schon seit vielen Jahren der Dackel und der Deutsche Schäferhund (2). Auf Platz drei folgt der Deutsch Drahthaar, der oft von Jägern gehalten wird. Dahinter liegen viele typische Familienhunde wie der Labrador Retriever, der Golden Retriever, der Pudel und Kleinhunde wie Chihuahua, Cavalier King Charles Spaniel oder Sheltie (Shetland Sheepdog).

Garten für Hundebesitzer: Viele Vorteile

Einen Hund kann man selbstverständlich auch ohne Garten halten. Doch unbestritten hat das eigene, eingezäunte Grundstück viele Vorteile für den Hundebesitzer:

  • Wenn der Hund Durchfall hat, der Besitzer krank ist oder sich das Gassigehen verschiebt, bietet der Garten die Möglichkeit, den Hund dort kurz sein Geschäft erledigen zu lassen.
  • Zieht ein Hund aus einem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz ein, kann ein Garten in der ersten Zeit sicheren Auslauf bieten, wenn der Neuankömmling vielleicht noch ängstlich und mit Gassigehen überfordert ist.
  • Hunde mit starkem Jagdtrieb oder die aus anderen Gründen in Wald und Feld nicht ohne Leine laufen dürfen, können im Garten frei rennen, toben und spielen.
  • Wildes Spiel und das Werfen von Bällen kann man nach draußen verlagern, während Hundebesitzer ohne Garten entweder beim Gassigang oder drinnen mit dem Hund spielen müssen.
  • Im Garten lässt sich eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen, um einen Hund artgerecht auszulasten. Beispiele und Tipps finden sich im Kapitel „Beschäftigung, Spiel und Spaß“.

Ein Garten kann also die Lebensqualität für Hund und Halter steigern und in einigen Punkte, gerade wenn ein Welpe einzieht, den Alltag erleichtern. Doch kann ein Garten auch das Gassigehen – zumindest zum Teil – ersetzen?

Kann der Garten den Gassigang ersetzen?

Würde man verschiedene Hundehalter fragen, ob der Garten das Gassigehen ersetzen kann, bekäme man sicher die unterschiedlichsten Antworten. Experten und Trainer sind sich jedoch einig: Ganz ersetzen kann ein Garten das Gassigehen natürlich nicht. Der Hund braucht Input und muss Neues sehen. Das gilt besonders auch für Welpen, die für die Sozialisation viele verschieden Eindrücke und Begegnungen brauchen.

Draußen kann der Hund „Zeitung lesen“, erschnüffeln welche anderen Hunde in seinem Revier unterwegs waren und seine Nase sehr intensiv einsetzen. Das lastet aus, macht zufrieden und gehört zum „Hundsein“ einfach dazu. Der Garten kann noch so groß und spannend gestaltet sein – er bietet aus Hundesicht doch kaum Abwechslung. Bei zu seltenen Spaziergängen kann vorkommen, dass der Hund sich seine Abwechslung dann selbst sucht – was meist nicht im Sinne des Besitzers ist (Buddeln, Äste abreißen, Passanten verbellen usw.).

Was Hundebesitzer bei dieser Frage noch beachten sollten: Soll und darf der Hund sein Geschäft überhaupt im Garten erledigen? Wenn ja, dann kann der Garten auf jeden Fall das kurze Um-den-Block-gehen (zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen) ersetzen. Wie man eine gesonderte „Pipiecke“ im Garten anlegen kann, wird im Kapitel „Gartengestaltung: Verschiedene Bereiche im Garten schaffen“ beschrieben.

Rechtliches: Was sollten Hundebesitzer beachten?

Für die Hundehaltung gelten eine ganze Reihe von Gesetzen und Verordnungen. Einer der wichtigsten Punkte: Es sollte eine Hundehaftpflicht-Versicherung abgeschlossen werden. Diese ist in manchen Bundesländern Pflicht, in anderen eine freiwillige Maßnahme. Sie deckt Schäden ab, die durch den Hund entstanden sind. Zudem sollten Hundebesitzer auch daran denken, den Hund steuerpflichtig bei der Stadt oder Gemeinde anzumelden.

Wer eine Rasse halten möchte, für die es besondere Auflagen gibt (die sogenannten Kampfhunde), sollte sich immer genau erkundigen, welche Regelungen in seinem Bundesland speziell zutreffen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Hundebesitzer mit Garten ist das Bellen. Hier sollte es bestenfalls gar nicht dazu kommen, dass rechtliche Regelungen greifen müssen und das nachbarschaftliche Verhältnis leidet. Bellt ein neuer Hund anfangs aus Unsicherheit vielleicht noch viel, kann es helfen, den Nachbarn dies zu erklären und zu versichern, dass man mit dem Hund trainiert. Am einfachsten verhindert man Bellen oft, indem man den Hund nicht für längere Zeit unbeaufsichtigt im Garten lässt. Gegen Bellen am Zaun kann auch ein Sichtschutz helfen (mehr dazu im Kapitel „Sicherheit im Garten“).

Quellen:

Gartengestaltung: Verschiedene Bereiche im Garten schaffen

Wer erstmals einen Welpen oder einen erwachsenen Hund bei sich aufnimmt, macht sich oft Gedanken über die optimale Gestaltung des Gartens. Vielleicht steht auch ein Umzug an oder der Garten soll völlig neu umgestaltet werden? In solchen Fällen bietet es sich an, bestimmte Bereiche im Garten zu schaffen.

Rasenfläche zum Toben und Rennen

Damit ein Hund im Garten rennen und spielen kann, sollte genügend freie Fläche vorhanden sein. Meist ist dies eine Rasenfläche.

Welcher Rasen eignet sich? 

Wird der Rasen neu angelegt, sollten Hundehalter eine robuste Rasensorte wählen, wie zum Beispiel einen Spiel- oder Sportrasen. Man sollte sich darauf einstellen, dass vor allem bei einem größeren und aktiven Hund möglicherweise kein perfekter Zierrasen möglich sein wird. Vorsicht gilt beim Düngen des Rasens (mehr dazu im Kapitel „Sicherheit im Garten“).

Gras fressen bei Hunden?

Jeder Hund frisst hin und wieder Gras. Das ist ein natürliches Verhalten, hilft gegen Verdauungsbeschwerden und liefert Ballaststoffe. Bedenklich ist nur sehr exzessives Fressen von Gras, das zu Magen-Darm-Problemen führen kann. Für Hunde, die nur hin und wieder Gras zupfen, können Hundebesitzer bewusst eine Ecke mit höherem Gras stehen lassen.

Buddelecken

Es gibt Hunde, die buddeln nie. Andere sehen darin ihre Lieblingsbeschäftigung und sind kaum davon abzuhalten. Für solche Buddel-Fans kann es sinnvoll sein, eine separate Buddelecke einzurichten. Buddelt der Hund an anderer Stelle, sollte man ihn freudig animieren, stattdessen in der Buddelecke weiterzumachen. Niemals sollte man ihn streng oder als Strafe zur Buddelecke führen, damit der Hund die Ecke freiwillig nutzt.

Die Buddelecke …

  • … sollte groß genug sein (mehrfache Länge des Hundes)
  • … zum Buddeln anregen durch eine tiefe Schicht lose Erde, Laub und Sand
  • … kann ein Bereich im Garten oder eine große Kiste / Sandkasten sein
  • … im Hochsommer nicht in der prallen Sonne liegen
Gartenbesitzern sollte aber klar sein: Ein Hund, der sehr gern buddelt, wird vielleicht auch trotz Buddelecke die Beete nicht in Ruhe lassen. Hier kann eine Tabuzone helfen (siehe unten).

Hundetoilette (Kotecke)

Darf der Hund sein Geschäft im Garten verrichten, kann eine separate Ecke dafür sinnvoll sein. So verursacht der Urin keine gelben Flecken im Rasen und der Hundekot landet immer an der gleichen Stelle.

Die Hundetoilette …

  • … sollte für den Hund deutlich abgegrenzt sein.
  • … ist für den Hund besonders intuitiv zu nutzen, wenn man eine Ecke wählt, in der er sowieso freiwillig oft sein Geschäft macht.
  • …. kann als Oberfläche mit Rasen, Erde, Sand oder Rindenmulch bedeckt sein.
  • … sollte vor allem bei Rüden auch Büsche oder Bäume enthalten, um daran das Bein zu heben.
  • … sollte immer positiv aufgebaut werden, ähnlich wie das Stubenreinheits-Training beim Welpen. Das heißt: Viel Lob, wenn der Hund in der richtigen Ecke sein Geschäft erledigt. Zur Not kann man anfangs nachhelfen, indem man den Hund einige Tage lang im Garten an der Leine lässt, und ihn zur richtigen Ecke führt.

Schnüffel- und "Lecker-Versteck-Ecken"

Wer einen Hund hat, der sehr gerne Suchspiele macht und seine Nase nutzt, kann dafür eine eigene Ecke im Garten einrichten. Zahlreiche Ideen für solche Suchspiele gibt es im Kapitel „Beschäftigung, Spiel & Spaß“.

Tabuzonen: Welche sind nötig und wie grenzt man sie ab?

Je nach Hund und nach Gartengestaltung sind manchmal Tabuzonen nötig. Einige Hunde buddeln exzessiv. Andere Hunde (gerade Welpen und Junghunde) nagen an Ästen oder beißen in Pflanzen, was Nutzpflanzen zerstören oder im Falle von giftigen Pflanzen den Hund gefährden kann. Beete, Teiche, Bereiche mit teuren Spezialpflanzen oder mit giftigen Pflanzen sollte man deshalb für den Hund als Tabuzone festlegen.

Dies rein über Erziehung zu machen führt oft zu Stress beim Hund und Halter. Es liegt in der Natur des Hundes, dass Grenzen oft nicht mehr als gültig empfunden werden, wenn der Mensch nicht dabei ist. Für den Hund ist es oft auch schwer, Tabuzonen einzuhalten, wenn er gerade spielt oder tobt.

Darum kann es stressfreier für Mensch und Tier sein, wenn man diese Bereiche abgrenzt. Oft reicht eine optische Grenze wie ein niedriger Zaun, eine etwas höhere Beetumrandung oder niedrige Hecken. Wer sicher gehen will, kann solche Bereiche auch hundesicher einzäunen.

Beschäftigung, Spiel und Spaß

Denkt man an einen Hund im Garten, denkt man sofort auch an die Möglichkeiten für Beschäftigung, Spiel und Spaß. Je nach Charakter, Alter und Rasse des Hundes eignen sich ganz unterschiedliche Arten an Spielen und Trainingsarten. Im Folgenden finden Hundebesitzer Informationen über das richtige Maß an Action und viele Ideen für spannende Beschäftigungsmöglichkeiten.

Wie viel Beschäftigung braucht ein Hund?

Für manche reicht es, wenn der Hund regelmäßig Gassi geht und Sitz und Platz beherrscht. Andere tricksen mit dem Hund, gehen zum Hundesport oder nutzen eine ganze Reihe verschiedener Beschäftigungsmöglichkeiten.

Qualität statt Quantität

Wie viel Beschäftigung tut dem Hund gut und wann wird es zu viel? Das hängt sehr stark vom einzelnen Hund und seiner Rasse ab. Gerade für sehr aktive und „arbeitswillige“ Hunde sind neben der Beschäftigung auch Ruhe und die richtige Balance besonders wichtig (1). Statt langer körperlicher Betätigung lastet es den Hund oft genauso gut aus, wenn er für zehn Minuten sein Köpfchen anstrengen muss oder seine Nase intensiv einsetzen muss.

Die richtige Beschäftigung finden

Hunde sind verschieden. Daher sollten Hundebesitzer ihren Hund genau beobachten. Was macht ihm Spaß? Schnüffelt er gerne und viel, lernt er gern neue Tricks, liebt er Intelligenzspiele oder möchte er einfach mit Herrchen oder Frauchen Dinge entdecken und erkunden? Viele Beschäftigungsmöglichkeiten lassen sich daheim gut umsetzen, indem man den Garten hundegerecht gestaltet und Ideen für Spiel, Spaß oder Training dort umsetzt.

Gartengestaltung für Spiel und Beschäftigung

Um dem Hund Möglichkeiten zur Beschäftigung zu bieten, kann man den Garten mit einfachen Mitteln entsprechend gestalten.

Genug Freifläche

Rasenfläche oder eine andere große Fläche macht zahlreiche Beschäftigungen für Hund und Halter möglich. Dort können die Kinder oder auch Erwachsene mit dem Hund rennen, Spielzeuge werfen, Tricks lernen oder Suchspiele machen.

Agilty, Klettern und Erkunden

Wer Agilty als Hundesport in einem Verein betreiben will, kann in einem ausreichend großen Garten eigene Hindernisse aufbauen und dort üben. Allerdings sollten diese dann den für Turniere vorgegebenen Maßen entsprechen und Hund und Halter sollten die richtige Technik beherrschen.

Wer nicht im Verein trainiert, kann sich ganz nach eigenem Geschmack einen improvisierten Parcours erstellen. Je nach Größe, Alter und Fitness des Hundes eignen sich gekaufte Tunnel, Hürden oder Slalomstangen. Es reichen aber auch Stöcke, bei Baumfällarbeiten anfallende Äste oder Baumstämme, Gartenbänke oder Steine, um den Hund zum Hochspringen oder Darüberspringen zu animieren.

Auf Sicherheit achten

Hindernisse sollten sicher sein. Sie dürfen nicht kippen oder einstürzen. Oberflächen sollten rutschfest sein. Zur Sicherheit gehört auch, den Hund nicht zu überlasten. Vor wilden Rennspielen, Sprüngen und scharfen Richtungswechseln sollten die Muskeln bereits aufgewärmt sein. Bei alten Hunden sollte man auf einfache Übungen setzen, die Koordination und Fitness fördern, aber die Gelenke wenig belasten. So kann man einen älteren Hund zum Beispiel langsam über niedrige Hindernisse steigen oder balancieren lassen.

Tipps: Spiele und Hundebeschäftigung im Garten

Im Garten lassen sich viele unterschiedliche Beschäftigungen je nach Interesse, Aktivität und Alter des Hundes realisieren:

Suchspiele

Fast alle Hunde setzen gerne ihre Nase ein, um Dinge zu erschnüffeln. Die Suchobjekte können entweder Leckerbissen sein, aber auch Spielzeuge, ein Dummy oder ein Futterbeutel. Hier sind einige Ideen für Suchspiele, die vielen Hunden großen Spaß machen:

  • Einfache Leckerli-Suche: Während der Hund wartet oder im Haus bleibt, versteckt man im Garten kleine Leckerbissen. Das kann einfaches Trockenfutter sein oder auch etwas besonders Gutes für den Hund (wie Wurststückchen oder besonders beliebte Leckerli). Nach Freigabe darf den Hund den Garten danach absuchen.
  • Leckerli-Regen: Dafür besorgt man sich ein Trockenfutter mit sehr kleinen Kroketten (gibt es im Handel oft für Kleinhund-Rassen zu kaufen) oder teilt Leckerli in sehr kleine Stücke. Davon wirft man eine Handvoll möglichst großflächig auf eine Rasenfläche, und schon ist der Hund einige Minuten lang mit intensivem Schnüffeln und Suchen beschäftigt.
  • SprinklesTM: Eine besondere Variante des oben beschrieben „Leckerli-Regens“ sind die Sprinkles (2). Der Unterschied: Der Hund soll damit zu langem, konzentriertem und ruhigem Schnüffeln animiert werden. Es eignet sich besonders für Hunde, die schlecht zur Ruhe kommen. Man benützt dafür feuchtes, stark riechendes Futter und verteilt kleinste Mini-Häppchen auf einer Rasenfläche, ohne dass der Hund dabei zusieht. Feuchtes Futter sollte es deshalb sein, da dieses stark riechende Spuren im Gras hinterlässt. So schnüffelt der Hund noch lange und konzentriert weiter, wenn alles gefressen ist.
  • Spielzeug, Dummy oder Futterbeutel suchen: Statt Fressbarem kann man für den Hund auch ein Spielzeug, einen Dummy oder einen Futterbeutel verstecken. Für Anfänger ist es oft am einfachsten, wenn der Hund beim Verstecken zusehen darf. Später kann man den Gegenstand auch außer Sicht des Hundes verstecken, sodass der Hund systematisch alles absuchen muss. Wichtig ist dabei: Den Schwierigkeitsgrad nicht zu schnell steigern, sonst frustriert es den Hund.
  • ZOS (Zielobjektsuche): Aufwändiger und anspruchsvoller als einfache Suchspiele ist die Zielobjektsuche, die man sowohl drinnen als auch im Garten durchführen kann. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie die Suche bei Drogenspürhunden. Der Hund muss einen bestimmten Gegenstand am Geruch aufspüren und seinem Besitzer anzeigen (zum Beispiel indem er sich in „Platz“ legt und die Nase möglichst nah an den Gegenstand bringt). Wie das funktioniert und wie man es aufbaut, können interessierte Hundebesitzer zum Beispiel in der Anleitung des Erfinders dieser Methode, Thomas Baumann, nachlesen (3).

Einfache Fährten im Garten legen

In speziellen Kursen wird die Fährtenarbeit im Hundesport angeboten. Einfache Fährten kann man aber auch im heimischen Garten legen. Für erste Versuche sollte man einen Rasenbereich nutzen, über den in den letzten Stunden niemand gelaufen ist. Dann trampelt man als Fährtenbeginn ein Stück Gras (ca. 30 x 30 cm) platt. Von dort geht man in winzigen Schritten etwa fünf Meter geradeaus und legt während dem Gehen (was etwas Übung erfordert) in jeden Fußabdruck ein Leckerchen für den Hund. Am Ende der Fährte trampelt man wieder ein Rasenstück platt und legt darauf mehrere Belohnungsleckerli.

Das Ziel: Der Hund soll jeden Fußabdruck einzeln erschnüffeln. Leine und Geschirr sorgen dafür, dass der Hund nicht zu hektisch über die Fährte hinweg rennt. Der Hund orientiert sich mit der Zeit nicht mehr an den Leckerli, sondern immer mehr an der Spur selbst. Er riecht dabei vor allem das geknickte und zertrampelte Gras und kleinste Bodenverletzungen, zusammen mit den Gerüchen der Schuhe.

Für fortgeschrittene Hunde vergrößert man die Schrittlänge, legt nicht mehr in jeden Schritt eine Belohnung und bereitet immer längere Fährten vor, die auch Kurven nach links und rechts machen.

Apportieren für Anfänger und Fortgeschrittene

Viele Hunde lieben es, geworfene Bälle oder Spielzeuge wieder zum Besitzer zurückzubringen. Wem das zu langweilig ist, der kann sich weitere Apportieraufgaben für seinen Hund überlegen. Man kann Suchspiele einbauen, sodass der Hund das Spielzeug zunächst suchen und dann apportieren muss. Eine gute Trainingsübung für den Hund ist es, dass er nach den Signalen Sitz und Bleib warten muss, während ein Spielzeug geworfen wird. Erst nach einer Weile bekommt der Hund die Freigabe und darf das geworfene Spielzeug holen.

Longieren mit dem Hund

Longieren kennen viele aus dem Pferdesport. Ähnlich kann es auch mit Hunden gemacht werden. Auf einem ausreichend großen Rasenstück markiert man einen Longierkreis, zum Beispiel mit Pylonen oder Stöcken und Absperrband. Ziel ist, dass der Hund außen um den Kreis herum läuft. Zum Einstieg kann man den Hund an der Leine lassen und selbst innen im Kreis gehen, während der Hund für Laufen außerhalb des Kreises gelobt und belohnt wird.

Fortgeschrittene rücken immer weiter nach innen und stehen zuletzt in der Mitte des Kreises. Der Hund läuft bei Meistern dieser Disziplin außen ohne Leine im Kreis, wechselt auf Zuruf die Laufrichtung, stoppt, setzt sich hin oder legt sich hin.
Longieren stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund, da der Hund trotz räumlicher Distanz genau auf jedes Signal achten muss. Es hilft auch dabei, wichtige Dinge zu festigen, die beim Spaziergang im Freilauf nützlich sein können (Stoppen, Sitz und Platz auf Distanz).

Trickdogging, Dogdance & Co.

Fast jeder Hund kann Sitz und Platz, vielleicht auch Männchen machen oder Pfötchen geben. Übt man mehrere und aufwändigere Tricks mit dem Hund ein, spricht man vom Trickdogging. Dogdance ist eine Kombination mehrerer Tricks und Bewegungen von Hund und Halter, die zu Musik nach einer Choreographie ausgeführt werden. Tricks lassen sich bei schönem Wetter sehr gut im Garten üben. Oft ist das sogar ideal, denn für Tricks braucht der Hund sicheren Halt am Boden. Im Garten müssen keine rutschigen Untergründe wie Lanminat oder Fliesen mit Matten bedeckt werden, sondern es steht bereits eine große Fläche mit rutschfestem Untergrund zur Verfügung.

Quellen:

Entspannung für Hunde im Garten

Ebenso wichtig wie Action sind Ruhe und Entspannung. Nicht nur im Haus, auch im Garten lassen sich Liegeplätze, Rückzugsorte und bequeme Ruheplätze schaffen.

Wie viel Ruhe braucht ein Hund?

Mindestens ebenso wichtig wie das richtige Maß an Gassigängen, Auslastung und Beschäftigung ist für Hunde auch die Zeit der Ruhe und Entspannung. Dazu gibt es interessante Studien, die sich mit dem Verhalten von wildlebenden Hundeverwandten oder den Straßenhunden beschäftigen. Dingos, Wölfe und auch Straßenhunde, die ihren Tagesablauf selbst bestimmen können, ruhen bis zu 20 Stunden pro Tag (1).

„Ruhen“ heißt jedoch nicht, dass der Hund tatsächlich 20 Stunden schläft, sondern dass er in dieser nicht aktiv ist. Er kann schlafen, vielleicht auch nur dösen, oder er beobachtet im Liegen seine Umwelt und hält die Nase in den Wind. Einige Hunde ruhen lieber im Haus, andere liegen am liebsten – selbst bei kaltem Wetter – im Garten. Wer als Besitzer oft längere Zeit mit dem Hund im Garten ist oder wer einen Hund hat, der sich sehr gerne draußen aufhält, sollte dafür sorgen, dass der Hund dort bequem seine Ruhephasen verbringen kann.

Ruhe und Entspannung im Garten

Viele Hunde liegen gerne im Garten – manche öfter, manche weniger oft. Einige bevorzugen Sonnenplätze, andere liegen lieber im Schatten. Einige ruhen gerne an zentraler Stelle, wo sie alles im Blick haben. Andere bevorzugen einen ruhigen und geschützten Rückzugsort oder schlafen am liebsten an einem weichen, kuscheligen Platz. Je nach Hund kann man mit einem oder mehreren der folgenden Tipps den passenden Ruheort im Garten schaffen.

Schatten schaffen

Spätestens wenn im Hochsommer die Sonne brennt, bevorzugen meist selbst die größten Sonnenanbeter unter den Hunden einen schattigen und kühlen Platz. Andere Hunde, vor allem wenn sie dichtes Unterfell haben, finden es bei 20 Grad vielleicht schon zu warm.

Darum sollte man im Garten Schattenplätze schaffen, von denen natürlich auch der Hundebesitzer profitieren kann. Damit beschattete Flächen entstehen, gibt es viele Möglichkeiten:

  • Bäume mit dichter Krone: Ideals Schattenspender sind Bäume mit höherem Stamm und dichter Krone. Empfehlenswert sind zum Beispiel der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) mit seinen riesigen Blättern und blauen Blüten oder der pflegeleichte Trompetenbaum (Catalpa bignonioides). 
  • Dachförmige Spaliere: Manche Bäume eignen sich gut dazu, sie durch Schnittmaßnahmen zu einem dachförmigen Spalier heranzuziehen, das einen idealen Schattenspender darstellt. Dafür eignen sich zum Beispiel Platanen.
  • Schirm, Sonnensegel & Co: Bäume benötigen relativ viel Platz und brauchen unter Umständen mehrere Jahre, bis sie zum großen Schattenspender herangewachsen sind. Einfacher und schneller geht es mit Sonnenschirmen. Mehr Schatten spendet ein Sonnensegel. Auch eine Pergola kann ein dekorativer Schattenspender werden, wenn sie mit Weinreben überrankt wird.

Rückzugsorte: Hundehütte & Co.

Früher waren Hundehütten deutlich häufiger als heute, da viele Hunde im Hof oder Garten lebten. Heute sind Hunde fast immer Familienmitglieder, leben im Haus und sind nicht für längere Zeit oder über Nacht draußen.

Eine Hundehütte kann aber dennoch sinnvoll sein. Vor dem Kauf sollte man aber einige Punkte bedenken:

  • Viele Hunden liegen lieber dort, wo sie freie Sicht haben und Vögel, die Nachbarn oder Nachbars Katze beobachten und ihren Garten bewachen können.
  • Geht der Hund überhaupt gerne in Höhlen und Hütten? Einige Hunde lieben geschlossene Rückzugsorte und nehmen Kauknochen am liebsten mit in ihre Hütte, andere meiden enge Höhlen generell.
  • Eine Hundehütte kann auch optisch eine Bereicherung sein, wenn man sie passend zum restlichen Garten auswählt. Allerdings kann passieren, dass der Hund eine sehr dekorative, teure Hütte gar nicht nutzt.
  • Wenn der Hund die Hütte annimmt, kann sie im Sommer Schatten spenden und dem Hund einen sicheren, geschützten Ruheplatz bieten, während seine Besitzer im Garten arbeiten oder auf der Terrasse grillen.
  • Alternativ kann man für den Hund auch günstige Stoffboxen oder Stoffhöhlen auf die Terrasse stellen, die man bei feuchtem Wetter oder über Nacht ins Haus räumt.

Outdoor-Liegeplätze und Decken

Viele Hunde liegen gerne an bestimmten Plätzen im Garten oder auf der Terrasse. Einige bevorzugen den Boden, andere mögen es lieber weich oder sind – vielleicht auch aufgrund ihres Alters – empfindlich gegenüber kühlen Böden.

Hier können Liegeplätze für den Außenbereich eine gute Lösung sein. Es gibt Kissen und Hundekörbchen, die komplett aus wasserabweisendem Material bestehen. Hundekissen und -decken für draußen sind manchmal auch nur auf der Unterseite wasserdicht beschichtet oder besitzen eine isolierende Thermofüllung.

Quellen:

Wasser und sommerliche Abkühlung im Garten

Einige Hunde sind echte Wasserratten und springen bei jedem Wetter ohne zu zögern in jeden See, jeden Bach und jede Pfütze. Andere planschen bei hochsommerlichen Temperaturen gerne im Wasser, schwimmen jedoch nicht. Wieder andere würden freiwillig nicht einmal die Pfotenspitze ins Wasser tauchen. Wer einen wasseraffinen Hund besitzt, der möchte ihm vielleicht auch im Garten Möglichkeiten zum Planschen, Abkühlen oder sogar zum richtigen Schwimmen geben. Dabei sollte man jedoch auf einige wichtige Punkte achten.

Trinkgelegenheiten für den Hund

Viele Hunde trinken gerne draußen und wissen es zu schätzen, wenn auf der Terrasse oder im Garten ein Napf mit frischem Wasser zu finden ist. Allerdings sollte man dabei beachten, dass der Napf nicht dauerhaft in der Sonne steht, da sich sonst schnell Algen bilden. Aus dem gleichen Grund sollte man das Wasser täglich wechseln und den Napf regelmäßig auswaschen, vor allem bei warmen Außentemperaturen. Sonst können sich Bakterien und giftige Algen im Wasser vermehren.

Manche Hunde trinken übrigens besonders gern Regenwasser. Stellt man den Napf im Freien und nicht unter einem Vordach oder einer Markise auf, nehmen Hunde oft gern das Wasser an, das bei einem Gewitter oder starkem Regen im Napf gelandet ist.

Alternativ können auch kleine Bachläufe, Brunnen und Trinkbrunnen als Trinkgelegenheit für Hunde dienen.

Teiche und Schwimmteiche: Was sollten Hundebesitzer beachten?

Ein eigener Teich oder gar ein Schwimmteich ist für viele Garten- und Hundebesitzer ein Traum. Vor allem wenn man in einer Gegend wohnt, wo es nicht viele hundegeeignete Badestellen gibt, könnte man doch ganz einfach im Garten den Hund planschen und schwimmen lassen?

Allerdings kann ein Teich unter Umständen auch Nachteile haben. Folgende Punkte sollte man berücksichtigen, bevor man einen Teich oder Schwimmteich im Garten anlegt:

  • Ein Teich benötigt regelmäßige Pflege und Reinigung.
  • Teichfolie ist empfindlich gegen spitze Hundekrallen. Einen vorhandenen Folienteich kann man umbauen und eine Rampe anlegen, über die der Hund Zugang zum Teich hat. Bei einem neu anzulegenden Teich kann man auf feste Teichwannen ausweichen.
  • Wasserpflanzen, Deko und Technik können leiden, wenn ein Hund durchs Wasser planscht und tobt. Hier sollte man auf robuste und hundesichere Gestaltung achten.
  • An einem Teich siedeln sich häufig einheimische Tiere an. Ist ein Hund jagdlich ambitioniert, sollte man vorsichtig sein. Viele einheimische Amphibien und Reptilien sind geschützt. Einige Kröten und Lurche sondern zudem Kontaktgifte über ihre Haut ab, die beim Hund zu Vergiftungen führen können.
  • Einige Chemikalien zur Wasseraufbereitung (zum Beispiel Mittel gegen Algen) sind giftig für Hunde.

Soll der Hund jederzeit freien Zugang zum Teich haben? 

  • Man kann üben, dass der Hund nur nach Erlaubnis ins Wasser darf. Sehr wasserliebende oder junge, verspielte Hunde halten sich aber im Überschwang vielleicht nicht immer daran. Es kann dann vorkommen, dass der Hund in den Teich springt und dann tropfnass durchs frisch geputzte Wohnzimmer rennt.
  • Der freie Zugang zum Teich kann auch aus Gründen der Sicherheit bedenklich sein. Es gibt Fälle, in denen Hunde sich an Schläuchen der Teichpumpe oder anderer Teichtechnik verhedderten, was im schlimmsten Fall zum Ertrinken führen könnte.

Wie kann man einen Teich sichern?

Wenn der Hund keinen freien Zugang zum Teich haben soll, ist eine Umzäunung die einfachste Lösung. Allerdings ist es auch eine Frage der Ästhetik, ob man mitten im Garten einen (ausreichend hohen) Zaun bauen möchte.

Wer ein großes Grundstück hat, auf dem der Teich sich eher in einem hinteren Abschnitt befindet, der kann den ganzen entsprechenden Gartenbereich abtrennen. Dies kann mit einem Zaun, dekorativen Hecken oder Sichtschutz-Elementen geschehen.

Alternativen zu Teichen: Wannen, Planschbecken & Co.

Nicht jeder kann oder will einen großen Teich mit dem entsprechendem Pflegeaufwand anlegen. Dennoch kann jeder Hundebesitzer für seinen Hund im Garten Gelegenheiten zum Planschen und Abkühlen schaffen. Hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten:

  • Plastikwannen: Für kleine Hunde reichen größere Plastikwannen aus, damit sie ausgelassen darin baden und planschen können. Auch für große Hunde bieten sie eine willkommene Möglichkeit zur Abkühlung. Gut eignen sich hier zum Beispiel die Sandmuscheln, die man für Kinder kaufen kann.
  • Hundeplanschbecken und -pools: Während normale, aufblasbare Kinderplanschbecken oft zu empfindlich für spitze Hundekrallen sind, gibt es im Handel spezielle Hundepools und Hundeplanschbecken mit verstärkten Wänden und robustem Boden.
  • Wasserschlauch: Die einfachste Möglichkeit zur Abkühlung im Sommer ist der Gartenschlauch. Viele Hunde lieben es, dem Wasserstrahl hinterherzurennen, hineinzubeißen und damit zu spielen.
  • Wasserspielzeug für den Gartenschlauch: Es gibt Hundespielzeuge, die an den Wasserschlauch angeschlossen werden können. Bei manchen Modellen kann der Hund zum Beispiel mit den Pfoten auf ein Pedal drücken, woraufhin eine Wasserfontäne hochsprudelt. Doch nicht jeder Hund mag und nutzt so etwas dann auch tatsächlich.

Abkühlung für den Hund im Sommer

Für wasserscheue Hunde oder als zusätzliche Abkühlung im Sommer gibt es viele weitere Möglichkeiten, für Erfrischung zu sorgen:

  • Nasse Handtücher: Feuchte Handtücher können bei großer, hochsommerlicher Hitze Kühlung bringen, wenn man sie in den Schatten legt.
  • Kühlmatten: Im Handel sind verschiedene Versionen von Kühlmatten erhältlich. Einige kühlen passiv durch eine spezielle Gelfüllung, andere muss man anfeuchten oder vor dem Gebrauch für einige Zeit im Kühlschrank „aufladen“.
  • Kühlhalsbänder: Auch Kühlhalsbänder gibt es mit kühlender Gelfüllung oder mit einem Material, das man mit Wasser befeuchten muss. Nicht alle Hunde mögen jedoch die meist relativ breiten und vergleichsweise schweren Halsbänder.
  • Viel Ruhe, wenig Action: Bei extremer Hitze sollte man anstrengende Aktivitäten auf die kühlen Morgen- und Abendstunden legen und den Hund tagsüber viel im Schatten ruhen lassen.

Hundeeis: Rezepte für Eis und Kong-Füllungen

Im Sommer ist in Eis nicht nur für Menschen sondern auch für Hunde eine tolle Erfrischungs-Möglichkeit. Man sollte jedoch beachten, dass viele Hunde das Eis einfach im ganzen herunterschlingen würden, was für Magenverstimmungen sorgen kann.

Ideal ist es, wenn man dafür sorgt, dass der Hund das Eis langsam schleckt. Hier bieten sich Plastikschälchen oder mit einem Loch versehene Spielzeuge aus Naturkautschuk an. Das bekannteste Futterspielzeug ist das der Marke Kong. Man füllt das Hundeeis in den Kong, friert diesen ein und lässt den Hund dann das Eis aus dem Kong schlecken.

Eis für Menschen enthält für Hunde zu viel Zucker. Man kann Hundeeis jedoch sehr einfach aus wenigen Zutaten selbst zubereiten. Folgende Rezepte kann man je nach Lust und Laune frei mischen und kombinieren.

Vier Rezepte für Hundeeis (auch zum Einfüllen in den Kong geeignet):

  • Joghurt-Bananen-Eis: Eine halbe, reife (gern auch überreife) Banane mit der Gabel zerdrücken und mit 100 Gramm Joghurt vermengen.
  • Leberwurst-Karotten-Eis: 1 Esslöffel Leberwurst mit 4 Esslöffeln Babygläschen Karotte (gekochte Karotte, pur) vermischen.
  • Nassfutter-Eis: Die einfachste Variante – einfach ein Nassfutter (Dosenfutter) nach Wahl als Eis einfrieren.
  • Hühnchen-Eis: Etwas aufwändiger, aber heiß begehrt bei fast allen Hunden. Ein Hühnerbrustfilet würfeln und in wenig Wasser in einem kleinen Topf dünsten, dann Fleisch mitsamt Flüssigkeit mit dem Pürierstab pürieren.

Sicherheit im Garten: Gefahrenquellen für Hunde reduzieren

Der Garten soll für den Hund ein Ort sein, an dem er sich ausleben, spielen oder ausruhen kann. Doch leider können in einem Garten auch Gefahren für Hunde lauern. Auf die folgenden Punkte sollten Hundebesitzer achten.

Der hundesichere Gartenzaun

Wer einen Hund hat oder bei wem in Kürze ein Hund einziehen wird, der sollte sich um eine sichere Einzäunung Gedanken machen. Die allerwenigsten Hunde würden Lücken im Zaun oder eine fehlende Umzäunung nicht dafür nutzen, auf Streifzüge zu gehen. Darum reichen Hecken alleine nicht aus, da sie immer Lücken zum Durchschlüpfen bieten. Besonders vorsichtig sollte man bei Welpen sein, bei unsicheren oder ängstlichen Hunde sowie bei sehr kleinen Hunderassen, die durch erstaunlich winzige Lücken passen können.

Darauf sollte man beim Gartenzaun achten:

Zaun kontrollieren: Sind bei Holzzäunen Latten morsch? Wie sieht es mit dem Gartentor aus – hat es unten eine breitere Lücke? Kann der Hund vielleicht sogar Türen öffnen? Sind die Lücken beim Maschendraht so groß, dass der Hund versuchen könnte, sich durchzuzwängen?

  • Zaunhöhe: Die passende Zaunhöhe hängt von mehreren Faktoren ab, die man berücksichtigen sollte. Wie groß ist der Hund? Wie aktiv, springfreudig und „ausbrechgefährdet“ ist der Hund? Und welche Zaunhöhe ist maximal erlaubt (das unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde)?
  • Schutz vor Durchgraben: Es gibt Hunde-Charaktere und bestimmte Rassen, die für ihr Leben gern buddeln. In solchen Fällen sollte ein Zaun auch nach unten gesichert sein. Bei buddelfreudigen Hunden kann man zum Beispiel eine Rasenkante aus Stein unter den Zaun legen oder für ein Fundament sorgen, damit keine Erde zum Graben vorhanden ist. Alternativ kann der Zaun unten zusätzlich mit Kaninchendraht bzw. Maschendraht abgedichtet werden.

Gartenpflege: Darauf sollten Hundebesitzer achten

Bei der Gartenpflege gibt es bestimmte Punkte, auf die man als Hundebesitzer achten sollte:

Dünger

Mineralische Dünger sind für Hunde giftig. Organische Dünger (zum Beispiel Hornspäne) sind weniger schädlich, riechen aber für viele Hunde sehr appetitanregend und werden unter Umständen gefressen. Auch organische Dünger können gefährlich werden, zum Beispiel wenn sie Rizinusschrot enthalten. Daher sollten Hundebesitzer beim Düngen auf einige Punkte achten:

  • Nach dem Ausbringen von Rasendünger, den Rasen gut wässern.
  • Hund nach dem Düngen des Rasens sicherheitshalber für einige Tage nicht auf den Rasen lassen (wenn der Rasen gut gewässert wird oder wenn es geregnet hat, reicht unter Umständen auch nur ein Tag Begehungsverbot).
  • Beim Düngen von Büschen oder Blumen darauf achten, ob der Hund den Dünger fressen will. In dem Fall den Hund vorerst nicht alleine im Garten lassen und von den gedüngten Stellen fernhalten.
  • Dünger immer hundesicher lagern.

Pflanzenschutzmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel

Schneckenkorn oder Rattengift stellen große Gefahren für Hunde dar. Auch bei Mitteln zum Sprühen gegen Unkraut, Pilze, Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge sollte man sich ganz genau informieren, ob diese schädlich für Hunde sein können. Oft gibt es ungiftige Alternativen.

Komposthaufen

Ein Komposthaufen kann für Hunde manchmal unwiderstehlich riechen, doch Kaffeesatz, Kartoffelschalen und viele andere kompostierbare Dinge sollte der Hund besser nicht fressen. Der Komposthaufen sollte deshalb für den Hund unzugänglich sein.

Weitere Gefahrenquellen

Bei der Gartenpflege können unter Umständen weitere Gefahrenquellen für Hunde entstehen. Hundebesitzer sollten Werkzeug mit scharfen Kanten oder Schneidewerkzeuge nicht offen herumliegen lassen und bei gefährlichen Gartenarbeiten darauf achten, dass der Hund sich nicht im Arbeitsbereich aufhält.

Wenn giftige Pflanzen (siehe unten) oder Pflanzen mit Stacheln oder Dornen beschnitten werden, sollten die Pflanzenteile direkt entsorgt werden, damit der Hund nicht damit in Kontakt kommt.

Welche Pflanzen sind giftig für Hunde?

Lebt ein Hund im Haushalt, sollten im Garten möglichst gar keine giftigen Pflanzen verwendet werden. Wenn doch, dann sollte man darauf achten, dass der Hund an diesen nicht herumkaut oder mit Zweigen der Pflanzen spielt.

Besondere Vorsicht bei Welpen

Erwachsene Hunde haben meist wenig Interesse an den Gartenpflanzen. Zieht jedoch ein Welpe ein, sollte man besonders gut aufpassen. Welpen und Junghunde kauen, vor allem im Zahnwechsel, auf fast allem herum, möglicherweise auch auf Blättern, Zweigen oder auf den Blumen im Beet.

Vorsicht beim „Stöckchen holen“

Wenn man für den Hund Stöckchen wirft, sollte man sicher sein, dass die Stöcke nicht von giftigen Bäumen oder Sträuchern stammen. Dazu gehören unter anderem die Eibe, die Robinie, der Holunder, der Goldregen und die Glyzinie.

Diese Pflanzen sind giftig für Hunde

Unter anderem sind folgende, beliebte Gartenpflanzen für Hunde giftig:

Heckenpflanzen wie Kirschlorbeer und Thuja

Heckenpflanzen wie Kirschlorbeer und Thuja

Efeu

Tulpengewächse oder Zwiebelpflanzen wie Tulpe, Krokus, Hyazinthe, Narzisse, Schlüsselblume

Blauer Eisenhut

Engelstrompete

Oleander

Buchsbaum

Rhododendron

Daneben gibt es noch viele andere Pflanzen, die eine Giftwirkung haben können. Bei bestehenden Pflanzen und bei der Neuanschaffung von Pflanzen sollte man sich immer informieren, ob die Gewächse giftig sind.

Welche Gartenfrüchte dürfen Hunde fressen?

Es gibt Hunde, die außer ihrem Hundefutter oder Fleisch nichts anrühren und Gemüse oder Obst verschmähen. Andere fressen recht gerne Früchte oder Gemüse. Viele Hunde mögen zum Beispiel Beerenfrüchte wie Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren, was genauso wie Karotten oder Äpfel in normalen Mengen völlig in Ordnung ist. In großen Mengen können viele Obst- und Gemüsesorten beim Hund Durchfall auslösen.

Es gibt jedoch einige Gartenfrüchte, die man auch in kleineren Mengen nicht mit dem Hund teilen sollte und auf denen Welpen nicht herumkauen sollten.

Schädlich für Hunde sind unter anderem:

Weintrauben

Zwiebelgewächse (Knoblauch, Lauch, Zwiebel)

Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen, Tomaten)

Kerne von Steinobst (Kirschen, Aprikosen, Pflaumen, …), denn sie enthalten Blausäure. Gefährlich sind sie jedoch nur, wenn der Hund sie aufbeißt. Im Ganzen geschluckt kommen sie unverdaut wieder zum Vorschein.

Rohe Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen)

Vergorenes Fallobst


Checklisten: Dos und Donts im hundefreundlichen Garten

Checkliste 1: To-Dos im hundefreundlichen Garten

  • Ausbruchssicherer Zaun, evtl. mit Sichtschutz
  • Genug Freifläche zum Rennen und Spielen
  • Für Schatten und bei Bedarf für einen geschützten Rückzugsort (Hundehütte) sorgen
  • Gartenteiche so anlegen, dass keine Gefahr für den Hund besteht
  • Im Sommer für Abkühlung sorgen, z.B. mit Planschbecken, Hundeeis oder Kühlmatten
  • Bereiche im Garten schaffen, zum Beispiel eine Ecke für Kot und Urin oder ein Platz zum Buddeln
  • Für ausreichende Ruhezeiten und ruhige Plätze sorgen
  • Dem Hund artgerechte und an seine Bedürfnisse angepasst Beschäftigungen bieten, z.B. Suchspiele
  • Mit Humor hinnehmen, wenn der Vierbeiner auch einmal Chaos stiftet, buddelt oder bellt

Checkliste 2: Gefahrenquellen und No-Gos für Hundebesitzer mit Garten

  • Giftpflanzen meiden oder sichern, vor allem bei Welpen und Junghunden
  • Verletzungen vermeiden (Gartengeräte sichern und bei gefährlichen Arbeiten den Hund fernhalten)
  • Vergiftungsgefahr ausschließen durch bewusstes Düngen und Meiden von Pflanzenschutzmitteln
  • Gefährliche Stoffe niemals für den Hund zugänglich lagern
  • Keinen perfekten Zierrasen, fragile Deko oder aufwändige Blumenbeete planen, sondern besser auf robuste Gartengestaltung achten
  • Auch wenn ein Garten viele Vorteile für Hund und Halter hat: Regelmäßiges Gassigehen kann und sollte er nicht ersetzen

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