Eine nachhaltige Gartenparty planen: Diese 7 Punkte solltest du beachten

Eine nachhaltige Gartenparty planen: Diese 7 Punkte solltest du beachten

Nachhaltigkeit bedeutet weitaus mehr als den Verzicht auf Plastikgabeln. Eine nachhaltige Gartenparty ist umweltfreundlich und ressourcenschonend.

Und das Beste:

Es ist überhaupt nicht schwer, auch deine Gartenparty nachhaltiger zu gestalten!

Wie das schon durch ein paar kleine Veränderungen gelingt, zeige ich dir im Folgenden.

Also worauf wartest du?

1. Nachhaltig planen

Alle guten Projekte beginnen mit einem Plan. Wer plant, ist nicht nur weniger gestresst, sondern kauft auch nicht zu viel, zu wenig oder zu teuer.

Nachhaltiges Planen bedeutet:

  • frühzeitig planen
  • anhand einer Gästeliste planen
  • Entscheidungen treffen und die getroffene Pläne befolgen

Stell eine Gästeliste auf

Eine Gästeliste mag für eine kleine Gartenparty unnötig klingen, doch es geht hier um mehr als nur die Anzahl der Eingeladenen.

Gehe deine Gäste im Kopf einmal durch:

  • welche Altersgruppen werden vertreten sein?
  • welche Allergien musst du beachten?
  • Wie sind die Vorlieben, Abneigungen oder Ernährungsstile?

Die Altersgruppen sind wichtig, weil sie bestimmen, was und in welcher Menge gebraucht wird.

Kinder essen weniger, dafür aber nicht alles. Sie wollen in einem Garten spielen und alles anfassen und müssen zu einer bestimmten Zeit ins Bett.

Für Senioren sind barrierefreie und bequeme Sitzmöglichkeiten wichtig.

Allergien beziehen sich nicht nur auf das Essen. Bienenstich- oder Wespenstichallergiker sind dankbar für natürliche Insektenvertreiber in ihrer Nähe und Pollenallergikerinnen möchten kein romantisches Picknick unter einer Birke.

Allergien und Ernährungsgewohnheiten spielen in der Planung eine große Rolle. Gerade seltenere Unverträglichkeiten wie Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) sind schnell vergessen und für Betroffene bleibt auf Sit-Ins dann immer nur das Knabbern an Sellerie und Karotten.

Schreib eine Einkaufsliste

Und zwar nicht irgendeine. Schreib auf, was du brauchst – und wo du es kaufst. So bist du schnell durch die Läden durch und hast am Ende wirklich nur das, was du brauchst.

Dafür musst du natürlich wissen, was du brauchst. Dazu gehört nicht nur, die Menge zu bestimmen, sondern im Vorfeld auch schon zu überlegen, ob du mit Alternativen klüger arbeiten kannst:

Was soll das heißen: mit Alternativen klug kombinieren?

Wenn du für einen Kuchen Quark brauchst, für den Salat Joghurt und für das Dessert Skyr, ist es vielleicht eine Option, für alles nur Joghurt oder nur Quark zu verwenden. So kannst du größere, günstigere Behälter kaufen und hast gleichzeitig nicht hinterher halbvolle Behälter herumstehen.

Auch wenn du insgesamt 15 Eier brauchst, lohnt sich die Überlegung, drei der Eier zu ersetzen und so nur einen Karton geschlossen zu verbrauchen.

All das vermeidet Müll und Lebensmittelverschwendung und spart Geld – es fordert aber auch deine Kreativität heraus und vielleicht rettet es dir irgendwann ein Sonntagsfrühstück, für das du wegen eines leeren Eierkartons auf das Wissen um Alternativen zurückgreifen musst.

Bevor du aber einkaufen gehst: Wirf einen Blick in deine Vorräte! Die beste Einkaufsliste hilft nichts, wenn du hinterher aus Versehen doppelt so viel Mehl hast, wie du eigentlich brauchst.

Mitbringen und Mitnehmen

Auf jeder Party bleiben Reste und dann geht der Tumult los: Hast du das mitgebracht, nimmst du das wieder mit? Wer kann was mit dem Schweinebraten anfangen? Braucht noch jemand zwei halbleere Kartons Saft?

Wenn du im Vorfeld abklärst, wer im Falle von Resten was und wie viel mitnehmen kann, gestaltet sich das Aufbrechen viel stressfreier.

Fordere auch alle konsequent auf, entsprechende Behälter zum Transport mitzubringen. Denn Alufolie trägt wieder zum Müllberg bei und ist zudem nicht die beste Wahl für Lebensmittel. Und von den Plastikdosen, die du dafür verleihst, siehst du bestenfalls die Hälfte wieder.

Besonders umweltfreundlich und einfach zum Transportieren sind übrigens Brotdosen aus Edelstahl. Glasbehälter sind ebenfalls ausgesprochen nachhaltig, aber gleichzeitig sehr schwer.

Wenn du eine Mitbringparty planst, schreibe auf jeden Fall eine Liste, bevor die ersten „Nudelsalat“ rufen können. So vermeidest du eine Nudelsalat-Flut, die nur zu weiterer Lebensmittelverschwendung führt.

2. Nachhaltiges Material verwenden

Die Zeit des tristen Recycling-Grau ist vorbei. Umweltfreundliches Material für Papier, Besteck und Deko ist farbenfroh, fühlt sich toll an und sorgt für ein gutes Gewissen.

Aber Vorsicht: Nicht alles ist nachhaltig, nur weil es einen „Umwelt“-Stempel auf dem Cover hat. Viele haben weite Transportwege auf der Autobahn hinter sich oder werden unter wenig nachhaltigen Bedingungen hergestellt.

Und manche plastikfreie Gegenstände sind nicht für jeden Gebrauch geeignet und können dann sogar schädlich sein.

Plastikgeschirr vermeiden durch natürliche Materialien

Am einfachsten und nachhaltigsten sind natürlich Teller, Becher, Besteck und Schalen aus der eigenen Küche. Aber es kann Gründe geben, auf Keramik zu verzichten:

  • hohe Scherbengefahr, wenn viele Kinder oder Hunde im Garten sind
  • umständlicher Transport, wenn der Garten nicht nah am Haus liegt
  • aus religiösen Gründen oder wegen einer Allergie muss sichergestellt sein, dass kein Kontakt mit bestimmten Lebensmitteln bestand

Geschirr, Besteck, Strohhalme und Einwegverpackungen aus Plastik sind seit 2021 EU-weit untersagt. Doch viele Produkte haben noch immer einen hohen Plastikanteil, meist als Beschichtung, und bieten daher nur wenig ökologischen Mehrwert. Hinschauen lohnt sich also!

Nachhaltige Alternativen werden zum Beispiel aus Zuckerrohr, Bambus oder Palmblättern hergestellt. Holz oder Bio-Kunststoff wird als umweltbewusst verkauft, verliert aber in puncto Nachhaltigkeit.

Die Empfehlung: Palmblätter

Auch Geschirr aus Blättern der Betelnuss-Palme entsteht aus Abfallprodukten der Landwirtschaft und leistet so gleich einen doppelten Beitrag zur Müllvermeidung: Es ist nach Benutzung unproblematisch kompostierbar.

Besonders reizvoll ist die rein mechanische Herstellung: Die Blätter werden gesammelt, gereinigt, getrocknet und in Form gepresst. Das geht schnell und erfordert weder komplizierte Maschinen noch viel Energie.

Es ist somit in mehrfacher Hinsicht nachhaltig effektiv: Auch kleine, lokale Unternehmen können die Produktion schaffen und so eine soziale Nachhaltigkeit erreichen. Zudem hat das Palmblattgeschirr mit der Palmölindustrie nichts zu tun.

Palmblattgeschirr ist aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit wasserabweisend und weicht daher auch als Behälter für Suppen, soßentriefende Speisen oder auch fetthaltige Gerichte nicht durch. Es ist robust genug gegen haushaltsübliche Messer und ist sogar mikrowellentauglich.

Leider sind hier die Transportwege ein großes Manko: Die Palmblätter wachsen in Indien und nicht im Schwarzwald. Das Geschirr hat also immer einen langen Weg hinter sich.

Mal was anderes: Zuckerrohr

Produkte aus Zuckerrohr ähneln Plastikgeschirr, denn sie sind ebenso weiß und ausgesprochen leicht. Sie werden aus den Faserresten in der Zuckerproduktion hergestellt und tragen somit gleichzeitig zur Müllvermeidung bei.

Zuckerrohrgeschirr ist zu 100% biologisch abbaubar und steht dem Plastikgeschirr in der Handhabung in nichts nach. Sie können zu allem geformt werden: Teller, Besteck und Schüsseln. Sogar Frischhaltefolie kann aus Zuckerrohr gewonnen werden!

Auch diese Alternative hat einen langen, schadstoffhaltigen Transportweg hinter sich. Außerdem ist es im Gegensatz zu Palmblättern nur in industriellen Kompostieranlagen und nicht im heimischen Garten kompostierbar.

Kritisch hinsehen: Bambus

Mit Bambus begannen viele Firmen, die nachhaltige Produkte herstellen. Reines Bambusholz ist dabei unproblematisch und wird zu wunderschönen, mehrfach nutzbaren Schüsseln und Tellern verarbeitet.

Einweggeschirr aus Bambus hingegen ist meist aus einem Gemisch aus Bambusmehl und Kunststoff gefertigt, oft handelt es sich dabei um Melaminharz. Bei Kontakt mit Lebensmitteln kommt es zur Abgabe von Schadstoffen, die krebserregend oder nierenschädigend wirken können.

Daher ist der Verkauf von Bambusgeschirr offiziell seit 2020 in der EU verboten, jedoch sind Bestände noch immer vielerorts erhältlich und die meisten Menschen nicht ausreichend informiert.

Finger weg: Bio-Kunststoff

Bio-Kunststoff ist ein Oberbegriff für Kunststoffe, die biologisch abbaubar sind oder aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Das bedeutet, sie sind durchaus auch erdölbasiert oder nicht biologisch abbaubar, was ihre Nachhaltigkeitsbilanz deutlich verschlechtert.

Zudem ist die biologische Abbaubarkeit in der Praxis kaum in einer deutschen Müllverbrennungsanlage möglich. Nicht alle sind kompostierbar und die brauchen länger zum Verrotten als zum Beispiel Küchenabfälle und müssten daher gesondert zum Rotten gelagert werden.

Das ist nicht rentabel, da biologisch abbaubare Bio-Kunststoffe nur einen sehr kleinen Teil des deutschen Mülls ausmachen. Sie werden daher üblicherweise aussortiert und verbrannt.

Bring Farbe ins Spiel: War das mein Glas?

Nachhaltigkeit heißt Mehrfachnutzung – aber bei bunten Abenden verliert sich schnell der Überblick, welches Glas das eigene war. Es folgt der Griff zu einem neuen Glas und der Spülberg wächst wieder ein Stückchen höher.

Abhilfe schaffen Erkennungsmerkmale. Wer nicht durch Zufall ausschließlich einzigartige Gläser besitzt, kann mit kleinen Tricks die Gläser individualisieren.

Gummitwist für Gläser

Bunte Gummibänder sind nicht nur ein schöner Farbklecks, sondern auch sehr inklusiv und gerade für Kinder ideal. Es stärkt ihre Selbstwirksamkeit, selbstständig ihr Glas finden zu können, und sorgt dadurch automatisch auch für ein besseres Trinken, wenn sie nicht immer ihre Eltern fragen müssen.

Gummibänder sind in allen Farben in der Haushaltsabteilung eines Supermarktes zu finden.

Auf Flaschen: Wasserlöslicher Filzstift

Viele greifen auch eben zum schwarzen Marker und schreiben zur Kennzeichnung ihre Namen auf das Flaschenetikett.

Bei Gläsern ist davon aber stark abzuraten. Die Farbe verreibt sich schnell und färbt die Finger oder gerät schlimmstenfalls so ins Getränk.

Weitere plastikfreie Tricks

Auch in anderen Bereichen kann ein kleiner Handgriff viel bewirken:

Kaffeefilter gibt es aus Edelstahl oder Keramik für die Mehrfachnutzung. Sie sind einfach zu säubern und eine tolle Alternative, wenn du keinen Kompost hast.

Tischdecken und Servietten aus Leinen oder Baumwolle erleben eine Renaissance und sind in allen Farben und Designs erhältlich. Nach der Party können sie einfach in die Waschmaschine und sind dann für den nächsten Einsatz bereit.

Es gibt aber auch inzwischen kompostierbare Papierservietten, die jeden Ärger über Fleckenentfernung verpuffen lassen.

Auch Küchenpapier wird auf Partys öfter gebraucht als du denkst. Je mehr Kinder, desto mehr wird umgestoßen – stell ein paar Lappen bereit, die du direkt von der Limonadenlache in die Wäschetrommel werfen kannst.

Nachhaltige Dekoration

Das Auge isst mit: Je nach Anlass ist die Dekoration bei einer Gartenparty nicht nur das Austoben der eigenen Kreativität.

Nachhaltiges Dekorieren umschließt weitaus mehr als die Suche nach umweltfreundlichen Luftballons, Girlanden oder Konfetti. Es kann auch als durchdachtes Lichtkonzept Energie sparen und für eine romantische Atmosphäre sorgen, Müll vermeiden und sogar Mückenschutz bieten.

Tischdeko durch Upcycling

Upcycling verfolgt die Grundidee, dass auch kaputte Dinge schön sein können und ein zweites Leben verdienen. Zerbrochene Vasen, kaputte Elektrogeräte oder unbrauchbare Töpfe: Mit ein wenig Kreativität lässt sich allem neues Leben einhauchen.

Ein Blumentopf aus einem angemalten Topf? Ein ausrangierter Toaster als Besteckhalter? Alles ist denkbar und ein schönes Bastelprojekt gemeinsam mit Kindern, das ihnen gleichzeitig Achtung vor der Umwelt und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit näherbringt.

Natürliche Deko aus dem eigenen Garten

Welche Dekoration bietet sich mehr an als der eigene Garten? Ganz klassisch natürlich Schnittblumen oder Blumentöpfe als bunte Farbkleckse auf den Tischen, aber auch andere Pflanzen machen sich gut.

Kleeblätter geben ein klasse natürliches Konfetti ab, das du großzügig über den Tisch – oder deine Gäste – verteilen kannst.

Stell kleine Sträußchen aus Lavendel oder Rosmarin in ein ausgewaschenes Gurkenglas für duftende Akzente, die gleichzeitig auch noch Mücken fernhalten.

Licht

Abends geht zwangsläufig irgendwann der Party das Licht aus. Nach Sonnenuntergang kleine Kerzenlaternen anzuzünden, die nicht nur auf dem Tisch, sondern auf allen Ebenen verteilt sind, verursacht ein kuscheliges, gemütliches Gefühl.

Lichtverschmutzung gerät immer mehr in den Fokus. Am Earth Day schaltet man deswegen eine Stunde lang abends das Licht aus und bemerkt dann erst richtig, wie hell unsere Zivilisation eigentlich ist.

Einen kleinen, eigenen Beitrag kannst Du leisten, indem du keine Gartenlampen oder -fackeln installierst und entzündest, sondern auf Kerzen setzt. Diese reichen für die meisten Anlässe vollkommen aus und sind für Tiere als natürlichere Lichtquelle angenehmer.

Eine tolle Alternative sind auch Lichterketten oder einzelne Lichter, die solarbetrieben sind. Diese laden sich tagsüber von selber in der Sonne auf und verbrauchen deswegen keinen Strom.

Das einzige, was du hier beachten musst, ist die Vorbereitungszeit – das Solarpanel muss mindestens einen Tag vorher in der Sonne aufgestellt sein, damit die Ladezeit reicht.

3. Nachhaltig essen

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wird immer stark mit Ernährung zusammengedacht. Und das zu recht: Die Nahrungsmittelindustrie verursacht große Umweltprobleme – aber sie bietet dadurch aus das größte Einsparpotential.

Immer mehr Supermärkte greifen den Trend zu nachhaltigem, bewussten Essen auf und machen so eine durchdachte, gesunde Ernährung erschwinglich und unkompliziert.

Einkaufen: Regional, Bio, saisonal

Die Hierarchie für nachhaltiges Einkaufen ist: Regional, saisonal und erst dann Bio. Je mehr Punkte du davon abdeckst, umso besser.

Regional einkaufen

Beim Einkaufen auf Produkte aus der Region zu achten ist aus zwei Gründen nachhaltig:

  • Regionaler Anbau bedeutet kurze Transportwege und so weniger Schadstoffe für die Umwelt
  • Du unterstützt damit deine lokale Wirtschaft und kannst auch auf die Anbau- oder Haltebedingungen vor Ort achten. Du weißt also, wo wirklich Bio drinsteckt!

Lebensmittel aus der Region findet man vor allem auf Wochenmärkten und in Hofläden. In letzter Zeit kennzeichnen aber auch immer mehr Supermärkte ihr Gemüse- und Obstangebot speziell, wenn es aus der umliegenden Landwirtschaft stammt.

Wochenmärkte in deiner Nähe findest du auf der Website deiner Stadt oder deines Stadtteils. An den Ständen erhältst du auch vom Personal häufig noch Ideen für die Zubereitung oder Tipps für Alternativen.

Hast du wenig Zeit für Wochenmärkte, solltest du dich in der Gegend nach einem Bio-Lieferservice umsehen. Das sind Kooperationen mit Bio-Bauernhöfen, die dir deine Einkäufe regelmäßig nach Hause bringen. Da sie mehrere Haushalte beliefern und häufig auf Elektrolieferautos setzen, werden auch hier wieder Transportwege gespart.

Saisonal kochen

Wenn du darauf achtest, vor allem mit saisonalen Lebensmitteln zu arbeiten, hilfst du nicht nur der Umwelt, sondern hast immer Abwechslung auf dem Teller.

Eine Übersicht, welches heimische Gemüse und Obst wann Saison hat, findest du online. Vielleicht ist es auch eine Inspiration für ein kleines Gemüsebeet in deinem eigenen Garten?

Und woran erkenne ich Bio-Lebensmittel?

„Bio“ und „Öko“ sind geschützte Begriffe im Zusammenhang mit Lebensmittel. Doch einige Hersteller umgehen diesen Schutz durch schwammige Bezeichnungen wie „aus kontrolliertem Anbau“, „Naturnahe Landwirtschaft“ oder „unbehandelt“.

Das EU-Bio-Logo kennzeichnet sicher echte Bio- oder Öko-Lebensmittel. Es besteht aus zwölf weißen Sternen auf grünem Hintergrund, die ein Blatt formen.

Was dieses Logo trägt, erfüllt folgende Bedingungen:

  • besteht zu mindestens 95% aus ökologischem Landbau nach EU-Rechtsvorschrift
  • Übereinstimmung mit den Regeln des offiziellen Kontrollprogramms
  • Name des Erzeugerunternehmens und Name oder Kontrollcode der Kontrollstelle sind erkennbar

Auch das deutsche Bio-Siegel, das 2001 eingeführt wurde, ist ein guter Hinweis auf nachhaltige Produkte. Es zeigt ein grünes Sechseck mit Aufschrift „Bio nach EG-Öko-Verordnung“.

Welchen weiteren Siegeln du vertrauen kannst, habe ich dir nachfolgend einmal aufgelistet:

Für alle Produkte gilt allerdings, dass eine wirkliche Nachhaltigkeit auch kurze oder umweltschonenden Transportwege und einen saisonalen Anbau umfasst. Bio-Erdbeeren aus einem argentinischen Gewächshaus sind weniger nachhaltig als Mohrrüben vom benachbarten, konventionellen Landbetrieb.

Das Thema Fleisch: Haltungsformen kennen

Seit 2019 haben sich unter dem Namen „Initiative Tierwohl“ mehrere Supermarktketten zusammengeschlossen und eine freiwillige Kennzeichnung für Frischfleisch eingeführt.

Diese „Initative Tierwohl“ kennzeichnet die Herkunft von Fleisch nach vier Haltungsformen:

Haltungsform 1 (rot): „Stallhaltung“

Diese Tiere stammen aus Haltungen, die lediglich die gesetzlichem Mindeststandards einhalten.

Haltungsform 2 (blau): „StallhaltungPlus“

Die Stallhaltung Plus räumt den Tieren mehr Platz ein, bietet ihnen Beschäftigung und verbietet das Anbinden von Rindern

Haltungsform 3 (orange): „Außenklima“

Mit Außenklima ist der Kontakt zum Außenklima gemeint, der nicht zwangsläufig Auslauf im Freien meint, sondern auch durch offene Stalltüren und Stallfenster erreicht wird. Gefüttert wird ausschließlich Futter ohne Gentechnik.

Haltungsform 4 (grün): „Premium“

Diese Haltungsform entspricht dem EU-Bio-Siegel. Grundsätzlich ist damit gemeint, dass die Tiere minimal mehr Platz haben und nach draußen gehen dürfen.

Leider sieht das in der Realität etwas anders aus:

Es muss lediglich die Möglichkeit bestehen, dass die Tiere raus könnten, aber ob sie dann wirklich raus dürfen, bleibt den Landwirten überlassen. Bio bezieht sich letztlich eher auf das Futter, was die Tiere bekommen, da dieses etwas strengeren Vorgaben unterliegt.

Das Bio-Siegel oder Haltungsstufe 4 auf einer Fleischverpackung ist kein Indiz für Nachhaltigkeit, denn es besteht ein generelles Problem zwischen Fleisch und Nachhaltigkeit:

(Quelle der Daten: Albert-Schweitzer-Stiftung, https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/1-kg-rindfleisch)

Wenn man auf Fleisch nicht verzichten möchte und trotzdem möglichst nachhaltig sein möchte, sollte man zum nächsten kleinen Hofladen eines kleinen Landwirtschaftsbetriebes gehen.

Bei allen anderen Möglichkeiten (selbst beim Metzger) is(s)t man nicht nachhaltig.

Am allerbesten fährt man natürlich mit vegan und vegetarisch, da der direkte Konsum von Getreide, Hülsenfrüchten, etc. eine Menge Ressourcen spart.

Es lohnt sich generell, ein paar vegetarische und vegane Optionen miteinzuplanen.

Erstens ist das für die Gäste praktisch (mit vegan hilft man z.B. direkt den Leuten, die laktose-intolerant sind), es sorgt aber auch für bunte Abwechslung auf dem Teller.

Ideen für Kinder (die sie wirklich essen)

Wenn man sie ließe, würden Kinder sich vermutlich ausschließlich von Eis, Chicken Nuggets und Schokobonbons ernähren.

Aber ein richtig präsentiertes Angebot an gesunden Lebensmitteln lässt auch kleine Augen strahlen: Aus Gurken, Tomaten, Eiern und Möhren lassen sich Tiere basteln, Gemüseketten flechten und bunte Sterne stanzen.

Der Klassiker: Fliegenpilz-Alarm!

Ein hart gekochtes Ei, darauf eine halbe, ausgehöhlte Tomate und weiße Mayonnaise-Tupfen – fertig ist der Fliegenpilz. Das Rezept begeistert Kinder schon seit Jahrzehnten. Noch besser wird es mit Tomaten aus dem eigenen Garten!

Zum Selberflechten: Möhren-Gurken-Zöpfe

Um die Kinder nicht nur zum gesunden Essen zu animieren, sondern Sie auch klug und kreativ zu beschäftigen, bieten sich Möhren-Gurken-Zöpfe an.

Dafür mit einem Sparschäler Gurkenschale und Möhren in lange, dünne Streifen raspeln. Ein Kind hält drei dieser „Fäden“ dann an einem Ende fest und ein anderes flicht es zu einem dünnen Zopf.

Auch andere Gemüsesorten wie Zucchini, Sellerie und vieles mehr bieten sich für diese spezielle Form des Frisierens an.

Fleisch- und Gemüsespieße selber stecken

Kinder, die alt genug sind, können Grillspieße selber stecken. Dafür braucht es nur ein Buffet der Möglichkeiten, auf dem sie sich zielgerichtet das aussuchen können, was ihnen wirklich schmeckt.

Die Kinder stärken ihre Selbstwirksamkeit, wenn sie selber über ihr Essen entscheiden können, und sind dann eher bereit, neues auszuprobieren.

Als Bonuspunkt könne auch Erwachsene frei Grillspieße stecken und der Aufwand der Vorbereitung reduziert sich drastisch.

Laktosefreie Milchmädchenrechnung

Laktosefreie Alternativen sind teilweise kaum von den milchhaltigen Produkten zu unterscheiden. Trotzdem sind sie mehr als ein Ersatz und bringen ganz eigene Geschmäcker mit.

Laktosefreie Frischmilch ist lediglich mit dem Enzym versetzt, das laktoseintoleranten Menschen fehlt. Daher ist sie nicht nachhaltiger als andere Milch, die ein ähnliches Nachhaltigkeitsproblem wie Fleisch hat.

Es kursiert oft der Mythos, dass Soja aber genauso wenig nachhaltig ist, da Regenwälder dafür abgeholzt werden. Was ist dran an dieser Aussage?

(Quelle der Daten: WWF Deutschland, https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/soja

Das Soja, was wir direkt konsumieren, ist also in jedem Fall nachhaltiger, als tierische Produkte, in denen viel größere Mengen Soja drin stecken.

Zudem kannst du darauf achten, dass du Sojamilch/ Tofu/ etc. immer mit dem Bio- und dem EU-Siegel kaufst. Dann bist du zu 100% auf der nachhaltigen Seite.

P.S.: Wer ein bestehendes Rezept laktosefrei gestalten will, sollte immer Produkte wählen, deren Konsistenz sich möglichst nah am ersetzten Produkt bewegt. Sonst wird das Essen schnell zu flüssig oder fest.

Die Küche im eigenen Garten

Nichts ist regionaler als der eigene Garten. Kleine Kräuterbeete anzulegen und zu pflegen erfordert meist keinen großen Aufwand und liefern zuverlässig Nachschub für frische Kräuterquarks, Salatdressing oder Marinaden.

Viel Gemüse und Obst gedeiht auch in kleinen Gärten oder in Kübeln auf Balkonen und Terrassen. Dafür lohnt sich ein Blick in Kräuterbücher, welche Kräuter sich in einem Beet miteinander vertragen und miteinander wachsen.

4. Ungebetene Gäste: Insekten fernhalten

Sie gehören zuverlässig zu jeder Gartenparty dazu: brummelnde Hummeln, summende Mücken oder emsige Ameisen. Insekten sind ein wichtiger Teil des Ökosystems und trotzdem ist man schnell genervt.

Gerade in Wassernähe werden zur Abendstunde die Mücken schier angezogen von deinen Gästen. Einige ökologisch unbedenkliche und mit wenigen Griffen aufgestellte Hausmittel helfen da Wunder.

Mücken fernhalten

Steckmücken werden nicht, wie oft fälschlicherweise behauptet, von Licht angezogen, sondern von Körpergeruch und Schweiß.

Daher hilft ein duftender Gegenschlag: Intensiv riechende Pflanzen wie Lavendel, Minze oder Zitronenmelisse vertreiben die lästigen Insekten auf natürliche Weise und sind für uns Menschen dabei noch angenehm.

Zusätzlich sollte der Garten regelmäßig auf Mückenfreundlichkeit kontrolliert werden: Brutstätten für Mückeneiner sind zum Beispiel Gießkannen und Vogelbäder. In Wasserteichen ist der Einsatz von Fröschen als Mückenabwehr zu überlegen.

Bienen und Wespen fernhalten

Bienen lieben süßen Kuchen und knabbern gerne daran herum. Sie sind nicht sehr gefährlich, wenn sie ungestört an- und abfliegen können, doch viele Menschen werden in ihrer Gegenwart nervös.

Auch sind Kinder im Umgang mit ihnen oft nicht achtsam und werden dann schnell gestochen, was üblicherweise Tränen aus Schmerz und Schreck nach sich zieht, aber auch eine allergische Reaktion auslösen kann. Eine Bienenallergie wird erst bei einem zweiten Stich erkennbar und ist daher gerade für Kinder unberechenbar.

Wespen sind noch eine Stufe gefährlicher, denn sie sind weitaus weniger an Frieden interessiert als Bienen. Sie behaupten selbstbewusst ihren Anspruch auf einen Bissen Erdbeerkuchen. Im Gegensatz zu Bienen können sie auch nach dem Stechen ohne Stachel weiterleben.

Aber Bienen und Wespen sind ebenfalls durch intensive Gerüche gut zu vertreiben. Gerade Basilikum und Zitronengras sind ausgesprochen effektiv.

Schmetterlinge anlocken

Manche Insekten will man nicht vertreiben, sondern anlocken. Der Bestand an Schmetterlingen und tausender anderer nützlicher Insekten ist über die Jahrzehnte stetig geschrumpft.

Umso mehr Grund, insektenfreundliche Blumen anzupflanzen oder aufzustellen. Am besten eignen sich dafür bunte, heimische Wildblumen und Kräuter, die auch Wildbienen bei ihrer Arbeit helfen.

Das Stichwort lautet: Möglichst naturnaher Garten!

5. Nachhaltig entsorgen

Jede Party findet ein Ende. Selten ist dann jedoch alles gegessen und schlussendlich landen die letzten Reste doch wieder im Müll. Dabei ist ein bedachter Umgang mit Entsorgung von Resten ausgesprochen nachhaltig und kann viel unnötigen Müll vermeiden.

Was kann alles auf den Kompost?

Ein guter Humus im Kompost entsteht nur über bedachtes und geplantes Kompostieren. Küchenabfälle wie Teebeutel, Eierschalen und Obst- und Gemüsereste sind kein Problem, ebenso Gartenabfälle wie Unkraut, Gras oder zerkleinertes Gehölz.

Essensreste hingegen sollten dem Kompost fern bleiben. Sie locken Ratten an, die sich nur schwer wieder vertreiben lassen.

Auch Fette und Öle sind ungeeignet für den Komposthaufen, weswegen die meisten Salate mit Dressing eher ein Fall für den Hausmüll sind.

Mülltrennung im Fokus

Der nachhaltigste Umgang mit Müll ist der, möglichst keinen zu produzieren. Das funktioniert leider nicht immer, daher ist Wissen um die richtige Mülltrennung wichtig.

Denn achtlos weggeworfener Müll muss in der Entsorgungsanlage wieder aufwendig sortiert werden. Das kostet Strom, der selten aus erneuerbaren Energien stammt, und führt dazu, dass weitaus mehr Müll als nötig verbrannt wird.

Details über die richtige Entsorgung geben die kommunalen Entsorgungsbetriebe, da sich die Bestimmungen für die Wertstofftonne oder gelbe Tonne regional unterscheiden.

6. Nachhaltiger Spaß

Egal, in welchem Alter: Partyspiele begeistern und brechen das Eis. Ob in langjährigen Freundschaften oder in neuen Begegnungen: Lachen verbindet.

Kinder im Garten beschäftigen

Am einfachsten baust du für kleinere Kinder eine Spielecke im Garten: Eine Decke auf den Boden und einige Spielsachen oder eine Hörspielbox. Achte aber darauf, dass die Ecke durchgehend im Schatten liegt und dass immer eine erwachsene Person ein Auge auf die spielenden Kinder hat.

Topfschlagen

Unkaputtbar im wahrsten Sinne des Wortes ist das klassische Topfschlagen auf einer Rasenfläche. Dafür wird unter einem Topf eine Süßigkeit oder ein kleines Geschenk versteckt und der Topf irgendwo auf dem Rasen drapiert.

Ein Kind bekommt die Augen verbunden und krabbelt auf dem Rasen blind umher, während es mit einem Löffel den Boden abklopft. Die anderen Kinder leiten es an mit „heiß“ und „kalt“, wenn es sich in die Richtung des Topfes bewegt oder entsprechend von ihm entfernt.

Sobald es mit dem Löffel auf den Topf trifft, darf es die Augenbinde abnehmen und erhält die Überraschung unter dem Topf.

Dieses Spiel fesselt gleich eine ganze Gruppe Kinder und hält daher über mehrere Runden. Es sollte aber eine erwachsene Aufsichtsperson anwesend sein, damit das Kind nicht aus Versehen in eine Brombeerhecke kriecht.

Auf Entdeckertour

Jeder Garten, sei er auch noch so klein, bietet sich als Abenteuerland an, dessen Geheimnisse und Tiere es zu enthüllen gilt. Das weckt nicht nur Neugier, sondern schafft ein nachhaltiges Bewusstsein für die Welt um uns herum.

Ameisen verfolgen, Pflanzen bestimmen oder an Blumen schnuppern: Am besten liegen ein, zwei Bücher mit Bildern aus, anhand derer die Kinder was über die Pflanzen um sie erfahren.

Perfekt ist natürlich, wenn ein Kindermikroskop aufgebaut werden kann. So sehen die Kleinen die Welt aus einem ganz neuen Blickwinkel.

Hunde im Garten beschäftigen

Natürlich sollen auch anwesende Hunde auf deiner Grillparty nicht zu kurz kommen. Damit sie nicht betteln und ausgelastet sind, kannst du kleine Schnüffelspiele veranstalten.

Versteck dafür kleine Leckerlis im ganzen Garten, für die der Hund auch mal etwas arbeiten muss. Lege ein paar Pflanzenreste über sie oder klemm sie einem Gartenzwerg unter den Arm. Deiner Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt!

Achte darauf, dass für die Hunde immer ausreichend Wasser bereitsteht. Wenn du giftige Pflanzen im Garten stehen hast, solltest du Blockaden aufbauen, um sowohl die Hunde wie auch deine Beete zu schützen.

7. Weitere Tipps

Nachhaltigkeit ist vielfältig. Oft reichen aber schon kleine Veränderungen für eine große Wirkung für die Umwelt.

Wärmen

Auch im Hochsommer kann es zu später Stunde frisch werden und unter kurzer Hose oder Rock fängt das Frieren an.

Ein Lagerfeuer oder eine Feuerschale in Betrieb geben eine gewisse Wärme ab, sind aber nicht besonders nachhaltig, da brennendes Holz viel CO2 abgibt und der Inhalt von Feuerschalen nicht nachhaltig entsorgt werden kann.

Die umweltfreundlichste Methode zum Wärmen ist und bleibt die gute, alte dicke Decke. Sie wärmt und isoliert und sie rückt Menschen nah zusammen.

Am besten sind waschbare Decken aus Baumwolle, die ihren festen Platz im Garten haben. Kommen mehr Gäste als Decken vorhanden sind, ist es ratsam, dass sie ihre eigenen Decken mitbringen.

Erste Hilfe bei Gartenpartys

Es kann immer etwas passieren. Daher solltest du vorsorgen und Pflaster, kühlende Creme gegen Sonnenbrand und Eispacks vorrätig haben.

Sicherheitshalber ist es gut zu wissen, wie du einen Sonnenstich erkennst: Typischerweise haben Betroffene starke Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und einen roten, heißen Kopf. Sie wirken schläfrig oder verwirrt und klagen über einen steifen Nacken.

Am besten ist niemand übermäßig lange direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, so kann nicht viel passieren und es ist zudem hautschonender.

Damit du bei den ganzen Informationen nicht den Überblick verlierst, habe ich dir zum Abschluss noch eine Checkliste mit den wichtigsten Aspekten erstellt.

Deine eigene nachhaltige Gartenparty kann kommen!

8-Punkte-Checkliste:

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