Marienkäferhaus – Unterschlupf und Überwinterungsort für Marienkäfer

Von Helene

Aktualisiert am: 19.12.2022

Kurz & Knapp

  • Als Material für ein Marienkäferhaus eignet sich in erster Linie unbehandeltes Holz, das für eine bessere Wetterfestigkeit und Langlebigkeit mit Leinölfirnis oder ungiftigem Holzöl geschützt werden kann.

  • Durch eine gut zu öffnende, große Reinigungsklappe können Sie Füllmaterial problemlos einbringen und jährlich austauschen.

  • Schmale Schlitze lassen Marienkäfer hindurch und sollten idealerweise schräg verlaufen, um Fressfeinde, Regen und Wind optimal abzuhalten.

Update vom 25.07.2022
Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Marienkäferhäuser Testsieger* 2023

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marienkäferhaus, FSC-zertifiziertes Holz, Dach mit Leinöl behandelt, Abmessung: 24 × 15 × 14 cm, schräge Zugangsspalten, inklusive Füllmaterial, Gewicht: 850 g

Artgerecht und gut verarbeitet: Das Erdenfreund Marienkäferhaus

besitzt ein mit Leinöl vorbehandeltes Dach, so dass es gut wetterfest ist und keine eigene Vorbehandlung mehr nötig ist. Füllmaterial liegt bereits bei, wobei ein Käufer die Füllung noch selber ergänzte, da das vorhandene Füllmaterial etwas wenig erschien.
Das Erdenfreund Marienkäferhaus lässt sich einfach mit einer Flügelschraube aufklappen und wieder fest verschließen. Dadurch kann man es bequem befüllen und die Füllung bei Bedarf austauschen.
Das Haus lässt sich gut überall aufstellen. Einige Käufer bemängeln, dass keine Aufhängung dabei ist, doch diese sei laut Rückmeldung des Herstellers Erdenfreund nur etwas versteckt: Öffnet man das Haus mit der Flügelmutter, befindet sich dort ein vorgebohrtes Loch für einen Nagel oder eine Schraube.
Die Verarbeitung und Qualität mit dem dicken Massivholz gefällt allen Käufern gut. Zudem ist das Erdenfreund Marienkäferhaus optimal auf Marienkäfer ausgelegt und artgerecht gestaltet, beispielsweise durch die schrägen Zugangsschlitze, die gegen Wind und Regen perfekt schützen.

Vorteile:
  • FSC-zertifiziertes, naturbelassenes, regionales Holz
  • Dach mit Leinöl imprägniert
  • artgerecht mit schräg nach oben verlaufenden Eingangsspalten
  • inklusive Füllmaterial
  • sehr gut verarbeitet
Nachteile:
  • etwas wenig Füllmaterial enthalten

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marienkäferhaus, FSC-zertifiziertes Holz, Metalldach, Abmessung: 18 x 10 x 23 cm, schräge Zugangsspalten, Gewicht: 620 g

Wetterfest durch Metalldach: Das Dehner Marienkäferhaus

ist laut Käufern artgerecht gestaltet. Die Käfer finden über seitliche, schräge Schlitze Zugang, während sich die Vorderseite öffnen lässt, um Füllmaterial einzufüllen oder das Haus zu reinigen.
Allerdings hat das Marienkäferhaus eine deutliche, grünliche Färbung, was einige Nutzer störte. Dadurch war für einige Käufer auch unklar, ob und mit welchem Mittel das Marienkäferhaus imprägniert ist.
Die Verarbeitung finden die meisten Nutzer gut. Doch in einigen Fällen gibt es Beschwerden, dass das Dehner Marienkäferhaus nicht glatt abgeschliffen ist oder dass der Verschluss an der zu öffnenden Vorderseite nicht exakt passt.
Insgesamt finden die meisten Käufer das Dehner Marienkäferhaus aber empfehlenswert. Bei einigen Nutzern zogen auch sofort Käfer in ihren neuen Unterschlupf ein.

Vorteile:
  • FSC-zertifiziertes Holz
  • wetterfestes Metalldach
  • artgerecht gestaltet
  • Vorderseite aufklappbar zum Befüllen
Nachteile:
  • grüner Schimmer des Holzes
  • Verschluss passt manchmal nicht exakt
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Marienkäferhaus kaufen – artgerechter Unterschlupf und Ort für die Winterruhe

Ein Marienkäferhaus bietet einen geschützten Rückzugs- und Überwinterungsort für Marienkäfer und kann dazu beitragen, mehr Marienkäfer im Garten anzusiedeln. Das ist sehr sinnvoll, denn Marienkäfer gelten nicht ohne Grund als Glückskäfer. Sie sind der beste Freund des Gartenbesitzers, denn kaum ein anderer Nützling vertilgt so effektiv Blattläuse, Schildläuse und andere Schädlinge.

Ein Marienkäferhaus unterstützt also nicht nur die Marienkäfer, sondern ist auch eine einfache Maßnahme zum Schutz der Pflanzen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon vor Blattläusen. Und das ohne großen Aufwand und ohne chemische Mittel.

Nützling Marienkäfer

Marienkäfer sind wichtige Nützlinge. Beginnt im Frühjahr die Saison der Blattläuse und Schildläuse, legen die Käfer ihre Eier in der Nähe ab. Die schlüpfenden Larven sind wahre Fressmaschinen und vertilgen fleißig die Schädlinge.

Ein erwachsener Marienkäfer frisst rund 50 Blattläuse pro Tag. Eine einzige Marienkäferlarve kann während ihrer vier bis acht Wochen dauernden Entwicklungsphase bis zu 3000 Blattläuse verzehren.

Ein Marienkäferhaus ist ideal, um mehr Marienkäfer im Garten anzusiedeln. Das gibt in Zeiten des Insektensterbens nicht nur mehr Raum für die nützlichen Insekten, sondern dezimiert zugleich die Schädlinge im Garten. Das spart Zeit, die man sonst zum manuellen Entfernen eines starken Blattlausbefalls braucht und spart auch den Einsatz chemischer Mittel im Garten.

Wann Marienkäfer ein Marienkäferhaus nutzen

Marienkäfer nutzen ein Marienkäferhaus das ganze Jahr über. In den warmen Monaten wird es beispielsweise besucht, wenn es regnet und die Käfer währenddessen einen trockenen Unterschlupf benötigen.

Besonders wichtig ist das Marienkäferhaus im Winter. Denn in der kalten Jahreszeit ziehen die Käfer sich zur Winterruhe in geschützte, ruhige Unterschlüpfe zurück. Ohne Nahrung aufzunehmen verharren sie dort, bis die steigenden Temperaturen im Frühjahr sie wieder hervorlocken.

In der Natur nutzten Marienkäfer zum Überwintern Lücken unter Steinen, unter Rinden oder in Laubansammlungen oder Moos. Gerne nehmen die Käfer aber auch Marienkäferhäuser an, die optimale Bedingungen für ein ungestörtes Überwintern bieten.

Marienkäfer überwintern gerne in größeren Gruppen. Findet ein Käfer das Marienkäferhaus, ziehen mit etwas Glück also gleich viele Marienkäfer in den Unterschlupf ein.

Viele Marienkäferarten überbrücken auch in besonders heißen Sommern einige Wochen mit einer Sommerruhe (Dormanz). Liegt das Marienkäferhaus im Sommer im Halbschatten bis Schatten, wird es oft auch für diese “Siesta” der Marienkäfer genutzt.

Der perfekte Aufstellort für ein Marienkäferhaus

Ein Marienkäferhaus sollte etwas geschützt und an einem ruhigen Ort aufgestellt werden.

Checkliste für den passenden Aufstellort:

  • ruhige Lage ohne Störungen
  • geschützt vor Wind und Regen
  • in der Nähe von Pflanzen, die im Frühjahr oft mit Blattläusen befallen sind
  • Aufstellen oder Aufhängen ungefähr 10 bis 100 cm über dem Boden
  • im Hochsommer vor praller Sonne geschützt

Kaufkriterien für ein geeignetes Marienkäferhaus

Wer für die Marienkäfer im heimischen Garten ein Marienkäferhaus kaufen möchte, sollte auf einige wichtige Kriterien achten. Dazu gehören Material, Bauweise, Zugang und Befestigungsmöglichkeiten.

Material für Marienkäferhäuser

Ein gut geeignetes Material für ein Marienkäferhaus ist unbehandeltes Naturholz. Es kann von außen gegen die Witterung geschützt werden, beispielsweise mit Leinölfirnis.

Auch Holzbeton, lackierter Ton oder wetterfester Kunststoff sind mögliche Materialien für Marienkäferhäuser, werden aber deutlich seltener verwendet als Holz.

Artgerechte Bauweise

Ein Marienkäferhaus muss nicht groß sein. Den kleinen Käfern reichen schon schmale Kästen ab 5 cm Breite aus. Etwas größer kann es aber gerne sein, denn es soll auch ausreichend Füllmaterial und eine große Gruppe Marienkäfer Platz haben.

Klassische Marienkäferhäuser haben nur eine einzige Kammer. Es gibt aber auch Insektenhotels mit integriertem Marienkäferhaus. Diese bieten verschiedene Unterschlüpfe und Nistmöglichkeiten für Insekten an, unter anderem auch eine Kammer für Marienkäfer.

Zugangsöffnung für Marienkäfer

Als Zugang eignen sich schmale, für den Windschutz etwas angeschrägte Schlitze. Diese lassen die kleinen Marienkäfer hindurch, halten aber größere Konkurrenten fern. Doch auch gerade, offene Schlitze oder runde, kleine Löcher sind möglich.

Aufstell- und Befestigungsmöglichkeiten

Am besten plant man vorher, wo das Marienkäferhaus angebracht werden soll. Soll es aufgehängt werden, möchte man ein Haus mit Standfuß oder soll das Marienkäferhaus einfach auf einen Baumstumpf oder eine Natursteinmauer gestellt werden? Je nachdem sollte diese Befestigungsart vom Hersteller vorgesehen sein, denn dann spart man sich eigene Arbeiten zur Befestigung.

Die richtige Füllung für das Marienkäferhaus

Marienkäfer nutzen manchmal auch ungefüllte Häuser. Besonders attraktiv für die Käfer sind aber Marienkäferhäuser, die ihren natürlichen Rückzugsorten ähneln, wo man oft Moos, Laub oder welkes Gras findet. Darum sollte man das Haus mit einem passenden Füllmaterial befüllen, in das die Käfer hineinkrabbeln können.

Einfacher machen es einem Hersteller, bei denen das Füllmaterial zum Lieferumfang gehört, sodass das Marienkäferhaus direkt und ohne weiteren Kauf von Materialien eingesetzt werden kann. Allerdings kann das Suchen von Naturmaterialien und das Befüllen des Marienkäferhauses auch eine schöne Aufgabe sein, bei der man beispielsweise auch seine Kinder mit einbeziehen kann.

Passende Füllung für Marienkäferhäuser:

  • Stroh
  • trockenes Herbstlaub
  • Zweige
  • Rindenstücke
  • Tannenzapfen / Kiefernzapfen
  • naturbelassene Holzwolle

Marienkäferhaus pflegen

Ein Marienkäferhaus bedarf nur wenig Pflege. Einige Schritte sind aber sinnvoll. Dazu gehört die Holzpflege. Ist das Marienkäferhaus noch nicht vom Hersteller vorbehandelt, kann man es zur Verlängerung der Lebensdauer mit Leinölfirnis oder ungiftigem Holzöl von außen einölen. Wiederholt man das jährlich sind Marienkäferhäuser oft überaus langlebig.

Eine jährliche Reinigung ist sinnvoll. Dazu eignen sich beispielsweise die Monate Mai und Juni oder September und Oktober, wenn die Käfer weder in Winter- noch in Sommerruhe sind. Dabei tauscht man das Füllmaterial komplett aus und beseitigt, falls vorhanden, Verschmutzungen.

Auswaschen mit Wasser oder der Einsatz von Desinfektions- oder Putzmitteln ist nicht nötig.

Derzeit nicht verfügbar

Nicht mehr verfügbar seit: 14.10.2022

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Marienkäferhaus, naturbelassenes Holz, Dach mit Dachpappe, Abmessung: 17 x 12 x 23 cm, Gewicht: 820 g

Einfaches, solides Marienkäferhaus: Das Skojig© Marienkäferhaus aus Naturholz

hat eine seitliche Klappe zum Befüllen und Reinigen. Das Naturholz ist unbehandelt, allerdings ist kein Hinweis zu finden, dass das Holz aus FSC-zertifizierter, nachhaltiger Holzwirtschaft stammt.
Viele Käufer berichten, dass das Skojig© Marienkäferhaus aus Naturholz ein einfaches, solide gefertigtes Häuschen ist. Seitlich sorgen breitere, offene Schlitze für einen Zugang.
Die Schlitze sind nicht angeschrägt, weshalb man das Marienkäferhaus windgeschützt aufhängen sollte, da die Käfer vor allem während der Winterruhe empfindlich auf Luftzug reagieren.
Ansonsten wird das Marienkäferhaus als stabil und robust beurteilt.
Manche Käufer berichten allerdings, dass das Skojig© Marienkäferhaus aus Naturholz zum Teil nicht gut verarbeitet war. Holzkanten waren unsauber abgeschliffen oder die Reinigunsklappe klemmte und ließ sich schlecht öffnen und schließen.

Vorteile:
  • unbehandeltes Massivholz
  • Dach wetterfest durch Dachpappe
  • stabil und robust
  • seitliche Klappe zum Befüllen und Reinigen
Nachteile:
  • gerade Zugangsöffnungen, dadurch weniger windgeschützt
  • manchmal unsaubere Verarbeitung
  • verwendetes Red Cedar Holz nicht FSC-zertifiziert
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