Ein schöner eigener Wintergarten ist ein Rückzugsort der besonderen Art. Er bietet viel Licht und die Möglichkeit, die Jahreszeiten in vollen Zügen zu genießen. Dafür muss er natürlich auch schön eingerichtet sein – und wie ginge das besser als mit Grünpflanzen? Wer sein Gärtnerherz im eigenen Wintergarten beglücken möchte, sollte genau wissen, welche Pflanzen hier gut gedeihen. Ob sich der Wintergarten in Düsseldorf, einer Stadt mit vergleichsweise wenig Sonnenstunden, oder in einem Ort wie Freiburg befindet, der bekanntlich viel Sonne bekommt: Die Pflanzen mögen Licht, die passende Temperatur und ein angemessenes Maß an Feuchtigkeit. Vor allem im Winter wollen diese Aspekte gut geplant sein.
Die passende Pflanze für jeden Wintergarten
Zuallererst sollte man den eigenen Wintergarten kennen. Denn dass es sich um einen unbeheizten oder einen beheizten Wintergarten handelt, entscheidet darüber, welche Pflanzen in ihm gedeihen. Im Kaltwintergarten fällt die Temperatur oft unter 10 Grad, was ideal für mediterrane, subtropische und robuste Pflanzen ist. Sie haben einen geringen Wasserbedarf, wachsen langsam und sind sehr wetterfest. Gleichzeitig brauchen selbst sie bei Extremtemperaturen Frostschutz. Ein beheizter Wintergarten, oft Wohnwintergarten genannt, hat hingegen ganzjährig Temperaturen von 18 bis 22 Grad und kann bei direkter Sonneneinstrahlung an einem warmen Tag sogar noch weiter aufheizen. Hier gedeihen besonders tropische Pflanzen sehr gut. Sie haben einen höheren Wasserbedarf und müssen regelmäßig gepflegt werden. Denn gerade bei falscher Luftfeuchtigkeit besteht bei ihnen Schimmelgefahr.

Olivenbäume, Zitronen und Lorbeer für Kaltwintergärten
Klassiker für den Kaltwintergarten sind Olivenbäume, Zitruspflanzen wie Zitronen oder Mandarinen und immergrüne Arten wie Lorbeer. Sie alle bevorzugen helle, eher kühle Standorte und kommen mit trockenen Bedingungen gut klar. Eine gute Option sind auch Kamelien, doch sie passen nur in Wintergärten, die viel Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit abbekommen. Palmenarten wie zum Beispiel die Zwergpalme gehören ebenfalls dazu, setzen strukturelle Akzente und schaffen einen mediterranen Charakter.
Orchideen, Hibiskus und Monstera in der Wärme
Im Wohnwintergarten ist das anders. Durch die konstant warmen Temperaturen lassen sich hier tropische und subtropische Pflanzen kultivieren, die sonst nur im Innenraum gedeihen würden. Beliebt sind Orchideen, die bei indirektem Licht und einer höheren Luftfeuchtigkeit besonders gut wachsen, aber auch Ficus-Arten, Hibiskus oder die großblättrige Monstera, die sich unter diesen Bedingungen prächtig entwickeln. Sie benötigen allerdings eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser und profitieren von einer Umgebung, die nicht zu trocken wird. In warmen Wintergärten spielt daher die Luftfeuchtigkeit eine besondere Rolle. Sie verhindert nicht nur trockene Blattränder, sondern auch Stress für die Pflanzen, der schnell zu Schädlingsbefall führen kann.
Licht, Pflege und Bewässerung
Das Thema Licht ist eine Disziplin für sich. Zwar verfügen Wintergärten meist über große Glasflächen, aber die Lichtintensität kann im Winter stark variieren. In Regionen mit wenigen Sonnenstunden oder bei einem nach Norden ausgerichteten Wintergarten können moderne Pflanzenlampen helfen, ein tageslichtähnliches Spektrum bieten und den natürlichen Rhythmus der Pflanzen unterstützen. Auch die Töpfe selbst sollten regelmäßig gedreht werden, damit sie gleichmäßig wachsen und nicht einseitig zum Licht hin kippen. Die Pflege verändert sich in den Wintermonaten ebenso. Da das Wachstum vieler Pflanzen verlangsamt ist, benötigen sie weniger Wasser als im Sommer. Staunässe ist einer der häufigsten Fehler in Wintergärten und kann gerade bei kühleren Temperaturen schnell zu Wurzelfäule führen. Eine gute Drainage, zum Beispiel durch Blähton oder passende Topfeinsätze, ist daher wichtig. So bleibt der Wintergarten auch in der kalten Jahreszeit ein lebendiger, grüner Ort, der den Winter spürbar freundlicher macht.