Entstehen im Rasen durch ungünstige Witterungsbedingungen oder nicht ausreichende Pflege Lücken, so können Unkräuter in die Rasenfläche einwandern. Ob diese stören, empfindet jeder Gartenbesitzer anders. Zu den Rasenunkräutern zählen beispielsweise Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee und verschiedene Wegerich-Arten.

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Während die einen die Kräuter als Bereicherung der Rasenfläche sehen mögen andere lieber einen perfekten Rasen. In diesem Fall sollte das Unkraut ausgestochen werden. Am besten macht man das, solange diese sich noch im Frühstadium befinden. Auf chemische Behandlung mit Unkrautvernichtungsmitteln sollte man im Hausgarten möglichst verzichten. Zudem lässt sich nicht jedes Unkraut mit Herbiziden bekämpfen.

Algen im Rasen

Algen im Rasen bilden sich besonders auf feuchten und lückenhaften Rasenflächen. Sie überziehen den Boden mit einem schmierigen Belag. Dadurch kann das Wasser nicht mehr richtig in den Boden versickern. Um die Rasenfläche wieder zu verbessern, kann leicht vertikutiert und anschließend besandet werden. Zudem sollten entstandene Lücken nachgesät werden. Der beste Schutz vor Algen bieten ein wasserdurchlässiger Boden und ein dichter Rasen.


Schneeschimmel

Der Schneeschimmel ist eine typische Winterkrankheit die typischen runden Flecken mit markigen Gräsern sind vorwiegend von September bis März zu sehen. Als Vorbeugung empfiehlt sich eine kaliumbetonte Herbstdüngung. Im März sorgt eine Düngung mit Stickstoff dafür, dass die Schäden schnell verschwinden.


Rotspitzigkeit

Rotspitzigkeit kann nahezu das ganze Jahr auftreten, und zeigt sich oftmals im Sommer bei starkem Wechsel von Hitze und feucht-kühlem Wetter. Diese Krankheit verursacht wie vertrocknet aussehende Flecken, wobei sich an den Spitzen der Gräser rote Fäden bilden können. Eine hohe Feuchtigkeit im Boden, beispielsweise Staunässe sowie Nährstoffmangel bietet dem Pilz optimale Bedingungen. Auch eine schlechte Belüftung und liegen gebliebenes Laub fördert das Wachstum des Pilzes. Durch verschiedene Maßnahmen kann Rotspitzigkeit im Rasen vorgebeugt werden. Da der Pilz Nässe liebt, darf der Boden nicht zu nass sein. Besser ist es selten und dafür intensiv den Rasen zu wässern, sodass das Wasser bis tief an die Wurzeln reicht. Auch das Aufsammeln bzw. Abrechnen von Laub schafft ein gutes Mikroklima, in denen sich die Pilze nicht vermehren. Für eine ausreichende Belüftung sorgt regelmäßiges vertikutieren. Damit sich entstandene Schäden auswachsen, hilft regelmäßiges Düngen eine gute Kalium-, Phosphor- und Stickstoffversorgung.


Hexenringe

Sie können das ganze Jahr über auftreten. Der Name stammt daher, dass die Pilze im Rasen oft sichtbare Ringe bilden. Manche Erreger lassen den Rasen absterben. Diese Pilzerreger leben im und vom Rasenfilz. Deshalb ist Vorbeugung hier das wichtigste. Durch das Vertikutieren lässt sich Filz verhindern, sodass die unschönen Ringe gar nicht erst entstehen. Sind sie bereits aufgetreten, kann eine verstärkte Düngung hilfreich sein, denn ein gut mit Nährstoffen versorgt Rasen überwächst diese Hexenringe rasch.


Engerlinge und andere Larven

Im Boden leben verschiedene Insektenlarven, die sich auch von den Graswurzeln ernähren. Das richtet keinen Schaden an. Die Schäden im Rasen entstehen dann, wenn es zu viele Larven sind und sich zahlreiche Vögel einstellen, die die Rasenfläche auf der Suche nach Nahrung durchwühlen und regelrecht umgraben. Zudem können manche Larven wie Engerlinge die Gräser schädigen, indem sie die Wurzeln abfressen. Dann lässt sich der Rasen fast wie ein Teppich vom Boden abheben. Chemische Pflanzenschutzmittel sind im Hausrasen nicht zugelassen. Um die Larven gezielt zu bekämpfen, können Fadenwürmer, sogenannte Nematoden eingesetzt werden. Im Handel sind verschiedene Nematoden erhältlich, die gegen verschiedene Larvenarten eingesetzt werden können.

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