Bokashi – Biotonne war gestern

Aktualisiert am: 03.09.2021

Bokashi steht für „fermentiertes Material“. Der Begriff stammt aus Japan und ist wahrscheinlich nicht jedem Gartenbesitzer geläufig. Dennoch schlummert in der Fermentation von Lebensmittelresten ein ungeahntes Potenzial.

Damit wird nicht nur die Biotonne überflüssig, sondern Hobbygärtner können auch einen besonders wirkungsvollen Dünger selber machen. Damit das Ganze wirklich funktioniert und noch dazu hygienisch und auf kleinem Raum ablaufen kann, ist ein Bokashi-Set Voraussetzung.

Bokashi Testsieger 2021

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Bokashi-Set, 2 x 16 Liter, Starterset, inkl. 1 kg Aktivator

Praktisches Set für den Einstieg: Das Skaza Bokashi Organko Set

wird vermehrt von Kunden genutzt, die größere Mengen an biologischem Abfall produzieren und daher mehrere Bokashi-Eimer benötigen.
Bevorzugt nutzen die Käufer einen Bokashi-Eimer als Ergänzung zum Komposter im Garten und stellen das zweite im Lieferumfang enthaltene Gefäß in der Wohnung auf. Das Skaza Bokashi Organko Set eignet sich laut Kundenmeinung sehr gut für den Einstieg in dieses interessante wie nachhaltige Hobby.
Es ist alles Notwendige im Set enthalten und die Kunden können zügig und ohne Probleme mit der Inbetriebnahme der Gefäße beginnen. Die Lieferung wird als zügig beschrieben. Das Bokashi-Set kommt gut verpackt und unversehrt bei den Kunden an.
Ein Kunde bemerkte nach kurzer Zeit einen undichten Zapfhahn. Der Hersteller reagierte umgehend und schickte kostenfreien Ersatz.
Einige Kunden sind vom Produkt derart begeistert, dass sie sich zum bereits vorhandenen Set noch mehrere Eimer dazukaufen. Die Gefäße werden als robust, wertig und standfest beschrieben. Auch bei längerem Gebrauch sind keine Verschleißerscheinungen aufgetreten.
Die Eimer schließen absolut dicht. Dies können auch Kunden bestätigen, die sich entschlossen haben, die Bokashi Eimer in der Küche aufzustellen. Es sind keine unangenehmen Gerüche wahrnehmbar.
Die Anleitung ist leicht verständlich und selbst gärtnerische Laien können das Set ohne Probleme in Betrieb nehmen. Der Vorteil dieser Anschaffung wird schnell deutlich. Es muss nichts mehr achtlos weggeworfen werden und auch die Biotonne vor dem Haus wird überflüssig, denn das organische Material kann direkt verwertet werden.
Kunden, die regelmäßig Gartendünger herstellen, bestätigen, dass sich diese Versorgung positiv auf ihre Pflanzen auswirkt und ein gesundes Wachstum fördert.

Vorteile:
  • praktischer Kauf im Set
  • robuste Eimer(stabiler Kunststoff)
  • ideal als Einsteiger-Set geeignet
  • geruchsdicht
Nachteile:
  • im Einzelfall undichter Zapfhahn

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Bokashi Starter-Set, 2 x 16 Liter, Eimer aus PE-Kunststoff, inkl. Zapfhahn, Henkel, Abtropfsieb, Dosierbecher, Dosierkelle und Kelle zum Verdichten, inkl. 1 Liter Flasche Bodenhilfsstoff mit effektiven Mikroorganismen

Bokashi Set mit Broschüre für Einsteiger: Das DIMIKRO Bokashi Eimer Starterset

enthält neben den zwei Eimern á 16 Litern auch effektive Mikroorganismen und Bokashi Ferment. Zusammen mit der umfangreichen Einsteiger-Broschüre erhalten auch Einsteiger damit alles, was sie für einen erfolgreichen Einstieg in die Herstellung von Bokashi benötigen.
Viele Käufer zeigen sich begeistert über die Funktionalität und die Verarbeitungsqualität der Bokashi-Eimer. Sie fügen sich optisch gut in die Küche ein und stören auch nicht mit einer übermäßigen Geruchsentwicklung. Nur in seltenen Fällen beklagten einige Käufer des DIMIKRO Bokashi Eimer Starterset, dass sich unangenehme Gerüche entwickelten, die eine Nutzung in der Küche verhinderten.
Die Fermentation geht den Nutzern zufolge relativ zügig und führt schon nach wenigen Tagen zur Ernte des ersten Bokashi-Saftes. Nach wenigen Wochen konnten die meisten Käufer bereits den fertig fermentierten Bokashi mit Erde vermischt in den Garten ausbringen.
Zu Kritik kam es in Einzelfällen, weil ein Eimer im DIMIKRO Bokashi Eimer Starterse undicht wurde. In 1-Personen-Haushalten funktionierte der Prozess vereinzelt nicht, weil zu geringe Mengen Biomasse zum Austrocknen des Bokashis führten.

Vorteile:
  • einfache Anwendung
  • komplettes Set für Einsteiger
  • verständliche Anleitung
  • gute Geruchsdichtigkeit
Nachteile:
  • in Einzelfällen undichter Eimer
  • Deckel schließt nicht immer luftdicht

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: 2 Eimer, inkl. 1 kg Ferment, 16 Liter

Komplettes Bokashi-Set mit Anleitung: Das Organico Bokashi-Set

liefert alles, was für die Herstellung von nahrhaftem Bio-Dünger aus organischen Abfällen notwendig ist. Die Kunden loben die gute Materialqualität und die verständliche Anleitung, welche es auch Laien möglich macht, sofort nach Lieferung mit der Bokashi-Produktion zu starten.
Der Abflusshahn des Organico Bokashi-Set wird als dicht beschrieben. Kritik erntet dagegen der Deckel, welcher bei einigen Kunden nicht komplett abschließt und kein vollständiges Vakuum zulässt. Wird das mitgelieferte Ferment nach Anleitung verwendet, ist es lange ausreichend.
Die meisten Käufer haben nach Anschaffung des Organico Bokashi-Set ihre Biotonne abgeschafft und die beiden Eimer befinden sich quasi im Dauereinsatz.
Bei einem Kunden konnte zwar Bokashi Saft abgelassen werden, der Fermentationsprozess konnte jedoch nicht wie gewünscht abgeschlossen werden. Der Käufer hatte den Eindruck, dass seine Abfälle konserviert, statt fermentiert wurden.

Vorteile:
  • zwei Eimer im Set
  • übersichtliche Anleitung
  • stabile Gefäße
  • dichte Zapfhähne
Nachteile:
  • Deckel schließt nicht immer luftdicht ab

Bokashi kaufen – Resteverwertung, aber richtig

Abfälle gehören auf den Kompost? Diese Aussage ist sicher nicht verkehrt, reicht aber lange nicht an die Möglichkeiten heran, die ein Bokashi-Eimer bietet. Alle organischen Abfälle, deren Entsorgung auf dem Kompost weder hygienisch noch hilfreich wäre, können mit Bokashi zu einem wertvollen Gartendünger werden.

Die Fermentation vollzieht sich innerhalb weniger Wochen und kann an jedem beliebigen Ort durchgeführt werden. Es spricht nichts dagegen, einen Bokashi Eimer direkt in der Küche aufzustellen. Eine unangenehme Geruchsentwicklung ist nicht zu befürchten, da die Küchenkomposter sehr dicht abschließen.

Die Fermentation ist dabei nicht neu, sondern folgt einem Prinzip, welches bereits in der Antike verbreitet war. Das Endprodukt dieses Prozesses, welcher durch Effektive Mikroorganismen unterstützt wird, ist ein hochwertiger und nährstoffreicher Dünger zur Bereicherung und Unterstützung des natürlichen Gleichgewichts unserer Umwelt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Bokashi und Kompost?

Bio-Müll landet in vielen Gärten automatisch im Komposter. Nicht alle Lebensmittel sind kompostierbar, aber mit Abfällen von Obst und Gemüse oder Kartoffel- und Eierschalen gelingt dies durchaus.

Das Prinzip dahinter ist jedoch vollkommen unterschiedlich. Auf dem Kompost verrottet dessen Inhalt und zersetzt sich mit der Zeit zu Erde.

Das Material „verbrennt“, dabei entstehen Gase, die dem Gartenbesitzer unangenehm in die Nase steigen. Der fertige Kompost ist kein vollwertiger Düngerersatz, da eigentlich arm an Nährstoffen. Somit ist bei Starkzehrern, wie vielen Gemüsesorten, ein zusätzlicher mineralischer Dünger erforderlich.

Bei der Fermentation im Bokashi-Eimer zerfällt das Material nicht einfach, sondern wird verstoffwechselt. Unter Zuhilfenahme von Hefe, Photosynthesebakterien und Pilzen wird das organische Material mit Vitaminen, Enzymen und Mineralien angereichert. So kann sämtliches organisches Material zu nährstoffreichem Dünger werden.

Während die Abfälle auf dem Kompost über Monate lagern müssen, vollzieht sich die Fermentation im Bokashi-Eimer innerhalb weniger Wochen. Um einen Komposthaufen anzulegen, wird ein ausreichend großer Garten benötigt. Bokashi Eimer können im Keller, auf dem Balkon, in der Küche oder an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden.

Was wird gebraucht, um Bokashi herstellen zu können?

Damit Abfälle zu Bokashi werden, wird ein Gefäß gebraucht, welches sich vollkommen luftdicht verschließen lässt. Ein einfacher Eimer mit Deckel wird also nicht ausreichen.

Weiterhin wichtig ist, dass die Feuchtigkeit aus dem Gefäß abgelassen werden kann. Deshalb sind die im Handel erhältlichen Bokashi Sets mit einem Zapfhahn ausgestattet. Dort kann der Bokashi Saft abgelassen werden.

Wer in der Wohnung Bokashi herstellen möchte, sollte keine Kompromisse eingehen und auf die handelsüblichen Bokashi Eimer zurückgreifen. Diese Behältnisse nehmen nicht viel mehr Platz ein, als ein herkömmlicher Eimer für Biomüll.

Bokashi Eimer sind sehr robust und speziell geformt. Es kann aus unterschiedlichen Größen mit einem Fassungsvermögen zwischen 16 und 19 Litern gewählt werden.

Welche Arten von Bokashi-Sets gibt es?

Hierbei gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Alle Produkte sind ähnlich aufgebaut. Lediglich die Liefermenge kann abweichen, was Vor- und Nachteile mit sich bringt.

  • Einfacher Bokashi Eimer: Diese Produkte sind ideal für Einsteiger. Für all jene, die einen ersten Versuch unternehmen wollen, Bokashi herzustellen, genügt ein Gefäß. Ebenso bietet sich diese Option für kleinere Haushalte an, wo eher weniger Biomüll anfällt.
  • Bokashi Eimer Set: Der Kauf im Set bietet Vorzüge und hilft beim Sparen. Ein Set erweist sich meist als deutlich günstiger. Es werden zwei Eimer geliefert. Diese können beispielsweise im Garten und in der Wohnung aufgestellt werden. Ein Bokashi-Set ist hilfreich für größere Haushalte und Personen, die im Sommer viel Zeit im Garten verbringen und dort auch Obst und Gemüse verwerten und Mahlzeiten zubereiten.

Welches Zubehör ist für die Bokashi Herstellung notwendig?

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich ein Bokashi Set selbst herzustellen, wird folgendes Zubehör benötigen:

  • Bokashi Eimer: Dieser sollte in jedem Fall über einen luftdichten Verschluss verfügen. Wichtig sind weiterhin der Zapfhahn für die Flüssigkeit und ein Abtropfgitter.
  • Verdichtungskelle: Diese Kelle ist notwendig, damit sich der Anteil von Flüssigkeit und Sauerstoff im Gefäß verringert und die Masse gut verdichtet werden kann.
  • Bokashi Ferment: Mit diesem Produkt lässt sich der Fermentationsprozess beschleunigen. Darüber hinaus werden unangenehme Gerüche verhindert. Meist werden Dinkelspelzen oder Weizenkleie als Ferment genutzt.
  • Effektive Mikroorganismen: In diesen Lösungen sind die für die Fermentation notwendigen Bakterien enthalten.

Wohin mit dem Bokashi Saft?

Während des Fermentationsprozesses geht den Stoffen Flüssigkeit verloren. Das im Bokashi-Eimer anfallende Wasser ist eine nährstoffreiche Lösung, welche Stickstoff, Magnesium oder Kalium in unterschiedlichen Anteilen und in Abhängigkeit von den verwendeten Lebensmittelresten enthält.

Bokashi Saft kann alle zwei bis drei Tage abgelassen werden. Dies ist nicht zu vergessen, ansonsten kann die Flüssigkeit zu schimmeln beginnen. Bokashi-Saft kann als Flüssigdünger genutzt werden, sollte aber mit reichlich Wasser verdünnt werden. Bei jungen oder empfindlichen Pflanzen wird ein Mischverhältnis von 1:100 empfohlen.

Folgende Verwendungsmöglichkeiten sind gegeben:

  • Pflanzenjauche: 1:100 mit Wasser mischen
  • Pflanzenschutzmittel: 40 Milliliter Bokashi Saft auf 500 Milliliter Wasser
  • Kompostbeschleuniger: 1:100 mit Wasser mischen
  • Rohrreiniger für den Abfluss: etwa 50 Milliliter, unverdünnt verwenden

Wie wird Bokashi verwendet?

Nach wenigen Wochen kann dem Bokashi-Eimer ein Dünger entnommen werden, der fertigen Produkten aus dem Handel in nichts nachsteht. Etwa nach zwei Wochen kann nachgeschaut werden, wie weit die Fermentation vorangeschritten ist.

Riecht der Inhalt des Eimers säuerlich, etwa wie Apfelessig und erinnert das Aussehen des im Gefäß befindlichen Materials an Sauerkraut und besitzt eine ähnlich glasige Optik, ist das Bokashi gebrauchsfertig.

Der Inhalt des Eimers wird vor Gebrauch mit Erde vermischt. Dabei sind 16 Liter Bokashi ausreichend für etwa 100 Liter normale Gartenerde. Bei Starkzehrern wie Kartoffeln oder Tomaten kann jede Pflanze etwa 250 Gramm Bokashi erhalten.

Bokashi besitzt einen niedrigen pH-Wert. Damit sich dieser neutralisiert und die Wurzeln empfindlicher Jungpflanzen keinen Schaden nehmen, sollte die fertige Erdmischung vor der Verwendung etwa eine Woche ruhen.

Was gehört in den Bokashi?

Theoretisch können alle Küchenabfälle, die irgendeine Form von Zucker enthalten, in den Bokashi gegeben werden.

Folgende Stoffe sollten möglichst nicht in das Gefäß:

  • Fleisch und Fisch: Schädlinge, Mäuse und Ratten werden angezogen
  • stärkehaltige Essensreste: gekochte Kartoffeln, Pasta, riechen schlecht
  • Fette und Öle: hemmen den Abbau
  • Papier und Holz: sehr langsamer Abbau, da kaum Zucker enthalten ist

Worauf sollte beim Kauf von Bokashi-Sets noch geachtet werden?

Wer zukünftig weniger Küchenabfälle entsorgen und umweltbewusster leben möchte, ist mit einem Bokashi-Set gut beraten. Vor dem Kauf sollten einige wichtige Kriterien Beachtung finden:

  • Größe: Ein Bokashi Eimer wird in unterschiedlichen Größen angeboten. Die Auswahl sollte sich danach richten, wie viele Personen im Haushalt leben und welche Mengen an Bio-Müll täglich anfallen. Für einen durchschnittlichen Haushalt sind Bokashi Eimer mit einem Fassungsvermögen von 16 Litern ausreichend.
  • Form: Wer sein Bokashi-Set in der Küche unterbringen will, wird auch auf die Form der Behältnisse achten. Meist sind die Eimer rechteckig und eher unauffällig. Um speziellen Ansprüchen gerecht zu werden, bietet der Handel mittlerweile auch quadratische und runde Bokashi Eimer an.
  • Farbe: Auch hier gilt, das Kriterium ist lediglich wichtig, wenn die Bokashi Verwendung im Zimmer geschehen soll. Die Eimer werden in verschiedenen dezenten Farbgebungen angeboten. Dabei besteht die Wahl aus folgenden Nuancen: Weiß, Beige, Grün, Braun, Grau und Schwarz.

Alternativprodukte

Die möglichst effiziente Verwertung von Küchenabfällen ist besonders für umweltbewusste Gärtner ein Thema. Die Herstellung von Dünger im Bokashi-Set ist beinahe konkurrenzlos. Folgender Alternative bedienen sich die meisten Kleingärtner.

  • Komposter: Die Kompostierung ist eine bewährte Variante, die in den meisten Kleingärten zur Anwendung kommt. Dabei wird organisches Material unter Einwirkung von Sauerstoff und Hitze kompostiert. Dabei gehen wertvolle Inhaltsstoffe zum Teil verloren. Von Vorteil ist, dass sich reifer Kompost direkt als Dünger verwenden lässt. Der Komposter verrichtet seine Arbeit zwar langsamer, als dies im Bokashi Eimer vonstattengeht, dafür muss der Inhalt nicht zerkleinert werden und es sind auch keine weiteren Zusatzstoffe wie die öfters in Kritik geratenen Effektiven Mikroorganismen notwendig.

Bildquelle Header: Kitchen scraps for compost © Depositphotos.com/PTHamilton
Letzte Aktualisierung am 22.09.2021 um 05:09 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API