Leimringe – Bäume umweltschonend vor Schädlingen schützen

Aktualisiert am: 24.06.2022

Kurz & Knapp

  • Leimringe helfen zuverlässig, umweltschonend und giftfrei gegen Frostspanner, indem man sie von Anfang Oktober bis Ende Januar am Baumstamm anbringt.

  • Auch gegen Schneespanner, Blutläuse, Ameisen und Blattläuse können Leimringe an Bäumen, Sträuchern und Obstbäumen eingesetzt werden.

  • Nehmen Sie die Leimringe spätestens im April wieder ab, da dann die Gefahr steigt, dass Fledermäuse und Vögel auf der Suche nach Insekten klebenbleiben können.

Update vom 24.06.2022

Wir haben den Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Leimringe Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Leimring, Länge: 3,5 Meter, inklusive Bindedraht, inklusive Teppichmesser

Effektive Frostspanner-Bekämpfung: Der Aeroxon Baumleimring

wird gebrauchsfertig geliefert. Ein Messer zum Zuschnitt und der Bindedraht liegen bereits bei, sodass das Anbringen des Leimrings laut Kundenrezensionen problemlos gelingt.
Gut gefällt auch die Handhabung den Käufern. Im Gegensatz zu anderen Leimringen lässt sich das Produkt besonders einfach anbringen, ohne dass die Hände klebrig werden, berichtet ein Nutzer.
Käufer berichten, dass die Aeroxon Baumleimringe gegen den Frostspanner sehr gut wirksam sind. Anders sieht es in manchen Fällen bei Ameisen aus.
Mehrere Käufer berichten, dass Ameisen einfach über den Aeroxon Baumleimring liefen, ohne festzukleben. Dadurch ließ sich ein Blattlausbefall kaum verhindern.
Mit der Klebewirkung sind die Nutzer größtenteils zufrieden. In manchen Fällen wird aber darüber berichtet, dass die Leimschicht nach einigen Wochen nicht mehr zuverlässig klebt.

Vorteile:
  • bekämpft effektiv Frostspanner
  • inklusive Cuttermesser zum Zuschnitt
  • inklusive Bindedraht zum Befestigen
  • einfache Anbringung
Nachteile:
  • Ameisen können den Leimring manchmal überwinden
  • Klebewirkung lässt manchmal zu schnell nach

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Leimring, Länge: 5 oder 10 Meter, inklusive Bindedraht, inklusive Teppichmesser

Blattlausbefall vorbeugen: Durch die große Länge sind die PIC Leimringe für Obstbäume

ideal, wenn man mehrere Obstbäume oder andere Bäume mit einem schützenden Baumleimring versehen möchte. Die meisten Käufer berichten, dass Zuschnitt und Anbringen mit dem mitgelieferten Zubehör gut gelingen.
Allerdings wird die Stabilität der PIC Leimringe für Obstbäume und des Bindedrahtes manchmal bemängelt. In einzelnen Fällen rissen die Baumleimringe ein oder der Bindedraht riss beim Zubinden ab.
Überwiegend wird von einer guten und zuverlässigen Abwehr von Ameisen berichtet, sodass sich ein übermäßiger und starker Blattlausbefall gut verhindern ließ.
Mehrere Käufer berichten aber, dass die Klebkraft für Ameisen manchmal zu gering ausfällt. Die Tierchen laufen dann einfach über den PIC Leimring hinweg.

Vorteile:
  • reicht für eine größere Zahl an Bäumen
  • inklusive Teppichmesser zum Zuschnitt
  • inklusive Bindedraht zum Befestigen
  • geeignet zur Vorbeugung eines Blattlausbefalls
Nachteile:
  • hält Ameisen nicht immer zu 100% auf
  • Leimringe und Bindedraht können manchmal beim Anbringen reißen

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Leimring, Länge: 5 Meter, inklusive Bindedraht, in Spenderbox

Sehr gute Klebewirkung: Der Substral 7823 Naturen Bio Leimring

lässt sich gut anbringen. Allerdings sei dafür etwas Geschick nötig, berichten die Käufer, damit man keine klebrigen Finger bekommt.
Gegen Frostspanner und ähnliche Schädlinge ist der Substral 7823 Naturen Bio Leimring sehr gut wirksam. Auch Ameisen konnten die meisten Nutzer gut fernhalten, um einen Blattlausbefall einzuschränken.
Nur in wenigen Fällen berichten Nutzer davon, dass Ameisen hingegen nicht oder nicht vollständig vom Leimfilm festgehalten werden.
Insgesamt heben viele Käufer die besonders hohe Klebkraft hervor. Allerdings, so berichten einige Nutzer, bleiben jedoch auch vermehrt Nützlinge und zum Teil auch Vögel am Leimring kleben.
Einzelne Käufer berichten, dass der Substral Naturen Bio Leimring Fluginsekten wie Wespen und Wildbienen sogar anzulocken scheint. Diese kleben dadurch vermehrt am Leimring fest, was laut Nutzerberichten bei Konkurrenzprodukten weniger stark der Fall sei.
Das können viele andere Käufer jedoch nicht bestätigen. Tritt viel Beifang auf, kann das auch mit dem Zeitpunkt und der Höhe der Anbringung zu tun haben.

Vorteile:
  • mit Spenderbox
  • inklusive Bindedraht
  • hohe Klebkraft
  • beugt Frostspanner- und Blattlausbefall vor
Nachteile:
  • in manchen Fällen bleiben vermehrt Nützlinge und in Einzelfällen auch Vögel am Leimring kleben
  • Ameisen können den Leimring manchmal überqueren

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Leimringe kaufen – Schädlinge wie den Frostspanner umweltschonend bekämpfen

Leimringe gehören zu den einfachsten, ältesten und zugleich umweltfreundlichen Mitteln gegen Schädlinge an Bäumen und Obstbäumen. Neben dem Frostspanner lassen sich verschiedene andere Schädlinge ganz ohne Gift und Chemie und bekämpfen.

Für eine optimale Wirkung sind nicht nur hochwertige Leimringe nötig, sondern auch die richtige Anwendung zum optimalen Zeitpunkt. Wichtig ist auch, die Baumleimringe rechtzeitig, spätestens im April, wieder zu entfernen, damit Vögel, Fledermäuse und nützliche Insekten nicht festkleben können.

So setzt man Leimringe optimal ein

Leimringe bestehen aus einem Trägermaterial, auf dem sich eine klebrige Leimschicht befindet. Sie werden um den Baumstamm gewickelt und halten Schädlinge davon ab, den Stamm emporzuklettern.

Zum Anbringen schneidet man den Leimring zehn Zentimeter länger als der Baumumfang zu. Dann zieht man die Schutzfolie etwa zehn Zentimeter weit ab, fixiert den Ring an dem abgezogenen, klebrigen Stück und entfernt dann erst die restliche Folie. Zuletzt wird der Leimring mit Bindedraht am oberen und unteren Rand befestigt.

Damit Leimringe effektiv wirken können, sollte man auf die optimale Anwendung achten:

  • Leimringe werden im unteren Stammdrittel platziert, in etwa 30 bis 60 cm Höhe, je nach Baumgröße (weiter oben angebracht könnten sich fliegende Tiere darin verfangen)
  • den Bindedraht sollte man lückenlos und fest anliegend anbringen, damit keine Schädlinge unter dem Leimring hindurchkrabbeln können
  • bilden die Haltestäbe junger Bäume oder benachbarte Bäume eine Brücke zum behandelten Baum, sollten auch diese im unteren Bereich mit einem Leimring geschützt werden

Nützlinge, Vögel und Fledermäuse schützen

Die am Leimring klebenden und zappelnden Insekten können Vögel und Fledermäuse anlocken. Auch wenn Fledermäuse Insekten vorwiegend im Flug fangen, gibt es doch einige Fledermausarten, die Spinnen und Insekten gerne auch sitzend von Oberflächen absammeln.

Wollen die Tiere sich über das vermeintlich leicht zugängliche Buffet hermachen, können sie an den Leimringen klebenbleiben. Das passiert zwar zum Glück selten, sollte aber unbedingt verhindert werden, damit die Tiere nicht kläglich verenden.

Vor allem in der Brutzeit, wenn die Vögel und Fledermäuse intensiv auf Insektensuche für ihre Jungen sind, ist Vorsicht geboten.

Damit Leimringe nicht zur Todesfalle für Fledermäuse und Vögel werden, sollte man sie ausschließlich von Oktober bis zum Frühjahr anbringen, empfehlen Naturschutzexperten. Spätestens im April sollte man die Leimringe sicherheitshalber abnehmen.

Ein späterer Einsatz ist auch nicht nötig, da die Schädlinge wie Frost- und Schneespanner, auf die Leimringe vorwiegend abzielen, ihre Wanderung am Baumstamm bis dahin längst abgeschlossen haben. Zudem ist ein Abnehmen in der Vegetationszeit der Bäume auch für die Baumrinde zuträglich.

Leimringe sollte man außerdem immer nur im unteren Drittel des Baumstammes anbringen und nicht an Ästen oder weiter oben im Baum nutzen. Sonst besteht eine größere Gefahr, dass Vögel damit in Kontakt kommen.

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Vorteile und wichtige Qualitätskriterien von Leimringen

Leimringe sollen zuverlässig gegen Schädlinge helfen, sie sollen sich aber auch leicht anbringen lassen und umweltschonend sein. Möchte man die optimalen Leimringe kaufen, sollte man auf bestimmte Qualitätskriterien achten, um die Vorteile der Klebefallen optimal ausschöpfen zu können.

Vorteile von Leimringen

Leimringe haben viele Vorteile. Sie kommen ohne Gift aus und sind bei richtiger Anwendung schonend zu Nützlingen und Umwelt. Dadurch eignen sie sich auch für den ökologischen Landbau und für Naturgärten.

Im Gegensatz zu Raupenleim, der direkt auf die Rinde gestrichen wird, kann der Leimring im Frühjahr wieder abgenommen werden. Und mit ihm auch die festklebenden Insekten.

Ein Vorteil der Leimringe liegt auch darin, dass die darunterliegende Rinde nicht geschädigt wird. Sollten doch Schäden vermutet werden, lässt sich der Leimring sofort wieder spurlos abnehmen.

Das zeichnet qualitativ hochwertige Leimringe aus

Folgende Kriterien sind Pluspunkte beim Kauf von Leimringen, die gute Produkte ausmachen und die Handhabung erleichtern:

  • passender Bindedraht ist im Lieferumfang enthalten
  • reißfestes Trägermaterial
  • einfache Handhabung beim Abziehen der Schutzfolie
  • gut zuschneidbar
  • gute Klebfähigkeit, die bis zum Entfernen des Leimrings bestehen bleibt
  • grüne Farbe, da diese keine Nützlinge anlockt
  • Trägerpapier und Leim aus natürlichen Inhaltsstoffen

Schädlinge mit Leimringen bekämpfen

Ein Leimring bildet eine klebrige und unüberwindliche Blockade für Schädlinge, die an Baumstämmen emporklettern. Dadurch wirkt der Leimring aber auch nur gegen bestimmte Schädlinge, zu deren Lebenszyklus es gehört, den Baumstamm entlangzuwandern, und die nicht direkt die Krone anfliegen.

Wichtig ist auch, den Leimring genau dann einzusetzen, wenn der spezifische Schädling seine “Wanderphase” am Baum hat. Die optimale Zeit richtet sich deshalb nach der Schädlingsart.

Leimringe gegen Frostspanner

Der kleine Frostspanner (Operophtera brumata) ist eine Mottenart, deren Weibchen nicht fliegen können. Sie klettern deshalb den Stamm empor. In der Baumkrone paaren sie sich mit den fliegenden Männchen.

Nach Ablage der Eier schlüpfen gefräßige Raupen, die an Obstbäumen (zum Beispiel Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume) und an Ahorn, Linde, Buche und anderen Bäumen große Schäden anrichten können.

Leimringe bringt man gegen den Frostspanner von Anfang Oktober bis Anfang Januar an. So werden die Weibchen zuverlässig abgefangen und es kommt erst gar nicht zum Raupenbefall.

Leimringe gegen weitere Schädlinge

Leimringe können auch gegen weitere Schädlinge helfen, die den Baumstamm als Zugang zu den Blättern und Früchten der Obstbäume oder anderen Bäume nutzen. Dazu gehören:

  • Schneespanner: Schneespanner-Raupen befallen Schlehen, Weiden, Pappeln, Hainbuche, Stieleiche und andere Bäume und Sträucher. Die Weibchen krabbeln wie der Frostspanner am Baumstamm empor, allerdings etwas später im Jahr. Optimale Zeit zum Anbringen des Leimrings: Januar bis April.
  • Ameisen und Blattläuse: Blattläuse wird man nur schwer los, wenn Ameisen die Kolonien im Austausch gegen süßen Honigtau vor Fressfeinden schützen. Leimringe durchbrechen Ameisenstraßen und ermöglichen es, dass die Natur sich in Form von Nützlingen (z. B. Marienkäfer- oder Florfliegenlarven) innerhalb kurzer Zeit selbst um den Blattlausbefall kümmert. Optimale Zeit zum Anbringen des Leimrings: März und April.
  • Blutläuse: Die Einwanderer aus den USA treten hierzulande zunehmend auf und führen bei Apfel, Birne und anderem Kernobst zu krebsartigen Wucherungen. Blutläuse überwintern in Spalten an Wurzeln und am unterem Rindenbereich und wandern im Frühjahr nach oben. Optimale Zeit zum Anbringend des Leimrings: März und April.

Allerdings sollte man beachten, dass Ameisen sich durch ihre geringe Größe oftmals unter Leimringen hindurchzwängen können, vor allem bei Bäumen mir rauer Borke. In solchen Fällen kann Raupenleim, der direkt auf den Stamm aufgestrichen wird, eine gute Alternative sein.

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