Rosen werden nicht umsonst die Königin der Blumen genannt. Sie berauschen mit ihrer Farbe und ihrem Duft, sind aber auch anspruchvoller in der Pflege. Je nach Standort gedeihen sie mehr oder weniger prächtig. Nicht jeder Garten lässt sich in einen üppigen Rosengarten verwandeln, trotzdem müssen die meisten Gartenbesitzer nicht ganz auf Rosen verzichten. Einige Sorten wachsen auch in schattigen oder klimatisch ungünstigen Lagen. Wer seine Rosen richtig pflanzt, kann sich über gesundes Wachstum und Blütenreichtum freuen.

Welchen Standort bevorzugen Rosen?

Der beste Standort zum Rosen pflanzen ist vollsonnig und luftig. Jedoch sollten windexponierte Lagen vermieden und besser ein geschützter Standort gewählt werden. Der Pflanzabstand der Rosen richtet sich nach der späteren Größe und dem Wuchs. Stehen die Rosen zu eng, lassen sich Pflegemaßnahmen wie schneiden, ausputzen und spritzen nur sehr schwer durchführen. Zu dicht stehende Pflanzen werden zudem schneller von Pilzkrankheiten wie Sternrußtau und Rosenrost befallen, weil die Blätter nach einem Regenguss nicht schnell genug abtrocknen.

Edelrosen wachsen straff aufrecht und brauchen nicht so viel Platz wie Strauchrosen mit weichen, ausladenden Trieben. Am wenigsten Platz benötigen Zwergrosen. Hier reicht ein Pflanzabstand von 30 Zentimetern. Beetrosen werden etwa 30 Zentimeter zur Beetkante und in einem Abstand von 45 bis 60 Zentimetern gepflanzt. Wer Strauchrosen oder englische Rosen pflanzen möchte, lässt zwischen den Pflanzen mindestens 75 Zentimeter, bei großen Sträuchern 120 Zentimeter Platz.

Neben dem Pflanzabstand ist beim Rosen setzen auch die Tiefe entscheidend für gutes Anwachsen. Rosen im Topf oder Container werden ebenso tief gepflanzt wie vorher im Topf. Wildrosen und wurzelechte Rosen werden genauso tief wieder eingepflanzt, wie sie zuvor in der Erde gestanden haben. Bei wurzelnackten Rosen achtet man darauf, dass sich die Veredelungsstelle (die Verdickung oberhalb des Wurzelwerks) etwa fünf Zentimeter unter der Erde befindet. Das ist wichtig, um zum einen die Pflanze vor Frost zu schützen und zum anderen die Bildung von unerwünschten Wildtrieben zu verhindern.

Bei Auswahl und Pflanzung die Blütezeit berücksichtigen

Die Blütezeit der Rosen spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Gartengestaltung. Für ein Frühlingsbeet bieten sich früh blühende Wildrosen an, die mit Narzissen, Tulpen, Primeln und Allium unterpflanzt werden. In Kombination mit Herbststauden haben diese Sträucher mit ihren leuchtenden Hagebutten später im Jahr ihren zweiten großen Auftritt. Für reine Rosenbeete sollten Rosen mit unterschiedlichen Blütezeiten und zudem Sorten, die zuverlässig fortlaufend oder mehrmals blühen gewählt werden, damit das Beet einen durchgehenden Blickfang bietet.

Wann kann man Rosen pflanzen?

Die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen ist in ihrer Ruhephase. Das heißt, man kann Rosen im Herbst oder im Frühjahr pflanzen. Der Boden sollte frostfrei sein, damit die Pflanzen gut anwachsen. Der beste Pflanzzeitpunkt für wurzelnackte Rosen ist direkt nach dem Kauf. Ist das aufgrund der Witterung nicht möglich, werden die Rosen kühl und frostfrei gelagert, etwa in einem Kellerraum. Damit die Wurzeln nicht austrocknen, werden sie in einen Eimer mit Wasser gestellt.

​Der beste Zeitpunkt, um Rosen zu pflanzen ist in den Monaten März und April oder im Oktober und November. Die Herbstpflanzung sichert ihnen einen gewissen Vorsprung, da sie schon gut eingewachsen sind und im Frühjahr gleich durchstarten können.

Wer seine Rosen zu einer anderen Jahreszeit pflanzen möchte, sollte auf Containerware zurückgreifen. Diese Rosen lassen sich auch im Sommer pflanzen, ohne Schaden zu nehmen. Wichtig bei Kauf von Containerrosen ist ein fester Wurzelballen. Wenige, lockere Wurzeln im Topf lassen darauf schließen, dass wurzelnackte Rosen nachträglich eingetopft wurden, was die Anwachsbedingungen sehr erschwert.

​Den Boden für Rosen vorbereiten

Wann pflanze ich Rosen? Natürlich erst, wenn der Boden gut vorbereitet ist. Dies sollte einige Wochen vor der Pflanzung geschehen. Bei unbewirtschaftetem Boden wird die Grasnarbe abgenomen, der Boden umgegraben und mit Kompost verbessert. Gut verrotteter Kompost sorgt für gute Durchlüftung und Durchlässigkeit, was bei Lehmböden wichtig ist. Sehr schwere Böden erhalten eine Drainage, damit keine Staunässe entsteht. Die meisten Rosen fühlen sich in einem leicht sauren Boden mit einem pH-Wert von 6,5 wohl. Alte Rosen akzeptieren auch leicht alkalische Böden.

​So pflanzt man Rosen richtig

Eine allgemeingültige Pflanzanleitung für Rosen gibt es nicht. Wann und wie tief man Rosen pflanzt, hängt davon ab, ob diese ins Beet oder in einen Kübel gepflanzt werden und ob es sich um wurzelnackte Rosen handelt oder um Containerware. Kletterrosen, Rambler und Stammrosen werden anders gepflanzt als Beet- und Strauchrosen. Um ein gutes Anwachsen zu gewährleisten, müssen die Wurzeln der zu pflanzenden Rosen gut feucht sein. Wurzelnackte Rosen werden dazu mindestens eine Stunde vor dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser gestellt. Containnerrosen werden vor dem Setzen mitsamt dem Tof in Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Wurzelnackte Rosen einpflanzen

Wurzelnackte Rosen erhalten vor dem Pflanzen einen sogenannten Pflanzschnitt. Kranke und beschädigte Wurzeln werden ganz entfernt, sehr lange Wurzeln können etwas eingekürzt werden, damit sie besser ins Pflanzloch passen. An der gewünschten Stelle wird ein Loch gegraben, das breit genug ist, dass sich die Wurzeln darin gut ausbreiten lassen und tief genug, dass die Veredelungsstelle 5 Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt.

In das Pflanzloch arbeitet man Gartenkompost und etwas Knochenmehl ein und setzt dann die Rose hinein. Das Pflanzloch wird nun mit Erde gefüllt. Dabei leicht an der Pflanze rütteln, damit sich die Erde gut um die Wurzeln verteilen kann. Dann wir die Erde vorsichtig festgetreten und die Rose angegossen. Bei einer Pflanzung im Herbst wird die Rose zusätzlich mit Erde angehäuft, um sie vor Frost zu schützen. Die angehäufte Erde wird im Frühjahr glattgezogen.

Topfrosen und Containerware

Die Frage, wie tief man Rosen pflanzen sollte, ist bei Topfrosen und Containerrosen leicht beantwortet. Sie werden mit Ballen so tief in die Erde gesetzt, wie sie auch vorher im Topf gestanden haben. Beim Ausheben des Pflanzlochs also darauf achten, wann die gewünschte Tiefe erreicht ist.

Kann man Rosen im Kübel pflanzen?

Rosenpflanzen im Topf benötigen schon bald mehr Platz. Für die Terrasse oder den Hauseingang kann man Rosen in Kübeln pflanzen, wenn ihren Bedürfnissen Rechnung getragen wird. Sie sind Tiefwurzler, weshalb der Pflanzkübel für Rosen eher hoch als breit sein sollte. Der Boden des Pflanzkübels wird mit einer Lage Tonscherben als Drainage ausgelegt. Welche Erde für die Rosenpflanzen verwendet wird, ist auch eine Frage des Geldbeutels. Im Handel erhältliche Rosenerde oder gute Blumenerde auf Lehmbasis ist ebenso geeignet wie eine Mischung aus guter Gartenerde und Kompost. Geeignete Rosen für die Kübelpflanzung sind Beetrosen, englische Rosen und Stammrosen.

Stammrosen richtig pflanzen

Stammrosen brauchen auf jeden Fall einen Stützpfahl, der auf der Windseite steht. Der Pfahl soll lang genug sein, dass er knapp unter der Krone steht, wenn Pfahl sowie Rose sich bereits im Pflanzloch befinden. Wie tief die Rose gesetzt werden muss, ist deutlich an der sogenannten Bodenmarke am Stamm erkennbar. Nach dem Pflanzen wir der Stamm knapp unterhalb der Krone und auf halber Höhe am Pfahl befestigt.

Brauchen Halt: Rambler, Kletterrosen, große Strauchrosen

Ramblerrosen richtig zu pflanzen unterscheidet sich nur leicht von der Methode, wie man normalerweise Rosen einpflanzen sollte. Rambler und auch Kletterrosen brauchen eine Rankhilfe. Bei Kletterrosen ist das meist ein Rosenbogen, ein Obelisk oder eine aus Baustahlstangen in den Boden gesteckte Rankhilfe. Ramblerrosen wachsen an einem Rankgitter an der Hauswand oder erklimmen einen größeren Baum. Kletterrosen und Rambler werden leicht schräg in die Erde gesetzt und zwar in die Richtung, wohin die Triebe wachsen sollen.

Sollen die Rosen an einer Hauswand wachsen, darf ein Abstand zur Wand von 45 Zentimetern nicht unterschritten werden. Der ideale Winkel zur Wand beträgt etwa 45 Grad. Bis die Triebe die Stützdrähte erreicht haben, leisten Stäbe gute Dienste, an denen die Triebe mit Plastikclips befestigt werden. Eine Rosen Rankhilfe kann auch bei großen Strauchrosen von Nutzen sein. Manche Sorten mit sehr weichen Trieben sind dankbar für ein wenig Halt.

Eigener Rosennachwuchs aus Samen, Stecklingen, Wurzelausläufern

Wer mehr von seinen Lieblingsrosen haben möchte, kann Wildrosen gut aus Samen (Hagebutten) vermehren. Das Rosensamen pflanzen funktioniert am besten, indem die Hagebuttenkerne in einen Topf mit Erde gesteckt und an einem halbschattigen Platz aufgestellt werden. Strauchrosen, alte Rosen und Kletterrosen lassen sich über Stecklinge vermehren, Wildrosen über Wurzelausläufer, die abgestochen und an anderer Stelle eingepflanzt werden.

​Kann man Rosen umpflanzen?

Grundsätzlich ja. Man kann sowohl alte Rosen verpflanzen als auch Edelrosen, englische Rosen oder Strauchrosen. Selbst Rambler nehmen den Umzug an einen neuen Standort nicht übel, etwa wenn der Baum, der als Stütze gedient hat, abgestorben ist. Wichtig ist, das Wurzelwerk großzügig auszugraben, damit die Hauptwurzeln weitgehend erhalten bleiben. Vor dem Umsetzen an den neuen Platz dürfen die Triebe der Rosen großzügig gekürzt werden. Auch die Wurzeln erhalten einen Pflanzschnitt. Ganz wichtig: Bei Rosen stellt sich schnell Bodenmüdigkeit ein. Das bedeutet, dass an einer Stelle, wo zuvor eine Rose gestanden hat, keine neue gepflanzt werden darf. Steht kein anderer Platz zur Verfügung, wird die Erde mindestens einen halben Meter tief entfernt und durch neue, hochwertige Erde ersetzt. Ein Gemisch aus Gartenerde und Kompost ist ebenso geeignet wie speziell im Handel erhältliche Rosenerde.

Rosen unterpflanzen: Passende Begleiter für Rosen

Welche Pflanzen zu Rosen passen, hängt von der individuellen Gestaltung des Gartens ab. Grundsätzlich gibt es nichts, was man nicht zu Rosen pflanzen kann. Ganz wichtig bei jeglicher Unterpflanzung für Rosen: Sie brauchen kahle Füße. Das heißt, die jeweiligen Begleiter müssen in gebührendem Abstand gepflanzt werden, damit Majestät nicht in Nährstoff- und Wasseraufnahme gestört wird.

​Hier einige Vorschläge, welche Blumen man zu Rosen pflanzen kann:

  • Klassisch
  • Frühlingsbeete
  • Sommerbeete
  • Herbstbeete
  • luftige Beete
  • Chinaschilf
  • Rutenhirse
  • Segge
  • Reitgras
  • Staudensonnenblume
  • Wiesenknopf
  • Schafgarbe

Bildquellen: