Teichfolie berechnen

Teichfolie berechnen: Diese Größe musst du kaufen (inkl. Rechner)

Aktualisiert am: 28.04.2026

Ein eigener Gartenteich ist ein wunderbarer Blickfang und bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Damit er dicht bleibt und du lange Freude daran hast, braucht es die passende Folie. Die Größe der Teichfolie zu bestimmen scheint zunächst knifflig, doch mit ein paar einfachen Formeln und dem richtigen Werkzeug gelingt es problemlos.

Der Teichfolien‑Rechner

Um dir die Kalkulation zu erleichtern, habe ich einen Teichfolien‑Rechner erstellt. Du findest ihn direkt hier auf der Seite. Mit wenigen Angaben zu den Abmessungen deines künftigen Teichs ermittelt das Tool die nötige Länge und Breite der Folienbahn und berücksichtigt auf Wunsch auch den Bedarf an Teichvlies. Du musst lediglich die längste und breiteste Stelle sowie die maximale Tiefe eingeben. Eine Randzugabe pro Seite kannst du frei wählen.

Nutze den Rechner einfach hier:

Gartenteich planen

Teichfolie berechnen

Ermittle, welche Folienbahn du für deinen Teich ungefähr bestellen solltest – inklusive Randzugabe und optionalem Teichvlies.

Gerechnet wird mit: Teichmaß + 2 × Tiefe + 2 × Randzugabe. Bei sehr steilen, stark verwinkelten oder terrassierten Teichen lieber zusätzlich Reserven einplanen.

Dein Ergebnis
empfohlene Foliengröße
Folienfläche
Gerundet bestellen
Teichvlies
Materialhinweis

So funktioniert die Berechnung

Die Grundlage für die Foliengröße ist eine einfache Formel: Länge bzw. Breite des Teichs + 2 × Tiefe + 2 × Randzugabe. Du solltest immer die größten Werte bei Länge und Breite nehmen, damit auch geschwungene Formen abgedeckt sind. Im Folgenden erkläre ich dir die einzelnen Punkte, die der Rechner berücksichtigt.

Längste Stelle des Teichs

Messe die größte Distanz von einem Ende zum anderen. Selbst wenn dein Teich rund oder oval wird, wähle für die Berechnung den maximalen Abstand. So stellst du sicher, dass die Folie später an jeder Stelle ausreichend überlappt.

Breiteste Stelle des Teichs

Auch bei der Breite ist der größte Wert maßgeblich. Gerade bei unregelmäßigen Grundrissen kann die Breite an verschiedenen Punkten variieren. Notiere dir den breitesten Abschnitt und trage diesen in den Rechner ein.

Tiefster Punkt

Die Tiefe ist entscheidend für die Berechnung, weil sie in Länge und Breite jeweils doppelt einfließt. Miss also die geplante Maximaltiefe vom Wasserspiegel bis zur untersten Stelle der Grube.

Randzugabe

Der Überstand der Folie über den Wasserspiegel hinaus dient als Sicherheit. Er wird am Ufer eingegraben oder hinter Steinen versteckt, damit nichts verrutscht. Ein halber Meter pro Seite ist ein guter Ausgangspunkt. Bei sehr flachen oder steilen Ufern kannst du mehr oder weniger Rand einplanen.

Runden und Bestellen

Fachhändler bieten Folien häufig in Halbmeterschritten an. Deshalb rundet der Rechner dein Ergebnis auf eine praktische Größe auf. So erhältst du die nächstmögliche Bahn, ohne zu knapp zu kalkulieren.

Grundregel: Ermittle stets die größten Maße und rechne großzügig. Bei komplexen Formen helfen dir Schablonen aus Faden oder Gartenkreide, um Länge und Breite zu bestimmen.

Arten von Teichfolie

Es gibt verschiedene Materialien, die sich als Teichfolie eignen. Sie unterscheiden sich in Haltbarkeit, Flexibilität und Preis. Eine kurze Gegenüberstellung hilft dir, die passende Folie für dein Projekt zu finden.

PVC‑Folie

PVC‑Teichfolie ist weit verbreitet und flexibel. Du kannst sie auch bei niedrigen Temperaturen gut verlegen. Sie lässt sich relativ einfach verschweißen, was bei größeren oder komplexen Formen hilfreich ist. Allerdings kann sie mit der Zeit spröde werden, wenn sie starker UV‑Strahlung ausgesetzt ist.

EPDM‑Folie

Diese Folie besteht aus synthetischem Kautschuk und ist besonders langlebig. EPDM-Teichfolie ist widerstandsfähig gegen UV‑Strahlen und bleibt selbst bei Frost elastisch. Für eine lange Lebensdauer eignet sie sich hervorragend, allerdings ist sie im Vergleich zu PVC etwas teurer und schwerer zu verarbeiten.

PE‑Folie

Folie aus Polyethylen ist oft günstiger und verhältnismäßig robust. Sie wird meist in dünneren Stärken angeboten und eignet sich für kleinere Teiche oder Bachläufe. Bei der Verlegung ist sie weniger flexibel als PVC oder EPDM und reißt leichter ein, wenn sie stark belastet wird.

Fertigteichformen

Neben Rollenware gibt es vorgeformte Teichschalen aus Kunststoff. Sie sind schnell eingebaut und dicht, lassen aber keine individuellen Formen zu. Für kleine Wasserflächen sind sie eine einfache Alternative, bei denen die Frage nach der Foliengröße entfällt.

Dicke der Teichfolie

Die Folienstärke richtet sich nach Größe und Nutzung des Teichs. Dünnere Folien von 0,5 mm eignen sich für kleine Zierbecken ohne große Tiefen. Für normale Garten­teiche mit einer Tiefe bis zu etwa 1,5 m empfehlen sich Folien um 1,0 mm. Größere Schwimmteiche oder Anlagen mit steilem Ufer sollten auf 1,5 mm oder mehr setzen, um mechanischen Belastungen standzuhalten.

Tipp: Je dicker die Folie, desto schwerer wird sie. Plane genügend Helfer ein, wenn du Folienrollen bewegen und ausrollen musst.

Das solltest du beim Teichvlies beachten

Teichvlies liegt unter der Folie und schützt sie vor Beschädigungen durch Steine, Wurzeln und Unebenheiten. Es gibt Vlies in verschiedenen Flächengewichten, häufig 300 g/m² und 500 g/m². Je tiefer und größer der Teich, desto dicker sollte das Vlies sein. Wichtig ist, dass das Vlies faltenfrei liegt und die gesamte Teichgrube bedeckt. An Steilrändern sollte es nicht verrutschen, damit später keine scharfen Kanten auf die Folie drücken.

Wenn du den Bedarf an Vlies berechnen möchtest, aktiviere im Rechner die entsprechende Option. Der Rechner kalkuliert dann eine leichte Reserve mit ein, damit du ausreichend Material hast.

Merke: Auch wenn der Boden bereits relativ glatt erscheint, schützt ein passendes Vlies vor späteren Schäden und erhöht die Lebensdauer der Folie deutlich.

Häufig gestellte Fragen zur benötigten Teichfoliengröße

Welche Maße muss ich für die Berechnung erfassen?
Du benötigst die längste und breiteste Stelle deines Teichs sowie die maximal geplante Tiefe. Zusätzlich gibst du an, wie viel Randzugabe du pro Seite einplanen möchtest.
Warum ist eine Randzugabe notwendig?
Die Randzugabe sorgt dafür, dass die Folie nicht direkt am Ufer endet. Sie wird eingegraben oder unter Steinen versteckt. So bleibt die Folie auch bei wechselndem Wasserstand oder kleineren Bewegungen sicher an Ort und Stelle.
Wie finde ich die richtige Folienart für meinen Teich?
Überlege, wie groß dein Teich werden soll und wie lange er bestehen bleiben soll. Für kleinere Zierteiche reicht meist PVC, während bei größeren oder dauerhaften Anlagen EPDM sinnvoll ist. Vergleiche auch die Kosten und deine handwerklichen Möglichkeiten.
Welche Folienstärke sollte ich wählen?
Für Zierbecken und kleine Teiche genügt eine Stärke von etwa 0,5 mm. Bei üblichen Gartenteichen mit einer Tiefe bis 1,5 m ist 1,0 mm angebracht. Größere, tiefere oder stark belastete Teiche sollten eine Folie von 1,5 mm oder stärker erhalten.
Benötige ich immer Teichvlies?
Ein Vlies schützt die Folie vor scharfen Gegenständen im Boden und erhöht ihre Lebensdauer. Besonders bei naturbelassenem Untergrund mit Steinen und Wurzeln ist Vlies empfehlenswert. Nur bei vorgeformten Teichschalen kannst du darauf verzichten.