Blähton – für ein besseres Klima im Pflanztopf

Aktualisiert am: 02.02.2023

Je nach Körnung können Sie Blähton als vollwertiges Pflanzsubstrat oder als Drainageschicht in Blumentöpfen und Pflanzkübeln verwenden. Beim Kauf haben Sie die Wahl zwischen Produkten mit und ohne Dünger.
Update vom 02.02.2023
Wir haben die Informationen in diesem Blähton-Vergleich aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Blähton Testsieger* 2023

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Blähton, Körnung: 8 - 16 mm, Hydrokultursubstrat, verhindert Staunässe, Herstellung auf Basis von Ton, 10 Liter Inhalt (2 x 5 Liter)

Tongranulat als Drainagematerial: Der Floragard Blähton

wird auf der Basis von Ton hergestellt und kann als Drainagematerial eingesetzt werden. Verwendbar ist er in Töpfen, Kübeln oder auch in Kästen, in denen Pflanzen wachsen sollen. Der Hersteller gibt an, dass es sich um ein Produkt handelt, welches auch als Hydrokultursubstrat verwendet werden kann.
Ein Blick auf die Bewertungen zeigt, dass die Nutzer mit dem Floragard Blähton grundsätzlich zufrieden sind. Sie geben an, dass es sich um einen klassischen Blähton handelt, der in einer hohen Qualität geliefert wird.
Einige wenige Nutzer hatten dagegen das Problem, dass der Floragard Blähton mit viel Erde geliefert wurde. Das heißt, er musste erst gereinigt werden.
In Bezug auf die Körnung wurde in den Bewertungen vermerkt, dass diese oft geringer war als angegeben ist. Daher kann er nicht für alle gewünschten Zwecke verwendet werden, laut Aussagen der Käufer.

Vorteile:
  • hergestellt auf der Basis von Ton
  • große Körnung
  • hohe Qualität
Nachteile:
  • teilweise mit Erde versetzt

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: feinkörniger Blähton, natürliches Granulat für Pflanzen, Vermeidung von Staunässe, 7,5 Liter

Blähton aus dem Westerwald: Das Seramis Ton-Granulat

ist ein natürliches Produkt mit einem geringen Gewicht und ohne Geruch. Das Granulat kann als Alternative zur Erde eingesetzt werden. Es gibt die Feuchtigkeit nach Bedarf an die Pflanzen ab und soll so Staunässe vermeiden. Die Befüllung wird direkt in den Übertopf durchgeführt.
In den Bewertungen ist zu erkennen, dass die Kunden mit dem Seramis Ton-Granulat grundsätzlich zufrieden sind. Dabei wird das Produkt auch für verschiedene Pflanzenarten eingesetzt. Die Handhabung wird als einfach beschrieben. Das Seramis Ton-Granulat wird mit Erde gemischt und soll auf diese Weise für eine bessere Durchgängigkeit des Wassers sorgen.
Es gibt aber auch Kritik. So gibt es Hinweise von den Käufern, dass sich Schimmel auf dem Seramis Ton-Granulat gebildet und die Pflanzen befallen hat.

Vorteile:
  • 100 % natürlich
  • einfache Handhabung
  • Kombination mit Erde möglich
Nachteile:
  • selten Schimmelbildung

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Blähton, Körnung: 8/16 mm, für größere Pflanzen, Drainagematerial oder Erdersatz, 10 oder 25 Liter

Pflanzton mit groberer Körnung: Der Dehner Pflanzton

kann als Drainagematerial eingesetzt oder auch als Erdersatz verwendet werden. Das Produkt kann auch komplett als Pflanzgranulat für die Töpfe verwendet werden.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine Mischung aus Erde und Dehner Pflanzton in den Topf zu geben. Das Produkt bringt eine grobere Körnung mit und ist daher vor allem für mittelgroße bis große Pflanzen und auch für große Pflanzkübel geeignet.
In den Bewertungen geben die Käufer an, dass es der Dehner Pflanzton der Beschreibung entspricht und sich gut einsetzen lässt, wenn es um das Umtopfen von Pflanzen geht. Empfehlungen beschreiben, dass möglichst erst einmal eine Waschung des Tons vorgenommen werden sollte, um mögliche Verunreinigungen und Tonstaub zu entfernen.
Schade finden einige Käufer, dass die Korngröße nicht ganz einheitlich ist und auch kleinere, zerbröckelte Stückchen Blähton enthalten sind.
Gut kommt hingegen an, dass sich der Blähton auch nach langem Einsatz optimal im Hochbeet, in Pflanzkübeln im Außenbereich und in Blumentöpfen hielt, ohne dass er zerbröckelte oder schimmelte.

Vorteile:
  • grobere Körnung
  • für große Pflanzen geeignet
  • auch als kompletter Erdersatz
  • für Zimmerpflanzen, Töpfe im Außenbereich und Hochbeet
Nachteile:
  • Pflanzton sollte gewaschen werden, da relativ viel Staub enthalten ist
  • uneinheitliche Korngröße
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Blähton kaufen – mit oder ohne Dünger für den Garten oder Zimmerpflanzen

Blähton kann Wasser speichern und ist deshalb überall dort von Nutzen, wo eine Drainage oder verbesserte Wasserspeicherung gewünscht ist.

Beim Kauf von Blähton ist wichtig zu beachten, dass es unterschiedliche Varianten gibt. So werden die Tonkugeln in verschiedenen Größen angeboten. Sie eignen sich daher nicht für alle Pflanzen und für alle Größen von Blumentöpfen.

Umso wichtiger ist es, in Ruhe einen Vergleich durchzuführen und zu schauen, wo die Einsatzbereiche der jeweiligen Produkte liegen.

Was ist Blähton?

Blähton ist ein Tongranulat, das viele feine Poren hat. Hergestellt werden die Tonkugeln, indem sie bei sehr hohen Temperaturen von über 1000 Grad Celsius gebrannt werden. Organische Einschlüsse im Ton verbrennen, bilden dabei und Kohlendioxid und blähen den Ton damit zu den bekannten Kügelchen auf.

Dadurch sind die Tonkugeln leicht, verbinden ihr geringes Gewicht aber mit einem großen Volumen. Sie lockern feste Böden oder Erde im Blumentöpfen auf oder schützen als perfekte Drainage vor Staunässe. Zudem kann Tongranulat in den Hohlräumen bzw. Poren des Tons Wasser speichern und nach und nach wieder freigeben.

Vorteile von Blähton

Blähton ist nicht umsonst bei Hobby-Gärtnern sehr gefragt. Das Tongranulat dient nicht nur zur Drainage in Töpfen, sondern kann auch in die Erde gemischt werden und dabei viele positive Wirkungen entfalten.

Blähton sorgt für eine bessere Durchlüftung und für lockere Erde

Entwickelt wurde der Blähton vor allem, damit die Erde in den Beeten gelockert werden kann.

Schnell hat sich gezeigt, dass dieser Effekt auch für Pflanzen in Kästen oder in Töpfen sehr gut geeignet ist. Wenn die Erde aufgelockert wird und mehr Luftkammern hat, dann kann auch der Sauerstoff deutlich besser fließen. Dieser gelangt an die Wurzeln der Pflanzen und die Pflanzen werden besser versorgt.

Blähton hat den Vorteil, dass es sich um ein strukturstabiles Produkt handelt. Auch dann, wenn es in der Erde zu Verschmutzungen oder dem Befall mit Schimmel kommt, ist der Ton hiervon nicht betroffen.

Daher ist es auch nicht notwendig, ihn zu wechseln. Soll eine Pflanze umgetopft werden, die bereits einen Anteil an Blähton im Topf hat, dann kann das Substrat einfach durch Wasser von der Erde befreit und wieder eingesetzt werden. Grundsätzlich ist natürlich ein Austausch möglich. Die Entsorgung kann beispielsweise über den Biomüll erfolgen.

Tongranulate bieten Lebensraum für nützliche Bodenorganismen

Wird Blähton in Pflanzerde oder Beeterde gemischt, kann er noch weitere Vorteile haben.  Denn die Poren der Tonkugeln bieten auch ideale Ansiedlungsmöglichkeiten für nützliche Mikroorganismen und symbiontische Pilze, wie sie beispielsweise in einem Mykorrhiza-Dünger oder manchen Bodenaktivatoren enthalten sind.

Blähton kann Wasser speichern

Blähton agiert auch als ein Wasserspeicher. Das heißt, die Kugeln haben die Eigenschaft, Wasser aufzunehmen und dieses erst langsam an die Erde abzugeben.

So können die Pflanzen teilweise auch einige Tage ohne eine zusätzliche Wasserzufuhr auskommen. So ist manchmal kein automatisches Bewässerungssystem oder Gießen durch die Nachbarn nötig, wenn man in Urlaub fährt.  Das gilt allerdings unter Umständen nur für kurze Urlaube, denn an den heißesten Tagen im Hochsommer kommt die Wasserspeicherung von Pflanzton schnell an seine Grenzen.

Möglich ist hier auch eine Kombination mit Bewässerungskugeln oder ähnlichen Systemen, die über längere Zeit Wasser abgeben, das dann vom Blähton länger gehalten wird. Allerdings ist es hierbei wichtig, dass der Pflanzton in einer ausreichenden Menge in die Erde gemischt wird. Die Schicht aus Tonkugeln am Boden sollte mehrere Zentimeter betragen oder es wird zusätzlich ein feinkörniger Blähton mit in die Erde gemischt.

Wo und wie kann Blähton eingesetzt werden?

Das Tongranulat ist für die meisten Pflanzen geeignet. Lediglich dann, wenn es sich um eine vorgedüngte Variante handelt, muss darauf geschaut werden, für welche Pflanzen der Blähton eingesetzt werden kann.

Der Einsatzbereich sind vor allem Pflanzgefäße wie Blumentöpfe oder Pflanzkübel im Innen- und Außenbereich. Hierbei lässt sich der Blähton auf unterschiedlich Weise einsetzen:

  • Erde mit Blähton mischen: Wenn Pflanzen in Gefäßen gepflanzt werden, wird die Erde mit dem Tongranulat angereichert. Auf diese Weise soll dafür gesorgt werden, dass die Erde lockerer ist und ein besseres Wasserspeichervermögen aufweist. Diese Methode kann auch im Garten angewendet werden, wenn Pflanzen neu gepflanzt werden, die einen durchlässigen Boden mögen. Auch im Hochbeet kann die Hochbeeterde mit Blähton aufgelockert werden und besser Wasser speichern.
  • Drainage in Pflanztöpfen: Viele Pflanzen in Gefäßen gehen ein, weil sich Staunässe bildet. Durch den Einsatz von Blähton soll dies verhindert werden. Hierbei wird eine Schicht Blähton eingefüllt und darauf die Erde aufgebracht. Ein Drainagevlies (Trennvlies) zwischen beiden Schichten verhindert, dass die Erde in die Drainageschicht gespült wird.
  • Blähton als Pflanzsubstrat und für die Hydrokultur: Verschiedene Pflanzgranulate aus Blähton können für die klassische Hydrokultur oder, wie die Produkte von Seramis, als mineralischer Ersatz für Blumenerde genutzt werden. Hier sollte dann aber ein spezieller Dünger für die Hydrokultur und am besten auch ein Gießanzeiger für Pflanzen verwendet werden.
  • Luftfeuchtigkeit erhöhen: Manche Pflanzen mögen es gerne feucht. Hier hat sich bewährt, einen großen Übertopf mit einer Schicht Blähton zu füllen, worauf der Innentopf gestellt wird. Hält man den Blähton feucht, sorgt dieser für eine höhere Luftfeuchtigkeit und das perfekte Klima für die Wurzeln feuchtigkeitsliebender Pflanzen.
  • Blähton als Mulch: Blähton kann ähnlich wie Lavamulch eingesetzt werden und den Wurzelbereich von Pflanzen vor dem Austrocknen, dem Wuchs von Unkraut oder dem Ausschwemmen von Erde bewahren.

Da Blähton neutral reagiert, kann er mit jeder Art von Erde gemeinsam eingesetzt werden, auch mit der sauren Rhododendronerde oder als Drainage bei Pflanzen in Zitruserde, Gemüseerde oder Komposterde.

Welche Varianten gibt es?

Unterschiede beim Blähton gibt es nicht unbedingt in der Zusammensetzung, dafür aber bei der jeweiligen Körnung.

  • Blähton mit Dünger: Einige Hersteller stellen den Blähton bereits vorgedüngt zur Verfügung. Das heißt, die einzelnen Kugeln sind mit Dünger versehen und stellen einen Energiespeicher dar. Der Dünger wird nach und nach an die Erde abgegeben und zu den Pflanzen getragen. Wichtig zu wissen ist, wenn Blähton mit Dünger eingesetzt wird, denn hier geht es unter anderem darum, dass kein zusätzlicher Dünger verwendet werden sollte.
  • Blähton für Gartenpflanzen oder Zimmerpflanzen: Es gibt Blähton, der für die Verwendung bei Gartenpflanzen geeignet ist. Es gibt aber auch Blähton, der vor allem für die Verwendung bei Zimmerpflanzen geeignet ist. Dann gibt es noch die Variante, die für beide Ausführungen eingesetzt werden kann. Auch hier ist es wichtig, möglichst auf die Angaben des Herstellers zu achten und den Ton auch nur für die angegebenen Bereiche zu verwenden.
  • Blähton mit verschiedener Körnung: Zudem gibt es Unterschiede bei der Körnung beim Pflanzton. Der feinkörnige Ton hat einen Durchmesser zwischen 2 und 8 mm. Der grobkörnige Ton hat einen Durchmesser von 8 bis 16 mm. Zur besseren Drainage in Töpfen eignen sich die groben Körnungen, während feines Tongranulat zur Verbesserung der Erde ideal ist.

Worauf sollte beim Kauf unbedingt geachtet werden?

Soll die Erde mit Blähton aufgelockert oder auch eine Hydrokultur angelegt werden, dann ist es wichtig darauf zu achten, wie groß die Körnung ist. Eine zu kleine Körnung hat in einem großen Bereich das Problem, dass sie den gewünschten Effekt nicht erzielt. Wenn die Körnung zu groß ist, der Topf aber eher klein, dann kann dies ebenfalls dafür sorgen, dass nicht die Drainagewirkung eintritt, die erwartet wird.

Zudem sollte geschaut werden, in welcher Mischung der Blähton angeboten wird und ob er bereits gedüngt ist. Gedüngter Blähton kann von Vorteil sein.

Besser ist es aber, die Menge des Düngers möglichst selbst bestimmen zu können. Das ist bei diesen Varianten häufig nicht möglich. Zudem ist nicht klar, ob die Ansprüche der jeweiligen Pflanze damit gedeckt werden, denn nicht jede Pflanze verträgt einen Universaldünger oder einen klassischen NPK-Dünger gleichermaßen gut.

Alternativprodukte

Nicht immer ist Blähton die richtige Wahl für die Pflanzbereiche. Hier kann auch nach Alternativen geschaut werden. Dazu gehören:

  • Kübelpflanzenerde: Kübelpflanzenerde ist ebenfalls in der Lage, Wasser zu speichern und nach und nach an die Umgebung abzugeben. Sie ist deutlich feiner und damit besonders gut für kleine Pflanzkübel geeignet.
  • Tonscherben: Ebenfalls möglich ist es, Tonscherben einzusetzen und durch diese eine Form der Drainage zu erzeugen. Die Scherben werden als unterste Schicht eingesetzt und kommen dann nach und nach immer wieder in die Erde. Dadurch staut sich das Wasser nicht.
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