Teicherde – Substrat für Teich- und Sumpfpflanzen

Aktualisiert am: 15.06.2022

Kurz & Knapp

  • Eine empfehlenswerte Teicherde sollte ungedüngt sein oder Nährstoffe nur langsam freisetzen.

  • Um einen Nährstoffüberschuss zu verhindern, sollten Sie Teicherde nur in kleinen Mengen in den Teich einbringen und am besten in Gitter-Pflanzkörben nutzen.

  • Schlecht geeignet ist Teicherde für nährstoffreiche Teiche, Koiteiche und Teiche mit hohem Fischbesatz.

Update vom 15.06.2022

Wir haben den Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Teicherden Testsieger* 2022

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Teicherde, Inhalt: 20 Liter, ungedüngt, mit Sand und Tonmineralien, enthält Torf

Für gutes Pflanzenwachstum: Die COMPO SANA Teicherde

wird von den meisten Käufern vor allem wegen der guten Qualität geschätzt. Sie lässt sich gut verarbeiten und Konsistenz und Geruch machen einen guten Eindruck.
Auch die Wirkung auf die Teichpflanzen wird als sehr gut beurteilt. Mehrere Käufer berichten, dass Pflanzen gut anwachsen und in der Teicherde neue Triebe bekommen.
Zum Bepflanzen von Teichkörben und für Seerosen machten die Nutzer gute Erfahrungen mit der COMPO SANA Teicherde. Zudem blieb das Wasser klar.
Die COMPO SANA Teicherde enthält zwar Torf, der aus Gründen des Umweltschutzes möglichst wenig verwendet werden sollte. Dieser wird laut Hersteller aber zumindest nachhaltig und unter Einhaltung ökologischer Standards abgebaut.
Die Teicherde schwimmt laut Kundenrezensionen nicht auf und verbleibt gut in den Gittertöpfen. Nur einzelne Käufer berichten von einem Aufschwimmen oder dass die Erde lange braucht, bis sie sich beim Bepflanzen der Töpfe komplett mit Wasser vollsaugt.

Vorteile:
  • leicht zu verarbeiten
  • gutes Pflanzenwachstum
  • gut geeignet auch für Seerosen
  • schwimmt nicht auf
Nachteile:
  • in Einzelfällen Aufschwimmen oder schlechte Benetzbarkeit mit Wasser

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Teicherde, Inhalt: 20 Liter, mit Tongranulat, extra-schwere Spezialerde, enthält Torf

Schwere Teicherde für guten Halt: Die Floragard Wasserpflanzen- & Teicherde

ist eine besonders schwere Teicherde. Durch den Gehalt an Tongranulat ist sie schwerer und kompakter als andere Erden, sodass sie nicht aufschwimmt.
Allerdings berichten manche Käufer, dass die feinen Bestandteile der Erde leicht ins Wasser übergehen und sich über lange Zeit nicht absetzen, was zu trüb aussehendem Wasser führt.
Andere Käufer hatten diese Probleme mit der Floragard Wasserpflanzen- & Teicherde jedoch nicht. Unterschiede können darin liegen, ob Teichkörbe verwendet oder die Erde direkt in Teichbereiche eingebracht wurde, und wie die Vorgehensweise beim Bepflanzen war.
Insgesamt sind die meisten Käufer mit der Qualität der Floragard Wasserpflanzen- & Teicherde sehr zufrieden. Durch den Tonanteil eignet sich die Erde auch für Teichpflanzen wie Schilf oder Seerosen.

Vorteile:
  • extra-schwere Spezialerde
  • enthält Tongranulat
  • langsame Nährstoffabgabe
  • gibt Pflanzen in Teichkörben guten Halt
Nachteile:
  • setzt sich manchmal schlecht ab
  • kann manchmal zu einer vorübergehenden Trübung des Teichwassers führen

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Teicherde, Inhalt: 15 Liter, mit Langzeit-Dünger, hoher Tonanteil, enthält Torf

Besonders gut für Seerosen geeignet: Die Euflor Teicherde

ist im Gegensatz zu anderen Teicherden gedüngt. Sie enthält allerdings einen Dünger, der sehr langsam freigesetzt wird und dadurch das Algenwachstum kaum fördern soll.
Vor allem Seerosen, die zu den Starkzehrern zählen und einen hohen Nährstoffbedarf haben, profitieren von der Düngergabe und wachsen in der Euflor Teicherde sehr gut, so die Käufer.
Allerdings berichten einzelne Käufer, dass die Euflor Teicherde stark aufschwimmt und sich kaum absetzt, wenn man sie lose als Bodenschicht in den Teich einbringt. Bei der Verwendung in Teich-Pflanzkörben kam es ebenfalls oft zum Auslösen und Aufschwimmen von Erde.
Ideal sei die Verwendung aber in Teichkörben, wenn man diese vorher mit einer geeigneten Folie auslegt und die Oberfläche mit Kies oder Schotter beschwert.

Vorteile:
  • lockere Teicherde mit Tonanteil
  • Langzeit-Dünger bietet Nährstoffe für starkzehrende Teichpflanzen
  • ideal für Seerosen
Nachteile:
  • eignet sich schlecht zum lose Einbringen (es sollten Teichkörbe verwendet werden)
  • Teichkörbe mit Folie auslegen und mit Kies beschweren, sonst kann die Erde ausgewaschen werden

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Teicherde kaufen – Einsatzmöglichkeiten, Vorteile und Nachteile von Spezialerde in Teichen

Teicherde ist für Teichpflanzen nicht zwingend notwendig. In einigen Fällen kann sie sogar mit Nachteilen verbunden sein und das Algenwachstum fördern.

Wählt man jedoch den passenden Einsatzbereich und achtet auf einige grundlegende Regeln, kann Teicherde aber auch viele Vorteile haben – sowohl für Wasserpflanzen als auch für Sumpfpflanzen.

Teicherde für Teichpflanzen

Ein Substrat wie Teicherde, Sand oder Kies dient dazu, den Wurzeln der Teichpflanzen Halt zu geben und Pflanzen wie Seerosen fest am Boden zu verankern. Mit der Zeit setzt sich im Bodensubstrat nährstoffreicher Schlick ab, der den Wasserpflanzen Nährstoffe liefert.

Zusätzliche Nährstoffe aus der Teicherde sind deshalb oft nicht nötig, zumal viele Teichpflanzen auch über ihre Blätter Nährstoffe aus dem Teichwasser aufnehmen können.

Manchmal stellt sich darum die Frage, ob man überhaupt Erde im Teich braucht. Tatsächlich wachsen viele Teichpflanzen auf Kies, Tongranulat oder Sand genauso gut. Doch Teicherde hat auch Vorteile.

Vorteile von Teicherde

Neu angelegte Teiche verfügen noch nicht über eine Schicht aus Mulm und Schlick am Boden, die in älteren Teichen und Naturteichen ein nährstoffreiches Substrat für Pflanzen darstellt. Sehr hilfreich kann Teicherde deshalb für das Einsetzen von Pflanzen bei der Neuanlage von Teichen sein.

Die Erde liefert zudem Bakterien, Kleinstlebewesen und Plankton eine große Oberfläche zur Ansiedelung und ausreichend Nahrung. So stellt sich schneller ein ökologisches Gleichgewicht im Teich ein.

Auch im Naturteich, der möglichst naturnah und ohne Filterung angelegt ist, wird manchmal Teicherde verwendet, weil die Erde den natürlichen Bedingungen im Teich am nächsten kommt, vor allem in den Flachwasserbereichen.

Auch Teiche mit wenig Nährstoffen profitieren oft von der Verwendung von Teicherde. Ist bei einem Teich regelmäßig eine Düngung mit Teichdünger und Seerosendünger nötig, damit die Pflanzen gut wachsen, ist Teicherde hier oft ein hilfreicher Nährstofflieferant. Allerdings sollte sie in Maßen eingesetzt werden, damit der Nährstoffgehalt im Teich nicht sprunghaft ansteigt.

Teicherde eignet sich gut für nährstoffarme oder neu angelegte Teiche und Naturteiche. Hier gilt: Teicherde sollte nur in kleinen Mengen eingesetzt werden und eignet sich besser für flache als für tiefe Wasserbereiche.

Nachteile von Teicherde

Allerdings hat Teicherde auch Nachteile. Es gelangen stetig Nährstoffe in den Gartenteich, sei es über herabfallende Blätter, abgestorbene Teile von Wasserpflanzen oder, im Falle von Fischbesatz, über Fischfutter und Ausscheidungen der Fische.

Teicherde ist zwar nicht gedüngt, doch Erde enthält grundsätzlich immer einen gewissen Anteil von Nährstoffen. Zusammen mit den restlichen Nährstoffen im Teich kann dadurch schnell ein Nährstoffüberschuss entstehen. Dieser resultiert in einem vermehrten Algenwachstum und kann schlimmstenfalls sogar zum Umkippen eines Teichs führen.

Sind Fische vorhanden, wühlen diese je nach Fischart oft sehr gerne im Bodengrund und wirbeln die Teicherde dadurch auf. Möchte man Kois halten, ist Teicherde ungeeignet, da die Fische groß und kräftig sind, gerne gründelnd und Pflanzenwurzeln in Teicherde dadurch freilegen und beschädigen.

Teicherde eignet sich nicht für sehr nährstoffreiche Teiche, Koiteiche und nur bedingt für Teiche mit hohem Fischbesatz.

Ein weiterer Nachteil von Teicherde ist der Torfgehalt. So gut wie jede Teicherde enthält Torf auf Hochmooren, dessen Abbau einen wertvollen ökologischen Lebensraum zerstört und zudem klimaschädlich ist.

Teicherde für Sumpfpflanzen und Flachwasserpflanzen

Im Gegensatz zu den tieferen Wasserbereichen im Teich, wachsen Pflanzen in der Flachwasserzone des Teiches aus dem Wasser heraus und stehen nur mit den Wurzeln im feuchten Boden, der je nach Wasserstand und Tiefe der Pflanzzone für kurze Zeit auch ganz trocken liegen kann.

Für Flachwasserbereiche und Sumpfzonen eignet sich Teicherde oft sehr gut. Allerdings sollte auch hier der Eintrag von zu viel Nährstoffen ins Teichwasser verhindert werden.

Ideal ist Teicherde für Sumpfbeete oder für Sumpfzonen, die nicht mit dem Teich in direkter Verbindung stehen. Hier ist ein höherer Nährstoffgehalt sogar erwünscht und die Teicherde liefert zudem eine passende Struktur, die ein gutes Wurzelwachstum von Sumpfpflanzen ermöglicht.

Das zeichnet eine gute Teicherde aus

Eine hochwertige Teicherde zeichnet sich durch einige Kriterien aus, die beim Kauf der Erde berücksichtigt werden sollten:

  • ungedüngt und nährstoffarm
  • ist Dünger enthalten, ist eine langsame Abgabe der Nährstoffe wichtig
  • Gehalt von Sand und / oder Ton ist empfehlenswert
  • schwimmt nicht auf und hält Pflanzen gut am Teichboden

Braunes Wasser durch Teicherde

Wird das Wasser nach dem Einbringen von Teicherde braun, spricht das nicht gegen die Qualität der Erde. Stattdessen zeigt es an, dass die genutzte Teicherde viele Huminstoffe enthält, die in natürlichem Humus und Torf vorkommen.

Huminstoffe wirken sich im Teich positiv aus, puffern den pH-Wert, binden Schadstoffe und können einem Algenwachstum entgegenwirken. Allerdings färben sie das Wasser bräunlich.

Zu viel Teicherde auf einmal sollte wegen der Gefahr eines Nährstoffüberschusses sowieso nicht in den Teich gelangen. Enthält die Erde viele Huminstoffe, kann durch eine zu große Menge an Teicherde aber zusätzlich auch eine Ansäuerung des Wassers Probleme bereiten und eine starke Braunfärbung auftreten.

So setzt man Teicherde im Teich ein

Teicherde sollte aus den oben erwähnten Gründen (Nährstoffüberschuss, Huminstoffgehalt) nicht in großen Mengen in den Teich eingebracht werden. Am besten füllt man die Teicherde in Gittertöpfe aus Kunststoff. Diese stellt man in Wasser, sodass die Teicherde komplett gesättigt ist und pflanzt dann die Teichpflanze ein.

Die Oberfläche der Teicherde sollte man mit Schotter oder Kies abdecken. Die Abdeckung verhindert, dass die Erde im Teich oder bereits beim Versenken des Pflanzgefäßes herausgeschwemmt wird. Dann kann der Pflanztopf an der gewünschten Position einfach auf den Teichboden gestellt werden.

Möglich ist außerdem, den Pflanzkorb vor dem Befüllen mit Teicherde mit einem Pflanzentuch oder Pflanzenvlies auszuschlagen, wodurch das Ausschwemmen von Erde noch besser verhindert wird. Alternativ eignet sich auch ein gut wasserdurchlässiges Unkrautvlies oder Drainagevlies.

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