Rasen neu anlegen

So legen Sie Ihren Rasen neu an!

Ist der alte Rasen unschön geworden und weist Lücken und Flecken auf oder ist gar sehr vermoost, dann hilft meist nur noch eines: Sanieren. Der beste Zeitpunkt für die Sanierung eines Rasens liegt zwischen Mai und September.

Arbeitsschritte:

1. Mähen

Der alte Rasen wird so tief wie möglich gemäht. So haben die neuen Rasengräser einen guten Start. Das alte Mähgut sollte restlos entfernt werden.

2. Vertikutieren

Danach wird der Rasen gründlich vertikutiert, sowohl in Längs- als auch in Querrichtung.

3. Einebnen der Bodenfläche

Nach dem Vertikutieren wird die Bodenoberfläche eingeebnet.

4. Düngen

Damit der Rasen rasch wächst, brauchen die Gräser die richtige Menge Nährstoffe. Dazu gehört neben Stickstoff und Kalium vor allem Phosphor, denn dieser fördert das Wurzelwachstum. Am besten verwendet man hier den sogenannten Starter-Dünger, denn der enthält für die jungen Rasengräser alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung. Am besten wird er mit einem Streuwagen gleichmäßig auf der Fläche verteilt.

5. Fertigrasen auf den vorbereiteten Boden verlegen oder Säen

6. Säen

Nach der Düngung wird das Saatgut mit dem Streuwagen ausgebracht.

7. Abdecken

Bei einer Rasensanierung empfiehlt es sich, die Fläche mit Torf abzudecken. So erhalten die Samen einen guten Bodenkontakt, und können sicher keimen. Zudem wird das Saatgut vor Austrocknung und hungrigen Vögeln geschützt. Außerdem wird der Torf heller, wenn er trocken wird. Damit zeigt er an, wann die Rasenfläche wieder beregnet werden muss.

8. Wässern

Gerade in den ersten Wochen ist das Bewässern bzw. Beregnen des Rasens enorm wichtig. Denn das Wurzelsystem der kleinen Keimlinge ist noch nicht entwickelt. Für den Erfolg der Rasensanierung ist deshalb regelmäßige Wasserzufuhr äußerst entscheidend. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die obere Bodenschicht stets ausreichend feucht ist. Ansonsten könnten die feinen Rasenkeimlinge austrocknen. Bei trockener Witterung sollte die Rasenfläche vier bis fünfmal täglich für etwa 10 Minuten bewässert werden. Dann zeigen sich nach rund einer Woche die ersten zarten Grashalme- nach etwa zwei Wochen sollte die sanierte Rasenfläche mit Rasengräsern voll bedeckt sein. Bis zum ersten Schnitt muss auch jetzt das Beregnen regelmäßig erfolgen.

9. Mähen und Düngen

Der Schnitt erfolgt etwa vier Wochen nach der Aussaat. Dann wird regelmäßig wöchentlich gemäht. Rund sechs Wochen nach der Aussaat erfolgt eine Düngung mit einem stickstoffbetonten Rasen Langzeitdünger. So wird der Rasen schnell dicht.

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Rollrasen / Fertigrasen verlegen

So legen Sie Rollrasen an!

Mit Rollrasen bzw. Fertigrasen wird eine Fläche im Handumdrehen begrünt. Besonders für Besitzer kleiner Gärten, die ihren Rasen möglichst schnell nutzen möchten, ist Rollrasen eine ideale Lösung. Nach zwei bis drei Wochen ist der Rasen fest mit dem Boden verwurzelt und kann uneingeschränkt genutzt werden. Bei einem Saatrasen dauert das rund fünf bis sechs Monate.

1. Kosten

Die Preise für Fertigrasen schwanken je nach Menge und Rasentyp zwischen drei und sieben Euro pro Quadratmeter. Die Kosten für den Transport müssen zumeist noch dazugerechnet werden. Gebrauchsrasen für Spiel & Sport ist in der Regel günstiger als Rollrasen für Halbschatten und trockenere Lagen.

Bei der Kalkulation sollten die Angebote miteinander verglichen werden: Sie umfassen die Selbstabholung ab Feld, Lieferung oder Lieferung und Verlegung. Wer noch nie selbst Fertigrasen verlegt hat, kann auf die Hilfe einer Fachfirma zurückgreifen oder den Rollrasen nach Anleitung selbst verlegen.

2. Benötigte Menge

Die Lieferung eines Fertigrasens erfolgt in Rollen. Die Standardrolle ist 40 Zentimeter breit und 250 Zentimeter lang und entspricht somit einem Quadratmeter. Bei Bedarf sind auch größere Formate erhältlich. Vor der Bestellung sollte die Flächengröße genau ermittelt werden, damit die bestellte Menge ausreicht.

Tipp:

Bei runden oder geschwungenen Flächen entsteht an den Rändern Verschnitt. Hier muss eine zusätzliche Menge einkalkuliert werden.

Die Dicke eines Fertigrasens beträgt rund zwei Zentimeter. Bei manchen Lieferfirmen muss eine Mindestbestellmenge eingehalten werden. Hier lohnt es sich, Angebot und Preis genau zu vergleichen.

3. Vorteile von Fertigrasen

  • schnell eine gleichmäßige, dichte Grasnarbe
  • unkrautfreie Sode
  • keine mühevolle Ansaat
  • keine langwierige Pflege
  • sofort begehbar nach dem Verlegen
  • nach kurzer Zeit voll belastbar
  • zeitsparend
  • fast ganzjährig verlegbar

4. Wann Rollrasen verlegen

Fertigrasen kann, außer bei Frost, ganzjährig verlegt werden. Die besten Bedingungen für die Verlegung des Rollrasens herrschen im Zeitraum von März bis November. Bei dauerhaftem Bodenfrost sollte der Rasen nicht verlegt werden. Damit der Rasen vor dem Winter noch Zeit zur Verwurzelung hat, sollte der Zeitpunkt zum Verlegen nicht zu spät gewählt werden. Ist abzusehen, dass der Boden in den darauffolgenden Wochen gefrieren wird, sollte der Rollrasen nicht verlegt werden.

5. Boden vorbereiten

Die Vorbereitung des Bodens verläuft ähnlich wie bei der Rasenansaat. Der Boden sollte feinkrümelig, abgesetzt und eben sein. Ist auf der Fläche noch alter Rasen vorhanden, muss dieser zuvor abgetragen werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass kein Unkraut auf der Fläche verbleibt. Danach wird der Boden gelockert. Das kann durch Umgraben mit einem Spaten oder mit einer Motorhacke geschehen. Ist der Boden sehr schwer oder lehmig, empfiehlt es sich, Sand in den Boden einzuarbeiten.

Danach wird die Fläche zum Beispiel mit einem Rechen geebnet, bis der Boden feinkrümelig und eben ist. Hier sollte sorgfältig gearbeitet werden, nur dann wird die Rasenfläche später schön glatt. Am Schluss wird der Boden mit einer Rasenwalze leicht verdichtet. So ist er gut für den Fertigrasen vorbereitet. Ein besseres Anwachsen lässt sich durch einen Rasenstarterdünger erzielen.

Tipp:

Rasenwalzen gibt es in vielen Baumärkten als Leihgerät.

6. Lieferung des Rollrasens

In der Regel wird der Fertigrasen am Tag des Verlegens vom Anzuchtfeld geschält und für den Transport aufgerollt. Die Lieferung des Rasens erfolgt in Rollen. Bei einer Flächengröße von 100 m² kommen so schnell 2 Tonnen Material zusammen. Wird der Rollrasen auf Paletten angeliefert, wird das Entpacken der Rollen oder der Weitertransport der Palette von der Bordsteinkante bis in den Garten bei manchen Lieferanten nicht übernommen. Hier sollte man sich rechtzeitig um Hilfskräfte bemühen. Wichtig ist auch, dass die Zufahrt für größere Lastkraftwagen geeignet ist.

Schnelles Verlegen

Die Verlegung des Rollrasens sollte innerhalb von 24 Stunden nach der Lieferung erfolgen, ansonsten kann das Gras in den Rollen Schaden nehmen. Wer den Rasen selbst verlegt, sollte bei größeren Flächen deshalb unbedingt genügend Arbeitskräfte einplanen. Alternativ kann der Rasen auch in Teillieferungen über mehrere Tage bestellt werden. Das macht das Verlegen bei einer großen Fläche einfacher. Während der Verarbeitung sollten die Rasenrollen unbedingt vor Sonne und Regen geschützt gelagert werden. Liegen mehrere Rollen aufeinander, sollten diese bei einer längeren Lagerdauer umgepackt werden, damit auf den unteren Rollen nicht zu viel Druck lastet. Einzelne Rasenrollen können rund 20 Kilo wiegen, das ist abhängig von der Größe und der Sodenstärke.

7. So wird Rollrasen verlegt

Am besten beginnt man mit dem Auslegen des Rasens auf einer Seite des Gartens entlang einer geraden Kante. Die Bahnen werden jeweils versetzt angesetzt, wobei die einzelnen Bahnen dicht an dicht verlegt werden. Es dürfen keine Fugen zwischen den Bahnen sichtbar sein und auch keine Überlappungen entstehen. Werden die Rasenrollen beim Verlegen fest angedrückt, fördert das das Anwachsen.

Damit beim Verlegen keine Druckstellen auf den frisch verlegten Soden entstehen, empfiehlt es sich, Bretter oder ähnliches unterzulegen. Für einen besseren Bodenkontakt werden die Rasensoden nach dem Verlegen leicht angewalzt. Die Grashalme richten sich danach von alleine wieder auf.

Tipp:

Wenn Randstücke beim Verlegen nicht exakt passen, können Sie diese einfach mit einem scharfen Messer auf die richtige Größe zurechtschneiden. Diese Reste der Gradsoden dienen an anderen Stellen als Lückenfüller, wenn sie benötigt werden.

Rollrasen am Hang verlegen

Rollrasen eignet sich nicht nur zum Belegen von horizontalen Flächen, sondern auch für Hanglagen. Auch vorhandene Bäume sind für einen Rollrasen kein Hindernis. Die aufgerollte Rasenrolle kann an jeder beliebigen Stelle geschnitten werden, sodass die Bäume beim Rollrasen verlegen nicht stören. Innerhalb kurzer Zeit sind die Schnittkanten verwachsen, sodass der Rasen auch an diesen Stellen schön dicht aussieht. Wird Rollrasen am Hang verlegt, wird grundsätzlich unten begonnen. Die einzelnen Bahnen werden von unten nach oben verlegt. Ansonsten verläuft das Verlegen genauso wie auf einer flachen Ebene.

8. Rollrasen wässern

Nach dem Anwalzen wird der Rasen bewässert. Das darf nicht nur oberflächlich geschehen, sondern der darunterliegende Boden sollte etwa 10 Zentimeter tief gut durchfeuchtet sein.

Hinweis: Die Bewässerung ist für ein erfolgreiches Anwachsen entscheidend!

9. Rollrasen-Pflege

Bis zum vollständigen Anwachsen sollte der Rasen etwa alle zwei Tage bewässert werden. Besonders in den ersten zwei Wochen muss er wurzeltief feucht gehalten werden. Es reicht keinesfalls aus, wenn die Rasensoden nur oberflächlich befeuchtet werden. Trocknen sie aus, können sie schrumpfen und es entstehen unschöne Lücken.

Nach etwa zwei Wochen ist der Rasen vollständig angewachsen. Die weitere Pflege unterscheidet sich nicht von einer eingesäten Rasenfläche. Ab diesem Zeitpunkt ist der neue Rollrasen wie jeder andere Rasen belastbar. Bewässert werden sollte am besten in den frühen Morgen- oder aber in den Abendstunden. Wird bei starker Sonneneinstrahlung bewässert, könnten Verbrennungen auf dem Rasen entstehen.

Das erste Rasenmähen

Der erste Schritt erfolgt nach ca. einer Woche, wobei eine Schnitthöhe von 4-5 cm empfehlenswert ist. Kürzer sollte der Rasen nicht gemäht werden. Um die Dichte des Rasens zu fördern, kann einmal wöchentlich gemäht werden.

Rollrasen düngen

Ca. 3-4 Wochen nach der Verlegung sollte der Rollrasen mit einem Rasendünger mit Langzeitwirkung gedüngt werden, so erhält er ausreichend Nährstoffe und wächst dicht nach.

Hinweis: In den ersten Wochen nach dem Verlegen, sind häufig Hutpilze – ungiftige Pilze – im Rasen zu beobachten. Das ist ganz natürlich, und kein Grund zur Sorge. Das verstärkte Wachstum von Hutpilzen entsteht dann, wenn der Boden ständig gewässert wird und die Temperaturen gleichzeitig sehr hoch sind. Es handelt sich hier um eine vorübergehende Erscheinung, die durch regelmäßiges Mähen schnell wieder verschwindet.

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Nachbearbeitung

Rasen säen - Nachbearbeitung

Nach der Aussaat werden Saatgut und Dünger – vorzugsweise mit einem Rasenrechen – rund einen Zentimeter tief in den Boden eingearbeitet. So haben die Samen den besten Bodenkontakt und können gut keimen. Bleibt das Saatgut an der Oberfläche liegen und wird nicht eingearbeitet, trocknet es rasch aus oder wird von den Vögeln gefressen. Gewalzt werden braucht der Boden nach der Aussaat nicht unbedingt. Das würde die Bodenoberfläche nur unnötig verdichten.

Boden wässern

​Mit einer feinen Gießbrause oder einem Regner wird nun gründlich angegossen. Rinnsale oder gar Pfützen sollten vermieden werden. Die Keimung der verschiedenen Rasengräser einer Mischung dauert unterschiedlich lang. Deutsches Weidelgras braucht beispielsweise gut eine Woche, während Rotschwingel fast zwei Wochen benötigt. Anfangs können die Keimlinge ihren Wasserbedarf noch nicht durch das Wurzelsystem decken.

Deshalb muss vor allem in den ersten drei bis vier Wochen nach der Aussaat regelmäßig und ausreichend gewässert werden. Die obere Bodenschicht muss immer feucht sein, sonst könnten die empfindlichen Keimlinge austrocknen. Nach rund 7 Tagen sind die ersten zarten Hälmchen zu sehen. Auch jetzt muss unbedingt weiter ausreichend gewässert werden.

Tipp: Bei trockener Witterung sollte die Aussaat drei- bis viermal täglich für etwa 10 bis 15 Minuten beregnet werden. Das Keimbett darf auf keinen Fall austrocknen, sonst kommt es zu ungleichmäßiger Keimung und die spätere Rasenfläche wird ungleich.

Erster Rasenschnitt

Nach rund sechs bis sieben Wochen oder wenn das Gras etwa 10 cm hoch ist, ist es Zeit das erste Mal Rasen zu mähen. Die Schnitthöhe sollte dabei nicht unter 5 cm liegen. Beim Mähen unbedingt darauf achten, dass die Messer scharf sind. Stumpfe Messer könnten die noch nicht fest verwurzelten Gräser aus dem Boden reißen.

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Rasen säen

So säen Sie Ihren Rasen an!

Jetzt kommt der wichtigste Teil des Rasen anlegens: Der Rasen wird gesät. Doch zuerst müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden, damit einem satten Grün nichts mehr im Wege steht.

Rasen säen im Herbst

Die beste Jahreszeit für die Aussaat eines Rasens ist der Herbst. Dann ist die Wärme des Sommers im Boden gespeichert und die häufigeren Niederschläge in der Herbstzeit sorgen für eine ausreichende Feuchtigkeit im Saatbett. Eventuelle Frühfröste machen hochwertigem Saatgut nichts aus.

Wichtig ist jedoch, dass zum ​Zeitpunkt des Aussäens die Temperatur mindestens bei 8 Grad Celsius liegt. Die optimale Temperatur liegt zwischen 14 und 25 Grad. Sollte die Temperatur zu hoch sein ist ein Verschieben des Ansäens zu empfehlen.


Rasen säen im Frühjahr

Bei Aussaaten im Frühjahr entwickelt sich oft kein gleichmäßig dichter Rasen. Wer dennoch im Frühjahr säen möchte, sollte unbedingt den Mai, besser Ende Mai abwarten. In der Regel erreichen erst dann die Bodentemperaturen Werte von mindestens zehn Grad Celsius. Diese Wärme braucht das Saatgut zum Keimen. Zudem muss das Keimbett ständig und ausreichend feucht gehalten werden.

Das wird durch die oft schon im Mai/Juni vorkommenden Trockenperioden erschwert. Wird dann nicht täglich gewässert, keimen die Samen meist ungleichmäßig und der gesamte Keimprozess wird gestört. Kahle Stellen oder schütterer Rasen sind die Folge. Die Rasenaussaat im Herbst ist daher der bessere Weg.


Rasenpflanz-Kalender

Monat

Rasen anlegen?

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember


Das richtige Saatgut

Meist werden zur Anlage von Rasenflächen Mischungen aus verschiedenen Grasarten und –sorten verwendet. Das macht den Rasen anpassungsfähiger an unterschiedliche Standort- und Pflegebedingungen.

Um das richtige Saatgut herauszufinden, hilft es, sich an „Regel-Saatgut-Mischungen“ der Forschungsgesellschaft Landschaftsbau und Landschaftsentwicklung (FLL) zu orientieren. Diese gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität der Rasensamen. Die Mischungsempfehlungen werden jährlich neu überarbeitet.

Nach dem Mischungsetikett richten

Hochwertige Samenmischungen sind zwar auf den ersten Blick teurer als sogenannte Billigmischungen, bringen aber in der Regel einen strapazierfähigen, dichten Rasen hervor. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen. Was die Saatgutmischung enthält, steht immer auf dem Mischungsetikett. So kann man vor dem Kauf die Zusammensetzung überprüfen.


Rasen säen und Rasendünger einarbeiten

Damit sich die jungen Rasenpflanzen von Anfang an gut entwickeln, sollte schon bei der Aussaat auf genügend Nährstoffe geachtet werden. Am besten bringt man Saatgut und Dünger gemeinsam aus. Empfehlenswert sind die im Gartenfachhandel erhältlichen phosphorbetonten Rasen-Starter-Dünger.

Hier ist alles drin, was die Gräser in den ersten Wochen an Nährstoffen brauchen. Kurz vor der Aussaat wird der Dünger gleichmäßig auf der Fläche verteilt und später gemeinsam mit dem Saatgut eingearbeitet.

Saatgut und Dünger gleichmäßig verteilen

Für die Aussaat wählt man einen möglichst windstillen Tag, damit nichts verweht. Mit einem Streuwagen werden Saatgut und Dünger gleichmäßig verteilt. Es sollte nicht zu viel Saatgut verwendet werden, damit sich die Gräser nicht gegenseitig in der Entwicklung behindern.

Im Allgemeinen ist bei hochwertigen Rasenmischungen eine Saatgutmenge von 20 bis 25 g pro Quadratmeter vollkommen ausreichend. Vor der Aussaat sollte der Grassamen einmal mit der Hand gut durchgemischt werden. So werden die unterschiedlichen Samen ausgewogen verteilt und es entsteht später ein schönes Rasenbild.

Einarbeiten des Saatguts

Nach der Aussaat werden Saatgut und Dünger – vorzugsweise mit einem Rasenrechen – rund einen Zentimeter tief in den Boden eingearbeitet. So haben die Samen den besten Bodenkontakt und können gut keimen. Bleibt das Saatgut an der Oberfläche liegen und wird nicht eingearbeitet, trocknet es rasch aus oder wird von den Vögeln gefressen. Gewalzt werden braucht der Boden nach der Aussaat nicht unbedingt. Das würde die Bodenoberfläche nur unnötig verdichten.

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Bodenvorbereitung für Rasen

So bereiten Sie Ihren Boden auf Rasen vor!

Je sorgfältiger der Boden für den Rasen vorbereitet wird, desto besser keimt das Saatgut. Auch die spätere Pflege des Rasens wird erleichtert. Gerade wenn die Rasenfläche komplett neu angelegt wird, wie beispielsweise in Neubaugebieten, muss der Boden zunächst bearbeitet werden. Meist ist er stark verdichtet und damit nicht optimal geeignet.


Diesen Boden lieben Rasengräser

Damit der Rasen gut wächst, braucht er einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Dann können die Rasengräser ein dichtes Wurzelwerk ausbilden. Ideal geeignet sind sandige Lehmböden. Die Vorteile von Sand und Lehm können hier voll ausgenutzt werden. Sand hat eine gute Durchlässigkeit und der Lehm kann Wasser und Nährstoffe optimal speichern.

Gut geeignet:

    • Sandige Lehmböden

Schlecht geeignet:

    • Tonige Böden (Wasser versickert schnell und der Boden verdichtet)
    • Reine Sandböden (kaum Speicherung von Wasser und Nährstoffen)

Grundbodenbearbeitung bei Neubauten

Häufig sind die Böden durch die Bautätigkeiten stark verdichtet. Für die Rasenaussaat wird aber ein krümeliger Oberboden gebraucht. Dazu wird die Erde rund 15 Zentimeter tief aufgelockert. Bei kleinen Flächen reicht ein Spaten oder die Grabgabel. Auf größeren Flächen erleichtern Motorfräsen oder Gartenfräsen die Arbeit. Beim Auflockern werden auch gleich Steine, Wurzeln und Unkraut mit entfernt.

Bei Böden, deren Erde aus tieferen Schichten wie beim Kelleraushub stammt, ist es schwierig, diese in kurzer Zeit so zu verbessern, dass der Rasen gut wächst. Hier ist es einfacher, den Boden mit einer dicken Schicht – rund 15 Zentimeter – guten, krümeligen Oberboden zu bedecken. Eventuelle alte Wurzeln und Unkraut sollten auch hier gleich mit entfernt werden.

Tipp:

Viele Baumärkte verleihen Gartengeräte und Maschinen. So kann man sich die Ausgabe für eine Gartenfräse oder Rasenwalze sparen, vor allem dann, wenn sie nur zur Neuanlage einer Rasenfläche gebraucht werden.


Schlechten Boden aufbereiten

Je besser das Saatbeet vorbereitet ist, desto gleichmäßiger keimen die Grassamen. Die Zeit für die Bodenvorbereitung ist deshalb keine vertane Zeit, sondern ein wichtiger Schritt zu einer schönen, dichten und sattgrünen Rasenfläche.

Schwerer, lehmiger Boden

Solch ein Boden wird durch Einmischen von Sand durchlässiger für Luft und Wasser. Da die Rasengräser keine Staunässe mögen, gedeihen sie in einem zu schweren Boden nur ungenügend. Der Sand wird nach Möglichkeit mit einer Harke verteilt. Empfehlenswert ist auch die Einarbeitung von organischem Material wie reifem Kompost, um die Bodenstruktur aufzulockern. Den Kompost am besten schon im Frühjahr untermischen.

Sehr sandiger Boden

Damit die sandige Erde besser Wasser und Nährstoffe speichert, hilft das Untermischen von reifem Grünkompost. Er sollte im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden.


Verbesserung des Bodens durch Gründüngung

Leider ist sie fast in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Gründüngung ideal, um den Boden zu verbessern. Wer sich die Zeit nimmt, kann sich später über ein gesundes Bodenleben und eine schöne Rasenfläche freuen. Die Gründüngungspflanzen durchwurzeln den Boden intensiv und lockern ihn auf. Zudem liefern sie wertvolle organische Substanz und Nährstoffe. Das dient den Mikroorganismen im Boden als Lebensraum und fördert ein aktives Bodenleben.

Aussaat der Gründüngung

Fertige Gründüngungs-Mischungen gibt es im Handel zu kaufen. Nachdem der Boden bearbeitet wurde, wird die Mischung im Frühjahr ausgesät. Etwa Mitte August werden die Pflanzen dann abgemäht und gleichmäßig in den Boden eingearbeitet.


Rückverdichtung

Wenn der Boden so tief bearbeitet wurde, braucht er anschließend einige Wochen Ruhe, in denen er sich absetzen kann. Das ist die sogenannte Rückverdichtung. Diese Ruhephase ist wichtig, damit sich die Erde etwas verdichtet und spätere Absackungen und Unebenheiten vermieden werden.

Bei trockenem Boden kann die Rückverdichtung durch Walzen mit einer Gartenwalze oder Rasenwalze beschleunigt werden. Die Zeit während der Rückverdichtung sollte dazu genutzt werden, um auftretendes Unkraut zu jäten. So ist der Boden bestens auf die Rasenaussaat vorbereitet.

Tipp:

Wann der Boden ausreichend rückverdichtet ist, um das Saatbett vorzubereiten, zeigt der Absatztest. Sinkt der flache Absatz eines Schuhs nicht mehr als einen Zentimeter in den Boden ein, ist der Boden bereit.


Saatbett vorbereiten

Kurz vor der Einsaat wird das Saatbett vorbereitet. Es sollte möglichst feinkrümelig sein, da Rasensamen sehr fein ist. Dazu wird die oberste Erdschicht – rund zwei bis drei Zentimeter – nochmals auf etwaige Steine, Wurzelwerk etc. untersucht und dann ganz fein gekrümelt.

Ideale Werkzeuge hierfür sind ein Rechen oder ein Krümler bzw. Grubber. Die Krümel an der Oberfläche sollten nicht größer als etwa zwei Zentimeter sein. Nur so haben die sehr kleinen Rasensamen später ausreichend Bodenkontakt und können gut keimen.

Tipp:

Um zu erkennen, ob der Boden feinkrümelig genug ist, hilft der Zinkenabstand des Rasenrechens. Alles, was hier durchpasst, hat die optimale Größe.

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Rasen Anlegen – Standort

Rasen anlgegen - Standort

Eine gepflegte, grüne Rasenfläche gehört zu den klassischen Bestandteilen vieler Gärten, denn ein schöner Rasen wertet den kleinen Vorgarten ebenso auf wie den weitläufigen Landschaftsgarten mit Blumen, Hecken und Bäumen. Bei der Neuanlage einer Grünfläche ergibt sich die Größe und der Standort auf einem Grundstück beinahe zwangsläufig, da der Rasen mit anderen Gegebenheiten wie Wohnhaus, Garage, Zufahrt/Wege, Terrasse, Nutzgarten, Baumbestand oder Gartenteich konkurrieren muss.

Für die Rasenfläche bleibt daher oft nur ein Grundstücksteil übrig, der keine optimalen oder stark wechselnde Bedingungen aufweist. Wie alle Pflanzen benötigt der Rasen für ein gutes Wachstum und für eine gute Ernährung bestimmte Voraussetzungen; die wichtigsten Standortfaktoren zeigt die folgende Aufstellung:

  • Bodenaufbau
  • Wasserhaushalt
  • Hangneigung
  • Exposition
  • Licht-/Schattenverhältnisse

Der richtige Boden

Bei einer Neuanlage des Rasens sollten diese Standortbedingungen bereits vor der eigentlichen Aussaat berücksichtigt werden, um den geeigneten Rasentyp (z. B. Schattenrasen, Trockenrasen, Rollrasen) auswählen zu können; eine sorgfältige Vorarbeit ist hier notwendig, damit die Rasenfläche ihre Funktion als Erholungs- und Freizeitraum dauerhaft ausüben kann. Physikalische und chemischen Bodenanalysen geben Aufschluss über die Zusammensetzung des Untergrundes, sodass durch gezielte Maßnahmen die Bodenqualität erhöht und für das Rasenwachstum optimiert werden kann. Folgende Arbeiten können zu einer Bodenverbesserung beitragen:

  • mechanische Auflockerung
  • Durchmischung mit Sand
  • Einbringen von Kompost oder Humus
  • Kalken
  • Düngen
  • Errichtung von Drainagen

Bei einem bereits fertig angelegten Rasen bringen Arbeitsmaßnahmen wie Vertikutieren, Aerifizieren oder Mulchen ebenfalls eine Verbesserung der Standortbedingungen.

​Trocken, feucht oder nass – der Wasserhaushalt des Bodens

​Die Mengenanteile von Sand, Schluff und Ton im Boden spielen eine wichtige Rolle für das Rasenwachstum, denn die Korngrößenverteilung bestimmt neben der Durchlüftung auch die Wasserverfügbarkeit für die Pflanzen. Sandige Böden können zwar viel Wasser aufnehmen, sie leiten das Sickerwasser jedoch auch schnell in den Untergrund weiter; bei stark tonigen Bodenverhältnissen ist die Speicherfähigkeit für Wasser deutlich höher, allerdings bieten die feinen Poren den Wurzeln einen wesentlich geringeren Luftraum.

Ein idealer Standort weist eine ausgewogene Mischung aus Sand, Schluff, Kompost und Humus sowie einen niedrigen Tonanteil auf; die Struktur ist krümelig und nährstoffreich, der pH-Wert liegt bei 6-7. Dadurch kann sich ein reichhaltiges Bodenleben mit Mikroorganismen ausbilden und die Nährstoffe bzw. Spurenelemente sind für die Pflanzenwurzeln verfügbar.

​Stark lehm- und tonhaltige Schichten im Untergrund wirken als Wasserstauer, sodass sich bei Niederschlägen das Porenvolumen mit Sickerwasser füllt und die Bodenluft verdrängt; durch die unzureichende Luftversorgung sterben die Wurzeln ab und die Pflanzen verkümmern. Staunässe entwickelt sich durch anfallendes Sickerwasser auf Tonböden oder bei einem geringen Flurabstand zwischen Erdoberfläche und Grundwasserspiegel, wie es z. B. in Auenbereichen häufig der Fall ist. Typische Anzeichen für feuchte bis nasse Böden sind ein sehr langsames Abtrocknen im Frühjahr, eine verstärkte Moosbildung und das Auftreten von Sauergräsern. Als wirksame Gegenmaßnahmen können folgende Arbeiten durchgeführt werden:

Die Sonneneinstrahlung – der Motor für das Wachstum

Neben den beiden Wachstumsfaktoren Nährstoffe und Wasser hat das Licht einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum, die Entwicklung und die Regeneration einer Rasenfläche; ohne eine ausreichende Sonneneinstrahlung ist kein Stoffaufbau in den Pflanzen durch Fotosynthese möglich. Für das Wuchsverhalten der Rasengräser sind dabei die Dauer (Quantität) und die Tageszeit (Qualität) des Lichteinfalls wichtig.

Ein idealer Standort erhält am Vormittag viel Sonne und liegt nachmittags im Halbschatten, wobei die Ursache des Schattenwurfs (z. B. Hecken, Bäume, Gebäude) für das Lichtspektrum eine zusätzliche Rolle spielt. Die Intensität der Sonneneinstrahlung wird auch durch die Exposition beeinflusst, da nach Süden ausgerichtete Lagen deutlich mehr Sonne erhalten als Nordhänge.

Die Messung des Lichteinfalls kann mit einem einfachen Lichtmessgerät aus dem Fotofachhandel erfolgen, wobei die Messwerte in Lux (lx) angegeben werden. An einem vollsonnigen Frühlingstag z. B. erreicht die Lichtintensität in Süddeutschland ungefähr 11.000 Lux, im Sommer sind die Werte entsprechend höher. In einem Bereich von 20.000-30.000 Lux ist bei mitteleuropäischen Rasengräsern der Lichtsättigungspunkt erreicht, ab dem die zugeführte Energiemenge nicht mehr in zusätzliches Pflanzenwachstum umgesetzt wird.

Ein Lichtwert von 1.000-2.000 Lux markiert den Lichtkompensationspunkt, bei dem sich Pflanzenaufbau und -abbau die Waage halten; noch weniger Lichteinstrahlung führt zu physiologischen Stoffwechselstörungen und zum ständigen Stoffabbau. Für einen guten Wuchs sollten Rasengräser mindestens 60 % der standortspezifisch möglich Lichtenergiemenge erhalten; die Auswirkungen von Lichtmangel zeigt die folgende Aufstellung:

  • Sinkender Chlorophyllgehalt
  • Geringere Grünintensität
  • Kleinere, dünnere Blätter
  • Geringere Narbendichte
  • Keine Regeneration
  • Ständiger Stoffabbau
  • Absterben der Pflanzen

Rasenflächen weisen oftmals eine inhomogene Verteilung von Licht- und Schattenbereichen auf. Zur Verbesserung des Lichteinfalls können Hecken zurückgeschnitten und Bäume ausgelichtet werden; wenn der Schattenwurf durch Gebäude erfolgt, ist die Aus- bzw. Nachsaat von schattenverträglichen Gräsern zu empfehlen. Als besonders tolerant gegenüber Schatten haben sich die folgenden Grasarten erwiesen:

  • Lägerrispe
  • Hainrispe
  • Gewöhnliches Rispengras
  • Trügerischer Rotschwingel
  • Deutsches Weidelgras
  • Rotes Straußgras

Die beste Eignung für Schattenbereiche weist die Lägerrispe auf, die erst bei Lichtstärken unter 250 Lux das Wachstum einstellt. Schattenrasen haben jedoch den Nachteil, dass sie gegenüber Belastungen deutlich empfindlicher sind als normaler Rasen; außerdem sollte die Schnitthöhe 5 cm nicht unterschreiten, um den Rasenpflanzen eine möglichst große Fotosynthesefläche zu erhalten.

​Der Rasen am Hang – eine Herausforderung für Mensch und Maschine

​Bei der Neuanlage einer Rasenfläche sollte der vorgesehene Bereich möglichst eben sein, denn bereits ab einer Hangneigung von 1 % setzt die Bodenerosion durch Niederschläge ein. Am anfälligsten für eine flächenhafte Erosion sind Böden mit einem hohen Schluffanteil, andererseits stellt ein sandig-schluffiger Boden auch den besten Standort für Rasen dar.

Besonders bei der ersten Aussaat ist deshalb darauf zu achten, dass die Samenkörner durch das Einwalzen einen guten Bodenschluss erhalten; damit kann der Rasensamen bei der Bewässerung oder bei Regen nicht so leicht weggespült werden. Bei zunehmender Hangneigung steigt die Abtragungsrate deutlich an; zusätzlich erhöht sich der Kraftaufwand bei der Bearbeitung mit Maschinen (z. B. Rasenmäher, Bodenwalze, Vertikutierer), da diese auf steilen Hängen schneller abrutschen und nur bis maximal 20 % Hangneigung effektiv eingesetzt werden können.

​Eine Alternative zur Aussaat ist das Verlegen von Rollrasen; gleichzeitig wird durch die fertige Grasnarbe eine Bodenerosion verhindert. Eine wesentliche Erleichterung beim Mähen bringt der Einsatz von Mährobotern, die in den verschiedensten Ausführungen im Fachhandel angeboten werden; spezielle Geräte können auch Steigungen von 25-50 % bewältigen. Eine andere Möglichkeit zur Hangbegrünung stellt die Umwandlung der Rasenfläche in eine Blumenwiese dar; die dazu notwendigen Schritte zeigt die nachfolgende Aufstellung:

Die Vorteile einer Blumenwiese gegenüber einer Rasenfläche sind der geringe Pflegeaufwand, eine höhere Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren sowie die Schaffung eines attraktiven Gartenbereiches; außerdem dient die Fläche dann auch als Weide – für die Bienen.

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Rasenkrankheiten

Die wichtigsten Rasenkrankheiten im Überblick!

Entstehen im Rasen durch ungünstige Witterungsbedingungen oder nicht ausreichende Pflege Lücken, so können Unkräuter in die Rasenfläche einwandern. Ob diese stören, empfindet jeder Gartenbesitzer anders. Zu den Rasenunkräutern zählen beispielsweise Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee und verschiedene Wegerich-Arten.

Themen:

Während die einen die Kräuter als Bereicherung der Rasenfläche sehen mögen andere lieber einen perfekten Rasen. In diesem Fall sollte das Unkraut ausgestochen werden. Am besten macht man das, solange diese sich noch im Frühstadium befinden. Auf chemische Behandlung mit Unkrautvernichtungsmitteln sollte man im Hausgarten möglichst verzichten. Zudem lässt sich nicht jedes Unkraut mit Herbiziden bekämpfen.

Algen im Rasen

Algen im Rasen bilden sich besonders auf feuchten und lückenhaften Rasenflächen. Sie überziehen den Boden mit einem schmierigen Belag. Dadurch kann das Wasser nicht mehr richtig in den Boden versickern. Um die Rasenfläche wieder zu verbessern, kann leicht vertikutiert und anschließend besandet werden. Zudem sollten entstandene Lücken nachgesät werden. Der beste Schutz vor Algen bieten ein wasserdurchlässiger Boden und ein dichter Rasen.


Schneeschimmel

Der Schneeschimmel ist eine typische Winterkrankheit die typischen runden Flecken mit markigen Gräsern sind vorwiegend von September bis März zu sehen. Als Vorbeugung empfiehlt sich eine kaliumbetonte Herbstdüngung. Im März sorgt eine Düngung mit Stickstoff dafür, dass die Schäden schnell verschwinden.


Rotspitzigkeit

Rotspitzigkeit kann nahezu das ganze Jahr auftreten, und zeigt sich oftmals im Sommer bei starkem Wechsel von Hitze und feucht-kühlem Wetter. Diese Krankheit verursacht wie vertrocknet aussehende Flecken, wobei sich an den Spitzen der Gräser rote Fäden bilden können. Eine hohe Feuchtigkeit im Boden, beispielsweise Staunässe sowie Nährstoffmangel bietet dem Pilz optimale Bedingungen. Auch eine schlechte Belüftung und liegen gebliebenes Laub fördert das Wachstum des Pilzes. Durch verschiedene Maßnahmen kann Rotspitzigkeit im Rasen vorgebeugt werden. Da der Pilz Nässe liebt, darf der Boden nicht zu nass sein. Besser ist es selten und dafür intensiv den Rasen zu wässern, sodass das Wasser bis tief an die Wurzeln reicht. Auch das Aufsammeln bzw. Abrechnen von Laub schafft ein gutes Mikroklima, in denen sich die Pilze nicht vermehren. Für eine ausreichende Belüftung sorgt regelmäßiges vertikutieren. Damit sich entstandene Schäden auswachsen, hilft regelmäßiges Düngen eine gute Kalium-, Phosphor- und Stickstoffversorgung.


Hexenringe

Sie können das ganze Jahr über auftreten. Der Name stammt daher, dass die Pilze im Rasen oft sichtbare Ringe bilden. Manche Erreger lassen den Rasen absterben. Diese Pilzerreger leben im und vom Rasenfilz. Deshalb ist Vorbeugung hier das wichtigste. Durch das Vertikutieren lässt sich Filz verhindern, sodass die unschönen Ringe gar nicht erst entstehen. Sind sie bereits aufgetreten, kann eine verstärkte Düngung hilfreich sein, denn ein gut mit Nährstoffen versorgt Rasen überwächst diese Hexenringe rasch.


Engerlinge und andere Larven

Im Boden leben verschiedene Insektenlarven, die sich auch von den Graswurzeln ernähren. Das richtet keinen Schaden an. Die Schäden im Rasen entstehen dann, wenn es zu viele Larven sind und sich zahlreiche Vögel einstellen, die die Rasenfläche auf der Suche nach Nahrung durchwühlen und regelrecht umgraben. Zudem können manche Larven wie Engerlinge die Gräser schädigen, indem sie die Wurzeln abfressen. Dann lässt sich der Rasen fast wie ein Teppich vom Boden abheben. Chemische Pflanzenschutzmittel sind im Hausrasen nicht zugelassen. Um die Larven gezielt zu bekämpfen, können Fadenwürmer, sogenannte Nematoden eingesetzt werden. Im Handel sind verschiedene Nematoden erhältlich, die gegen verschiedene Larvenarten eingesetzt werden können.

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Rasenpflege

So pflegen Sie Ihren Rasen optimal!

Themen:

Rasen mähen

Regelmäßiges Mähen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen in der Rasenpflege. So bleibt der Rasen dicht wie ein Teppich und es entsteht eine optisch ansprechende Rasennarbe. Zudem sorgt das Mähen dafür, dass die Gräser dicht nachwachsen und neue Triebe bilden. So erhält man auf Dauer einen dichten und unkrautfreien Rasen. Gemäht wird in der Regel ab März/April bis zum Oktober/November.

Schnitthöhe und –häufigkeit

Die optimale Schnitthöhe und –häufigkeit hängt vom Rasentyp ab. Zudem wird die Schnitthäufigkeit durch die Witterung beeinflusst. Zierrasen sollte auf einer Wuchshöhe von etwa 2,5 cm, Spiel und Freizeitrasen bzw. Gebrauchsrasen auf etwa 3,5 bis 4 cm gehalten werden. In Schattenlagen empfiehlt es sich, eine Schnitthöhe von 4,5 bis 5,5 cm einzuhalten. Für Gebrauchsrasen und Schattenrasen empfiehlt sich ein Schnitt pro Woche, während für Zierrasen zwei Schnitte pro Woche empfohlen werden. Durch den Einsatz eines Walzen- oder Spindelmähers kann zudem beim Zierrasen eine Verbesserung des Schnittbildes erreicht werden.

Tipp:

In der Praxis hat sich die „Drittel-Regel“ bewährt. Aus dieser ergibt sich automatisch die optimale Schnitthäufigkeit. Nach dieser Regel sollte immer nur ein Drittel der Blattmasse abgemäht werden. D.h., der Rasen sollte nie mehr als ein Drittel seiner Wuchshöhe in einem Schnitt gekürzt werden. Beim normalen Spielrasen liegt die empfohlene Schnitthöhe beispielsweise bei rund 4 cm. Hier würde das Gras bei einer Höhe von 6 cm gemäht, wenn die „Drittel-Regel“ angewandt wird.

Am zweckmäßigsten wird der Rasen gemäht, wenn er trocken ist. Dann ist die Qualität des Schnitts am besten. Bei normalen Temperaturen kann der Rasen zu jeder Tageszeit gemäht werden. Im Sommer sollten die heißen Mittagsstunden gemieden werden. Hohe Temperaturen bedeuten für die Gräser Stress, der durch das gleichzeitige Mähen noch verstärkt werden würde. Zudem sollte in der heißen Jahreszeit der Rasen nicht zu tief geschnitten werden, da die Grasnarbe sonst leicht beschädigt werden kann.

Welcher Rasenmäher ist geeignet

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Rasenmähers ist die Schnittbreite. Sie entscheidet wesentlich darüber, wie lange das Mähen dauert. Je breiter das Schneidwerk, desto schneller geht das Rasenmähen. Mittlerweile haben sich motorisierte Rasenmäher durchgesetzt. Sie sind relativ leise und eignen sich daher auch für den Gebrauch in Neubaugebieten. Wer sich durch das Kabel eingeschränkt fühlt, kann alternativ einen Elektrorasenmäher mit Akku wählen.

Praktisch für größere Flächen, insbesondere dann, wenn keine Steckdose in Reichweite ist, sind Rasenmäher mit Benzin Motor. Sie sind leistungsstark, allerdings recht laut, aber auch in großen Schnittbreiten erhältlich. Bei sehr großen Flächen können auch Aufsitzmäher sinnvoll sein. Welcher Mähertyp gewählt wird, hängt vom eigenen Anspruch und dem Rasen ab. Mit einem Sichelmäher lassen sich auch höher gewachsene oder feuchte Rasenflächen mähen.

Eine Variante des Sichelmähers sind Mulchmäher. Hierzu gehören auch die immer beliebter werdenden Mähroboter. Ein sehr gutes Schnittbild liefert ein Spindelmäher. Deshalb wird dieser Typ besonders gerne für den Zierrasen eingesetzt.


Rasen düngen

Bei jedem Mähen werden auch wichtige Pflanzennährstoffe von der Fläche entfernt. Deshalb müssen diese über eine Düngung ergänzt werden. Ansonsten stellt sich ein Nährstoffmangel ein, der am geringen Wachstum und einer nachlassenden Grundfärbung des Rasens erkennbar ist. Deshalb sollte immer frühzeitig und regelmäßig gedüngt werden.

Wie viel gedüngt werden muss, richtet sich grundsätzlich immer nach dem vorhandenen Nährstoffvorrat im Boden und der Art und Intensität der Rasennutzung. Um nicht zu viel Dünger zu verwenden, empfiehlt es sich in regelmäßigen Abständen eine Bodenuntersuchung durchzuführen. Zusammen mit dem Ergebnis der Bodenanalyse erhält man bei den meisten Laboren auch eine individuelle Dünge-Empfehlung.

Wichtige Nährstoffe für Rasengräser

Stickstoff (N) ist ein wichtiger Nährstoff und hat eine große Bedeutung für das Pflanzenwachstum. Er fördert die Blatt- und Triebbildung und sorgt dafür, dass der Rasen seine schöne grüne Farbe behält.

Phosphor (P) fördert die Wurzelbildung und ist gerade bei der Neuanlage eines Rasens ein wichtiger Nährstoff. Zudem ist er wichtig für die Bildung von Chlorophyll und fördert die Winterhärte.

Kalium (K) ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Er erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und bei starker Beanspruchung.

Langzeitdünger für den Rasen

Damit der Rasen lange schön bleibt, benötigt er ein möglichst ausgeglichenes Angebot an Nährstoffen. Spezielle Rasen-Langzeitdünger sind hier besonders geeignet. Sie enthalten langsam wirkende Stickstoffformen, wobei nur so viel Stickstoff freigesetzt wird, wie von der Pflanze benötigt wird.

Außerdem kann durch den Einsatz von Langzeit-Dünger verhindert werden, dass Nährstoffe ausgewaschen werden und verloren gehen. Je nachdem, welche Stickstoffdüngerform verwendet wird, wirkt ein Rasen-Langzeitdünger zwischen sechs und zwölf Wochen. Neben Stickstoff sind zumeist auch Phosphor, Kalium und Magnesium enthalten.

Tipp:

Rasendünger sind meist streufähige Granulate, die mit einem Streuwagen gleichmäßig verteilt werden können. Nach Möglichkeit sollte der Dünger auf trockenem Rasen ausgebracht werden. Nach der Düngung darf zwei Tage nicht gemäht werden, ansonsten würde der ausgebrachte Dünger durch das Mähen verloren gehen.

Düngen rund ums Jahr

In der Regel ist es für den normalen Rasen sowie für Zierrasen empfehlenswert, drei Düngergaben im Jahr auszubringen. Die erste Düngung erfolgt im März/April. So können sich die Rasengräser nach dem Winter regenerieren. Im Sommer ist der Nährstoffbedarf des Rasens am höchsten. Durch das Düngen wird die Bildung neuer Triebe angeregt und die Dichte der Narbe verbessert.

Die letzte Düngergabe erfolgt im Spätherbst. Hier ist eine kaliumbetonte Düngung empfehlenswert, die den Rasen für den Winter stärkt und die Aushärtung der Gräser fördert. Einige Lieferanten von Rollrasen bieten auch gleichzeitig den entsprechenden Dünger für den gesamten Jahresverlauf an.


Rasen wässern

Gerade bei trockener Witterung müssen Rasenflächen regelmäßig bewässert werden. Wie viel Wasser ein Rasen verbraucht, ist abhängig vom Standort, der Witterung und dem Rasentyp. Empfehlenswert zum Bewässern sind die frühen Morgenstunden. Dann ist die Verdunstung durch die Sonne noch am geringsten.

Besser ist es selten und ausreichend zu bewässern, als häufig, aber nur wenig. Denn bei kleinen Wassergaben wird häufig nur die oberste Bodenschicht durchfeuchtet, sodass die Wurzeln nicht angeregt werden, in die Tiefe zu wachsen. Ob ein Schlauch oder Regler genutzt wird, hängt immer von der Flächengröße ab. Ab einer Fläche von rund 100 m² lohnt sich der Einsatz eines Regners.

Tipp:

Nach dem Wässern sollte der Boden bis in eine Tiefe von rund 10 cm gut durchfeuchtet sein. In der Regel genügen bei trockener Witterung ein bis zwei großzügige Wassergaben in der Woche. 10-20 l je Quadratmeter sind dabei ausreichend.


Rasen vertikutieren

Die Gräser des Rasens brauchen Wasser und Luft zum gesunden Wachstum. Hat sich eine Filzschicht auf dem Rasen gebildet, werden die Gräser in ihrem Gedeihen behindert. Dann empfiehlt es sich zu vertikutieren. Durch den Belag werden die Durchlüftung und der Wasserhaushalt des Bodens verschlechtert. Der Boden kann sozusagen nicht mehr „atmen“. Deshalb sollte der Filz von Zeit zu Zeit entfernt werden.

Durch das Vertikutieren wird der Filz aufgetrennt und herausgelöst. So können Wasser und Nährstoffe wieder besser in die Wurzelschichten eindringen und junge Gräser können sich besser entfalten. Das fördert eine tiefere und kräftigere Wurzelbildung. In der Regel braucht nur einmal pro Jahr vertikutiert werden. Ein guter Zeitpunkt ist das späte Frühjahr. Etwa 7-10 Tage vor dem Vertikutieren sollte die erste Frühjahrsdüngung ausgebracht werden, um Stoffwechsel und Gräserwuchs anzuregen. Das Pflanzenmaterial, das beim Vertikutieren entsteht, kann mit einem Rechen entfernt werden.

Die Messer des Vertikutierers sollten so eingestellt werden, dass der Boden nur leicht angeritzt wird. Ansonsten könnten die Wurzeln beschädigt werden. Größere Vertikutiergeräte können in Baumärkten und vielen Fachgeschäften ausgeliehen werden. Für kleine Flächen reicht oft ein Vertikutierrechen aus. Auch Handvertikutierer, meist mit 2 Rädern, sind hier geeignet. Bei einer größeren Fläche ist der Elektrovertikutierer das geeignetere Gerät, hier lässt sich die Arbeitstiefe einstellen und der herausgelöste Rasenfilz lässt sich mit dem anhängenden Auffangkorb gleich richtig beseitigen.

Tipp:

Wohin mit dem Rasenschnitt und Rasenfilz nach dem Mähen und Vertikutieren? Am geeignetsten ist ein Komposthaufen oder ein Schnellkomposter. Gemischt mit trockenen Materialien wie z. B. Rindenmulch, Baum- und Heckenschnitt wird daraus wiederverwertbarer Kompost.


Rasen aerifizieren

Gerade bei einem Spiel- und Gebrauchsrasen kann sich die obere Bodenschicht verdichten. Da dadurch der Sauerstoffgehalt sinkt, wird das Wachstum der Wurzeln eingeschränkt. Um Schäden zu vermeiden, muss der Boden belüftet werden. Hier spricht man vom Aerifizieren.

Stark beanspruchte Rasenflächen sollten etwa alle zwei Jahre aerifiziert werden. Das geschieht am besten im Herbst. Zum Aerifizieren kann eine Grabgabel verwendet werden oder ein spezieller Aerifizierstecher. Damit werden an verschiedenen Stellen „Löcher“ in den Boden gestochen, die dann mit Sand verfüllt werden.


Ausbessern kleinerer Schäden

Rasenkanten pflegen

Da Rasengräser in die Breite wachsen, verschieben sich nach und nach die Kanten des Rasens. Damit der Rasen lange ansehnlich bleibt, müssen die Rasenkanten ab und zu geschnitten werden. Dazu gibt es spezielle Kanten Schneider, mit denen sich eine gerade Rasenkante abstechen lässt. So sehen die Rasenkanten immer gepflegt aus.

Kleine Schäden in der Rasennarbe

Entstehen kleine Lücken in der Rasennarbe, muss nicht gleich der gesamte Rasen ausgebessert werden. Für diese „Flickarbeiten“ sind Rasenstöpsel für Fertigrasen empfehlenswert. Sie lassen sich einfach in vorher ausgestochene Löcher stecken und sorgen dafür, dass der Rasen schnell wieder schön aussieht.

Vertiefungen ausbessern

Kleinere Vertiefungen im Rasen können ganz einfach behoben werden. Die Rasennarbe wird dazu vorsichtig angehoben und die Vertiefung mit sandiger Gartenerde aufgefüllt. Die abgehobene Sode wird dann wieder aufgelegt und vorsichtig angetreten. Bis zum Anwachsen muss regelmäßig gewässert werden.


Rasen besanden

Bei schweren und lehmigen Böden kann feiner Sand die Struktur verbessern. Durch das Besanden versickert das Niederschlagswasser schneller und der Boden wird besser durchlüftet. Auch nach dem Vertikutieren ist Sand eine gute Wahl, damit lassen sich leichte Unebenheiten im Rasen ausgleichen.

Gut geeignet ist kalkarmer Sand mit einer Korngröße von null bis zwei Millimetern. Der Sand wird mit einer Schaufel gleichmäßig auf der Fläche verteilt, wobei die Gräser nicht unter zu viel Sand begraben werden dürfen. Mit einem Laubrechen wird er gut in die Rasennarbe eingearbeitet.


Rasen mulchen – Mulchmähen

Mulchmähen hält den Rasen gesund, spart Zeit und Geld und schont die Umwelt. Beim Mulchen verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche. Dazu verwendet man einen Mulchmäher, der das Schnittgut zerkleinert und es als Mulch auf dem Rasen verteilt. So werden Pflanzennährstoffe freigesetzt, die dann den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung stehen. Durch das Mulchen wird die Entsorgung des Schnittgutes gespart. Zudem kann auch beim Düngemittel eingespart werden. Hier reicht dann im Frühjahr eine Startdüngung und im Herbst eine Abschlussdüngung aus.

Tipps zum erfolgreichen Mulchen:

  • der Rasen muss trocken sein
  • das Schnittgut darf nicht zu lang sein, d.h. wer sich für das Mulchen entscheidet, muss den Rasen häufiger mähen
  • das Schnittgut darf nicht verklumpen und muss gleichmäßig auf der Rasenfläche verteilt sein

Rasen kalken

Ob der Rasen gekalkt werden muss, wird durch eine Bodenuntersuchung bestimmt. Der pH-Wert des Bodens sollte jährlich oder alle 2-3 Jahre geprüft werden, um den Kalkbedarf und den gesamten Nährstoffbedarf zu bestimmen.

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Rasen reparieren

So reparieren Sie Ihren Rasen!

So unterschiedlich die Vorstellungen von einem schönen Garten auch sind, so schließen sie doch meistens eine kleine Rasenfläche mit ein. Diese ist Teil der optischen Gartengestaltung, Mehrzweckfläche oder Spielbereich für Kinder und Hunde. Auf die Größe kommt es dabei gar nicht an, solange der Rasen gesund und kräftig wächst. Genau dieses Ziel ist nicht immer einfach zu verwirklichen und dann stellt sich die Frage, wie der Rasen effektiv und mit möglichst wenig Aufwand repariert werden kann.

Was macht eine schöne Rasenfläche aus?

Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters, doch neben der reinen Geschmacksfrage gibt es einige allgemeine Kennzeichen für eine gelungene Rasenfläche.

  • Die Fläche ist gleichmäßig und dicht bewachsen.
  • Es gibt keine kahlen Stellen und Bereiche, in denen die nackte Erde nach dem Rasenmähen zu erkennen ist.
  • Das Gras erholt sich nach dem Winter gut und ist gesund genug, um etwas Sommerhitze zu überstehen.
  • Der Rasen besteht wirklich aus Gras und nicht aus Klee oder Moos.

Rasen mit diesen Eigenschaften in seinem Garten haben zu wollen ist ganz normal und hat nichts mit übermäßigem gärtnerischen Ehrgeiz zu tun. Im Allgemeinen ist es nicht weiter kompliziert, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Es ist keineswegs immer sofort notwendig, die gesamte Fläche abzutragen und eine Neuanlage des Rasens vorzunehmen. Außerdem ist diese radikale Vorgehensweise keine Garantie, dass der neue Rasen besser wird als der bisherige. Zuerst müssen die Ursachen behoben werden, die dem schönen Zier- und Spielrasen bisher im Weg stehen.

Warum braucht der Rasen eine Reparatur?

Anzeichen, dass etwas mit dem Rasen nicht stimmt, erkennt der Hobbygärtner oft schon mit bloßem Auge.

  • Die Rasenfläche weist Unebenheiten auf. Dies können Mulden sein oder auch Buckel. Beides erschwert das Rasenmähen und sorgt oft für eine ungleiche Verteilung von Wasser im Boden. Regnet es, bilden sich dort Pfützen und beim Betreten fühlt sich der Boden schwammig an.
  • An einigen Stellen bilden sich kahle oder gelbe Stellen.
  • Der Boden ist mit Moos oder Klee durchsetzt.
  • Der Rasen kümmert an manchen Stellen vor sich hin, während er an anderen wirklich schön und mit saftigem Grün wächst.

Unterschiedliche Symptome erfordern dann unterschiedliche Maßnahmen. Nur bei zielgerichteter Verbesserung des Rasens ist das Ergebnis so gesund und schön, wie eine Rasenfläche es sein sollte.

Schnelle und einfache Reparaturen der Rasenfläche

Zu den einfachen Reparaturmaßnahmen gehört der Ausgleich von Unebenheiten und mit Einschränkungen auch die Reparatur von begrenzten Bereichen mit gelbem oder überhaupt nicht mehr vorhandenem Gras.

Begradigen des Rasens

Muldenbildung oder kleine Hügel kommen häufig bei älteren Rasenflächen vor. Auch dann, wenn nach Baumaßnahmen die Fläche am Haus einfach mit einer dünnen Schicht Mutterboden aufgefüllt wird, zeigen sich nicht selten Mulden oder kleinere Hügel.

Mulden und kleinere Senken werden ein weiteres Mal aufgefüllt und die neue Erde gestampft. Dann kann die Fläche neu eingesät werden. Umgekehrt können kleinere Buckel abgezogen und an die allgemeine Höhe der Fläche angepasst werden. Auch hier erfolgt eine Nachsaat.

Kahle Stellen und gelbe Flecken im Rasen

Sind diese Stellen begrenzt, meistens auch noch kreisförmig, kann die Ursache der Familienhund sein, der den Rasen zur Hundetoilette umfunktioniert hat. Hundeurin auf dem Rasen hinterlässt wirklich hässliche Spuren, wenn nicht gleich nach dem Malheur großzügig mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch der Rasen abgespült wird. Auch verschüttete Chemikalien, Reinigungsmittel für die Gartenmöbel oder Geräteöl haben derartige Auswirkungen. Der Rasen wächst nicht oder nur schlecht an diesen Stellen. Diese Flecken werden sinnvollerweise tief ausgestochen und der Rasen mit einem Reparaturset ausgebessert.

Manchmal muss es etwas mehr sein

Nicht immer reicht es, den Rasen auszubessern. Ist die Rasenfläche in einem schlechten Zustand und das Gras wächst nicht, hilft eine Bodenverbesserung dem Rasen. Dabei gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die sich an den konkreten Problemen orientieren und vom Lüften bis zu Abtragung der Grasnarbe und einer Veränderung des darunterliegenden Bodens reichen.

Solche Maßnahmen verbessern den Rasen allerdings nur dann, wenn sie auch zu den Problemen passen. Es ist nicht sinnvoll, den Boden mit Sand aufzulockern, wenn er ohnehin schon über eine gute Drainage verfügt. Rasendünger ist nur dort und in der Zusammensetzung sinnvoll, wo die Pflanzen ihn auch benötigen. Wenn eine Teilfläche nicht so üppig wächst wie ein anderer Teil, kann es auch daran liegen, dass der Rasen hier viel weniger Licht erhält und die Wahl der richtigen Rasensorte macht den Erfolg aus.

Die passende Technik und Methode ist einfach und kann auch ohne besondere Vorkenntnisse umgesetzt werden. Wichtig ist nur, den Rasen nach seinem Bedarf zu reparieren und nicht gleich alle Methoden zur Verbesserung von Boden und Pflanzen auf einmal einzusetzen.

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