Bodenvorbereitung für Rasen

So bereiten Sie Ihren Boden auf Rasen vor!

Je sorgfältiger der Boden für den Rasen vorbereitet wird, desto besser keimt das Saatgut. Auch die spätere Pflege des Rasens wird erleichtert. Gerade wenn die Rasenfläche komplett neu angelegt wird, wie beispielsweise in Neubaugebieten, muss der Boden zunächst bearbeitet werden. Meist ist er stark verdichtet und damit nicht optimal geeignet.


Diesen Boden lieben Rasengräser

Damit der Rasen gut wächst, braucht er einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Dann können die Rasengräser ein dichtes Wurzelwerk ausbilden. Ideal geeignet sind sandige Lehmböden. Die Vorteile von Sand und Lehm können hier voll ausgenutzt werden. Sand hat eine gute Durchlässigkeit und der Lehm kann Wasser und Nährstoffe optimal speichern.

Gut geeignet:

    • Sandige Lehmböden

Schlecht geeignet:

    • Tonige Böden (Wasser versickert schnell und der Boden verdichtet)
    • Reine Sandböden (kaum Speicherung von Wasser und Nährstoffen)

Grundbodenbearbeitung bei Neubauten

Häufig sind die Böden durch die Bautätigkeiten stark verdichtet. Für die Rasenaussaat wird aber ein krümeliger Oberboden gebraucht. Dazu wird die Erde rund 15 Zentimeter tief aufgelockert. Bei kleinen Flächen reicht ein Spaten oder die Grabgabel. Auf größeren Flächen erleichtern Motorfräsen oder Gartenfräsen die Arbeit. Beim Auflockern werden auch gleich Steine, Wurzeln und Unkraut mit entfernt.

Bei Böden, deren Erde aus tieferen Schichten wie beim Kelleraushub stammt, ist es schwierig, diese in kurzer Zeit so zu verbessern, dass der Rasen gut wächst. Hier ist es einfacher, den Boden mit einer dicken Schicht – rund 15 Zentimeter – guten, krümeligen Oberboden zu bedecken. Eventuelle alte Wurzeln und Unkraut sollten auch hier gleich mit entfernt werden.

Tipp:

Viele Baumärkte verleihen Gartengeräte und Maschinen. So kann man sich die Ausgabe für eine Gartenfräse oder Rasenwalze sparen, vor allem dann, wenn sie nur zur Neuanlage einer Rasenfläche gebraucht werden.


Schlechten Boden aufbereiten

Je besser das Saatbeet vorbereitet ist, desto gleichmäßiger keimen die Grassamen. Die Zeit für die Bodenvorbereitung ist deshalb keine vertane Zeit, sondern ein wichtiger Schritt zu einer schönen, dichten und sattgrünen Rasenfläche.

Schwerer, lehmiger Boden

Solch ein Boden wird durch Einmischen von Sand durchlässiger für Luft und Wasser. Da die Rasengräser keine Staunässe mögen, gedeihen sie in einem zu schweren Boden nur ungenügend. Der Sand wird nach Möglichkeit mit einer Harke verteilt. Empfehlenswert ist auch die Einarbeitung von organischem Material wie reifem Kompost, um die Bodenstruktur aufzulockern. Den Kompost am besten schon im Frühjahr untermischen.

Sehr sandiger Boden

Damit die sandige Erde besser Wasser und Nährstoffe speichert, hilft das Untermischen von reifem Grünkompost. Er sollte im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden.


Verbesserung des Bodens durch Gründüngung

Leider ist sie fast in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Gründüngung ideal, um den Boden zu verbessern. Wer sich die Zeit nimmt, kann sich später über ein gesundes Bodenleben und eine schöne Rasenfläche freuen. Die Gründüngungspflanzen durchwurzeln den Boden intensiv und lockern ihn auf. Zudem liefern sie wertvolle organische Substanz und Nährstoffe. Das dient den Mikroorganismen im Boden als Lebensraum und fördert ein aktives Bodenleben.

Aussaat der Gründüngung

Fertige Gründüngungs-Mischungen gibt es im Handel zu kaufen. Nachdem der Boden bearbeitet wurde, wird die Mischung im Frühjahr ausgesät. Etwa Mitte August werden die Pflanzen dann abgemäht und gleichmäßig in den Boden eingearbeitet.


Rückverdichtung

Wenn der Boden so tief bearbeitet wurde, braucht er anschließend einige Wochen Ruhe, in denen er sich absetzen kann. Das ist die sogenannte Rückverdichtung. Diese Ruhephase ist wichtig, damit sich die Erde etwas verdichtet und spätere Absackungen und Unebenheiten vermieden werden.

Bei trockenem Boden kann die Rückverdichtung durch Walzen mit einer Gartenwalze oder Rasenwalze beschleunigt werden. Die Zeit während der Rückverdichtung sollte dazu genutzt werden, um auftretendes Unkraut zu jäten. So ist der Boden bestens auf die Rasenaussaat vorbereitet.

Tipp:

Wann der Boden ausreichend rückverdichtet ist, um das Saatbett vorzubereiten, zeigt der Absatztest. Sinkt der flache Absatz eines Schuhs nicht mehr als einen Zentimeter in den Boden ein, ist der Boden bereit.


Saatbett vorbereiten

Kurz vor der Einsaat wird das Saatbett vorbereitet. Es sollte möglichst feinkrümelig sein, da Rasensamen sehr fein ist. Dazu wird die oberste Erdschicht – rund zwei bis drei Zentimeter – nochmals auf etwaige Steine, Wurzelwerk etc. untersucht und dann ganz fein gekrümelt.

Ideale Werkzeuge hierfür sind ein Rechen oder ein Krümler bzw. Grubber. Die Krümel an der Oberfläche sollten nicht größer als etwa zwei Zentimeter sein. Nur so haben die sehr kleinen Rasensamen später ausreichend Bodenkontakt und können gut keimen.

Tipp:

Um zu erkennen, ob der Boden feinkrümelig genug ist, hilft der Zinkenabstand des Rasenrechens. Alles, was hier durchpasst, hat die optimale Größe.

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