Rasen säen

So säen Sie Ihren Rasen an!

Jetzt kommt der wichtigste Teil des Rasen anlegens: Der Rasen wird gesät. Doch zuerst müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden, damit einem satten Grün nichts mehr im Wege steht.

Rasen säen im Herbst

Die beste Jahreszeit für die Aussaat eines Rasens ist der Herbst. Dann ist die Wärme des Sommers im Boden gespeichert und die häufigeren Niederschläge in der Herbstzeit sorgen für eine ausreichende Feuchtigkeit im Saatbett. Eventuelle Frühfröste machen hochwertigem Saatgut nichts aus.

Wichtig ist jedoch, dass zum ​Zeitpunkt des Aussäens die Temperatur mindestens bei 8 Grad Celsius liegt. Die optimale Temperatur liegt zwischen 14 und 25 Grad. Sollte die Temperatur zu hoch sein ist ein Verschieben des Ansäens zu empfehlen.


Rasen säen im Frühjahr

Bei Aussaaten im Frühjahr entwickelt sich oft kein gleichmäßig dichter Rasen. Wer dennoch im Frühjahr säen möchte, sollte unbedingt den Mai, besser Ende Mai abwarten. In der Regel erreichen erst dann die Bodentemperaturen Werte von mindestens zehn Grad Celsius. Diese Wärme braucht das Saatgut zum Keimen. Zudem muss das Keimbett ständig und ausreichend feucht gehalten werden.

Das wird durch die oft schon im Mai/Juni vorkommenden Trockenperioden erschwert. Wird dann nicht täglich gewässert, keimen die Samen meist ungleichmäßig und der gesamte Keimprozess wird gestört. Kahle Stellen oder schütterer Rasen sind die Folge. Die Rasenaussaat im Herbst ist daher der bessere Weg.


Rasenpflanz-Kalender

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Rasen anlegen?

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September

Oktober

November

Dezember


Das richtige Saatgut

Meist werden zur Anlage von Rasenflächen Mischungen aus verschiedenen Grasarten und –sorten verwendet. Das macht den Rasen anpassungsfähiger an unterschiedliche Standort- und Pflegebedingungen.

Um das richtige Saatgut herauszufinden, hilft es, sich an „Regel-Saatgut-Mischungen“ der Forschungsgesellschaft Landschaftsbau und Landschaftsentwicklung (FLL) zu orientieren. Diese gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität der Rasensamen. Die Mischungsempfehlungen werden jährlich neu überarbeitet.

Nach dem Mischungsetikett richten

Hochwertige Samenmischungen sind zwar auf den ersten Blick teurer als sogenannte Billigmischungen, bringen aber in der Regel einen strapazierfähigen, dichten Rasen hervor. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen. Was die Saatgutmischung enthält, steht immer auf dem Mischungsetikett. So kann man vor dem Kauf die Zusammensetzung überprüfen.


Rasen säen und Rasendünger einarbeiten

Damit sich die jungen Rasenpflanzen von Anfang an gut entwickeln, sollte schon bei der Aussaat auf genügend Nährstoffe geachtet werden. Am besten bringt man Saatgut und Dünger gemeinsam aus. Empfehlenswert sind die im Gartenfachhandel erhältlichen phosphorbetonten Rasen-Starter-Dünger.

Hier ist alles drin, was die Gräser in den ersten Wochen an Nährstoffen brauchen. Kurz vor der Aussaat wird der Dünger gleichmäßig auf der Fläche verteilt und später gemeinsam mit dem Saatgut eingearbeitet.

Saatgut und Dünger gleichmäßig verteilen

Für die Aussaat wählt man einen möglichst windstillen Tag, damit nichts verweht. Mit einem Streuwagen werden Saatgut und Dünger gleichmäßig verteilt. Es sollte nicht zu viel Saatgut verwendet werden, damit sich die Gräser nicht gegenseitig in der Entwicklung behindern.

Im Allgemeinen ist bei hochwertigen Rasenmischungen eine Saatgutmenge von 20 bis 25 g pro Quadratmeter vollkommen ausreichend. Vor der Aussaat sollte der Grassamen einmal mit der Hand gut durchgemischt werden. So werden die unterschiedlichen Samen ausgewogen verteilt und es entsteht später ein schönes Rasenbild.

Einarbeiten des Saatguts

Nach der Aussaat werden Saatgut und Dünger – vorzugsweise mit einem Rasenrechen – rund einen Zentimeter tief in den Boden eingearbeitet. So haben die Samen den besten Bodenkontakt und können gut keimen. Bleibt das Saatgut an der Oberfläche liegen und wird nicht eingearbeitet, trocknet es rasch aus oder wird von den Vögeln gefressen. Gewalzt werden braucht der Boden nach der Aussaat nicht unbedingt. Das würde die Bodenoberfläche nur unnötig verdichten.

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