Fugenkratzer – Handliches Werkzeug gegen Unkraut und Moos

Der Fugenkratzer ist eine sehr einfache und günstige Lösung, um Unkraut, Gras und Moos zwischen Gehwegplatten und Pflasterfugen zu entfernen. Weil dafür außer Muskelkraft weder Energie noch Chemikalien benötigt werden, ist diese Methode der Unkrautentfernung gleichzeitig sehr umweltfreundlich.

Trotzdem nimmt das Auskratzen von Unkraut viel Zeit in Anspruch und erfordert einiges an Kraftausdauer. Damit die Arbeit so einfach wie möglich von der Hand geht, sollte man auf einen qualitativ hochwertigen Fugenkratzer setzen. Wir vergleichen einige beliebte Modelle und erklären, worauf man beim Kauf achten muss.

Testsieger:

1. Testsieger: myGardenlust Unkrautstecher

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Fugenkratzer mit Holzgriff, Klinge aus hochwertigem Chrom-Molybdän-Stahl, ergonomischer Griff, Blattstärke: 1,6 mm, Länge: 30,5 cm

Für grobe Arbeiten: Der Testsieger: myGardenlust Unkrautstecher ist mit einer hochwertigen, verchromten Stahlklinge ausgestattet, die mit einer hohen Härte und einer guten Schärfe alle Käufer überzeugen kann. Zudem ist sie absolut rostfrei und sehr strapazierfähig.
Der Holzgriff ist minimalistisch gestaltet und liegt überraschend gut in der Hand, so die Käufer. Die Oberfläche ist sauber verarbeitet und verhindert ein Abrutschen vom Griff. Anders als bei vielen anderen Unkrautkratzern ist der Griff jedoch nicht ergonomisch geformt.
Mit der schmalen Blattstärke von nur 1,6 mm kann der myGardenlust Unkrautstecher auch in engen Ecken und Winkeln verwendet werden. Die Schärfe der Klinge sorgt dafür, dass sich Unkraut mitsamt der Wurzel entfernen lässt.
Auch bei hartnäckigen Unkräutern mit vergleichsweise stark ausgeprägten Wurzeln erhält man so ein sauberes Arbeitsergebnis, das mehrere Wochen lang anhält. Dabei wird erstaunlich wenig Kraft benötigt, so die Käufer.
Beim Aushebeln größerer Pflanzen wie Disteln oder Löwenzahn biegt sich das Blatt trotz der geringen Stärke nicht durch. Anders als bei vielen anderen Modellen verträgt dieser Fugenkratzer auch größere Hebelkräfte ohne Schäden.
Überzeugend ist auch die hohe Verarbeitungsqualität des myGardenlust Unkrautstechers. Er wirkt sehr hochwertig und verspricht eine langjährige Haltbarkeit. Gelegentlich lockert sich jedoch der Metallring am Holzgriff und verursacht bei der Arbeit unangenehme Geräusche. Die Funktionalität wird davon jedoch nicht beeinträchtigt.

Vorteile:

  • Sehr harte, strapazierfähige Klinge
    Messer aus gehärtetem Chrom-Molybdän-Stahl
    Schmales Blatt für enge Zwischenräume (1,6 mm)
    Absolut rostfrei
    Griff aus Buchenholz
    Inklusive Schutzhülle

Nachteile:

  • Griff nicht ergonomisch

Fugenkratzer kaufen – Mit diesen Werkzeugen entfernt man Unkraut in Fugen

Das Entfernen von Moos und Unkraut zwischen Pflastersteinen oder Terrassenplatten gehört für viele Gärtner zu den weniger beliebten Arbeiten rund um Haus und Garten. Eine sehr zuverlässige Methode zur Unkrautentfernung ist die Verwendung eines Fugenkratzers.

Nicht jedes Modell ist dabei für jeden Anwendungszweck gleich gut geeignet. Je nach Bauform, Größe und Eigenschaften der Klinge wählt man idealerweise ein Modell, das gut zu den örtlichen Gegebenheiten passt.

Die Verwendung eines Fugenkratzers hat im Vergleich zu elektrischen Geräten, Gasbrennern und Chemikalien zahlreiche Vorteile

  • Sehr günstiger Anschaffungspreis
  • Keine Folgekosten
  • Umweltfreundlich
  • Geringe Verletzungsgefahr
  • Sehr nachhaltige Methode (mehrere Wochen bis Monate Unkrautfreiheit)
  • Unabhängig von allen Energiequellen
  • Sehr schonend zur Steinoberfläche
  • Ohne Vorbereitung jederzeit einsatzbereit

Der spürbarste Nachteil beim Auskratzen der Fugen besteht darin, dass diese Methode sehr zeitaufwendig und kräftezehrend ist. Weil die Fugen von Hand ausgekratzt werden, belastet die Arbeit Rücken, Knie und Handgelenke.

Mit der Wahl eines hochwertigen, geeigneten Werkzeuges muss das Auskratzen jedoch nicht zu einer Tortur werden. Nachfolgend erklären wir, worauf man beim Kauf eines Fugenkratzers achten sollte und wie man sich die Arbeit bestmöglich erleichtert.

Wichtige Eigenschaften eines Fugenkratzers

Obwohl der Fugenkratzer ein relativ einfach gehaltenes Werkzeug ist, unterscheiden sich die Modelle spürbar in ihrer Ausstattung und in ihrer Handhabung. Damit das Fugenkratzen entspannt und schnell von der Hand geht, sollte das Werkzeug neben einer guten Verarbeitungsqualität über einige Ausstattungsmerkmale verfügen, die den Arbeitskomfort erhöhen.

Klinge

Die Klinge der meisten Fugenkratzer ist in einem Winkel gebogen, der ergonomisches Arbeiten erlaubt und für bestmöglichen Krafteinsatz sorgt. Modelle, deren Neigungswinkel etwas mehr als 90° beträgt, sind dabei besonders zu bevorzugen.

Die Klinge sollte nicht dicker als 2 mm sein, damit sie sich auch in engen Rillen führen lässt. Dies ist besonders bei dicht aneinander liegenden Terrassensteinen und Gehwegplatten ein wichtiger Faktor.

Klingen mit einer derart geringen Blattstärke haben jedoch häufig den Nachteil, dass sie nicht sehr stabil und bruchfest sind. Gerade Edelstahlklingen können sich bei hoher Kraftaufwendung biegen und im schlimmsten Fall sogar zerbrechen.

Deswegen sind Fugenkratzer mit Stahlklingen zu bevorzugen. Da diese in der Regel nicht rostfrei sind, sollten sie nach der Verwendung gut gereinigt und trocken gelagert werden. Oberflächenbehandlungen wie man sie bei verchromten Stahlklingen findet, erhöhen die Lebensdauer durch Verringerung von Korrosionsschäden.

Viele Klingen sind beidseitig geschliffen, sodass sowohl die Spitze als auch der Winkel zum Kratzen verwendet werden können. Die scharfe, lange Seite eignet sich außerdem hervorragend, um großflächigeren Moosbefall von Steinbelägen zu entfernen.

Griff

Wer hartnäckige Unkräuter wie beispielsweise Disteln oder Löwenzahn entfernen muss, benötigt dafür einen hohen Kraftaufwand. Ein ergonomisch geformter Griff erhöht den Arbeitskomfort dabei spürbar. Passt der Griff in Form und Größe zur eigenen Hand, sind längere Arbeitseinsätze ohne Pause möglich, bevor die Hände zu stark ermüden.

Ob der Griff aus Kunststoff oder Holz gefertigt ist, spielt für die Funktionalität keine Rolle. Holzgriffe sind jedoch anfälliger für Witterungseinflüsse und sollten mit einem Holzschutz versehen sein.

Kunststoffgriffe verfügen häufig über spezielle rutschhemmende Eigenschaften oder Softgrip-Einlagen. Diese erhöhen den Komfort bei der Arbeit und verhindern gleichzeitig Blasenbildung an Fingern und Handinnenflächen.

Teleskopstiel

Viele Gärtner ziehen Unkrautvernichtungsmittel oder Gasbrenner dem Fugenkratzer vor, damit sie nicht auf den Knien arbeiten müssen. Für Personen mit Gelenk- oder Rückenproblemen empfehlen sich deswegen Fugenkratzer mit einem Stiel.

Stammt der Fugenkratzer aus einem Gartengeräte-Kombisystem wie z. B. von Gardena, ist das Werkzeug mit dem Teleskopstielen des Herstellers kompatibel. Zudem sind im Handel einige Werkzeuge erhältlich, die bereits mit einem Stiel ausgestattet sind.

Fugenkratzer mit Stiel ermöglichen bequemes Arbeiten im Stehen. Man sollte jedoch beachten, dass man in Bodennähe nicht nur präziser arbeiten kann, sondern auch mit mehr Kraft arbeiten. Viele Teleskopstiele sind starken Hebelkräften nicht gewachsen und können sich bei robustem Einsatz verbiegen oder zerbrechen.

Auch die Verbindung zwischen Werkzeug und Teleskopstiel muss beim Kauf beachtet werden. Häufig lockert sich diese sich zwischendurch, sodass man Arbeitspausen benötigt, um die Verbindung wieder zu befestigen.

Fugenkratzer mit Teleskopstiel sind eine gute Alternative für Gärtner, die aus gesundheitlichen Gründen im Stehen arbeiten müssen. Ihre Vorteile können sie jedoch nur dann ausspielen, wenn kein großer Kraftaufwand beim Unkrautentfernen erforderlich ist.

Platz 2 & 3:

Angebot
2. GARDENA combisystem-Fugenkratzer

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Fugenkratzer mit Kunststoffgriff, beidseitig geschliffenes Edelstahlmesser, ergonomischer Griff, Blattstärke: 1,5 mm, Länge: 8,7 cm

Preis-Leistungs-Sieger: Der GARDENA combisystem-Fugenkratzer gehört zu den komfortabelsten Unkrautkratzern auf dem Markt. Als Teil des Gardena Gartengeräte Systems kann er mit einem Teleskopstiel verlängert werden, um bei der Arbeit Rücken und Knie zu schonen.
Für den Wechsel von Griff zu Teleskopstiel befindet sich an diesem Fugenkratzer eine Weichkunststoffschraube. Diese kann ohne Werkzeug gelöst werden, sodass der Wechsel schnell und einfach erledigt werden kann. Mit dem Teleskopstiel erreicht der Fugenkratzer eine Länge von etwa 1,50 m.
Im Auslieferungszustand ist der GARDENA combisystem-Fugenkratzer mit einem ergonomischen Griff ausgestattet, der längere ermüdungsfreie Einsätze ermöglicht. Die Nutzer berichten, dass der Griff sehr gut in der Hand liegt und auch für kleinere Hände geeignet ist.
Die Schärfe des Messers sorgt dafür, dass sich auch hartnäckiges Unkraut wie beispielsweise Löwenzahn bis zur Wurzel ausschneiden und entfernen lässt. Der Messerrücken ist im vorderen Drittel ebenfalls angeschliffen, und eignet sich so zum großflächigen Entfernen von Moosen.
Durch die relativ dünne Klinge kann der GARDENA combisystem-Fugenkratzer auch zwischen eng verlegten Gehwegplatten eingesetzt werden. Das Blatt ist laut Hersteller etwa 1,5 mm stark. Weil es zudem aus Edelstahl gefertigt ist, rostet der Fugenkratzer nicht so schnell.
Für die notwendige Schärfe sollte das Messer regelmäßig nachgeschliffen werden. Laut Käuferberichten geht das schnell und einfach von der Hand. Allerdings ist das Metall relativ weich, sodass die Klinge sehr schnell abstumpft. Schärft man sie zudem häufiger nach, trägt man dabei relativ viel Material ab.
Die Haltbarkeit bewerten die Nutzer deswegen weniger positiv. In der Handhabung kann der GARDENA combisystem-Fugenkratzer jedoch voll überzeugen. Mit seinen positiven Eigenschaften empfinden die Käufer den Fugenkratzer als sehr effizient und sprechen sich für eine Kaufempfehlung aus.

Vorteile:

  • Ergonomischer Handgriff
    Mit Teleskopstiel erweiterbar
    Beidseitig geschliffene Klinge
    Schmales Blatt für enge Zwischenräume (1,5 mm)
    Einfach nachzuschärfen
    Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile:

  • Stumpft schnell ab
    Klinge nicht sehr strapazierfähig

3. Rillenfix mit Stiel

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Fugenkratzer mit Teleskopstiel, rautenförmige Schneide aus wolframlegiertem Vollhartmetall, 2-Komponenten-Handgriff, Blattstärke: 1,5 mm, Länge: 75 bis 130 cm

Unkrautkratzen ohne Bücken: Der Rillenfix mit Stiel weist gleich mehrere besondere Eigenschaften auf, die ihn von anderen handelsüblichen Fugenkratzern unterscheidet. Statt einem klassischen Messerblatt kommt bei diesem Fugenkratzer eine rautenförmige Schneide zum Einsatz.
Diese ist aus wolframlegiertem Vollhartmetall gefertigt und für das Aushebeln von kräftigen Unkräutern konzipiert. Für großflächiges Abkratzen von Moosen ist die Klinge jedoch aufgrund ihrer kompakten Größe weniger geeignet. In engen Rillen lässt sich die Klinge ebenfalls nicht führen.
Der vom Hersteller versprochene Verschleißschutz kann von sehr vielen Käufern bestätigt werden. Auch nach jahrelangem Einsatz verrichtet der Rillenfix mit Stiel zuverlässig seinen Dienst. Die Klinge ist auswechselbar und außerdem um 180° drehbar.
Der Rillenfix mit Stiel kann wahlweise mit und ohne Teleskoprohr verwendet werden. Der kurze Handgriff ist leicht ergonomisch geformt und ermöglicht das Ausüben von sehr viel Kraft. Mit dem Teleskopstiel gelingt dies jedoch leider nur begrenzt.
Viele Käufer berichten, dass der lange Stiel für gröbere Arbeiten nicht stabil genug sei. Er kann sich durchbiegen, wenn man fest aufdrückt, und ist in einigen Fällen sogar zerbrochen.
Die Schraubverbindung zwischen Teleskopstiel und Handgriff wird ebenfalls häufiger bemängelt. Sie löst sich bei längeren Arbeitseinsätzen und muss immer wieder nachgezogen werden. Obwohl der Rillenfix mit Stiel seinen eigentlichen Verwendungszweck hervorragend erfüllt, empfinden die Käufer ihn aufgrund der unkomfortablen Handhabung als etwas zu teuer.

Vorteile:

  • Ergonomischer Handgriff
    Mit Teleskopstiel
    Sehr harte, rautenförmige Klinge
    Hoch korrosionsbeständig
    Klinge um 180° drehbar
    Herstellerseitige Verschleißgarantie

Nachteile:

  • Teleskopstiel verbiegt sich bei hohem Kraftaufwand
    Selten Brüche am Plastikgewinde
    Mittelmäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis

Fazit

Der myGardenlust Unkrautkratzer überzeugt vor allem mit seiner unverwüstlichen, sehr robusten Verarbeitungsqualität. Mit der scharfen Klinge ist er für grobe Arbeiten an allen Steinoberflächen sehr gut verarbeitet.

Auch große Kräfte beim Hebeln, Schneiden oder Stechen verkraftet dieses Modell problemlos. Der Griff ist ebenfalls stabil, jedoch nicht ergonomisch geformt. Für empfindliche Hände wird deswegen der Gebrauch mit Handschuhen empfohlen, um Blasenbildung zu vermeiden.

Für Nutzer des Gardena Gartengeräte-Systems ist der GARDENA combisystem-Fugenkratzer eine gute Wahl. Weil er mit einem Teleskopstiel verlängert werden kann, ermöglicht er auch das bequeme Arbeiten im Stehen.

Mit der beidseitig geschliffenen, dünnen Klinge ist er sowohl für Präzisionsarbeiten als auch für das großflächige Entfernen von Moos verwendbar. Der ergonomisch gearbeitete Griff sorgt für einen hohen Arbeitskomfort und ist vor allem bei Frauen sehr beliebt.

Der Rillenfix mit Stiel verspricht bequemes Auskratzen der Fugen, ohne dass man sich dafür bücken muss. Die spezielle Schneide ist von herausragender Verarbeitungsqualität und für grobe Arbeiten sehr gut geeignet.

Die Stabilität des Teleskopstiels ist hingegen bei großer Kraftanstrengung unzureichend. Für enge Rillen ist der Rillenfix mit Stiel ebenfalls nicht geeignet. Für Kopfsteinpflaster mit weiteren Abständen ist dieser Fugenkratzer aufgrund seiner hohen Strapazierfähigkeit dennoch sehr empfehlenswert.

Bildquelle Header: Garden tiles and weed © Depositphotos.com/JGade