Die 5 Besten Kaninchenställe (2018) im Test!

Kaninchenstall – Artgerechte Tierhaltung in Haus und Garten

Kaninchen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Die Behausung dient den Kleintieren vor allem als Rückzugsort und Schlafgelegenheit.

Damit die Kaninchenhaltung artgerecht gelingt und die Tiere sich in ihrer neuen Unterkunft wohlfühlen, sollten Käufer vor dem Kauf eines Kaninchenstalls einige wichtige Dinge beachten.

Testsieger:

1. Zooprimus Kaninchenstall Sheriff

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kaninchenstall aus Nadelholz, L x B x H: 225 x 56 x 83 cm, Haupthaus mit zwei separaten Freilaufgehegen, für 2 Kaninchen geeignet

Robust und witterungsbeständig: Der Zooprimus Kaninchenstall Sheriff bietet mit seinen großzügigen Abmessungen Platz für zwei kleine Kaninchen. An diesem Modell gefällt Kaninchenbesitzern besonders gut, dass das Haupthaus mit zwei Freilaufgehegen kombiniert wurde.
Bei Bedarf kann der Zugang zu den Außengehegen mit einer Klappe unterbrochen werden, sodass sich diese auch dann noch flexibel anpassen lassen, wenn die Kaninchen bereits eingezogen sind.
Das verwendete Nadelholz ist robust und witterungsbeständig. Einige Kunden empfehlen jedoch eine zusätzliche Lackschicht zum Schutz gegen die Witterung.
Kräftige Tiere, wie beispielsweise Zwergwidder, konnten in Einzelfällen den Draht durchbeißen und das aufgelegte Dach anheben. Beim Einzug sind deswegen regelmäßige Kontrollen des Stalls empfehlenswert.

Vorteile:

  • Große Abmessungen (insg. 225 x 56 x 83 cm)
  • Einfacher Aufbau
  • Regenfestes Dach mit Dachpappe
  • Witterungsbeständiges Holz
  • Abnehmbares Dach für erleichterte Reinigung
  • Mardersicherer, verzinkter Draht

Nachteile:

  • Kräftige Kaninchen können das Dach anheben
  • Vereinzelt durchgebissener Draht

Kaninchenstall kaufen – Artgerechte Haltung im Garten

Kaninchen sind gesellige Tiere und sollten ihr Leben niemals in Einzelhaltung verbringen müssen. Das wichtigste Kriterium beim Kauf ist deswegen eine angemessene Größe, die für mindestens zwei Tiere ausreichend ist.

Neben der Grundfläche des Stalls spielen auch seine Ausstattung, Sicherheit und Verarbeitungsqualität eine große Rolle. Die Fluchttiere haben zahlreiche Fressfeinde in der freien Natur und bedürfen deswegen dem Schutz gegen Marder, Katzen, Hunde und Füchse.

Damit sich die kleinen Nager in ihrer Behausung wohlfühlen, ist der Kaninchenstall idealerweise nicht nur groß genug, sondern auch mit funktionalen Details wie einer Heuraufe, einem Auslauf und Türen ausgestattet.

Größe und Platzbedarf

Die PETA empfiehlt als Mindestgröße für ein Kaninchen eine Grundfläche von mindestens 4 Quadratmetern. Für jedes weitere Kaninchen müssen zwei zusätzliche Quadratmeter eingeplant werden. Das bedeutet, dass ein Kaninchenstall im Sinne des Tierschutzes eine Grundfläche von mindestens 6 m² aufweisen muss.

Diese Mindestangaben gelten außerdem nur, wenn den Nagern täglich ein ausgedehnter Auslauf ermöglicht wird. In allen anderen Fällen muss der Kaninchenstall größer sein.

Alle im Vergleich vorgestellten Kaninchenställe erfüllen diese Anforderungen nicht. Selbst der erstplatzierte Kaninchenstall Sheriff hat nur eine Grundfläche von 1,26 m². Wer einen wirklich artgerechten Stall verwenden will, der muss sich handwerklich betätigen und diesen selbst bauen. Im Einzelhandel und auch online sind Kaninchenställe dieser Größenordnung selten zu finden.

Auch wenn die Vorgaben der PETA nur schwer einzuhalten sind, sollte jeder Kaninchenhalter versuchen, sich diesen Mindestmaßen so gut wie möglich anzunähern.

Kaninchenvereine haben ähnliche Empfehlungen für den Kaninchenstall und weisen außerdem darauf hin, dass Etagen in der Berechnung keine Berücksichtigung finden. Das bedeutet, dass auch ein zweistöckiger Kaninchenstall mit Abmessungen von 2 x 2 m für zwei oder mehr Kaninchen zu klein ist. Die Vereine fordern als kleinste Grundfläche 4 m² bei der Haltung von zwei Kaninchen.

Stallgröße nach Kaninchenanzahl

  • 4 m² = 2 Kaninchen
  • 6 m² = 3 Kaninchen
  • 8 m² = 4 Kaninchen
  • 10 m² = 5 Kaninchen

Käufer, die fünf oder mehr Kaninchen artgerecht halten wollen, müssen mit Anschaffungskosten im vierstelligen Bereich kalkulieren. Alle im Einzelhandel oder in Onlineshops angebotenen Lösungen sind laut PETA für die Haltung mehrerer Kaninchen nicht geeignet.

Schutz gegen Eindringlinge und Fressfeinde

Kaninchen sind Fluchttiere und haben in der freien Natur zahlreiche Fressfeinde. Neben Hunden, Katzen und Füchsen gehört der Marder zu den größten Räubern im Kaninchenstall. Als nachtaktives Tier ist der Marder besonders gefährlich für Kaninchen, da Angriffe meist unbemerkt bleiben.

Die größte Angriffsfläche für den Marder bietet dabei das Drahtgeflecht an den Fronten. Viele Kaninchenställe sind mit sogenanntem Volierendraht ausgestattet, der für Marder kein großes Hindernis darstellt und sogar von den Langohren selbst angenagt wird.

Soll Volierendraht für den Kaninchenstall zum Einsatz kommen, müssen Käufer besonders gut auf die Befestigung achten. Die Stärke des Drahtes spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und sollte mindestens 1,5 mm betragen.

Einstiegslöcher von 8 – 10 cm Größe sind ausreichend, um dem Marder den Einstieg in den Kaninchenstall zu gewähren. Je größer dabei der Kaninchenstall ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Marder eine Schwachstelle findet und ausnutzt.

Viele Marder greifen Kaninchenställe außerdem vom unten an. Da viele Modelle direkt auf den Boden aufgestellt werden um dem Kaninchen so den Zugang zur Rasenfläche zu ermöglichen, haben Marder hier leichtes Spiel.

Häufig dringen Marder außerdem über die Türen des Kaninchenstalls in den Innenraum ein. Diese sind meist nur mit einem einfachen Holz- oder Metallriegel verschlossen, der von Hunden, Katzen und Mardern geöffnet werden kann. Das gleiche gilt auch für abnehmbare Dächer, die meist nur lose oben aufgelegt sind.

Angriffsflächen für den Marder

  • Volierendraht an der Front
  • Türriegel
  • Klapp- und abnehmbare Dächer
  • Ungesicherte Böden

Wirksamen Schutz gegen Marder bietet also nur das konsequente Sichern von Türen und Dächern mit Karabinern, Schlössern oder massiven Ösen. Regelmäßige Kontrollen der Draht- und Metallfronten und das Verschließen von Löchern und Beschädigungen des Holzes gehören ebenfalls dazu.

Nachweislich wirkungslos bzw. wenig sinnvoll sind folgende Hausmittel und Maßnahmen:

  • Ausstreuen von Haaren: Frettchen- oder Hundehaare gelten als billiges und einfaches Hilfsmittel. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Gleichzeitig sind auch Frettchen und Hunde Fressfeinde der Kaninchen. Der andauernde Geruch ihrer Haare löst bei den Fluchttieren langanhaltende Angstgefühle aus.
  • Katzenfutter, rohes Fleisch: Marder sind Raubtiere und werden durch Bewegung animiert. Totes Fleisch bietet dem Marder nicht genügend Anreiz, um von den Kaninchen abzulassen. Außerdem kann das Auslegen von Futter Köderwirkung haben und Raubtiere sogar anlocken.
  • Lebendfallen: Sind in Deutschland verboten und dürfen nicht eingesetzt werden. Bei ausgeprägten oder langanhaltenden Problemen mit Mardern sollte im Zweifel die Stadtverwaltung befragt werden.
  • Kaninchendraht: Kann von Mardern zerfressen oder verbogen werden.
  • Netze: Stellen für Marder ebenfalls kein Hindernis dar.
  • Marder-Abwehrspray: Wird von vielen Autobesitzern gegen Marder verwendet, zeigt im praktischen Einsatz jedoch nur wenig Wirksamkeit.

Kaninchenstall für den Garten – Welches Holz ist das Beste?

Kaninchenställe sind in der Regel aus Holz gefertigt. Hier offenbaren sich große Qualitätsunterschiede. In Holzställen fühlen Kaninchen sich besonders wohl, da das Naturmaterial für ein gutes Klima im Inneren sorgt, leicht isoliert und ungiftig ist.

Wichtig ist, dass das Holz gegen Witterungseinflüsse geschützt wird. Dies wird durch eine Lasur oder Lackierung erreicht. Käufer sollten darauf achten, dass die verwendeten Materialien frei von Schadstoffen sind und dass das Holz von den Kaninchen häufig angenagt wird.

Hartholz hat sich für die Fertigung von Kaninchenställen besonders gut bewährt. Es gilt als besonders dicht, stabil, witterungsbeständig und langlebig. Anfänger vergessen außerdem sehr häufig, dass Kaninchen wirklich alles annagen und auch vor ihrer eigenen Behausung nicht Halt machen.

Ein Kaninchenstall aus Hartholz schützt also nicht nur vor Regen, Wind und Wetter, sondern ist auch deutlich langlebiger, weil es von den Nagern nicht so schnell beschädigt wird.

Entscheiden Käufer sich für einen Kaninchenstall aus Weichholz, sollten die kurze Lebensdauer und der erhöhte Aufwand berücksichtigt werden. Da weiches Holz wie Birke deutlich anfälliger ist, muss es häufiger nachbehandelt werden, um nicht zu verrotten oder aufzuquellen.

Gut geeignete Holzarten für den Kaninchenstall:

  • Buche
  • Esche
  • Birke
  • Eiche
  • Obstbaumhölzer

Fast alle im Handel erhältlichen Kaninchenställe sind jedoch aus weichen Nadel- oder Laubhölzern gefertigt. Dies ist dem geringen Preis geschuldet und zeugt in der Regel nicht von guter Qualität. Wer einen Kaninchenstall aus Kiefern- oder Nadelholz kauft, sollte sich schon vor dem Kauf über die geringe Standzeit bewusstwerden.

Sinnvolle Ausstattung und Funktionalität

Die Haltbarkeit eines Kaninchenstalls hängt nicht nur von der verwendeten Holzart ab, sondern auch von seiner Bauweise und seiner Ausstattung. Auch für das Wohlbefinden des kleinen Bewohners spielen einige Merkmale des Kaninchenstalls eine entscheidende Rolle.

  • Dach: Das Dach sollte mit einem großzügigen Dachüberstand versehen sein, der Regen zuverlässig abhält. Idealerweise ist es außerdem mit einer Dachpappe ausgestattet, die die Haltbarkeit des Holzes verbessert und den Stall nach oben wasserdicht abschließt.
  • Türen: Über die Türen kann das Kaninchen den Stall eigenständig betreten und verlassen, ohne dass es dafür hochgenommen und getragen werden muss. Zwischentüren ermöglichen außerdem eine Reinigung des Käfigs, ohne dass das Tier den Stall dafür verlassen muss.
  • Herausziehbare Böden: Diese sind häufig aus verzinktem Metallblech gefertigt und so unempfindlich gegen Verunreinigungen. Das Material ist außerdem desinfizierbar, was bei Erkrankungen von großem Vorteil ist.
  • Reinigung: Ein Kaninchenstall muss jeden Tag gereinigt werden. Diese zeitaufwendige Arbeit wird durch herausziehbare Böden und ein aufklapp- oder abnehmbares Dach deutlich erleichtert.
  • Etagen und Rampen: Viele Kaninchenställe verfügen im Obergeschoss über eine Schlafstätte und im unteren Bereich über einen überdachten Auslauf. Diese Trennung ermöglicht mehreren Kaninchen die räumliche Trennung voneinander und bietet einen ruhigen, dunklen Rückzugsort. Rampen ermöglichen dem Tier dabei einen eigenständigen Wechsel der Etage. Rampen müssen in Gefälle und Breite den Anforderungen des Tieres gerecht werden und sollten ein sicheres Betreten und Verlassen ermöglichen.


Produkt-Bewertungen (Platz 2 – 5)

2. Nanook Bommel Kaninchenstall

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kaninchenstall aus Nadelholz, L x B x H: 122 x 50 x 103 cm, zweistöckig, Etagen mit Klappe trennbar, mit Heuraufe, für 2 Kaninchen

Für den Sommer: Der Nanook Bommel Kaninchenstall erfreut sich vor allem aufgrund seiner Optik einer großen Beliebtheit. Viele Kunden verwenden das Modell deswegen nicht nur im Garten, sondern auch im Haus.
Die Funktionalität des Nanook Bommel Kaninchenstalls wird durch die angebrachte Heuraufe optimal ergänzt. Diese wird allerdings nicht durch den Dachüberstand geschützt, sodass das Heu bei Regen nass wird. Insgesamt wird dieser Stall von vielen Kunden als ausreichend wetterfest empfunden, eignet sich aufgrund seiner geringen Wandstärke von nur 1 cm jedoch nicht für die kalten Wintermonate.
Die beiden Etagen können durch eine Klappe voneinander getrennt werden, sodass die Kaninchen den Stall bei der Reinigung nicht verlassen müssen. Der Streuwechsel wird außerdem durch herausziehbare Böden erleichtert, die von einigen Nutzern jedoch als etwas zu flach empfunden werden.

Vorteile:

  • Metallgitter
  • Herausziehbare Böden
  • Einfacher Aufbau
  • Aufklappbares Dach für erleichterte Reinigung
  • Dach mit wetterfester Dachpappe und leichtem Überstand
  • Heuraufe

Nachteile:

  • Dünnes Holz, nicht winterfest (Wandstärke 1 cm)
  • Ausziehböden etwas zu flach

Angebot
3. Timbo Kaninchenstall Anna

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kaninchenstall aus Tannenholz, L x B x H: 100 x 55 x 100 cm, zweistöckig, Freilauf mit Türen, für 1 Kaninchen

Preis-Leistungs-Sieger: Der Timbo Kaninchenstall Anna macht auf viele Käufer einen robusten und stabilen Eindruck. Das FSC-zertifizierte Holz ist von guter Qualität, wird von einigen Nutzern allerdings als etwas zu weich empfunden.
Beim Festziehen der Schrauben ist hier etwas Vorsicht geboten, die Stabilität wird dadurch jedoch nicht beeinträchtig. Entgegen der Verkäuferangaben ist dieser Kaninchenstall nur für ein Tier geeignet und sollte mit einem größeren Freilaufgehege kombiniert werden, um mehrere Tiere artgerecht halten zu können.
Die Optik und auch die Funktionalität entsprechen den Erwartungen der meisten Kaninchenbesitzer. Besonders gefällig sind die vielen Frontöffnungen und die Verarbeitung eines Metallgitters anstelle eines Drahtgeflechtes.
Vereinzelt wurde die Qualität der Schrauben und Scharniere bemängelt. Neben Roststellen berichten die Käufer auch über eine geringe Strapazierfähigkeit der Metallscharniere.

Vorteile:

  • Witterungsbeständiges Tannenholz
  • Holz FSC-zertifiziert
  • Abnehmbares Dach für erleichterte Reinigung
  • Dach mit wetterfester Bitumenpappe und Überstand
  • Sehr einfacher Aufbau
  • Metallgitter
  • Viele Fronttüren
  • Gefällige Optik

Nachteile:

  • Holz ist etwas zu weich
  • Vereinzelt Rost an den Schrauben
  • Scharniere nicht ausreichend strapazierfähig

4. Zooprimus Kaninchenstall Hasenvilla

Bewertung: 2,5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kaninchenstall aus Kiefernholz, L x B x H: 145 x 53 x 86 cm, zweistöckig, Metallboden zum Ausziehen, Auslauf mit Rampe, für zwei Kaninchen

Geringe Standzeit: Der Zooprimus Kaninchenstall Hasenvilla wird von den meisten Nutzern für die Haltung von zwei Kaninchen empfohlen. Der Auslauf macht einen großen Anteil der Nutzfläche aus, sodass dieses Modell vor allem für die wärmeren Jahreszeiten sehr funktional ist.
Das Modell ist aus Kiefernholz gefertigt. Dieses eher weiche Material wird von vielen Käufern bemängelt, da es leicht absplittert und zum Annagen animiert. Die Stabilität des Kaninchenstalls ist bei sachgemäßem Aufbau allerdings gegeben.
Einige Käufer bemängeln, dass das Holz im Regen aufquillt und dass die Lebensdauer der Hasenvilla kaum ein Jahr übersteigt. Zur Reinigung kann das Dach geöffnet oder vollständig abgenommen werden. Dieses Modell verfügt außerdem über herausziehbare Metallböden.
Käufer sollten vor dem Kauf die Abmessungen des Stalls berücksichtigen. Er erscheint auf den Bildern größer, als er tatsächlich ist.
Die Verriegelung der Türen ist ausbruchssicher gelöst, bietet allerdings Mardern eine gewisse Angriffsfläche. Trotz der Verwendung von Metallgittern anstelle von Maschendraht berichten einige Kaninchenbesitzer, dass das Raubtier in den Stall eindringen konnte.”

Vorteile:

  • Sehr einfacher Aufbau
  • Hochwertiges Kiefernholz
  • Regenfestes Dach mit Dachpappe und Überstand
  • Dach aufklappund abnehmbar
  • Herausziehbarer Einlegeboden für vereinfachte Reinigung
  • Haupthaus und Auslauf trennbar
  • Metallgitter

Nachteile:

  • Holz verzieht sich
  • Selten gesplittertes Holz
  • Nicht mardersicher
  • Kurze Standzeit

5. Metra Kaninchenstall XXL

Bewertung: 2,5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kaninchenstall aus Kiefernholz, L x B x H: 100 x 55 x 102 cm, Freilauf mit Türen, für 1 Kaninchen

Nicht mardersicher: Der Metra Kaninchenstall XXL gehört zu den meist verkauften Modellen bei Amazon und ist dank der verzinkten, herausnehmbaren Böden sehr leicht zu reinigen. Das verwendete Kiefernholz wurde werkseitig mit einer Imprägnierung versehen, die den Kaninchenstall vor der Witterung schützen soll.
Viele Kunden berichten jedoch, dass das Holz bei Regen aufquelle und dass dieser Kaninchenstall nur für einen geschützten Aufstellort geeignet ist. Auch die Stärke des Holzes wird häufiger bemängelt; der Stall macht auf einige Nutzer einen instabilen Eindruck.
Die Verriegelung der Türen gibt ebenfalls Anlass für Kritik. Ein Kunde berichtet, dass es einem Marder gelungen sei, in den Stall einzudringen.
Negativ fällt die mangelhafte Artikelbezeichnung auf: Mit Abmessungen von 100 x 55 cm ist der Kaninchenstall weit von XXL entfernt und für Kaninchen wenig geeignet.”

Vorteile:

  • Regenfestes Dach mit Dachpappe
  • Einfacher Aufbau
  • Günstiger Preis
  • Leichtgängige, ausziehbare Böden
  • Großzügiger Dachüberstand

Nachteile:

  • Nicht mardersicher
  • Dach nicht abnehmbar
  • Holz quillt bei Regen auf
  • Nicht XXL

Fazit

Alle verglichenen Kaninchenställe und ein Großteil aller im Handel verfügbaren Modelle erfüllen die Vorgaben der PETA und der Kaninchenvereine nicht. Die Grundflächen sind deutlich zu klein und bieten höchstens einem Kaninchen eine artgerechte Unterbringung.

Da Kaninchen keine Einzelgänger sind, muss an dieser Stelle eindringlich empfohlen werden, alle genannten Ställe zu erweitern und/ oder mit einem großen Auslauf zu ergänzen.

Die Verarbeitungsqualität der hier vorgestellten Kaninchenställe ist ähnlich, wobei vor allem der Zooprimus Kaninchenstall Sheriff positiv auffällt. Wie alle anderen Modelle ist er aus Weichholz gefertigt, erwies sich im praktischen Einsatz jedoch als robust und witterungsbeständig.

Der zweitplatzierte Nanook Bommel Kaninchenstall ist durch die geringe Wandstärke von nur 1 cm vor allem als Sommerquartier geeignet. Mit herausziehbaren Böden erleichtert er die Reinigung und bietet mit der angebrachten Heuraufe ein funktionales Extra.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Timbo Kaninchenstall Anna.  Mit den vielen Fronttüren, herausziehbaren Einlegeböden und dem Frontgitter bietet das Modell eine funktionale Ausstattung zu einem geringen Preis.

Die beiden letztplatzierten Modelle sind aus Kiefernholz gefertigt und weisen nur eine geringe Standzeit auf. Das weiche Holz hat Regen, Schnee und Wind wenig entgegenzusetzen und quillt bei Nässe regelrecht auf. Beide Modelle sind außerdem anfällig für Marderangriffe und müssen vor der ersten Verwendung witterungsbeständig behandelt und mardersicher ausgebaut werden.

Bildquelle Header: Rabbits in a hutch © Depositphotos.com/Laures

Letzte Aktualisierung am 8.12.2018 um 22:40 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API