So reparieren Sie Ihren Rasen!

So unterschiedlich die Vorstellungen von einem schönen Garten auch sind, so schließen sie doch meistens eine kleine Rasenfläche mit ein. Diese ist Teil der optischen Gartengestaltung, Mehrzweckfläche oder Spielbereich für Kinder und Hunde. Auf die Größe kommt es dabei gar nicht an, solange der Rasen gesund und kräftig wächst. Genau dieses Ziel ist nicht immer einfach zu verwirklichen und dann stellt sich die Frage, wie der Rasen effektiv und mit möglichst wenig Aufwand repariert werden kann.

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Was macht eine schöne Rasenfläche aus?

Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters, doch neben der reinen Geschmacksfrage gibt es einige allgemeine Kennzeichen für eine gelungene Rasenfläche.

  • Die Fläche ist gleichmäßig und dicht bewachsen.
  • Es gibt keine kahlen Stellen und Bereiche, in denen die nackte Erde nach dem Rasenmähen zu erkennen ist.
  • Das Gras erholt sich nach dem Winter gut und ist gesund genug, um etwas Sommerhitze zu überstehen.
  • Der Rasen besteht wirklich aus Gras und nicht aus Klee oder Moos.

Rasen mit diesen Eigenschaften in seinem Garten haben zu wollen ist ganz normal und hat nichts mit übermäßigem gärtnerischen Ehrgeiz zu tun. Im Allgemeinen ist es nicht weiter kompliziert, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Es ist keineswegs immer sofort notwendig, die gesamte Fläche abzutragen und eine Neuanlage des Rasens vorzunehmen. Außerdem ist diese radikale Vorgehensweise keine Garantie, dass der neue Rasen besser wird als der bisherige. Zuerst müssen die Ursachen behoben werden, die dem schönen Zier- und Spielrasen bisher im Weg stehen.

Warum braucht der Rasen eine Reparatur?

Anzeichen, dass etwas mit dem Rasen nicht stimmt, erkennt der Hobbygärtner oft schon mit bloßem Auge.

  • Die Rasenfläche weist Unebenheiten auf. Dies können Mulden sein oder auch Buckel. Beides erschwert das Rasenmähen und sorgt oft für eine ungleiche Verteilung von Wasser im Boden. Regnet es, bilden sich dort Pfützen und beim Betreten fühlt sich der Boden schwammig an.
  • An einigen Stellen bilden sich kahle oder gelbe Stellen.
  • Der Boden ist mit Moos oder Klee durchsetzt.
  • Der Rasen kümmert an manchen Stellen vor sich hin, während er an anderen wirklich schön und mit saftigem Grün wächst.

Unterschiedliche Symptome erfordern dann unterschiedliche Maßnahmen. Nur bei zielgerichteter Verbesserung des Rasens ist das Ergebnis so gesund und schön, wie eine Rasenfläche es sein sollte.

Schnelle und einfache Reparaturen der Rasenfläche

Zu den einfachen Reparaturmaßnahmen gehört der Ausgleich von Unebenheiten und mit Einschränkungen auch die Reparatur von begrenzten Bereichen mit gelbem oder überhaupt nicht mehr vorhandenem Gras.

Begradigen des Rasens

Muldenbildung oder kleine Hügel kommen häufig bei älteren Rasenflächen vor. Auch dann, wenn nach Baumaßnahmen die Fläche am Haus einfach mit einer dünnen Schicht Mutterboden aufgefüllt wird, zeigen sich nicht selten Mulden oder kleinere Hügel.

Mulden und kleinere Senken werden ein weiteres Mal aufgefüllt und die neue Erde gestampft. Dann kann die Fläche neu eingesät werden. Umgekehrt können kleinere Buckel abgezogen und an die allgemeine Höhe der Fläche angepasst werden. Auch hier erfolgt eine Nachsaat.

Kahle Stellen und gelbe Flecken im Rasen

Sind diese Stellen begrenzt, meistens auch noch kreisförmig, kann die Ursache der Familienhund sein, der den Rasen zur Hundetoilette umfunktioniert hat. Hundeurin auf dem Rasen hinterlässt wirklich hässliche Spuren, wenn nicht gleich nach dem Malheur großzügig mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch der Rasen abgespült wird. Auch verschüttete Chemikalien, Reinigungsmittel für die Gartenmöbel oder Geräteöl haben derartige Auswirkungen. Der Rasen wächst nicht oder nur schlecht an diesen Stellen. Diese Flecken werden sinnvollerweise tief ausgestochen und der Rasen mit einem Reparaturset ausgebessert.

Manchmal muss es etwas mehr sein

Nicht immer reicht es, den Rasen auszubessern. Ist die Rasenfläche in einem schlechten Zustand und das Gras wächst nicht, hilft eine Bodenverbesserung dem Rasen. Dabei gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die sich an den konkreten Problemen orientieren und vom Lüften bis zu Abtragung der Grasnarbe und einer Veränderung des darunterliegenden Bodens reichen.

Solche Maßnahmen verbessern den Rasen allerdings nur dann, wenn sie auch zu den Problemen passen. Es ist nicht sinnvoll, den Boden mit Sand aufzulockern, wenn er ohnehin schon über eine gute Drainage verfügt. Rasendünger ist nur dort und in der Zusammensetzung sinnvoll, wo die Pflanzen ihn auch benötigen. Wenn eine Teilfläche nicht so üppig wächst wie ein anderer Teil, kann es auch daran liegen, dass der Rasen hier viel weniger Licht erhält und die Wahl der richtigen Rasensorte macht den Erfolg aus.

Die passende Technik und Methode ist einfach und kann auch ohne besondere Vorkenntnisse umgesetzt werden. Wichtig ist nur, den Rasen nach seinem Bedarf zu reparieren und nicht gleich alle Methoden zur Verbesserung von Boden und Pflanzen auf einmal einzusetzen.

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