Regelmäßiges Mähen hält den Rasen dicht und sorgt dafür, dass er gleichmäßig wächst. Doch wie oft sollte man zum Rasenmäher greifen? Und wie kurz dürfen die Halme sein? Das hängt vor allem davon ab, wie der Rasen genutzt wird und wie schnell er gerade wächst.
Ein gepflegter Zierrasen braucht häufigere Schnitte als eine Spielwiese. Ein Blumenrasen darf dagegen länger wachsen, damit Gänseblümchen, Klee und andere niedrige Blühpflanzen zur Blüte kommen. Für einen gesunden Rasen gilt vor allem: Lieber regelmäßig und nicht zu tief mähen, als selten und dafür besonders kurz.
Wann sollte man im Frühjahr zum ersten Mal Rasen mähen?
Sobald der Rasen im Frühjahr wieder kräftig wächst, kann er zum ersten Mal gemäht werden. Häufig ist das im März oder April der Fall. Ein fester Termin lässt sich aber nicht nennen, denn nach einem milden Winter beginnt das Wachstum früher als nach einem langen, kalten Frühjahr.
Entscheidend ist die Höhe der Gräser. Sind die Halme etwa sieben bis acht Zentimeter lang, können sie auf fünf bis sechs Zentimeter zurückgeschnitten werden. Der Boden sollte dafür möglichst trocken und nicht mehr gefroren sein.
Für den ersten Rasenschnitt im Jahr empfiehlt es sich, die Schnitthöhe zunächst etwas höher einzustellen. So bleibt genügend Blattmasse erhalten, damit sich der Rasen nach dem Winter erholen kann. Erst bei den folgenden Mähdurchgängen wird die gewünschte Schnitthöhe eingestellt.
Wie oft sollte man Rasen mähen?
Wie häufig der Rasen gemäht werden muss, richtet sich nach seinem Wachstum. Im Frühjahr und Frühsommer wachsen die Gräser besonders schnell. Dann kann es sinnvoll sein, einmal pro Woche zu mähen. Bei sehr kräftigem Wachstum sind mitunter sogar zwei Schnitte pro Woche angebracht.
Im Hochsommer sieht das häufig anders aus. Bei Hitze und Trockenheit wächst der Rasen langsamer, sodass längere Mähpausen möglich sind. Auch im Herbst nehmen die Mähintervalle mit sinkenden Temperaturen allmählich zu.
Wichtiger als ein fester Wochenplan ist die sogenannte Ein-Drittel-Regel: Bei einem Mähdurchgang sollte höchstens ein Drittel der Halmlänge entfernt werden. Ist der Rasen beispielsweise sechs Zentimeter hoch, kann er auf vier Zentimeter gekürzt werden.
Wird dagegen ein zwölf Zentimeter hoher Rasen auf einmal auf vier Zentimeter zurückgeschnitten, verliert er einen großen Teil seiner grünen Blattfläche. Das schwächt die Gräser und kann unschöne gelbliche oder braune Stellen hinterlassen. Sehr hoch gewachsenen Rasen mäht man deshalb besser in mehreren Durchgängen.
Wie kurz darf man Rasen mähen?
Für einen gewöhnlichen Gebrauchsrasen sind vier bis fünf Zentimeter eine gute Schnitthöhe. Bei dieser Länge erhält der Rasen ausreichend Licht und kann zugleich den Boden beschatten. Das vermindert die Verdunstung und erschwert es manchen Unkräutern, sich zwischen den Gräsern auszubreiten.
Die passende Schnitthöhe hängt allerdings auch von der Nutzung und dem Standort ab:
- Zierrasen: Etwa drei bis vier Zentimeter sind bei geeigneten Rasengräsern und guter Pflege möglich. Ein besonders kurzer Schnitt erfordert allerdings häufigeres Mähen und eine zuverlässige Wasserversorgung.
- Spiel- und Gebrauchsrasen: Vier bis fünf Zentimeter sind für die meisten Gärten ein guter Kompromiss zwischen gepflegtem Aussehen und Belastbarkeit.
- Schattenrasen: Fünf bis sechs Zentimeter sind empfehlenswert. Die längeren Halme bieten mehr Blattfläche, um das ohnehin begrenzte Licht zu nutzen.
- Rasen bei Hitze und Trockenheit: Fünf bis sieben Zentimeter können helfen, den Boden besser vor Austrocknung zu schützen.
- Blumenrasen: Hier darf das Gras deutlich länger bleiben. Wie oft gemäht wird, hängt davon ab, welche Blühpflanzen erhalten bleiben sollen. Eine artenreiche Blumenwiese benötigt dagegen meist nur wenige Schnitte pro Jahr.
Sehr kurzes Mähen ist nicht automatisch besser. Werden die Halme dauerhaft zu tief abgeschnitten, wird der Rasen anfälliger für Trockenheit und andere Belastungen. Entstehende Lücken bieten zudem Platz für Löwenzahn, Klee und andere Pflanzen. Wer eine möglichst geschlossene Grasnarbe möchte, sollte den Rasen daher nicht unnötig kurz halten.
Rasen bei Hitze mähen: Was muss man beachten?
Während längerer Hitzeperioden sollte der Rasen möglichst wenig zusätzlich belastet werden. Am besten lässt man ihn etwas länger wachsen und verschiebt den nächsten Schnitt, wenn die Gräser bereits deutlich unter Trockenheit leiden.
Muss trotzdem gemäht werden, eignen sich ein bewölkter Tag oder die frühen Abendstunden, sofern das Gras trocken ist. In der prallen Mittagssonne sollte man vor allem bei großer Hitze auf das Mähen verzichten.
Ein längerer Rasen beschattet den Boden und verliert weniger Feuchtigkeit. Wird er bei Trockenheit stark eingekürzt, trocknet die obere Bodenschicht schneller aus. Das kann den ohnehin geschwächten Gräsern zusätzlich zusetzen.
Direkt nach jedem Mähen muss der Rasen nicht automatisch bewässert werden. Ist der Boden jedoch trocken, kann eine durchdringende Bewässerung sinnvoll sein. Statt täglich nur oberflächlich zu gießen, sollte das Wasser möglichst auch die tieferen Wurzelschichten erreichen. Dafür eignet sich beispielsweise ein Rasensprenger.
Wurde der Rasen gedüngt, richtet sich die anschließende Bewässerung nach den Angaben des Düngerherstellers. Viele Rasendünger müssen eingewässert werden, damit sich die Nährstoffe lösen und keine Düngerkörner auf den Blättern liegen bleiben.
Rasen mähen oder mulchen: Was ist besser?
Beim herkömmlichen Rasenmähen wird das Schnittgut im Fangkorb gesammelt und anschließend entfernt. Beim Mulchen bleibt es dagegen auf der Fläche liegen. Ein Mulchmäher zerkleinert die Halme besonders fein, sodass sie zwischen die Gräser fallen und dort nach und nach verrotten.
Beide Methoden haben ihre Vorteile. Beim Mulchen gelangen Nährstoffe aus dem Schnittgut zurück in den Boden. Dadurch kann sich der Düngebedarf verringern. Außerdem entfällt das Entleeren des Fangkorbs.
Damit das funktioniert, muss der Rasen allerdings regelmäßig gemäht werden. Das Schnittgut sollte so kurz sein, dass es nicht in dicken Schichten auf den Gräsern liegen bleibt. Große, feuchte Grasklumpen können den Rasen beschatten und sollten entfernt werden.
Für das Mulchen eignen sich auch Mähroboter. Da sie in kurzen Abständen mähen, fällt jeweils nur wenig Schnittgut an. Es wird fein verteilt und kann sich leichter zersetzen. Vor dem ersten Einsatz sollte ein zu hoch gewachsener Rasen jedoch mit einem gewöhnlichen Rasenmäher auf die passende Höhe gebracht werden.
Wann sollte man das Schnittgut besser entfernen?
Nicht immer ist Mulchen die beste Lösung. In folgenden Fällen ist es sinnvoller, das gemähte Gras aufzusammeln:
- Der Rasen ist sehr hoch gewachsen und es fällt viel Schnittgut an.
- Das Gras ist feucht und die abgeschnittenen Halme verklumpen.
- Der Rasen soll möglichst nährstoffarm bleiben, beispielsweise bei einer blütenreichen Wiese.
- Es liegen so viele Halme auf dem Rasen, dass die darunterliegenden Gräser kaum noch Licht erhalten.
Wer seinen Rasen nur alle zwei bis drei Wochen mähen kann, fährt mit einem Rasenmäher mit Fangkorb meist besser. Bei kurzen Mähintervallen und trockenem Gras ist Mulchen dagegen eine praktische Alternative.
Wann darf man Rasen mähen? Gesetzliche Ruhezeiten
Auch beim Rasenmähen müssen Ruhezeiten eingehalten werden. In Deutschland regelt die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV), wann motorbetriebene Gartengeräte in Wohngebieten und anderen besonders geschützten Gebieten eingesetzt werden dürfen.
Für gewöhnliche Elektro-, Akku- und Benzinrasenmäher gelten dort grundsätzlich folgende Zeiten:
- Montag bis Samstag: Rasenmähen ist grundsätzlich zwischen 7 und 20 Uhr erlaubt.
- Sonn- und Feiertage: Der Betrieb motorbetriebener Rasenmäher ist grundsätzlich ganztägig verboten.
- Mittagsruhe: Eine bundesweit einheitliche zusätzliche Mittagsruhe für gewöhnliche Rasenmäher gibt es nicht. Gemeinden können jedoch strengere Ruhezeiten festlegen.
Der Samstag zählt rechtlich zu den Werktagen. Deshalb gelten für das Rasenmähen am Samstag grundsätzlich dieselben bundesrechtlichen Betriebszeiten wie von Montag bis Freitag.
Wichtig ist die Unterscheidung zu anderen Gartengeräten: Für bestimmte besonders lärmintensive Geräte, beispielsweise Laubbläser, gelten in den genannten Gebieten zusätzliche Einschränkungen. Sie dürfen grundsätzlich nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr betrieben werden, soweit keine entsprechende Ausnahme greift. Diese strengeren Zeitfenster gelten nicht pauschal für gewöhnliche Rasenmäher.
Darf ein Mähroboter sonntags fahren?
Auch Mähroboter fallen grundsätzlich unter die Vorschriften für Rasenmäher. Dass sie häufig deutlich leiser arbeiten als Benzinmäher, bedeutet deshalb nicht, dass sie automatisch sonntags oder nachts betrieben werden dürfen.
Zusätzlich sollten Mähroboter nur tagsüber eingesetzt werden, um Igel und andere nachtaktive Kleintiere zu schützen. Vor dem Start ist die Rasenfläche auf Tiere, Spielzeug und andere Hindernisse zu kontrollieren.
Da Länder und Gemeinden zusätzliche Ruhezeiten festlegen können, sollte man sich bei Unsicherheiten beim örtlichen Ordnungsamt informieren. Auch Regelungen einer Hausordnung können bei gemeinschaftlich genutzten Grundstücken eine Rolle spielen.
Nassen Rasen mähen: Geht das?
Am besten lässt sich Rasen mähen, wenn die Halme trocken sind. Nasses Gras verklebt leicht im Mähwerk, lässt sich schlechter schneiden und sammelt sich in Klumpen. Auch der Fangkorb setzt sich schneller zu.
Hinzu kommt, dass ein aufgeweichter Boden durch das Gewicht des Rasenmähers verdichtet werden kann. Die Räder hinterlassen dann mitunter tiefe Spuren. Bei einem sehr nassen oder rutschigen Untergrund besteht außerdem erhöhte Unfallgefahr.
Ist das Gras lediglich vom Morgentau feucht, genügt es oft, einige Stunden zu warten. Nach längeren Regenfällen sollte dagegen auch der Boden ausreichend abtrocknen.
Manchmal lässt sich das Mähen feuchter Flächen allerdings nicht vollständig vermeiden, etwa in schattigen Gartenbereichen, die im Herbst kaum noch trocken werden. Wenn der Boden tragfähig ist und sich sicher arbeiten lässt, kann man zunächst eine höhere Schnitthöhe wählen. Bei Bedarf wird der Rasen an einem späteren, trockeneren Tag weiter eingekürzt.
Wichtig ist, feuchtes Schnittgut nicht in dicken Klumpen auf der Fläche liegen zu lassen. Es sollte aufgesammelt werden, damit die darunterliegenden Gräser nicht unnötig belastet werden.
Hohen Rasen richtig kürzen
Wurde der Rasen längere Zeit nicht gemäht, sollte man ihn nicht sofort auf die übliche Schnitthöhe zurückschneiden. Die Gräser haben sich an die größere Halmlänge angepasst und würden bei einem radikalen Schnitt einen erheblichen Teil ihrer Blattmasse verlieren.
Besser ist es, schrittweise vorzugehen:
- Erster Schnitt: Den Rasen zunächst auf einer hohen Mähstufe kürzen. Bei sehr langem Gras kann eine Motorsense hilfreich sein. Dabei vorher nach Tieren und Hindernissen suchen.
- Schnittgut entfernen: Die abgeschnittenen Halme zusammenrechen, damit sie nicht auf den verbleibenden Gräsern liegen bleiben.
- Weitere Schnitte: Nach einigen Tagen erneut mähen und die Schnitthöhe schrittweise reduzieren. Möglichst nicht mehr als ein Drittel der jeweiligen Halmlänge auf einmal entfernen.
- Regelmäßig weiterpflegen: Sobald die gewünschte Höhe erreicht ist, den Rasen wieder in kürzeren Abständen mähen.
Nach dem ersten Schnitt sieht lange vernachlässigter Rasen manchmal gelblich oder braun aus. Häufig liegt das daran, dass die unteren, zuvor beschatteten Pflanzenteile freigelegt wurden. Wenn die Gräser noch gesund sind, kann sich die Fläche bei günstigen Wachstumsbedingungen wieder erholen. Stark geschädigte oder kahle Stellen müssen gegebenenfalls nachgesät werden.
Rasen am Hang mähen
Das Mähen an einem Hang ist anstrengender und verlangt besondere Vorsicht. Vor allem auf feuchtem Untergrund besteht die Gefahr auszurutschen oder die Kontrolle über den Rasenmäher zu verlieren.
Für mäßige Steigungen kann ein Rasenmäher mit Radantrieb die Arbeit erleichtern. Bei handgeführten Rasenmähern sollte man möglichst quer zum Hang arbeiten und die Hinweise des Herstellers zur zulässigen Hangneigung beachten. So lässt sich vermeiden, den Mäher bergauf oder bergab ziehen beziehungsweise schieben zu müssen.
Sehr steile Böschungen eignen sich oft nicht für einen gewöhnlichen Rasenmäher. Hier kann eine Motorsense eine Alternative sein, sofern sich der Hang sicher betreten lässt. Auf dauerhaft schwer zugänglichen Flächen kann es sinnvoll sein, statt eines regelmäßig gemähten Rasens eine passende Böschungsbepflanzung anzulegen.
Neuen Rasen zum ersten Mal mähen
Frisch gesäter Rasen braucht zunächst Zeit, um kräftige Wurzeln zu entwickeln. Zu frühes Mähen kann dazu führen, dass junge Pflanzen beschädigt oder aus dem Boden gerissen werden.
Der erste Rasenschnitt ist in der Regel möglich, wenn die Halme etwa acht bis zehn Zentimeter hoch sind und sich ausreichend fest verwurzelt haben. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Saatgutmischung, dem Wetter und dem Wachstum ab.
Beim ersten Mähen sollte die Schnitthöhe auf etwa fünf bis sechs Zentimeter eingestellt werden. Das Messer muss scharf sein, damit die jungen Halme sauber abgeschnitten und nicht ausgerissen werden.
Auch sollte der Boden trocken und tragfähig sein. Ein leichter Rasenmäher ist von Vorteil, weil die junge Grasnarbe noch empfindlich auf Belastungen reagiert.
Bei den folgenden Schnitten kann die Halmlänge langsam auf die gewünschte Höhe reduziert werden. Wer einen Gebrauchsrasen anlegt, kann sich langfristig an einer Schnitthöhe von vier bis fünf Zentimetern orientieren.
Bis der junge Rasen regelmäßig betreten und stärker beansprucht werden kann, sollte er eine weitgehend geschlossene, gut verwurzelte Grasnarbe entwickelt haben.
Rasenmäher richtig einstellen und pflegen
Nicht nur die Schnitthöhe entscheidet über das Ergebnis. Auch der Zustand des Rasenmähers hat großen Einfluss darauf, wie sauber das Gras geschnitten wird.
Besonders wichtig sind scharfe Messer. Sind die Schneiden stumpf, werden die Halme eher ausgefranst als sauber abgeschnitten. Die Blattspitzen können anschließend austrocknen und sich hellbraun verfärben. Dadurch wirkt der gesamte Rasen trotz regelmäßiger Pflege ungleichmäßig.
Damit das Schnittbild sauber bleibt, sollte man Folgendes beachten:
- Messer kontrollieren: Die Schneiden regelmäßig auf Beschädigungen und Verschleiß prüfen. Stumpfe Messer fachgerecht schärfen oder austauschen lassen.
- Schnitthöhe einstellen: Vor dem Mähen kontrollieren, ob die eingestellte Höhe zur Jahreszeit und zum Zustand des Rasens passt.
- Mähwerk reinigen: Grasreste entfernen, damit sich keine größeren Ablagerungen bilden. Vor Reinigungsarbeiten das Gerät ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen sichern.
- Fangkorb leeren: Ein überfüllter Fangkorb verschlechtert die Aufnahme des Schnittguts.
- Mährichtung wechseln: Nicht immer in denselben Bahnen mähen. Durch wechselnde Richtungen werden die Gräser gleichmäßiger erfasst und feste Fahrspuren vermieden.
Auch die Geschwindigkeit spielt eine Rolle. Wer den Rasenmäher zu schnell über die Fläche schiebt, riskiert einen ungleichmäßigen Schnitt. Besonders bei dichtem oder hohem Gras ist es besser, etwas langsamer zu arbeiten.
Rasen im Herbst mähen: Wann ist der letzte Schnitt sinnvoll?
Solange der Rasen wächst, kann er auch im Herbst weiter gemäht werden. Mit den sinkenden Temperaturen verlangsamt sich das Wachstum jedoch. Die Abstände zwischen den einzelnen Schnitten werden deshalb größer.
Wann der letzte Rasenschnitt ansteht, hängt vom Wetter ab. In milden Jahren kann er noch im November sinnvoll sein. Gibt es dagegen früh Bodenfrost, endet die Mähsaison entsprechend früher.
Für den letzten Schnitt ist eine Höhe von etwa vier bis fünf Zentimetern meist gut geeignet. Bleibt der Rasen sehr lang, können die Halme bei Schnee und anhaltender Nässe umknicken und aufeinanderliegen. Ein extrem kurzer Schnitt ist vor dem Winter allerdings ebenfalls ungünstig, da die Gräser dann weniger Blattfläche behalten.
Vor dem Winter sollte außerdem das Herbstlaub entfernt werden. Liegt eine dicke Laubschicht längere Zeit auf dem Rasen, gelangt zu wenig Licht an die Gräser. Unter feuchten Laubschichten können sich zudem ungünstige Bedingungen für Pilzkrankheiten entwickeln.
Bei trockenem Laub kann ein Rasenmäher mit Fangkorb die Arbeit erleichtern. Liegen jedoch größere Mengen auf der Fläche, sollten sie vorher zusammengerecht werden.
Bei Bodenfrost oder gefrorenen Halmen bleibt der Rasenmäher stehen. Auch unnötiges Betreten sollte man dann vermeiden, weil gefrorene Gräser leicht beschädigt werden können.
Die häufigsten Fehler beim Rasenmähen
Viele Probleme mit dem Rasen entstehen nicht durch fehlende Pflege, sondern durch ungünstiges Mähen. Besonders diese Fehler lassen sich leicht vermeiden:
- Zu tief mähen: Ein sehr kurzer Schnitt schwächt die Gräser und lässt den Boden schneller austrocknen.
- Zu viel auf einmal abschneiden: Wird mehr als ein Drittel der Halmlänge entfernt, braucht der Rasen häufig länger, um sich zu erholen.
- Mit stumpfen Messern arbeiten: Ausgefranste Blattspitzen trocknen leichter aus und lassen den Rasen ungleichmäßig aussehen.
- Bei nassem Boden mähen: Die Räder können Spuren hinterlassen und den Boden verdichten.
- Bei großer Hitze stark kürzen: Dadurch wird der Boden stärker der Sonne ausgesetzt und verliert schneller Feuchtigkeit.
- Zu viel Schnittgut liegen lassen: Dicke Grasschichten nehmen den darunterliegenden Halmen Licht und Luft.
- Immer dieselbe Mährichtung wählen: Dadurch können sich Fahrspuren bilden und manche Gräser werden nicht gleichmäßig erfasst.
Wer diese Fehler vermeidet, spart sich häufig zusätzliche Pflegearbeiten. Ein Rasen, der in passenden Abständen und auf der richtigen Höhe gemäht wird, entwickelt eine dichtere Grasnarbe und kommt mit alltäglichen Belastungen besser zurecht.

