Rasen sanden

So sanden Sie Ihren Rasen richtig!

​Sand auf den Rasen streuen? Normalerweise liegt Sand nur rund um die Sandkisten der Kinder auf dem Boden. Doch die Zugabe von Sand ist bei der Rasenpflege keine Seltenheit. Rasensand hat einen positiven Effekt auf den Boden und damit auch wieder auf den Hausrasen selbst.

​Welchen Sinn hat Sand für den Rasen?

Sand als Baustoff ist bekannt. Viele Flächen wie Terrassen und Gartenwege nutzen die vorteilhaften Eigenschaften. Genau diese Eigenschaften helfen aber auch dabei, den Rasen optisch schön und gesund zu halten.

​Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Sand ist durchlässig und wirkt wie eine Drainage. Wasser kann also besser abfließen.
  • Bei festen Böden dient diese Maßnahme dazu, den Rasen mit Sand zu verbessern. Ein langsamer Austausch durch regelmäßiges Sanden ist einfach und vermeidet größere Eingriffe in die Rasenfläche.
  • Mulden und Unebenheiten werden durch Sand ausgeglichen und schaffen eine gleichmäßige Oberfläche.

Den Rasen besanden wirkt sich zudem vorteilhaft auf die Belastbarkeit der Trittfläche aus, ohne dass es zu einer Verdichtung kommt. Bei Regen ist der Rasen deutlich schneller wieder trocken. Der Boden ist nicht aufgeweicht und das ist beim Betreten der Wiese angenehmer und schont die Struktur der Gräser.

Den richtigen Rasensand kaufen

​Welchen Sand sollte man also für den Rasen auswählen? Sand ist nicht gleich Sand und manche Sorte ist weniger hilfreich als gedacht.

​1. Quarzsand

Quarzsand für den Rasen besteht überwiegend aus Quarzen. Er ist ein sogenanntes Magerungsmittel, das auch in der Keramikherstellung eingesetzt wird, um Ton zu verfeinern. Quarzsand ist hochwertig und sehr gut geeignet, um die besten Ergebnisse beim Besanden des Rasens zu erzielen.

​2. Spielsand

​Gut geeignet ist zum Rasen sanden Spielsand mit seiner besonderen Aufbereitung für Sandkästen. Dabei geht es weniger um die Art der Sandkörner, sondern um die Reinheit. Um als Spielsand geeignet zu sein, wird der Sand gesiebt und von Fremdstoffen und Schmutz gereinigt. Beim Rasen einsanden besteht dann Gewissheit, dass keine Gifte und Schadstoffe in den Hausrasen gelangen.

​3. Lavasand

Lavasand ist als Beimengung in Pflanzsubstraten bereits bekannt. Lavasand für den Rasen erhöht genau wie Quarzsand in der Rasenpflege die Durchlässigkeit des Bodens. Zusätzlich enthalten Lavasand und Lavasplit Mineralstoffe, die die Bodenqualität noch weiter verbessern.

​Unabhängig davon, um welche Art von Sand es sich handelt, sollte immer darauf geachtet werden, dass gewaschener kalkarmer Sand für den Rasen verwendet wird. Wichtig ist auch eine Auswahl, durch die für den Rasen der Sand eine Körnung bietet, die weder zu grob noch zu fein ist. Beides verhindert, dass sich beim Einsanden Ansammlungen bilden, die womöglich beim Wässern verklumpen.

​Wann ist der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu sanden und zu lüften?

Rasensand aufbringen ist eine Pflegemaßnahme, die im Frühsommer bis zum September hin am besten zusammen mit anderen Maßnahmen durchgeführt wird. So ergänzen sich die Vorteile der verschiedenen Arbeiten und bringen die besten Resultate.

​Da der Sand den Boden auflockern und verbessern soll, muss er diesen natürlich auch erreichen. Rasenfilz erschwert diese Aufgabe. Einfacher und sinnvoller ist es deswegen, wenn Rasen sanden nach dem Vertikutieren stattfindet. Sollte zugleich noch ein Durchgang zur Rasenlüftung mit dem Aerifizierer anstehen, rückt die Einarbeitung von Sand noch weiter nach hinten.

​Wie lässt sich am besten in den Rasen Sand einarbeiten?

Beim Einsanden kommt es darauf an, dass auf dem Rasen möglichst gleichmäßig der Rasensand verteilt wird. Dies ist je nach Wahl des Aufbringens von unterschiedlichem Erfolg gekrönt.​

  • Sand verteilen auf dem Rasen mit der Hand ist höchstens bei sehr kleinen Rasenabschnitten sinnvoll. Die Verteilung ist eher unausgewogen und damit auch das Ergebnis. Die Arbeit ist außerdem anstrengend.
  • Einen Streuwagen nutzen erleichtert den Vorgang. Wenn die Streuhilfe für die Verteilung von Sand geeignet ist, empfiehlt sich diese Variante. Am besten ist es, wenn Sand und Rasen trocken sind, damit das Streugut sich noch gut verteilen lässt.

Ganz gleich, ob der hochwertige Quarzsand oder eine andere geeignete Variante genutzt wird, so ist darauf zu achten, dass nicht in einem Durchgang eine Unmenge Sand aus guter Absicht heraus auf dem Rasen landet. Eine Bodenverbesserung benötigt eben Zeit. Es braucht erfahrungsgemäß mehrere Arbeitsgänge über einen längeren Zeitraum hinweg, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen.

Bildquellen: