Rasendünger – Nährstoffe für einen gesunden Rasen

Aktualisiert am: 24.11.2021

Saftig grün, frei von Unkraut und dicht gewachsen: Für einen gut gepflegten Rasen benötigen Sie einen Rasendünger. Regelmäßiges Wässern und Mähen gehören zur Pflege der Grünfläche ebenso dazu, wie die optimale Nährstoffversorgung. Käufer sollten sich vor dem Kauf eines Rasendüngers über die Zusammensetzungen der verschiedenen Produkte informieren und die Bedürfnisse ihres Rasens kennenlernen.

Update vom 24.11.2021

Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Rasendünger Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Organischer Rasendünger, NPK-Verhältnis: 9-3-5, Granulat, Sofort- und Langzeitwirkung

Organischer Dünger mit Sofortwirkung: Der NEUDORFF Azet RasenDünger

schneidet im Vergleich gut ab. Einer der größten Vorteile ist laut Nutzerberichten, dass der Dünger ungiftig ist und dass Tiere und Kinder den Rasen sofort nach dem Ausbringen betreten können. Der Hersteller verspricht dichten, grünen Rasen und die Beseitigung von Moos und Unkraut.
Während die Düngewirkung von fast allen Käufern als gut beschrieben wird, berichten einige Nutzer, dass einige rasenspezifische Unkräuter wie z. B. Löwenzahn und Klee sich dennoch durchsetzen können. Wie bei organischen Düngern üblich, entwickelt auch dieses Produkt einen starken Eigengeruch, der von einigen Käufern als stark und lang anhaltend empfunden wird.
Die Wirkung setzt laut der Erfahrungsberichte mit Verzögerung ein, was bei organischen Rasendüngern jedoch zu erwarten ist. Laut Hersteller ist der NEUDORFF Azet RasenDünger aufgrund seiner Zusammensetzung für den ökologischen Landbau geeignet.
Weiterhin ist dieser Rasendünger ungefährlich für Bienen, Nützlinge, Hunde und Katzen und deswegen besonders für Familien und Tierhalter zu empfehlen.
In seltenen Fällen waren die Käufer nicht zufrieden mit der Wirkung des NEUDORFF Azet RasenDüngers. Sie klagten über eine nur geringe Düngeleistung und auch Unkraut wuchs in einigen Rasenflächen vermehrt.

Vorteile:
  • ungefährlich für Kinder und Tiere
  • natürliche Sofort- und Langzeitwirkung
  • nach der Verwendung ist der Rasen sofort nutzbar
  • für die Bodenvorbereitung bei Rollrasenverlegung geeignet
  • sorgt für dichten und grünen Rasen
  • einfache Anwendung mit dem Streuwagen oder von Hand
Nachteile:
  • gelegentlich starker Eigengeruch

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Organisch-mineralischer Raseandünger, NPK-Verhältnis 20-5-8, mit 2% Magnesium, 9% Schwefel und 1% Eisen , Granulat, 12 Wochen Langzeitwirkung

Nur für erfahrene Anwender: Der Beckmann Profi Rasendünger

ist laut Herstellerangaben für Zier- und Sportrasenflächen geeignet. Die Zusammensetzung des Granualtes hemmt mit seinem Eisenanteil die Bildung von Moos.
Käufer berichten vereinzelt, dass die Düngewirkung für große und stark strapazierte Rasenflächen nicht ausreicht. Dies führte bei einigen Erfahrungsberichten zu Kritik, da der Beckmann Profi Rasendünger vorgibt, für eben jene stark beanspruchten Flächen das geeignete Produkt zu sein.
Dass es sich beim Beckmann Profi Rasendünger mit Langzeitwirkung um ein Produkt für Profi-Anwender handelt, ist auch an den hohen Anforderungen bei der Anwendung spürbar. Der Dünger ist nur für trockene Rasenflächen geeignet und muss zum Schutz vor Verbrennungen sehr gleichmäßig und genau nach Dosierungsanleitung angewendet werden. Aufgrund des hohen Eisenanteils (1 %) muss der Kontakt mit Wegen und Terrassenböden vermieden werden, da hier leicht Rostflecken entstehen können.
Viele Käufer berichten, dass sie den Beckmann Profi Rasendünger mit einem Streuwagen gleichmäßig verteilen konnten und dass die Langzeitwirkung etwa 2 Monate lang sichtbar war. Positiv fallen auch die gute Ergiebigkeit und die gute Wasserlöslichkeit auf.

Vorteile:
  • schnell löslich auch bei geringen Niederschlagsmengen
  • sehr dichter Wuchs des Rasens
  • Sofortwirkung nach 1-2 Wochen
  • sparsamer Verbrauch (30g/m²)
  • Eisen und Ammoniumstickstoff verdrängen Moos
Nachteile:
  • Langzeitwirkung weniger als 100 Tage
  • verursacht Rostflecken auf Terrassen und Wegen

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Mineralischer Rasendünger, 15-5-8, 0,3 % Eisen, Feingranulat, 2-3 Monate Langzeitwirkung

Besonders feinkörnig: Der Compo Rasen-Langzeitdünger

ist einer der meistverkauften Rasendünger. Er ist für das Düngen zwischen März und Dezember geeignet und zeichnet sich durch gut sichtbare Erfolge in kurzer Zeit aus.
Die meisten Käufer berichten, dass der Rasen dichter und schneller nachwächst und sich durch eine dunkelgrüne Färbung auszeichnet. Bei der Anwendung mit einem Streuwagen ist jedoch Vorsicht geboten: An den Wendepunkten des Wagens entstanden bei einigen Nutzern lokale Verbrennungen.
Sorgfältigkeit beim Ausstreuen wird laut Nutzerberichten mit einer schnellen Wirksamkeit und einem dunkelgrünen, dichten und schnellen Wuchs belohnt. Gegen Unkraut ist der Compo Rasen-Langzeitdünger jedoch nur wenig wirksam.
Durch das feinkörnige Granulat lässt sich der Compo Rasen-Langzeitdünger den Erfahrungsberichten nach sehr gut handhaben. Für Lob sorgt auch, dass kurz nach dem Düngen kein Stoßwachstum auftritt und dass der Rasen das ganze Jahr über mit Nährstoffen versorgt ist.
Vor allem in älteren Rezensionen bemängeln vereinzelte Käufer, dass sich der Compo Rasen-Langzeitdünger zur Klumpenbildung neigt. Einige Nutzer empfanden das Granulat deswegen als zu fein. Zusätzlich neigte es in seltenen Fällen zur Staubentwicklung.

Vorteile:
  • löst sich schnell auf
  • kann von Hand oder mit einem Wagen ausgestreut werden
  • für dichten, tiefgrünen Rasen
  • gleichmäßige Wirkstoffabgabe ohne Stoßwachstum
  • sparsamer Verbrauch (30g/ m²)
Nachteile:
  • Verbrennungsgefahr an Wendepunkten
  • kann in Einzelfällen klumpen oder stauben

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Mineralischer Rasendünger mit Unkrautvernichter, NPK-Verhältnis: 22-5-5, Granulat, 100 Tage Langzeitwirkung

Preis-Leistungs-Sieger: Der WOLF-Garten - 2-in-1: Unkrautvernichter plus Rasendünger

überzeugt im Vergleich mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sowohl die Düngewirkung als auch die Erfolge bei der Unkrautbeseitigung können die meisten Nutzer überzeugen.
Käufer berichten, dass das Produkt auch gegen sehr hartnäckige Unkräuter wie Weißklee erfolgreich eingesetzt werden kann und dass die durch die Unkrautentfernung entstehenden Lücken im Rasen schnell geschlossen werden.
Gelobt wird die einfache Anwendung des Rasendüngers. Sowohl mit dem Streuwagen als auch von Hand lässt er sich leicht ausbringen und auch eine gleichmäßige Verteilung war für viele Nutzer kein Problem.
Die Wirkung setzt schnell ein, wie die Käufer berichten, und hält mehrere Wochen lang an. Auch bei stärker geschädigten Rasenflächen konnten die Nutzer schon nach kurzer Zeit die positiven Effekte des Rasendüngers verzeichnen.
Vereinzelt wird der Wolf Garten Unkrautvernichter + Rasendünger kritisiert, weil er nicht gegen alle Unkrautarten und Moose wirksam ist. Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung in Baumnähe geboten: Der Hersteller gibt an, dass der Rasendünger Bäume nicht angreift.
Einzelne Nutzer berichten dennoch, dass Bäume und empfindliche Ziersträucher durch den Wolf Garten Unkrautvernichter + Rasendünger Schaden genommen haben.

Vorteile:
  • wirkt über Blätter und Wurzeln
  • Langzeitwirkung bis zu 100 Tage
  • schließt Löcher im Rasen
  • sorgt für einen dichten und gleichmäßigen Wuchs
  • wirksam gegen Unkraut
Nachteile:
  • kann Schäden an Ziersträuchern und Bäumen verursachen
  • nicht für das 1. Aussaatjahr geeignet

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Mineralischer Rasendünger, NPK-Verhältnis: 12-8-16, mit Magnesium und Eisen, Granulat, 100 Tage Langzeitwirkung

Schnell Nährstoffversorgung: Der COMPO EXPERT Blaukorn Classic

ist einer der bekanntesten NPK-Dünger und wird von vielen Hobbygärtnern auch zur Rasenpflege verwendet. Die Nutzer schätzen ihn für die einfache Handhabung und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
Einige Käufer berichten, dass das Granulat Schäden an Metallteilen des Rasenmähers verursacht habe und dass aufgrund von fehlenden Angaben zur Dosierung Verbrennungen und Verätzungen an Rasen und Pflanzen nicht ausgeschlossen werden können.
Die Düngewirkung an Rasenpflanzen wird von den Käufern unterschiedlich bewertet. Viele Nutzer sind zufrieden mit dem schnellen Wirkungseintritt und berichten, dass sie schadlos auch neu angelegte Rasenflächen erfolgreich gedüngt haben. In anderen Erfahrungsberichten wird jedoch bemängelt, dass der Rasen sehr ungleichmäßig wächst.
Die Langzeitwirkung von 100 Tagen kann von vielen Käufern nicht bestätigt werden. Dies relativiert das gute Preis-Leistungs-Verhältnis wieder, da öfter nachgedüngt werden muss.

Vorteile:
  • besonders geeignet für chloridempfindliche Pflanzen
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schnelle Sofortwirkung (wenige Tage)
  • erhöht die Widerstandkraft gegen Schädlinge und Krankheiten
  • löst sich schnell auf
  • hoher Kalium-Anteil für Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Hitze
Nachteile:
  • kann Schäden am Rasenmäher verursachen
  • gelegentlich ungleichmäßiges Wachstum
  • fördert gelegentlich Unkrautwuchs

Rasendünger kaufen – Der richtige Dünger für Frühling und Herbst

Rasendünger sind in flüssiger und fester Form erhältlich und zeichnen sich durch zum Teil stark abweichende Nährstoffzusammensetzungen aus. Nicht für jeden Rasen sind alle Produkte gleich gut geeignet.

Die Art, wie der Rasen genutzt wird, ist ebenso von Bedeutung wie die Beschaffenheit des Bodens. Auch die Jahreszeit und das Alter des Rasens müssen beim Düngen beachtet werden.

Auf die Herstellerangaben können Käufer sich nicht immer verlassen: Häufig fehlen wichtige Informationen oder das Verkaufsversprechen entspricht nicht dem durchschnittlichen Ergebnis, das Nutzer mit dem Rasendünger erzielen.

Granulat oder Flüssigdünger?

Für den Rasen spielt es zunächst keine Rolle, ob der Dünger in fester oder flüssiger Form aufgebracht wird. Wenn die Nährstoffzusammensetzung den Anforderungen des Rasens gerecht wird, versorgen beide Düngerarten den Rasen gleich gut.

Die Unterschiede finden sich überwiegend in der Art des Auftragens. Während Granulat mit der Hand oder einem Düngewagen ausgestreut wird, ermöglicht Flüssigdünger ein sehr schnelles Verteilen des Düngers mithilfe eines Gartenschlauchs.

Die meisten Flüssigdünger sind in Kanister abgefüllt, die über einen Anschluss für den Wasserschlauch verfügen. Mit dessen Hilfe kann ein 100 qm großer Rasen innerhalb von wenigen Minuten gedüngt werden.

Ein weiterer Vorteil des Flüssigdüngers ist die Unabhängigkeit von der Witterung. Granulat kann leicht vom Wind umhergewirbelt werden, was eine ungleichmäßige Verteilung zur Folge hat.

Für Granulat spricht, dass es günstiger ist und die Gefahr von Überdosierung und Verbrennungen geringer ist. Für den Hobbygarten ist das Granulat ausreichend. Bei Bedarf kann es außerdem in Wasser gelöst und mit dem Gießwasser ausgebracht werden.

Inhaltsstoffe von Rasendüngern – Organisch, mineralisch oder organisch-mineralisch?

Genau wie Spezial- oder NPK-Dünger werden auch Rasendünger in die Kategorien organisch, mineralisch oder organisch-mineralisch unterschieden. Alle Varianten enthalten unterschiedliche Zusammensetzungen; der größte Unterschied besteht aber darin, aus welchen Inhaltsstoffen die jeweiligen Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden.

Neben den Stoffen, die Pflanzen über die Luft und das Wasser aufnehmen, benötigen sie außerdem:

  • Stickstoff
  • Kalium
  • Phosphor
  • Calcium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Schwefel
  • Spurenelemente

Die drei erstgenannten sind die Hauptinhaltsstoffe eines Volldüngers und auch Bestandteil vieler Rasendünger. Zusätzliche Nährstoffe versorgen den Rasen je nach Bedarf und Jahreszeit mit zusätzlicher Nahrung und tragen zu einem gesunden Wachstum bei.

Mineralische Rasendünger

Damit die Nährstoffe vom Rasen aufgenommen und verarbeitet werden können, müssen diese chemisch gebunden werden. Für die Bezeichnung von Volldüngern hat sich der Begriff NPK-Dünger durchgesetzt.

Die Reihenfolge der Buchstaben und die Zahlenfolge geben an, wie viele Anteile der jeweiligen Verbindungen im Dünger vorhanden sind.

Beispiel: Ein Rasendünger mit der Zusammensetzung NPK 15+5+8 Dünger enthält 15% Stickstoff, 5 % Phosphor und 8 % Kalium.

Die optimale Zusammensetzung des Düngers ergibt sich vor allem aus der Art des Rasens, seiner individuellen Nutzung und der Jahreszeit. Bei starker Belastung empfehlen sich Produkte mit einer nährstoffreicheren Zusammensetzung, bei geringer oder mittlerer Belastung reichen Rasendünger mit einer geringeren Nährstoffdichte.

Die meisten Hersteller geben an, für welchen Rasen ihre Dünger am besten geeignet sind. Als Faustregel kann man sich auch an diesen Werten orientieren:

  • Zierrasen: Stickstoff (N) 10-25, Phosphor (P) 3-5, Kalium (K) 5-15
  • Gebrauchsrasen: Stickstoff (N) 5-25, Phosphor (P) 2-5, Kalium (K) 5-15
  • Sportrasen: Stickstoff (N) 15-35, Phosphor (P) 5-10, Kalium (K) 10-25

Der im Beispiel genannte Rasendünger mit der NPK-Zusammensetzung 15+5+8 ist also für einen Gebrauchsrasen mit mittlerer Beanspruchung geeignet. Beim Kauf sollte man sich nicht nur auf die Artikelbeschreibung und die Herstellerangaben verlassen, sondern gezielt die Werte vergleichen, damit der Rasendünger seine Wirkung voll entfalten kann.

Tipp: Fehlen die Angaben zur Nähstoffzusammensetzung, sollten Gärtner zu einem anderen Produkt greifen. Nur dann, wenn das Nährstoffangebot im Rasendünger zum Bedarf des Rasens passt, kann das Produkt seine Wirkung voll entfalten und Schäden durch Überdüngung vermieden werden.

Organische Rasendünger

Neben den mineralischen Düngern besteht außerdem die Möglichkeit, den Rasen organisch zu düngen. Eine gute Option stellt hier natürlich das Mulchen dar: Beim Rasenmähen mit dem Mulchmäher verbleibt das angefallene Schnittgut auf dem Rasen, anstatt es in einem Fangkorb zu sammeln und zu entsorgen. Nach demselben Prinzip arbeiten auch Mähroboter.

Das Mulchen spart Zeit und bares Geld, da Rasenmähen und Düngen in einem Arbeitsschritt erledigt werden können. Viele Rasenmäher verfügen bereits über eine Mulchfunktion. Mithilfe eines separaten Aufsatzes können viele Geräte außerdem zu einem Mulchmäher umfunktioniert werden.

Das Mulchen steht häufiger in der Kritik, da es die Entstehung von Moos und Verfilzungen fördern soll. Studien belegen, dass diese Sorge unbegründet ist. Dennoch verzichten viele Hobbygärtner auf das Mulchen des Rasens.

Wer einen organischen Rasendünger als Alternative sucht, findet im Handel zahlreiche Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen. Diese haben einige Vorteile:

  • lange Wirkungsdauer beim Langzeitdüngen (bis zu 4 Monate)
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schont die Umwelt und das Grundwasser
  • gesundheitlich unbedenklich, auch bei Hautkontakt
  • gleichmäßige Nährstoffzufuhr
  • keine Wachstumsschübe, die häufiges Rasenmähen erforderlich machen
  • kein Risiko durch Überdüngung, Verätzungen und Verbrennen
  • enthält Spurenelemente und Vitamine
  • besonders geeignet für Tierhalter und Familien mit Kindern

Den Vorteilen stehen jedoch auch einige Nachteile gegenüber: Damit die Nährstoffe in den Boden gelangen können, muss der Dünger von Pilzen, Bakterien und Kleinstorganismen zersetzt werden.

Bei kühleren Temperaturen sind diese jedoch nicht sehr aktiv, sodass nur wenige Nährstoffe freigesetzt werden. Als Kurzzeitdünger sind organische Dünger nicht geeignet, da die Verarbeitung durch die Organismen einige Zeit beansprucht. Anders als bei mineralischen Rasendüngern lässt die Wirkung von organischen Substanzen einige Zeit auf sich warten.

Organisch-mineralische Dünger

Die Vorteile von organischen und mineralischen Düngern sind in Kombinationsprodukten vereint. In organisch-mineralischen Dünger kommen überwiegend pflanzliche Inhaltsstoffe zum Einsatz, die mit mineralischen Substanzen und den Nährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium versetzt sind.

Viele Produkte sind außerdem zusätzlich mit Spurenelementen wie Magnesium und Schwefel angereichert. Der größte Vorteil von organisch-mineralischen Düngern ist, dass die mineralischen Zusätze schnell verfügbar sind und so für eine schnelle Erstversorgung des Rasens sorgen. Für die Langzeitwirkung sorgen im Anschluss die organischen Bestandteile, die außerdem die Bodenqualität verbessern.

Rasendünger mit Zusatzwirkung

Zur optimalen Rasenpflege gehören nicht nur das Düngen und Mähen, sondern auch die Beseitigung von Unkraut und Moos. Viele Hersteller bieten deswegen Produkte an, mit denen sich diese Aufgaben in einem Arbeitsgang erledigen lassen.

Rasendünger mit Moosvernichter

Moose schwächen das Wachstum des Rasens und entziehen dem Boden wichtige Nährstoffe, die den Rasenpflanzen dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Für eine nachhaltige Entfernung von Moos eignen sich deswegen Rasendünger mit Moosvernichter, deren Wirkung bis zu 4 Monaten anhält.

Rasendünger mit Unkrautvernichter

Genau wie Moos stört Unkraut die Gesundheit des Rasens und bringt das Nährstoffverhältnis aus dem Gleichgewicht. Auch aus optischen Gründen sollten Hobbygärtner Unkraut regelmäßig entfernen.

Die Wirkung von Rasendüngern mit Unkrautvernichter hält etwa 100 Tage an und richtet sich vor allem gegen rasenspezifische Unkräuter wie Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen, Hahnenfuß, Hirtentäschelkraut, Schafgarbe und Vogelknöterich.

Eisendünger

Dieser Spezialdünger steht immer wieder in der Kritik, da er hochgiftiges Eisen-II-Sulfat enthält, das Verätzungen von Haut, Atemwegen und Augen verursachen kann. Gärtner, die auf Eisendünger nicht verzichten wollen, sollten beim Ausstreuen Schutzkleidung tragen und besondere Vorsicht walten lassen.

Viele Hersteller empfehlen den Einsatz von Eisendüngern zur Moosbekämpfung. Dabei ist Eisenmangel in unseren Breitengraden nur selten. Für die Bekämpfung von Unkraut stehen weit sicherere und umweltfreundlichere Produkte wie z. B. der Rasendünger mit Moosvernichter zur Verfügung.

Wichtig zu wissen: Mit Eisen abgetötetes Moos darf weder auf dem Kompost noch im Bio- oder Hausmüll entsorgt werden. Vielmehr muss es als Sondermüll behandelt werden.

Vermuten Hobbygärtner, dass ihr Rasen unter Eisenmangel leidet, empfiehlt es sich, eine Bodenprobe analysieren zu lassen, um den Verdacht zu bestätigen. Es wird nicht empfohlen, Eisendünger sorglos und ohne hinreichenden Verdacht auf einen tatsächlichen Eisenmangel auszubringen.

Herbstrasendünger macht den Rasen winterfit

Schnee, Frost, wenig Sonne und anhaltende Nässe sind für viele Rasenflächen eine große Belastung. Der Winter kann in der Rasenfläche deutliche Spuren hinterlassen und Gärtner schon im Frühjahr vor eine große Herausforderung stellen. In vielen Gärten zeigt sich der Rasen nach dem Winter blass und gelblich und muss mit viel Mühe und Pflege wieder aufgepäppelt werden.

Damit der Rasen auf die Strapazen des Winter vorbereitet ist, kann er im Herbst mit einem Herbstrasendünger gedüngt werden. Anders als die klassischen Rasendünger, die im Frühjahr ausgebracht werden, enthalten Herbstrasendünger eine andere Zusammensetzung.

Herbstrasendünger gehören zur Kategorie der Volldünger und enthalten vor allem etwas Stickstoff und große Mengen Kalium. Dieser Mineralstoff festigt das Blattwerk, stärkt die Zellwände und macht den Rasen so unempfindlich gegen Kälte und Trockenstress. Herbstrasendünger sorgt dafür, dass das saftige Grün durch Frost keinen Schaden nimmt.

Der ideale Zeitpunkt zum Ausbringen von Herbstrasendünger sind die Monate September und Oktober. So hat der Rasen Zeit, schon vor den ersten Frösten Nährstoffe aufzunehmen und profitiert so den ganzen Winter über von der speziellen Zusammensetzung.

 

Alternativprodukte

Eine gleichmäßige und regelmäßige Nährstoffversorgung ist essenziell für einen gesunden Rasen. Wer dafür nicht zum Spezialprodukt greifen möchte, findet hier Alternativen zum klassischen Rasendünger.

  • Rasenmäher mit Mulchfunktion: Gärtner haben hier die Wahl zwischen Mulchmähern und Rasenmähern, die mit wenigen Handgriffen umgebaut werden können. Rasenmäher mit Mulchfunktion zerkleinern den Rasenschnitt und verteilen ihn über den Auswurfschacht gleichmäßig auf dem Rasen. Der Mulch reichert den Rasen mit Nährstoffen an und bietet gleichzeitig einen guten Nährboden für nützliche Mikroorganismen im Boden.
  • Mähroboter: Durch ihre besondere Funktionsweise kürzen Mähroboter die Spitzen der Grashalme und lassen sie auf dem Rasen liegen. Hier kompostiert der Rasenschnitt mit der Zeit und liefert so Nährstoffe für den Rasen.
  • Spindelmäher: Wer nach dem Rasenmähen mit dem Spindelmäher den Rasenschnitt liegenlässt, spart sich nicht nur das Zusammenrechen, sondern profitiert gleichzeitig vom nährstoffreichen Mulch. Zu beachten ist allerdings, dass beim Rasenmähen mit dem Spindelmäher schnell große Mengen an grobem Schnittgut anfallen können, die die Belüftung des Rasens negativ beeinträchtigen können. Nur bei häufigen Mähintervallen, bei denen geringe Mengen feinen Rasenschnitts anfallen, ist diese Methode problemlos zur Rasendüngung geeignet.
  • Komposter: Wer regelmäßig den Rasenschnitt im Komposter verrotten lässt, kann mit dem entstehenden Humus ebenfalls den Rasen mähen. Durch den natürliche Kreislauf sparen Gärtner kosten und wissen gleichzeitig ganz genau, was im Nährstoffmix enthalten ist.