Unkrautvernichtungsmittel – Unkraut einfach und schnell beseitigen

Aktualisiert am: 22.04.2022

Unkrautvernichtungsmittel werden von vielen Gärtnern gerne eingesetzt, weil sie eine schnelle und mühelose Entfernung von Unkraut versprechen. Beim Einsatz müssen Sie allerdings die gesetzlichen Bestimmungen einhalten, denn bei der Verwendung von Unkrautvernichtungsmittel drohen Schäden an Trink- und Grundwasser; und damit auch ein Bußgeld.

Update vom 24.11.2021

Roundup 3286 Express Konzentrat Unkrautvernichter wurde in den Vergleich aufgenommen.

Unkrautvernichtungsmittel Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Unkrautvernichtungsmittel für den Rasen, zum Gießen und Spritzen, Konzentrat, Wirkstoffe: 70 g/l 2,4-D, 70 g/l MCPA, 20 g/l Dicamba, 42 g/l Mecoprop-P, entfernt mehr als 40 verschiedene Unkrautarten, nicht bienengefährlich

Großes Wirkspektrum: Das Unkrautvernichtungsmittel Celaflor 3579 Rasen-Unkrautfrei Weedex

wirkt gegen mehr als 40 verschiedene Unkrautarten. Mit dem großen Wirkungsspektrum entfernt er laut Käuferberichten fast alle zweikeimblättrigen Pflanzen zuverlässig und schnell.
Für die großflächige Entfernung von Unkraut im Rasen kann das Produkt wahlweise gespritzt oder gegossen werden. In vielen Fällen bewahrte der Celaflor Rasen-Unkrautfrei Weedex den Gärtner vor der vollständigen Neuanlage des Rasens. Vor allem bei einem großflächigen Befall mit Klee, Hahnenfuß und Löwenzahn konnten die Anwender zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.
Besonders gut gefiel den Käufern, dass das Celaflor 3579 Rasen-Unkrautfrei Weedex gezielt aufgetragen werden kann, ohne dass andere Pflanzen dabei geschädigt werden. Aufgepasst werden muss aber bei bestimmten Heckenarten, wie z. B. der Thuja. Einige Hobbygärtner berichten, dass das Aufbringen in der Nähe zu braunen Spitzen und Schäden an der Hecke führen kann.
Auch bei der Dosierung sollte man sich genau an die Herstellerangaben halten, da sonst der Rasen Schaden nehmen kann. Gegen einige Unkrautarten wie den Roten Klee ist das Unkrautvernichtungsmittel laut Käuferberichten weniger wirksam.
Andere hartnäckige Unkräuter wie beispielsweise Gundermann konnten von einigen Gärtnern zuverlässig beseitigt werden; andere Nutzer berichten hingegen, dass die Wirkung hinter ihren Erwartungen zurückblieb.
Die meisten Käufer bestätigen außerdem den schnellen Wirkungseintritt. Mit der Langzeitwirkung sind einige Nutzer jedoch weniger zufrieden. In seltenen Fällen musste das Celaflor 3579 Rasen-Unkrautfrei Weedex außerdem mehrfach angewendet werden, um seine volle Wirkung zu entfalten.

Vorteile:
  • großes Wirkspektrum gegen über 40 Unkrautarten
  • 4 aktive Wirkstoffe
  • unschädlich für Bienen
  • schonend zum Rasen
  • verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
  • schneller Wirkungseintritt
Nachteile:
  • geringe Langzeitwirkung

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Unkrautvernichtungsmittel für den Rasen, zum Gießen und Spritzen, Konzentrat, Wirkstoffe: 70 g/l 2,4-D, 70 g/l MCPA, 20 g/l Dicamba, 42 g/l Mecoprop-P, entfernt 37 verschiedene Unkrautarten, nicht bienengefährlich

Schnelle Wirkung: Der COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel Quattro

besteht aus vier aufeinander abgestimmten Wirkstoffen und bekämpft so laut Hersteller 37 Arten von Unkräutern. Die meisten Käufer bestätigen, dass alle von Compo aufgeführten Arten mit dem Unkrautvernichtungsmittel zuverlässige beseitigt werden können.
Der Wirkungseintritt erfolgt innerhalb weniger Tage bis zu zwei Wochen. Dabei ist das Mittel einfach und sicher anzuwenden und löst sich sehr leicht in Wasser auf. Zum Rasen ist der Compo Rasenunkrautvernichter Banvel Quattro sehr schonend. Einige Nutzer berichten allerdings über gelbliche Verfärbungen.
Während die Wirkung schnell eintritt, hält sie bei vielen Nutzern jedoch nicht lange an. Bereits nach wenigen Wochen mussten einige Hobbygärtner die Behandlung wiederholen. Gegen hartnäckige Unkräuter wie Giersch und Schachtelhalm musste außerdem häufiger nachbehandelt werden.
Auch wenn die meisten Käufer mit dem Compo Rasenunkrautvernichter Banvel Quattro zufrieden sind, äußerten sich einige Nutzer kritisch über das Produkt. Die Wirkung setzte in seltenen Fällen überhaupt nicht ein oder blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Ob Anwenderfehler für den Misserfolg verantwortlich sind, lässt sich jedoch nur schwer ermitteln.

Vorteile:
  • bekämpft 37 Arten von Unkraut
  • kann gespritzt oder gegossen werden
  • nicht bienengefährlich
  • überwiegend schonend zum Rasen
  • schneller Wirkungseintritt innerhalb von ca. 2 Wochen
  • einfache Anwendung
Nachteile:
  • gelegentlich gelbliche Verfärbung des Rasens
  • geringe Langzeitwirkung
  • hartnäckige Unkräuter müssen häufiger behandelt werden

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Totalunkrautvernichter zum Sprühen oder Gießen, Konzentrat, Wirkstoffe: 186,7 g/l Pelargonsäure, 30 g/l Maleinsäurehydrazid, wirkt gegen Unkräuter, Gräser, Moose und Algen, nicht bienengefährlich, biologisch abbaubar

Schneller Wirkungseintritt: Das Finalsan UnkrautFrei Plus

ist ein Totalunkrautvernichter, der gegen Unkräuter, Gräser, Moose und Algen eingesetzt werden kann. Für die Anwendung auf Rasenflächen ist er nicht geeignet. Das Produkt ist biologisch abbaubar, was vielen Anwendern beim Kauf sehr wichtig war.
Neben den umweltfreundlichen Eigenschaften gefällt den Käufern besonders gut, dass Kinder und Haustiere die besprühten Flächen betreten können, sobald das Unkrautvernichtungsmittel getrocknet ist. Auch für Bienen ist das Produkt absolut ungefährlich. Finalsan UnkrautFrei Plus wird innerhalb weniger Stunden vollständig abgebaut, sodass die behandelten Flächen nach etwa 14 Tagen neu bepflanzt werden können.
Die verwendeten Wirkstoffe versprechen einerseits die Vernichtung des Unkrautes bis in die Wurzel und hemmen andererseits das Wachstum der Pflanze. Viele Käufer berichten, dass das Unkraut innerhalb weniger Stunden abstirbt, allerdings auch schnell wieder nachwächst. Die kurzfristige Wirkungsdauer ist der größte Kritikpunkt am Finalsan Unkrautfrei Plus.
Die wurzeltiefe Bekämpfung des Unkrautes kann von vielen Anwendern nicht bestätigt werden. Für Kritik sorgt außerdem der strenge Geruch. Vielen Anwendern erscheint zudem das angegebene Mischungsverhältnis als zu mild. Gegen hartnäckige Unkräuter konnte das Produkt seine Wirkung nicht voll entfalten.

Vorteile:
  • Wirkungseintritt innerhalb weniger Stunden
  • umweltfreundlich und biologisch abbaubar
  • nicht bienengefährlich
  • einfach anzumischen und aufzutragen
  • wirkt auch bei niedrigen Außentemperaturen
  • Fläche nach dem Abtrocknen sofort wieder betretbar
Nachteile:
  • keine Langzeitwirkung
  • wirkt nicht bis in die Wurzel
  • wirkt nicht gegen hartnäckiges Unkraut

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Unkrautvernichtungsmittel für den Rasen, zum Spritzen und Gießen, Konzentrat, Wirkstoffe: 70 g/l 2,4-D, 70 g/l MCPA, 20 g/l Dicamba, 42 g/l Mecoprop-P, nicht bienengefährlich

Gute Langzeitwirkung: Der Dr. Stähler 056336 Rasen Unkrautfrei

sorgt laut Käuferberichten für eine zuverlässige Vernichtung zahlreicher Unkräuter. Auch hartnäckige Arten wie Klee oder Löwenzahn werden innerhalb von wenigen Tagen beseitigt.
Das Präparat lässt sich leicht und sicher anwenden und verfügt über eine detaillierte Anleitung, so die Käufer. In Wasser löst sich das Konzentrat schnell auf und kann anschließend durch Gießen oder Spritzen auf dem Rasen angewendet werden.
Die Wirkung wird dabei als durchschlagend und gleichzeitig sehr schonend zum Rasen beschrieben. Viele Käufer zeigen sich über die gute Wirkung überrascht: Selbst großflächiger Befall konnte mit dem Dr. Stähler Rasen Unkrautfrei Unkrautvernichter innerhalb weniger Wochen unter Kontrolle gebracht werden.
Mit der Langzeitwirkung sind die meisten Käufer ebenfalls zufrieden. Einige Nutzer bemängeln jedoch, dass der Unkrautvernichter mindestens einmal pro Jahr angewendet werden muss.
Hartnäckige Arten wie Braunelle und Gundermann müssen in einigen Fällen zwei Mal behandelt werden.

Vorteile:
  • mit 4 verschiedenen Wirkstoffen
  • wirkt gegen viele Unkrautarten
  • vernichtet bei zweimaliger Anwendung auch sehr hartnäckige Unkräuter
  • Langzeitwirkung bis zu einem Jahr
  • sehr einfache Anwendung
  • schonend zum Rasen
  • nicht bienengefährlich
Nachteile:
  • wenig wirksam gegen Klee
  • gelegentlich reduzierte Wirksamkeit

Unkrautvernichtungsmittel kaufen – für einen unkrautfreien Garten

Die Entfernung von Unkraut aus Rasenflächen oder zwischen Pflastersteinen gehört für viele Hobbygärtner zu den lästigsten Pflichten bei der Gartenarbeit. Das manuelle Entfernen mit einem Fugenkratzer oder anderen Hilfsmitteln ist dabei sehr zeitraubend und mit einer großen körperlichen Anstrengung verbunden.

Viele Hobbygärtner greifen deswegen zu chemischen Unkrautvernichtungsmitteln, die den unliebsamen Pflanzen innerhalb von wenigen Stunden ein Ende bereiten.

Je nach Unkrautart und Anwendungsort gibt es beim Kauf eines Unkrautvernichtungsmittels jedoch einiges zu beachten. So müssen beim Einsatz von Herbiziden beispielsweise die Bestimmungen des Pflanzenschutzgesetzes eingehalten werden.

So wendet man Unkrautvernichtungsmittel richtig an

Zum Schutz der Umwelt sowie des Grund- und Trinkwassers müssen bei der Anwendung von Unkrautvernichtungsmitteln einige wichtige Dinge beachtet werden. Die richtige Anwendung bestimmt außerdem über das Ergebnis und den Erfolg der Behandlung.

Unkrautvernichtungsmittel dürfen nicht nach dem Prinzip „viel hilft viel“ verwendet werden, sondern müssen bestimmungsgemäß im Sinne des §12 Pflanzenschutzgesetz angwendet werden. In Privatgärten dürfen laut Gesetz nur Produkte eingesetzt werden, die für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind.

Das Pflanzenschutzgesetz besagt, dass Unkrautvernichtungsmittel grundsätzlich nur auf forstwirtschaftlich, gärtnerisch oder landwirtschaftlich genutzten Flächen angewendet werden dürfen. Auf befestigten Plätzen, Wegen, Straßen, Bürgersteigen und anderen öffentlichen Orten ist die Verwendung von Unkrautvernichtungsmitteln verboten.

Auf versiegelten Flächen wie z. B. Asphalt oder gepflasterten Flächen kann das Unkrautvernichtungsmittel nicht ausreichend versickern und kann daher ungefiltert in die Kanalisation und damit in den Trinkwasserkreislauf geraten.

Daher gilt: Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln ist im Garten erlaubt, auf Terrassen, Wegen, Hofeinfahrten und Parkplätzen jedoch verboten.

Unkrautvernichtungsmittel für den Rasen

Damit Unkrautvernichtungsmittel für den Rasen (Rasenherbizide) ihre volle Wirkung entfalten können, benötigen sie optimale Umgebungsbedingungen. Viele der im Handel erhältlichen Unkrautvernichter für den Rasen dürfen im ersten Ansaatjahr nicht verwendet werden, da die jungen Rasenpflanzen nicht widerstandsfähig genug gegen die Inhaltsstoffe sind und Schaden nehmen können.

Gerade im Bereich der selektiven Herbizide beklagen viele Hobbygärtner immer wieder die unzureichende Wirkung des gekauften Produktes. Da alle im Handel erhältlichen Unkrautvernichtungsmittel über eine ähnliche Zusammensetzung verfügen, sind große Unterschiede bei der Bewertung eines bestimmten Produktes in der Regel auf Anwendungsfehler zurückzuführen.

Neben der richtigen Dosierung muss der Rasen richtig vorbehandelt werden. Auch die Außentemperaturen und das Wetter sind für den Erfolg der Unkrautvernichtung maßgeblich.

Die idealen Bedingungen für die erfolgreiche Anwendung von Rasenherbiziden:

  • optimale Außentemperatur: 15° C oder mehr
  • 4-8 Tage nach dem letzten Rasenschnitt
  • nach der Anwendung mindestens 2-4 Tage mit dem Rasenmähen warten
  • idealerweise kein Regen nach der Anwendung für 24 Stunden
  • idealerweise ist der Boden warm und leicht feucht
  • nicht bei praller Sonne anwenden, da das Unkrautvernichtungsmittel sonst zu schnell trocknet
  • bei Dürre und Trockenheit ist die Wirksamkeit stark reduziert
  • eventuelles Vertikutieren sollte nach der Behandlung mit Unkrautvernichtungsmitteln stattfinden

Hobbygärtner sollten außerdem beachten, dass die behandelten Flächen im Laufe der Zeit eine Resistenz gegen die Wirkstoffe entwickeln können. Deswegen empfiehlt es sich, Unkrautvernichtungsmittel so selten und sparsam wie möglich anzuwenden und das Produkt häufiger zu wechseln.

Gewöhnt sich der Garten an eine bestimmte Zusammensetzung oder Wirkstoffkombination, ist diese irgendwann nicht mehr wirksam. Nachlassende Wirksamkeit ist deswegen nur in seltenen Fällen auf einen Qualitätsverlust des verwendeten Produktes zurückzuführen.

Für jeden Zweck die richtigen Inhaltsstoffe

Je nach Anwendungszweck kommen beim Unkrautvernichtungsmitteln verschiedene Inhaltsstoffe zum Einsatz. Die zu behandelnde Fläche und die Art des zu bekämpfenden Unkrautes bestimmt dabei, welches Produkt sich für das spezifische Unkrautproblem am besten eignet.

Hartnäckige Arten wie Gundermann, Roter Klee oder Giersch können dabei in der Regel nur mit Produkten auf chemischer Basis bekämpft werden. Auch wer bei der Unkrautbekämpfung Zeit sparen will, kommt um den Einsatz von chemischen Unkrautvernichtern nicht herum.

Für den Privatanwender stehen dabei verschiedene Inhaltsstoffe zur Verfügung, die über unterschiedliche Wirksysteme verfügen.

Totalherbizide enthalten in den meisten Fällen eine Kombination aus vier verschiedenen Wirkstoffen und können so auch gegen sehr hartnäckige Arten eingesetzt werden.

Selektive Unkrautvernichtungsmittel sind meist mit einem oder zwei Wirkstoffen ausgestattet, die speziell gegen Unkraut wirken, ohne dabei den Rasen oder angrenzende Pflanzen, Bäume oder Hecken zu belasten.

Rasenunkrautvernichter enthalten in der Regel einen oder mehrere dieser Wirkstoffe

  • 2,4-D
  • MCPA
  • Dicamba
  • Mecoprop-P

In Totalunkrautvernichtern sind für Privatanwender diese Inhaltsstoffe zugelassen

  • Pelargonsäure
  • Maleinsäurehydrazid

Je nach Inhaltsstoff wirken die Unkrautvernichtungsmittel unterschiedlich schnell. Durch einen kurzfristigen Wachstumsschub sollte man sich außerdem nicht beirren lassen. Viele der Inhaltsstoffe wirken ähnlich wie ein Phytohormon.

Pflanzenhormone regen die Pflanzen zu einem starken Wachstum an. Diese Wirkung machen sich Unkrautvernichtungsmittel zunutze: Das Unkraut wächst so schnell und unerwartet stark, dass die Wurzeln die Nährstoffversorgung der Pflanze nicht mehr sicherstellen können. In der Folge stirbt das Unkraut ab.

Ein kurzzeitiger Wachstumsschub ist also ein gutes Zeichen und bedeutet nicht, dass das Produkt nicht richtig wirkt. Während Totalherbizide innerhalb von wenigen Stunden wirken, benötigt der Gärtner bei der Verwendung von selektiven Herbiziden ein wenig Geduld. Diese benötigen mehrere Tage, um ihre Wirkung voll zu entfalten.

Unterschiede zwischen Totalherbiziden und Rasenherbiziden

Bei der Wahl eines Unkrautvernichtungsmittels muss zunächst ermittelt werden, auf welchen Flächen das Produkt angewendet werden soll. Unkrautvernichter unterliegen bestimmten gesetzlichen Bestimmungen und dürfen nicht wahllos verwendet werden.

Der größte Unterschied zwischen Rasenherbiziden und Totalherbiziden besteht im Wirkungsspektrum: Während Totalherbizide Gräser, Unkraut, Algen und Moos bekämpfen, wirkt der Rasenunkrautvernichter speziell gegen zweikeimblättrige Pflanzen.

Rasenherbizide greifen also weder die Rasenpflanzen noch ihre Wurzeln an und können deswegen problemlos auf allen Grünflächen angewendet werden. Weil Unkrautvernichter für den Rasen nur gegen zweikeimblättrige Pflanzen wirken, werden sie selektive Herbizide genannt.

Wer Unkraut zwischen Pflastersteinen, auf Parkplätzen oder an den Rändern eines Gehweges beseitigen möchte, benötigt dafür einen sogenannten Totalunkrautvernichter. Diese Produkte enthalten einen andere Wirkstoffkombination, dürfen laut den gesetzlichen Bestimmungen jedoch von Privatanwendern nicht auf befestigten Flächen angewendet werden.

Totalherbizide eignen sich außerdem für die Anwendung zwischen Obst- und Gemüsekulturen sowie zum Neuanlegen eines Rasens oder eines Blumenbeetes.

Die Dosis macht das Gift – Unkrautvernichtungsmittel sicher verwenden

Viele Hobbygärtner sind enttäuscht von der unzureichenden Wirkung von Unkrautvernichtern. In vielen Fällen lässt sich dieses Problem auf eine falsche Dosierung zurückführen.

Während eine Überdosierung zu Schäden am Rasen, Beetpflanzen oder umliegenden Hecken führen kann, hemmt eine Unterdosierung das Unkrautvernichtungsmittel an der Entfaltung seiner Wirksamkeit.

Die meisten im Handel erhältlichen Unkrautvernichtungsmittel liegen in Form eines Konzentrates vor. Dieses wird im vom Hersteller angegebenen Mischungsverhältnis zubereitet und anschließend auf den Rasen aufgebracht.

Die Dosierung des Konzentrates ist dabei keine große Herausforderung. Wer sich an das Mischungsverhältnis hält, erhält nach dem Auflösen in Wasser einen anwendungsfertigen Unkrautvernichter zum Aufbringen auf Rasen oder Wege.

Beim Aufsprühen, Gießen oder Spritzen sollte außerdem beachtet werden, welche Menge der fertigen Mischung pro Quadratmeter angewendet werden soll. Hier liegt eine der größten Fehlerquellen bei der Dosierung von Herbiziden.

Mit dem Verteilen des Unkrautvernichtungsmittels haben viele Hobbygärtner ihre Probleme. Obwohl sie sich an die Packungsbeilage halten, wird der Unkrautvernichter über- oder unterdosiert. Durch zu kurzes oder zu langes Gießen mit dem Präparat kommt es so zu einem verzögerten oder ausbleibenden Effekt bzw. zu einer Überdosierung mit anschließenden Schäden an Rasen, Pflanzen oder Hecken.

Wer das Unkrautvernichtungsmittel mit einer Gießkanne ausbringen möchte, sollte sich für eine gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit einen Gießbalken kaufen. Dieser Aufsatz für die Gießkanne – auch Breitgießer genannt – sorgt für eine großflächige und gleichmäßige Verteilung des Produktes.

Alternativprodukte

Chemische Unkrautvernichtungsmittel sind eine einfache, schnelle und sichere Lösung gegen Unkraut im Garten. Auf befestigten Flächen dürfen sie jedoch laut §12 Pflanzenschutzgesetz nicht eingesetzt werden. Wer Unkraut zwischen Pflastersteinen oder Terrassenplatten entfernen möchte, braucht eine Alternative zum Unkrautvernichtungsmittel.

  • Fugenkratzer: Eine einfache, schnelle und kostengünstige Methode gegen Unkraut zwischen Pflastersteinen stellt der Fugenkratzer dar. Die manuelle Unkrautentfernung wird von vielen Hobbygärtnern als zeitaufwendig und mühsam beschrieben, allerdings kann die Wirkung voll überzeugen: Wer Pflasterfugen mit dem Fugenkratzer bearbeitet, entfernt das Unkraut mitsamt der Wurzel und wird mit einem besonders gründlichen und langanhaltendem Ergebnis belohnt.
  • Unkrautstecher: Zwischen Blumenbeeten oder auf Rasenflächen kann man das Unkraut manuell mit einem Unkrautstecher entfernen. Mit einem langen Griff und einer speziell geformten Klinge ausgestattet, können auch hartnäckige Unkräuter wir Disteln oder Löwenzahn mitsamt der Wurzel aus dem Boden gehoben werden. Auf großen Flächen ist die Arbeit mit einem Unkrautstecher mühsam; vor allem in Blumen- und Gemüsebeeten kann das Werkzeug jedoch effizient eingesetzt werden.
  • Unkrauthacke: Für das Entfernen von Unkraut auf größeren Flächen ist die Unkrauthacke wie geschaffen. Die breite Klinge eignet sich zur Beseitigung von größeren Mengen Unkrauts und lockert gleichzeitig den Boden auf.
  • Unkrautbrenner: Eine schnelle und umweltschonende Methode zur Unkrautbeseitigung auf befestigten Flächen ist der Einsatz eines Unkrautbrenners. Die Geräte werden zumeist mit einer Gaskartusche betrieben und zerstören die Pflanze mitsamt der Wurzel.
  • Rasendünger mit Unkrautvernichter: Diese beliebten Kombi-Produkte sparen dem Gärtner viel Zeit und Aufwand. Auch bei Rasendüngern mit Unkrautvernichtern müssen die Zusammensetzung und Dosierung genau beachtet werden, damit der Rasen optimal mit Nährstoffen versorgt und gleichzeitig von Unkraut befreit wird.
  • Unkrautvlies: Zur Vorbeugung von starkem Unkrautwuchs bietet sich der Einsatz von Unkrautvlies an. Das dicht gewebte Material kann in Beeten und Gartenanlagen ausgelegt werden und bei bestehender Bepflanzung passend zugeschnitten werden. Beim Kauf sollte vor allem auf die Wasser- und Luftdurchlässigkeit geachtet werden, damit die Pflanzen im Beet in ihrer Nährstoff- und Wasserversorgung nicht beeinträchtigt werden.

Derzeit nicht verfügbar

Nicht mehr verfügbar seit: 22.04.2022

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Unkrautvernichtungsmittel für Zier- und Obstgehölze, zum Gießen und Spritzen, Konzentrat, Wirkstoff: 565,5 g/l Pelargonsäure, entfernt mehr als 40 verschiedene Unkrautarten, nicht bienengefährlich

Wirkt nach 1-3 Stunden: Der Roundup 3286 Express Konzentrat Unkrautvernichter

enthält als Wirkstoff Pelargonsäure, die für ein schnelles Austrocknen von Unkräutern sorgt. Laut Hersteller ist der Wirkungseintritt schon nach wenigen Stunden sichtbar und die behandelte Fläche kann schon am nächsten Tag neu bepflanzt werden.
Dieses Unkrautvernichtungsmittel ist vor allem für die Behandlung von Flächen unter Zier- und Obstgehölzen geeignet und kann auch auf unbefestigten Wegen und Flächen eingesetzt werden. Für den Rasen sollte Roundup 3286 Express Konzentrat Unkrautvernichter nicht verwendet werden.
Mit der Wirkungsweise dieses Unkrautvernichtungsmittels sind viele Käufer sehr zufrieden. Das abgestorbene Unkraut lässt sich sehr leicht entfernen und die glyphosatfreie Zusammensetzung gibt vielen Gärtnern ein gutes Gefühl.
Roundup 3286 Express Konzentrat Unkrautvernichter ist weder umwelt- noch bienengefährlich und biologisch abbaubar. Nach dem Abtrocknen kann die behandelte Fläche sofort betreten werden und stellt auch für Kinder und Haustiere keine Gefahr dar.
Auch gegen hartnäckige Unkräuter wie Disteln oder Löwenzahn ist dieses Unkrautvernichtungsmittel wirksam. Einige Käufer berichten jedoch, dass die Wirkung nicht lange anhält und in seltenen Fällen auch hinter den Erwartungen zurückblieb.
Auf Steinen kann dieses Unkrautvernichtungsmittel laut der Erfahrungsberichte helle Flecken hinterlassen. Hier darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass Unkrautvernichter auf befestigten Plätzen und Terrasse ohnehin aus Umweltschutzgründen nicht einsetzt werden dürfen. Bei der Handhabung ist dennoch Vorsicht geboten, damit Terrassenplatten und Steinplatte im Garten nicht mit dem Mittel in Kontakt kommen.
Kritische Bewertungen beziehen sich in vielen Fällen auf einen direkten Vergleich mit der Wirksamkeit von Glyphosat. Mit dem ausgeprägten Effekt können glyphosatfreie Unkrautvernichtungsmittel oft nicht mithalten, allerdings schonen sie die Umwelt und schützen die Artenvielfalt bei Insekten und Nützlingen im Garten.

Vorteile:
  • gut wirksam gegen hartnäckiges Unkraut
  • einfache Handhabung
  • schneller Wirkungseintritt (nach 1-3 Stunden)
  • Flächen nach dem Abtrocknen sofort begehbar
  • Untergründe 1 Tag nach Behandlung bepflanzbar
  • nicht bienengefährlich und biologisch abbaubar
Nachteile:
  • kann Flecken auf Steinen hinterlassen
  • gelegentlich reduzierte Wirksamkeit