Der Unkrautstecher – praktisches Tool für den Garten

Aktualisiert am: 11.06.2020

Jeder Gartenbesitzer hegt und pflegt seine Pflanzen in der Regel voller Stolz. Doch eine Pflanzenart gibt es, die wohl doch eher sehr ungeliebt ist, die sich aber dennoch immer wieder ihren Weg in die Gärten bahnt, das Unkraut. Hierfür sind Unkrautstecher ein unerlässliches Hilfsmittel. Allerdings gibt es hier einige Unterschiede, denn welcher Unkrautstecher der Richtige ist, hängt zum einen von der Art des Unkrauts ab und zum anderen vom Ort, wo es wächst.

Unkrautstecher Testsieger 2020:

Fiskars Unkrautstecher, Länge: 1 m, Rostfreie Stahl-Arme/Kunststoff-Griff, Schwarz/Orange, Xact, 1020126

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: 4-seitiges Unkraut Umschließen, ein Meter Länge, hohe Belastbarkeit

Optik und Qualität: Der Fiskars Unkrautstecher

wirkt schon beim ersten Hinsehen sehr hochwertig und technologielastig.
Schuld daran sind die Form, die sehr an eine schwarz-orangene Hacke erinnert, und die moderne Messermechanik am Ende des insgesamt einen Meter langen Gerätes. Diese Messer greifen bis zu zehn Zentimeter tief in die Erde und umschließen Unkraut mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern.
Durch Schieben des Griffs wird das Unkraut dann beinahe automatisch entfernt.

Gerade diese Mechanik sorgt für die beeindruckend guten und sogar zahlreichen Kundenbewertungen. Mit dem einen Meter Länge könnte er für einige durchaus noch länger sein, jedoch gibt es kaum einen anderen Kritikpunkt.
Die Handhabung ist super einfach und sehr angenehm. Das Produkt hält sehr lange. Jedoch ist das Plastik ab und an zu fragil, um besonderen Kraftaufwand standzuhalten. Kräftige Menschen müssen aufpassen, dass nichts bricht.

Vorteile:
  • moderne Optik
  • patentiertes System zum Unkrautstechen
  • guter Umschluss von Pflanzen
  • leichte Handhabung
  • lange haltbar

Nachteile:
  • nicht das stabilste Plastik
  • „nur“ ein Meter lang
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Der Standort und die Art des Unkrauts

Eines ist sicher, während andere Pflanzen im Garten einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, gedeiht das Unkraut immer ganz wunderbar und lässt sicher weder durch harte Böden oder Wassermangel, noch durch massiven Sonnenschein beeinflussen.

Welcher der Unkrautstecher nun der geeignete ist, hängt zum Beispiel davon ab, wo genau das Unkraut sprießt. Unkrautstecher für Gehwege eignen sich nämlich nicht für den Einsatz des Unkrautentfernens aus dem Beet. Empfehlenswert ist es daher, sich für die Beseitigung des Unkrauts dann auch unterschiedliche Unkrautstecher zuzulegen.

Handelt es sich beispielsweise um Brennnesseln, Löwenzahn, Giersch oder Disteln, dann sind Unkrautstecher mit langem Stiel, die über einen Greif- und Schneidemechanismus verfügen, besonders empfehlenswert.

Anders verhält es sich jedoch bei flach wachsendem Unkraut. Wer beispielsweise versucht, Klee mit den Greifmechanismen eines langstieligen Unkrautstechers zu entfernen, der wird leider weniger Erfolg haben. Für diese Einsatzgebiete benötigt man Hand-Unkrautstecher. Nur so wird man den Bewuchs durch Ausgraben langfristig stoppen können.

Ein weiteres Ärgernis ist das Unkraut, das munter aus den Fugen von Gehwegplatten hoch sprießt. Auch die Kanten zwischen Straße und Bordsteinkante werden schnell vom Unkraut überwuchert.

Bevor man hier mühsam versucht, das Unkraut kniend mit dem Küchenmesser zu entfernen, sollte man sich lieber für einen Unkraut-Fugenkratzer entscheiden.

Diese Modelle sind ebenfalls mit einem langen Stiel ausgestattet, so dass man die Arbeit bequem im Stehen ausführen kann. Mit Borsten aus Metall bürstet man das Unkraut aus den Fugen. Danach muss man nur noch das ausgehebelte Unkraut zusammenfegen.

Diese Modelle lassen sich natürlich auch für gepflasterte Grillplätze, Terrassen oder Gehwege nutzen.

Unkrautstecher: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • sie sind absolut umweltschonend
  • keine Gefahr wie bei Gift oder Feuer
  • die Pflanzenwelt rund um das Unkraut bleibt stets verschont
  • ungefährliche Aufbewahrung

Nachteile

  • es können Löcher im Rasen entstehen
  • hoher Kraft- und Zeitaufwand
  • regelmäßige Anwendung erforderlich

Die Handhabung eines Unkrautstechers

Den schwersten Teil der Arbeit nehmen dem Nutzer langstielige Tretstecher mit einem Druckknopf oder Schiebemechanismus ab. Eine Auswurfvorrichtung erleichtert die Arbeit noch zusätzlich.

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die für eine bequeme Handhabung beim Unkrautstechen eine Rolle spielen. Wichtig ist zum Beispiel, dass der Griff rutschfest ist und gut in der Hand liegt. Billige Plastikgriffe können dies nicht gewährleisten.

Zudem sind diese Unkrautstecher mit einem unterschiedlichen Gewicht ausgestattet. Die Gewichte liegen zwischen 920 und 1.700 Gramm. Allerdings kann ein zu geringes Gewicht auch eine gewisse Instabilität bedeuten.

Die Länge der Klingen

Abhängig von der Stiellänge und vom Modell sind auch die Längen der Klingen unterschiedliche. Hier gibt es Unkrautstecher mit Klingen von einer Länge zwischen 5 und 30 Zentimetern.

Hand-Unkrautstecher dagegen kommen mit kurzen Klingen aus. Für Tretstecher, die Löwenzahn entfernen sollen, sollten die Klingen mindestens 25 Zentimeter lang sein.

Die Unterschiede zwischen Tret- und Drehstechern

Die Drehstecher und die Tretstecher können beide stehend benutzt werden. Anders als Tretstecher, der die Wurzel des Unkrauts aushebelt, schneidet der Drehstecher die Wurzeln des Unkrauts nur ab. Somit kann ein erneuter Austrieb des Unkrauts manchmal nicht verhindert werden.

Alternativen zu Unkrautstechern

Häufig finden aber auch Pflanzengifte ihren Einsatz in der Unkrautvernichtung. Doch hier sollte man stets daran denken, dass diese Umwelt erheblich belasten. Zudem kann man im Beet kaum etwas damit ausrichten, da sie auch den wohlbehüteten Pflanzen großen Schaden zufügen können. Zusätzlich schaden sie auch wichtigen Insekten, die wichtig für das biologische Gleichgewicht der Umwelt sind.

Das Abflammen von Unkraut ist eine weitere Möglichkeit, der Lage Herr zu werden. Allerdings gilt dies natürlich auch nur bedingt, denn im Beet kann man diese Alternative natürlich nicht einsetzen. Ein weiterer und häufig nicht so bekannter Nachteil liegt darin, dass die verbleibende Asche ein willkommener Nährboden für neue Unkräuter darstellt, die sich meist bereits nach wenigen Wochen ihren Weg erneut bahnen.

Unkrautstecher Platz 2-3

Gardena Unkrautstecher: Unkrautentferner für effizientes Entfernen von Unkraut, mit Auswerfer, aus gehärtetem Stahl, duroplastbeschichtet (3517-20)

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: 110 cm Gesamtlänge, zwei Spezialmesser, rückenschonend, aus gehärtetem Stahl

Ergonomisches, simples Arbeiten: Vor allem die Länge des Gardena Unkrautstecher

fällt besonders ins Auge. Das etwas an eine Spritze ähnelnde Gerät funktioniert auch ähnlich wie eine solche. Die zwei speziellen Messer dringen in den Boden ein und umschließen das Unkraut. Nachdem man es herausgezogen hat, lässt es sich spielend leicht noch im Stand mittels eines Stabes am Griff wieder aus den Messern entfernen. So ist nahtloses Arbeiten möglich ohne sich je wirklich Bücken zu müssen. Dies macht den Unkrautstecher besonders rückenschonend und beschleunigt das Unkrautstechen ungemein.

Gerade all jene, die sich den Unkrautstecher für den Zweck angeschafft haben, den Rücken bei gleicher Effizienz der Arbeit zu schonen, zeigen sich begeistert von dem Gardena Stecher.
Selbst bis zu zwei Meter große Menschen konnten einfach im Stehen arbeiten. Gleichzeitig fällt auf, wie viel schneller die Arbeit mit dem Stab zum Entfernen des Unkrauts doch ist.
Negativ fällt die Größe der zurückbleibenden Löcher auf. Der Unkrautstecher von Gardena entfernt leider sehr viel Erde mit aus dem Boden.
Auch wenn es sonst nicht viel zu beanstanden gibt, ist das doch schon für manche ein Ausschlusskriterium.

Vorteile:
  • ergonomische Bauweise
  • intelligente Mechanik zum Herausdrücken des Unkrauts
  • besonders lang
  • lange haltbar

Nachteile:
  • hinterlässt große Löcher
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SHW-FIRE 59006 Unkrautstecher Unkrautausstecher Profi Handgeschmiedet mit T-Stiel Holzstiel Esche mit Tritt 105 cm

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Holzstiel mit T-Griff, handgeschmiedetes Kopfteil, besonders leichtes Eindringen ins Erdreich

Echte Handarbeit: Der SHW-FIRE Unkrautstecher

ist ein herkömmliches und komplett von Hand hergestelltes Gartengerät. Gerade wer solche robusten Geräte im Vergleich zu fragileren, mechanisierten Geräten bevorzugt, wird gerne zu diesem Unkrautstecher greifen. Mit seinem stabilen Eschenholzstiel und dem komplett eigens geschmiedeten Stahlkopf sagt das Produkt dem Unkraut den Kampf an.
Das Blattmaß des Kopfes beträgt 225 Millimeter, das Gesamtprodukt ist etwas länger als ein Meter. Durch seine besonders robuste Bauweise, die auch einen praktischen Tritt beinhaltet, stellt selbst festes Erdreich für diesen Unkrautstecher kein Problem dar.

Dies bestätigen auch die leider sehr wenigen Käufer, die ihren Eindruck zu dem Produkt niedergeschrieben haben. Vor allem extrem hartnäckiges Unkraut lässt sich viel zuverlässiger mit diesem, als mit vergleichbaren Unkrautstechern entfernen. Vor allem, weil beide Einzelteile extrem robust sind, was man auch merkt.
Es wird darüber berichtet, dass der Stecher wie ein Spaten gut in der Hand liegt und mit seinem etwas höherem Gewicht einiges hermacht.
Natürlich gibt es hier aber keine extra Gimmicks, die die Arbeit in irgendeiner Form erleichtern.

Vorteile:
  • extrem robust
  • vor allem für harte Böden super
  • qualitative Handarbeit
  • langer Stahlkopf

Nachteile:
  • kraftaufwändiges Arbeiten
  • teuer
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Fazit

Unkraut kann sowohl das Gartenbild als auch das Wachstum der Pflanzen darin behindern. Damit das nicht geschieht, sollte jeder Gärtner einen Unkrautstecher besitzen. Dieser sollte aber eine gute Balance aus Komfort und Kraft bieten, um die eher schwere Arbeit gerade dann zu erleichtern, wenn man nicht so kräftig ist oder auf seinen Rücken achten muss.

Gerade dann eignet sich vor allem der Gardena Unkrautstecher sehr gut. Er lässt sich prima komplett im Stehen verwenden und besitzt ergonomische Bauweise wie auch eine praktische Mechanik, um das Gerät – ebenfalls im Stehen – von Unkraut und Erde zu befreien. Jedoch sorgt er auch für große Löcher im Boden. 

Wer diese nicht –aber doch den Luxus praktischer Mechaniken – haben möchte, greift zum Fiskars Unkrautstecher. Auch wenn dieser aus leicht instabilerem Material besteht, liefert er ein extrem sauberes Ergebnis.

Wer auf jeglichen Schnickschnack gern verzichtet und lieber ein herkömmliches, robustes und gut in der Hand liegendes Gerät möchte, für den werden oben genannte Gerät so gar nichts sein. Da bietet sich aber der handgefertigte SHW-FIRE Unkrautstecher an. Dieser ist selbst für die härtesten Böden geeignet.

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Letzte Aktualisierung am 30.09.2020 um 16:30 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API