Anzuchterde – ideales Substrat für Jungpflanzen

Aktualisiert am: 29.01.2021

Mit dem Kauf von Anzuchterde kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen in ihren verschiedenen Wachstumsphasen eingegangen werden. Die Ansprüche von Samen und Jungpflanzen unterscheiden sich gegenüber den Bedürfnissen von ausgewachsenen Pflanzen.

Der Einsatz von Spezialerde lohnt sich für den Hobbygärtner und stellt ein gesundes Wachstum der Pflanzen sicher. Beim Kauf sollten einige Faktoren berücksichtigt werden.

Anzuchterde Testsieger 2021

COMPO SANA Anzucht- und Kräutererde mit 6 Wochen Dünger für alle Jung- und Kräuterpflanzen, Kultursubstrat, 5 Liter

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Spezialerde mit Start-Düngung für sechs Wochen, 5 Liter, pH-Wert 5 bis 6,5

Erde für die Anzucht von Pflanzen und Kräutern: Die COMPO SANA Anzucht- und Kräutererde

lässt sich vielseitig verwenden. Die Kunden begrüßen es, dass sich das Substrat für die Aussaat und Vermehrung der Pflanzen ebenso verwenden lässt, wie für die Kultivierung von Kräutern, welche in Schalen oder Töpfen aufgestellt werden.
Die enthaltene Start-Düngung versorgt die Jungpflanzen mit Nährstoffen. Die Kunden finden es vorteilhaft, dass sie sich keine Gedanken um eine mögliche Düngung machen müssen. Dies ist ja bekanntlich entsprechend dem geringen Nährstoffbedarf der Pflanzen keine einfache Aufgabe.
Die COMPO SANA Anzucht- und Kräutererde lässt sich laut Kundenaussage einfach handhaben und erscheint locker und leicht, was das Einfüllen in Töpfe und Pflanzschalen leichter macht. Der fünf Liter Beutel genügt für verschiedene Projekte im Garten wie auf der heimischen Fensterbank.
Ein Kunde verwendet die Aussaaterde bereits seit mehreren Jahren für seine Tomaten und Chilis. Dabei konnte er immer beste Ergebnisse bestaunen. Der Pflanzenfreund lobt die lockere Konsistenz, die nicht zuletzt wegen der zugesetzten Atmungsflocken aus Vulkangestein entsteht. Diese sind als weiße, an Styropor erinnernde Kugeln erkennbar, wie der Kunde verrät.
Verwender der COMPO SANA Anzucht- und Kräutererde loben die kurze Keimungsdauer der Samen. Ein Kunde weist darauf hin, dass sich Pflanzenfreunde vor der Aussaat damit vertraut machen sollten, ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt.
Bei einem Kunden schimmelte die Aufzuchterde. Er hatte den Pflanztopf mit Frischhaltefolie bedeckt, dabei aber das regelmäßige Lüften der Abdeckung vergessen. Dies ist kein Kritikpunkt für das Produkt, sondern ein Pflegefehler des Kunden. Dieser durchlöcherte fortan seine Abdeckfolie, damit ein Luftaustausch stattfinden kann und sich keine Schimmelpilze ansiedeln.
Bei der Anwendung im Innenbereich gehen die Meinungen der Käufer auseinander. Ein Kunde berichtet von dutzenden Pflanztöpfen im Haus und keinerlei Befall mit Trauermücken.
Zwei weitere Kundinnen bemerkten die Larven der Trauermücke im Substrat. Ein Kunde hat das Substrat für die Aussaat von Kräutern verwendet. Anstatt der erhofften Pflanzen stellte sich lediglich ein rasanter Pilzwuchs ein.

Vorteile:
  • vielseitige Verwendung
  • Start-Düngung für sechs Wochen enthalten
  • Perlite-Atmungsflocken verbessern die Wasseraufnahme
  • locker leicht in der Struktur

Nachteile:
  • Trauermücken Befall und Pilzwuchs nicht ausgeschlossen
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Plantura Bio Kräuter- & Aussaaterde, 20 L, torffrei & klimafreundlich, vorgedüngt

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kräuter- und Aussaaterde, Bioqualität, torffrei, 20 Liter

Spezialerde, vorgedüngt und klimafreundlich: Die Plantura Bio Kräuter- & Aussaaterde

wird besonders von umweltbewussten Käufern favorisiert. Die Kunden begrüßen die Herstellung aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen und den Verzicht auf die Beimengung von Torf.
Kunden haben mit der Plantura Bio Kräuter – & Aussaaterde sehr gute Erfahrungen bei der Anzucht von Lavendel, Basilikum, Minze und anderen Kräutern gemacht. Auch als Anzuchterde zum Pikieren ist das Produkt sehr gut geeignet, wie Kunden bestätigen.
Gelobt wird die lockere Beschaffenheit der Plantura Bio Kräuter – &. Aussaaterde. Die Käufer verwenden das Produkt für Zimmer- und Balkonpflanzen. Kunden mit Haustieren, die gern in der Erde buddeln, haben mit diesem Produkt absolut keine Bedenken.
Eine Kundin lobt den frischen Geruch des Substrats. Bei zwei weiteren Käufern kam es zu einem Befall mit Trauermücken.

Vorteile:
  • Bioqualität
  • kein Torf enthalten
  • vorgedüngt
  • sehr gut für die Anzucht von Kräutern geeignet

Nachteile:
  • Trauermücken Befall nicht ausgeschlossen
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PLANTOP Aussaaterde 3 x 20 Liter = 60 Liter Anzuchterde Pikiererde

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Anzuchterde, 3 x 20 Liter, Gärtnerqualität, gebrauchsfertig

Anzuchterde für Stecklinge, Aussaat und Jungpflanzen mit Torf und Tonmineralien: Die PLANTOP Aussaaterde

wird von den Kunden aufgrund ihrer vielseitigen Verwendung gelobt. Die Lieferung in drei Säcken wird von den Käufern sehr begrüßt, so lässt sich das Gärtnern entspannter angehen und die PLANTOP Aussaaterde bleibt auch nach längere Lagerung frisch.
Die Konsistenz des Substrates ließ in den Augen einiger Kunden zu wünschen übrig. Hin und wieder fanden diese kleine Brocken, die sich nicht lösten. Ein Kunde empfiehlt, die PLANTOP Aussaaterde zu wässern und anschließend mit einem Stab zu verrühren.
Beim Öffnen der Verpackung bemerkte eine Kundin einen unangenehmen Geruch, der sie an Schimmel denken ließ. In einige Fällen wird kritisiert, dass das Substrat sehr trocken ist und deswegen beim Gießen zunächst kaum Wasser aufnimmt.
Als weiteres Manko wird Unkrautwuchs in den Pflanztöpfen genannt. Die Kundin räumte aber ein, dass es auch an ihren Pflanztöpfen liegen könnte. Der Befall trat nur bei zwei von insgesamt 20 Pflanzgefäßen auf.

Vorteile:
  • praktische Lieferung in drei Beuteln
  • gebrauchsfertiges Substrat
  • vielseitige Verwendung

Nachteile:
  • Substrat enthält harte Brocken Erde
  • Substrat verströmt einen unangenehmen Geruch
  • sehr trocken im Auslieferungszsutand
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Anzuchterde kaufen – individuelle Wachstumsbedingungen berücksichtigen

In ihrer Entwicklung sind die Pflanzen uns Menschen nicht unähnlich. Auch für Grünpflanzen gelten unterschiedliche Nährstoffansprüche. Wer zur Anzucht normale Erde verwendet, wird vermutlich ebenfalls Jungpflanzen heranziehen können.

Mit Unterschieden in Wachstum und Blühfähigkeit ist jedoch zu rechnen. Nach der Keimung steht die Wurzelbildung der Pflanzen im Fokus. Anzuchterde für normale Pflanzen ist weit weniger mit Nährstoffen angereichert als herkömmliche Blumenerde.

Werden Pflanzen in normaler Blumenerde herangezogen, müssen sie sich nicht anstrengen, um an Nährstoffe zu gelangen. Dies bedeutet, dass die Wurzelbildung in den Hintergrund tritt. Die Pflanzen zeigen sich weniger blühfreudig und können kein stabiles Wurzelsystem entwickeln, was sie oft den Winter nicht überleben lässt.

Was ist Anzuchterde und wofür braucht man sie?

Keimlinge und Stecklinge benötigen zu einem gesunden Wachstum nur wenige Nährstoffe. Anzuchterde ist besonders nährstoffarm. Die Keimlinge müssen ihre Fühler weit in den Boden ausstrecken und entwickeln dadurch stabile Wurzeln.

Anzuchterde ist besonders feinporig. Dadurch werden die feinen Wurzeln nicht in ihrem Wachstum gehindert.

Keimlinge sind empfindlich und zeigen sich anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Daher ist es wichtig, dass zur Anzucht der Pflanzen ein keimfreies Substrat verwendet wird. Wer gekaufte Anzuchterde sterilisieren möchte, kann dies im Backofen oder in der Mikrowelle tun.

Anzuchterde wird verwendet, um ein gesundes und schnelles Pflanzenwachstum zu fördern. Durch die Ausbildung kräftiger und weitverzweigter Wurzeln sind die Pflanzen robust und erscheinen weniger anfällig für Krankheiten.

Wie ist Anzuchterde zusammengesetzt?

Damit beim Kauf nicht zu herkömmlicher Blumenerde gegriffen wird, ist auf die genaue Bezeichnung zu achten. Gewöhnliche Blumenerde wird häufig ebenfalls mit Pflanzerde betitelt. Dies könnte schnell zu Missverständnissen führen. Auf der Verpackung sollten sich Begriffe wie Vermehrungserde, Aussaaterde oder Pikiererde finden.

Eine gute Anzuchterde lässt sich an einer geringen Nährstoffkonzentration erkennen. Das Substrat sollte feinporig und besonders locker beschaffen sein.

Mineralsalze sollten in Anzuchterde nicht enthalten sein. Ein hoher Feuchtigkeitsanteil ist ebenfalls ungünstig, denn dann verklumpt das Substrat und die feinen Wurzeln können sich nicht ausbilden.

Kann man zur Anzucht normale Erde verwenden?

Stellt sich die Frage: Braucht man unbedingt Anzuchterde? Es kann gesagt werden, dass sich die meisten Jungpflanzen auch in herkömmlicher Blumenerde heranziehen lassen. Für ein kräftiges Wurzelwachstum ist spezielle Aussaaterde jedoch unerlässlich. Die geringe Nährstoffkonzentration schafft ein kräftiges Wurzelwachstum.

Dies kommt der Pflanze nach dem Pikieren zugute. In einem keimfreien Substrat herangezogen zu werden, schafft eine solide Basis für gesunde und kräftige Pflanzen. Dies ist bei der Anzucht in normaler Blumenerde nicht garantiert.

Sind die Jungpflanzen ausreichend entwickelt und besitzen starke Wurzeln, lassen sich die Pflanzen aus Anzuchterde umtopfen und können in herkömmliche Blumenerde oder Spezialerde für bestimmte Pflanzenarten wie Moorbeetpflanzen, Zitruspflanzen oder Kräuter umgesetzt werden. 

Welche Arten von Anzuchterde gibt es?

Beim Kauf von Anzuchterde können einige Unterschiede gemacht werden. So ist das Substrat in unterschiedlichen Konsistenzen erhältlich.

  • Normale Anzuchterde: Normale Anzuchterde lässt sich optisch nur schwer von einfacher Blumenerde unterscheiden. Es ist wichtig, auf die Angaben auf der Verpackung zu schauen. Zu achten ist vorrangig auf einen geringen Nährstoffanteil und Bestandteile wie Perlit oder Sand, welche für ein lockeres Substrat sorgen. Häufig ist ein zusätzlicher Wurzelaktivator enthalten, welcher das kräftige Wachstum der Wurzeln unterstützt.
  • Kokos Anzuchterde: Der Kauf von Kokoserde gestaltet sich besonders bequem. Anstatt schwere Säcke schleppen zu müssen, wird diese Anzuchterde in handlichen und leichten Blöcken verkauft. In warmem Wasser quillt die Kokoserde auf und kann anschließend wie herkömmliche Anzuchterde für Kräuter und Blühpflanzen verwendet werden.
  • Kokos Quelltabletten: Wer nur wenige Jungpflanzen heranziehen möchte, sollte sich die Frage: Anzuchterde oder Quelltabletten stellen. Quelltabletten lassen sich einzeln verwenden. Ein zusätzlicher Anzuchttopf wird nicht benötigt. Die Quelltablette ist von einem Netz umschlossen und kann dadurch nicht auseinanderfallen. Das Aufquellen kann in Pflanzschalen oder im Mini Gewächshaus erfolgen.

Damit kann die passende Anzuchterde anhand der Anzahl der Pflanzen, die herangezogen werden sollen, ausgewählt werden.

Welcher Unterschied besteht zwischen Anzuchterde und Blumenerde?

Beide Substrate besitzen eine vollkommen unterschiedliche Zusammensetzung. Damit wird den verschiedenen Ansprüchen der Pflanzen in den einzelnen Entwicklungsstufen entsprochen.

Blumenerde ist nährstoffreich, verdichtet und enthält Mineralsalze, welche das Wachstum anregen. Anzuchterde besitzt wenige bis keine Nährstoffe. Auf Stickstoff und Salze wird ebenfalls verzichtet.

Anzuchterde ist keimfrei und enthält keine anderen Samen oder Pflanzenteile. Blumenerde ist nicht steril. Werden Jungpflanzen unter einer Pflanzhaube aufgezogen, ist die Gefahr von Schimmelbildung groß.

Worauf sollte beim Kauf von Anzuchterde noch geachtet werden?

Um die passende Anzuchterde zu finden, können verschiedene Faktoren ausschlaggebend sein:

  • Art der Pflanzen: Um die Zusammensetzung der Anzuchterde genauer eingrenzen zu können, ist es wichtig zu wissen, ob es sich bei den Pflanzen um Starkzehrer, Mittelzehrer oder Schwachzehrer handelt. Starkzehrer sind Kartoffeln, Karotten, Möhren oder Sonnenblumen. Das Substrat sollte etwa ein Drittel Kompost enthalten. Weiterhin Rindenhumus, Sand und Gartenerde. Tomaten, Rosen, Beerenfrüchte oder Salat zählen zu den Mittelzehrern. Die ideale Anzuchterde besteht zur Hälfte aus Holzfasern und zu etwa 20 Prozent aus Kompost.
  • Petersilie, Radieschen oder Gartenkresse sind Schwachzehrer und gedeihen am besten in einer Kräutererde, die zu 50 Prozent aus Kokoserde und 20 Prozent Gartenerde zusammengesetzt ist.
  • Sterilität: Sterile Anzuchterde kann für die Aussaat und Stecklingsvermehrung ebenso Verwendung finden, wie für das Pikieren der Jungpflanzen und die Anzucht von Kräutern. Ein steriles Substrat enthält keine weiteren Samen und Pflanzenteile und ist frei von Schimmelsporen.
  • Qualität: Hochwertige Anzuchterde ist steril und gut wasserdurchlässig. Damit das Substrat Wasser gut speichern kann, sollten Tongranulat oder ähnliche Materialien enthalten sein. Ein geringer Nährstoffgehalt ist das wichtigste Kriterium für ein gutes Produkt, welches den Ansprüchen der Jungpflanzen genügt.
  • Umweltgedanke: Wer ein umweltgerechtes Substrat sucht, sollte auf torffreie Anzuchterde zurückgreifen. Durch den Torfabbau werden die Moore und damit wichtige Biotope zerstört. Geeignete Alternativen finden sich mit Kokosfasern, Holzfasern, Perlite, Sand oder Blähton.

Bildquelle Header: Seedlings growing in peat moss pots © Depositphotos.com/elenathewise
Letzte Aktualisierung am 3.02.2021 um 11:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API