Stickstoffdünger – Wichtiger Basis-Dünger für den Garten

Von Helene

Aktualisiert am: 19.11.2022

Kurz & Knapp

  • Organische Stickstoffdünger werden aus natürlichen Substanzen gewonnen und zeichnen sich durch ihre Langzeitwirkung aus. Zudem verbessern sie die Bodenqualität.

  • Ist bereits ein Stickstoffmangel im Garten erkennbar, entfalten mineralische Stickstoffdünger ihre Wirkung schneller als organische N-Dünger.

  • Stickstoffdünger werden fast immer in fester Form (als Salz) angeboten, viele mineralische Dünger lassen sich jedoch gut in Wasser auflösen und mit dem Gießwasser verteilen.

Update vom 05.07.2022
Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Stickstoffdünger Testsieger* 2022

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: mineralischer Stickstoffdünger, Inhalt: 25 kg, 26% Gesamtstickstoff

Besonders empfehlenswert als Frühjahrsdünger für Rasen: Der TerraDomi 25 kg Ammonsulfatsalpeter

ist ein mineralischer Dünger, der seine Wirkung schnell entfaltet, aber auch eine Langzeitwirkung von mindestens 10 Wochen hat. Käufer bestätigen, dass die Düngewirkung sehr schnell sichtbar ist und das Pflanzenwachstum merklich angeregt wird.
Gut gefällt vielen Käufern auch die Konsistenz. Es handelt sich beim TerraDomi 25 kg Ammonsulfatsalpeter um ein feines Granulat, das nicht staubt und sich sowohl mit der Hand im Gemüsebeet oder an Sträuchern als auch mit einem Streuwagen auf dem Rasen sehr gut ausbringen lässt.
Besonders für die Rasendüngung im Frühling empfehlen viele Käufer den TerraDomi Ammonsulfatsalpeter. Aufgrund des hohen Stickstoffgehaltes sei der Rasen innerhalb kurzer Zeit merklich grüner und dichter, berichten die Käufer.
Auch Moos, Klee und Unkraut im Rasen verringerten sich bei vielen Käufern. Einige Käufer beschweren sich in Kundenrezensionen sogar spaßeshalber darüber, dass sie wegen der Düngung nun deutlich öfter den Rasen mähen müssen, da das Gras plötzlich sehr viel schneller wächst.
Bei einzelnen Käufern kam es zu Verbrennungen im Rasen, die jedoch bei Einhaltung der Dosierungs- und Ausbringungsempfehlungen laut vielen Käuferberichten nicht auftreten.

Vorteile:
  • schnelle Düngewirkung
  • regt Pflanzenwachstum an
  • gute Handhabung durch feines Granulat
  • sorgt für dichten und unkrautfreien Rasen
  • ideal für die Düngung im Frühjahr
Nachteile:
  • keine

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Stickstoffdünger, Hornspäne mit Langzeitwirkung, 100% Horn, 2,5, 5 und 10 kg Säcke verfügbar (1 kg für 10 qm)

Sehr effektiver Dünger: Die Dehner Bio Hornspäne mit Langzeitwirkung

sind ein rein natürlicher Dünger mit 14% organisch gebundenem Stickstoff. Der Hersteller verspricht dadurch mehr Widerstandskraft der gedüngten Pflanzen und eine verbesserte Bodenqualität. Die grobe Struktur der Späne soll außerdem zu einer langanhaltenden Wirkung beitragen.
Die besonders effektive Wirkung der Dehner Bio Hornspäne fiel auch den meisten Nutzern auf. Viele Kunden freuten sich über den positiven Effekt, den der Dünger schon nach einigen Wochen auf die gedüngten Pflanzen hat.
Die vielen Kundenbewertungen zeigen auch, dass die Hornspäne durchaus vielseitig sind, und den verschiedensten Gewächsen zu neuer Blüte verhelfen. Auch die Einarbeitung in die Erde stellt kein Problem dar.
Negativ fiel den Nutzern lediglich der starke Geruch der Dehner Bio Hornspäne auf. Dieser Geruch ist aber auch aufgrund der natürlichen Materialien durchaus normal für Hornspäne und nur wenige Kunden empfanden den Geruch als stärker als bei ähnlichen Produkten.

Vorteile:
  • sehr gute Wirkung
  • lässt sich gut einarbeiten
  • vielseitig einsetzbar
Nachteile:
  • organischer Dünger, daher mit Geruch verbunden

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Stickstoffdünger, feine Perlen (staubfrei), nitrathaltiger Kalkstickstoff, Inhalt: 4 kg, ausreichend für 80 m²

Startdünger für Beete: Der Dehner Kalkstickstoff-Dünger

eignet sich ideal, um Beete vor der ersten Bepflanzung zu düngen. Gut gefällt den Käufern die Konsistenz mit feinen Perlen, ohne Staubbildung.
Dadurch lässt sich der Dünger gut verteilen, ohne dass Gefahr besteht, dass ätzend wirkendes Kalkpulver eingeatmet wird. Die Düngewirkung wird als sehr gut beurteilt.
Zusätzlich verhindert der Dehner Kalkstickstoff-Dünger laut Kundenrezensionen auch das Wachstum von Unkraut. Gut eignet sich Kalkstickstoff auch als Kompostbeschleuniger.
Bei der Düngung vorhandener Pflanzen und keimender Pflanzen sollte man vorsichtig vorgehen und Abstand zur Pflanze bzw. ausreichend Zeit zwischen Düngung und Aussaat wahren. Denn der Dehner Kalkstickstoff-Dünger kann Pflanzen, genauso wie menschliche Haut, bei direktem Kontakt schädigen.
Einige Käufer berichten, dass beispielsweise empfindlichere Pflanzen und Rasen durch den Dehner Kalkstickstoff-Dünger geschädigt wurden, wenn dieser in direkten Kontakt mit den Blättern kommt.

Vorteile:
  • Dünger zur Beetvorbereitung
  • auch als Kompostbeschleuniger geeignet
  • gute Handhabung durch feine Perlen (staubfrei)
  • gute Düngewirkung
  • unterdrückt Keimung und Wachstum von Unkraut
Nachteile:
  • Augen, Haut und Schleimhäute müssen vor Kontakt mit dem Dünger geschützt werden
  • nicht zur direkten Düngung von Pflanzen und Rasen
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Stickstoffdünger kaufen – Für ein kräftiges Wachstum von Pflanzen & Wurzeln

Stickstoff ist einer der drei zentralen Bestandteile aller klassischen NPK-Dünger. Der enthaltene Anteil des Mineralstoffs wird in Düngemitteln mit seinem Elementsymbol N angegeben, was dem Stickstoffdünger zu seiner weiteren Bezeichnung N-Dünger verhilft.

So wirken Stickstoffdünger

Stickstoffdünger finden sowohl im privaten Garten als auch in der Landwirtschaft ein breites Anwendungsfeld. Der Stickstoffgehalt in Düngern wird – genau wie bei den anderen Hauptnährstoffen Phosphor (P) und Kalium (K) – in Prozent angegeben und kann den Herstellerangaben entnommen werden.

Als Stickstoffdünger gelten alle Düngemittel, deren Stickstoffanteil deutlich höher ist als der an anderen Mineralien und Spurenelementen. Einige N-Dünger enthalten fast ausschließlich Stickstoff aus verschiedenen Verbindungen und können so sehr gezielt eingesetzt werden.

Für Pflanzen ist Stickstoff überlebenswichtig, denn der Hauptnährstoff trägt zu einem gesunden Wachstum bei und ist maßgeblich an der Photosynthese beteiligt.

Damit Pflanzen mithilfe des Sonnenlichtes, Wasser und Kohlendioxid energiereiche Glucose und Sauerstoff bilden können, benötigen sie ausreichende Mengen an Chlorophyll. Der grüne Blattfarbstoff kann nur mithilfe von Stickstoff gebildet werden. Ein Mangel lässt sich entsprechend an blassen Blättern und einem reduzierten Wachstum erkennen.

Pflanzen benötigen Stickstoff außerdem zur Bildung von Enzymen und Aminosäuren und als Baustein für ihre DNA. Für ein gesundes Pflanzenwachstum ist eine regelmäßige Stickstoffaufnahme deswegen unerlässlich.

Organische Stickstoffdünger mit Langzeitwirkung

Die meisten Pflanzen nehmen Stickstoff in verschiedenen Verbindungen über die Wurzeln auf. Obwohl die Luft zu etwa 78% aus Stickstoff besteht, sind nur wenige Arten dazu in der Lage, das Element direkt aus der Luft zu binden und weiterzuverarbeiten.

Zu diesen Pflanzen gehören Leguminosen wie beispielsweise Klee, Bohnen oder Lupinen. Um den Luftstickstoff verwerten zu können, leben diese Pflanzenarten in Symbiose mit Bakterien, die der Pflanze bei der Verstoffwechselung des Mineralstoffes helfen.

Alle anderen Pflanzen nehmen Stickstoff aus dem Boden direkt über die Wurzeln auf. Um den Boden mit Stickstoff anzureichern, stehen verschiedene Stickstoffdünger zur Verfügung. Sie unterscheiden sich vor allem darin, welchen Ursprungs der Stickstoff ist.

Zu den organischen Stickstoffdüngern zählen zum Beispiel Mist und Gülle. Der Stickstoffanteil ist dabei abhängig von der Tierart. Frischer Hühnermist enthält dabei etwa drei Mal so viel Stickstoff wie Pferdemist.

Weitere organische Stickstoffdünger sind:

Organische Stickstoffdünger haben den Vorteil, dass sie sich leichter und sicherer dosieren lassen. Eine Überdüngung kommt mit den organischen Stickstoffdüngern weit seltener vor und die Schäden für Pflanzen, Mensch, Tier und Umwelt sind wesentlich geringer als bei einer Überdosierung von mineralischen Stickstoffdüngern.

Dazu kommt, dass organischer Dünger nicht nur Nährstoffe an die Pflanze liefern, sondern auch an die im Boden lebenden Mikroorganismen. Organische Stickstoffdünger werten deswegen die Bodenqualität auf.

Weil organische Stickstoffdünger erst im Boden aufbereitet und von Mikroorganismen nutzbar gemacht werden müssen, setzt ihre Wirkung langsam und verzögert ein.

Den langsamen Wirkungseintritt sollten Gärtner vor allem bei der Startdüngung im Frühjahr berücksichtigen. Vorteilhaft ist dabei nicht nur das reduzierte Risiko einer Überdüngung, sondern auch die Langzeitwirkung. Organische Stickstoffdünger verbleiben weit länger im Boden als die mineralische Variante und geben über mehrere Wochen hinweg konstant Nährstoffe an die Pflanzen ab.

Mineralische Stickstoffdünger mit schnellem Wirkungseintritt

Machen sich bereits Nährstoffmängel im Garten bemerkbar, kann auf den Wirkungseintritt von organischen Stickstoffdüngern oft nicht mehr gewartet werden. Mineralische Stickstoffdünger versprechen eine schnelle Lieferung an lebenswichtigen Nährstoffen und sind bei bereits sichtbarem Stickstoffmangel die erste Wahl.

Zu den mineralischen/synthetischen Stickstoffdüngern gehören:

  • Ammoniumsulfat (Schwefelsaures Ammoniak)
  • Kalkammonsalpeter (KAS)
  • Kalksalpeter (Calciumnitrat)
  • Kalkstickstoff (Calciumcyanamid)
  • Kalisalpeter (Kaliumnitrat)
  • Ammonsulfatsalpeter (ASS)

Der schnelle und effektive Wirkungseintritt von synthetischen Stickstoffdüngern begründet sich in der wasserlöslichen Stickstoffverbindung, in der er vorliegt. Bei vielen Stickstoffdüngern bildet Nitrat die Grundlage. Das wasserlösliche Salz entfaltet seine Wirkung direkt nach dem Wässern, sodass der Nährstoff sofort zur Verfügung steht und von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden kann.

Die schnelle Verfügbarkeit erfordert von Gärtnern eine hohe Umsicht bei der Dosierung und Ausbringung. Übermäßige Mengen an Stickstoffdüngern können aus dem Boden ausgewaschen werden, wenn sie nicht vollständig von der Pflanze verbraucht werden.

Zu den Folgen gehören unter anderem die Störung von Ökosystemen, die Einbringung ins Grundwasser (in Form von Nitrat) und die Luft (in Form von Ammoniak).

Ein übermäßiger Gebrauch von Stickstoff belastet die Gesundheit von Mensch und Tier und trägt außerdem durch die Entstehung von Treibhausgasen zum Klimawandel bei.

Stickstoffdünger im Garten richtig verwenden

Organische und mineralische Stickstoffdünger sind im Handel vor allem in fester Form erhältlich. Das Granulat lässt sich im Garten mit der Hand, einem Handstreuer oder einem Streuwagen gleichmäßig verteilen.

Wer einen flüssigen Stickstoffdünger bevorzugt, kann das Granulat zuvor in Wasser auflösen und anschließend mit der Gießkanne verteilen. Empfehlenswert ist das z. B. für die Düngung von Kübelpflanzen und bei engeren Platzverhältnissen im Blumen- und Gemüsebeet.

Um eine Überdüngung zu vermeiden, sollten Stickstoffdünger immer genau nach Herstellerempfehlung dosiert werden.

Zudem empfehlen wir, vor der Ausbringung größerer Mengen Stickstoff eine Bodenanalyse durchführen zu lassen. Anhand einer Bodenprobe lässt sich zuverlässig feststellen, ob Probleme mit dem Pflanzenwachstum oder ein reduzierter Ernteertrag auf einen Stickstoffmangel zurückzuführen sind, oder ob nach anderen Ursachen gesucht werden muss.

Auf eine Düngung mit stickstoffbetonten Düngern sollten Gärtner zudem im Herbst verzichten. Stickstoff regt die Ausbildung von Trieben und auch das Längenwachstum an und erhöht so die Frostanfälligkeit der Pflanzen. Gerade junge Triebe und neue Blätter sind noch sehr weich und daher anfällig für frostige Temperaturen.

Das Frühjahr ist hingegen ideal, um dem Rasen und den Pflanzen im Garten einen gesunden, kräftigen Start in die neue Wachstumsperiode zu geben. Auch der Sommer ist ein guter Zeitpunkt, um Pflanzen mit dem Mineralstoff zu versorgen und so auf eine üppige Blüte oder auf die Ernte im Spätsommer vorzubereiten.

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