Kalkstickstoff – Mineralischer Dünger mit Langzeitwirkung

Aktualisiert am: 19.11.2021

Kalkstickstoff wird als Stickstoffdünger für Garten und Rasen verwendet. Das Produkt wird für Gemüse, Blumen, Obstbäume und Zierpflanzen verwendet, die einen hohen Bedarf an Stickstoff haben. Außerdem wirkt Kalkstickstoff zuverlässig gegen Unkraut, Moos und Schädlinge im Rasen.

Update vom 22.10.2021

Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Kalkstickstoffe Testsieger* 2022

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kalkstickstoff im 25 kg Sack, zugelassenes EG-Düngemittel, Gesamtstickstoff: 19,8 %, Kalkgehalt(CaO):55,0%, Nitratstickstoff: 1,5 %, Cyanamidstickstoff: 15,0 %, Dicyandiamidstickstoff ca.: 0,5 %

Hoch wirksam gegen Unkraut und Moos: Der PERLKA Kalkstickstoff 25kg

ist ein wirksamer Dünger, der die Pflanzenwurzeln stärkt. Es sorgt auch für ein schnelles und kräftiges Wurzelwachstum. Außerdem hat Perlka Kalkstickstoff einen hohen Stickstoffgehalt. Dies führt zu stärkeren, widerstandsfähigeren Pflanzen – mit üppigem Laub, dank der Zugabe von Phosphor.
Kalkstickstoff ist als loses Granulat oder als gepresstes Material erhältlich. Es kann vor der Aussaat oder Pflanzung in den Boden gemischt werden oder nach der Aussaat bzw. Pflanzung/Saat in Blumenbeete, Rabatten und um Bäume und Sträucher. Die Freisetzung der Nährstoffe erfolgt durch bakterielle Wirkung im Boden/Kompost/Bodenverbesserer über mehrere Monate. Perlka Kalkstickstoff eignet sich auch ideal zum Einmischen in den Boden um neu gepflanzte Bäume und Sträucher, um ihnen einen zusätzlichen Schub zu geben.
Einige Käufer berichten zudem, dass sie mit diesem Kalkstickstoff einen Schädlingsbefall im Rasen erfolgreich bekämpfen konnten. Auch gegen Unkraut ist der Perlka Kalkstickstoff den Rezensionen zufolge wirksam.
Bemängelt wurde in Einzelfällen die Verpackung. In einigen Fällen ist den Nutzern beim Transport der Sack gerissen.
In Einzelfällen blieb die Wirkung hinter den Erwartungen zurück. Die betroffenen Käufer können einen Anwendungsfehler allerdings nicht ausschließen.

Vorteile:
  • schnelle Wirkung
  • hoher Stickstoffgehalt
  • leicht zu verteilen
  • zur Schädlingsbekämpfung geeignet
  • wirksam gegen Unkraut und Moos
Nachteile:
  • Verpackung nicht immer reißfest

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kalkstickstoff im 4 kg Beutel, Gesamtstickstoff: 19,8

Einfache Anwendung: Der Dehner Kalkstickstoff-Dünger

versorgt alle Pflanzen schnell mit einer breiten Palette von Nährstoffen, die für eine gute Gesundheit notwendig sind. Die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Frost und andere Umweltfaktoren. Sie bleiben während der Lagerung und des Transports länger frisch, was die Gefahr von Schäden verringert.
Dank seines hohen Stickstoffgehalts ist der Dehner Kalkstickstoff-Dünger ideal als Dünger für Obstbäume geeignet. Das enthaltene Kalium sorgt für gesunde Wurzeln und stimuliert das Pflanzenwachstum, so dass Sie sich an kräftigeren Blüten mit einem höheren Ölgehalt erfreuen können.
Dehner Kalkstickstoff-Dünger ist reich an Kalziumkarbonat (CaCO3) mit einem neutralen pH-Wert von 7 sowie an verschiedenen Nitraten und Chloriden wie Ammoniumchlor und Kaliumchlorid. Dadurch eignet es sich auch als Zusatz zu Kompost und Bodenverbesserern.
Mit einem Handstreuer oder mit der Hand lässt sich dieser Kalkstickstoff einfach und gleichmäßig verteilen, so die Käufer. In seltenen Fällen blieb die Wirkung aus, wie einige Nutzer bemängeln.

Vorteile:
  • hoher Stickstoffgehalt
  • leicht verteilbar
  • langfristige Wirkung
  • gut wirksam gegen Unkraut
Nachteile:
  • selten ausbleibende Wirkung

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kalkdünger mit Selen, Selengehalt (Se): 0,5%, Äquivalent Kalziumhydroxid (CaOH): 8%, Stickstoffgehalt ca.: 3%

Gegen Schädlingsbefall: Der SASCH Selenium Kalkdünger

ist ein wirksamer Dünger, der die Pflanzen mit Selen versorgt. Er hat einen neutralen pH-Wert, was das Risiko von Schäden am Wurzelsystem verringert. Selenkalkdünger enthält Selensalze von Natrium und Kalium sowie Kalziumhydroxid (Kalk) – allesamt wichtig für die Pflanzengesundheit.
Da Selen in vielen Rohstoffen nicht in ausreichender Menge enthalten ist, kann es Düngemitteln wie SASCH SeOnit Fertilizer nach Bedarf zugesetzt werden. Das Granulat enthält fast doppelt so viel Selen wie Seetangmehl oder pulverisiertes Karakolith.
Den Erfahrungsberichten nach wird der SASCH Selenium Kalkdünger vor allem gegen den Befall von Engerlingen und Tipula Larven mit Erfolg an. Auch bei großflächigem, starken Befall mit Schädlingen konnte der Rasen in vielen Fällen gerettet werden.
Die vom Hersteller angegebene Ergiebigkeit kann jedoch nicht von allen Nutzern bestätigt werden. In einigen Fällen reichte die Menge in der Verpackung nicht annähernd für die angegebene Fläche. Selten blieb außerdem die Wirkung aus, wie einige Käufer berichten.

Vorteile:
  • hoher Selengehalt
  • leicht zu verteilen
Nachteile:
  • selten keine Wirkung
  • Ergiebigkeit gelegentlich geringer als angegeben

Kalkstickstoff kaufen – für Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf

Der aktive Bestandteil von Kalkstickstoff besteht aus Kalziumkarbonat (CaCO3) und Stickstoff (N). Das Mineral enthält zwischen 10 – 20% Stickstoff in Form von Kalkstickstoff, der über einen langen Zeitraum im Jahr erhalten bleibt. Das macht es als Dünger für Blumenbeete oder Gärten attraktiv.

Kalkstickstoff hat keine Wirkung auf die Pflanzen, bis sie mit Regenwasser gegossen werden: Dann beginnt er sofort zu wirken. Zu diesem Zeitpunkt hat das Wasser den Nährstoff bereits aufgelöst und über die Wurzeln in die Pflanzenblätter verteilt. Einige Pflanzen können Nährstoffe direkt aus Tiermist oder Kompost aufnehmen.

So wirkt Kalkstickstoff

Der Kalkstickstoff-Effekt wird durch die Bildung von Nitrylchlorid (ClNO2) verursacht. Diese tritt auf, wenn Wasser mit gelöstem Kalkstickstoff (Ca (CN) 2, auch Kaliumhydroxid genannt) mit dem freien Chlor im Regenwasser in Kontakt kommt.

Zusammensetzung von Kalkstickstoff

Das Mineral enthält neben Stickstoff auch die Elemente Schwefel und Sauerstoff. Der Stickstoffgehalt beträgt 10 – 20 Gew.-%, je nachdem, ob es sich um ein reines oder unreines Produkt handelt. Der Stickstoffgehalt muss auf der Verpackung genau angegeben sein, damit man weiß, wie viel Dünger tatsächlich benötigt wird.

Vor der Verwendung von Kalkstickstoff oder anderen NPK-Düngern sollte geprüft werden, welche Nährstoffe dem Boden fehlen. Eine zu hohe Menge an verfügbarem Stickstoff kann dem Pflanzenwachstum schaden, denn er wird von Algen oder anderen Mikroorganismen absorbiert werden. Dies kann Ihren Pflanzen schaden und das Wasser in Ihrem Teich verschmutzen.

Wann sollte man Kalkstickstoff ausbringen?

Kalkstickstoff ist ein Mineraldünger mit Langzeitwirkung, der auch als Kalkstickstoff bezeichnet wird. Nach der Anwendung bleibt er mehrere Monate lang wirksam. Der beste Zeitpunkt für die Anwendung des Produkts ist die Aufbereitung des Gartenbodens im Herbst.

Kalkstickstoff sollte gut auf dem Boden in einer Tiefe von etwa 10 cm ausgebracht werden. Es darf nicht mit Blättern in Berührung kommen, da diese dadurch beschädigt würden.

Wie verwendet man Kalkstickstoff?

Am besten kombiniert man Kalkstickstoff mit organischem Kompost, Komposterde oder Rasendünger. Mist oder Laubschimmel müssen vor der Anwendung gut zersetzt und mit dem Kalkstickstoff vermischt werden.

Kalkstickstoff darf nicht bei feuchtem Boden ausgebracht werden, da er sonst in Gegenwart von Feuchtigkeit abgebaut wird. Bevor man Kalkstickstoff ausbringt, sollte der pH-Wert des Bodens getestet werden. Besonders einfach geht das mit einem Bodentester.

Kalkstickstoff wird in den Wintermonaten in einer Menge von 300-400 g pro Quadratmeter (je nach Bodenart) ausgebracht. Für kühlere Böden im Frühjahr reicht häufig auch die Hälfte der Menge

Für optimale Ergebnisse gibt man alternativ im Herbst 200 g pro Quadratmeter mit 3 Litern Wasser unter jeden Baum / Strauch.

Wie andere Mineraldünger auch, beeinflusst Kalkstickstoff die Stoffwechselprozesse von Pflanzen und Mikroorganismen. Es hemmt das Unkrautwachstum und verhindert, dass Gras aufgrund von Sauerstoffmangel in der Wurzelzone wächst.

Es lockert den Boden auf und hilft beim Abbau von organischen Stoffen wie Laubschimmel oder Dung. Seine Wirkung entfaltet Kalkstickstoff auch unter Sträuchern, Hecken oder Bäumen, wo Gras nicht gut wächst oder schwer zu pflegen ist.

Kalkstickstoff wirkt am besten auf sandigen Böden, die Feuchtigkeit speichern und gut abfließen: Diese findet man oft in Küstengebieten, in denen es wenig regnet, aber häufig Flut herrscht.

Verwenden Sie Kalkstickstoff mit Vorsicht bei lehmigen Böden: Alle hinzugefügten Nährstoffe werden von Partikeln zurückgehalten, die zu klein sind, als dass die Pflanzenwurzeln sie aufnehmen könnten. In Lehmböden wirkt Kalkstickstoff am besten, wenn man den Dünger mit Sand und Kompost mischt.

Kalkstickstoff als Dünger

Kalkstickstoff ist nicht der einzige Stickstoffdünger auf dem Markt. Wenn man Pestizide vermeiden möchte, sollte man ein anderes natürliches Produkt namens Kalkstickstoff (LN) verwenden. Dieser wird hergestellt, indem nährstoffreicher Kalkstein in feine Partikel gemahlen und in Säure aufgelöst wird. Die Mischung löst sich über mehrere Wochen langsam auf und setzt dabei Ammoniumionen frei, die allmählich in Stickstoffgas (N2) umgewandelt werden, das dann über Mikroorganismen im Boden zu den Pflanzenwurzeln gelangt.

Kalkstickstoff gegen Unkraut

Kalkstickstoff hat eine Wirkung gegen Unkraut. Es ist nicht schädlich für Menschen oder Haustiere, enthält aber selbst keine Nährstoffe. Gegen Unkraut wirkt es am besten in Kombination mit einem Dünger, der Kalkstickstoff enthält.

Kalkstickstoff gegen Moos

Moos ist eine Pflanze, die Rasenflächen schädigen kann, indem sie Sonnenlicht, Luft und Wasser blockiert. Wenn sich auf Ihrem Rasen Moos bildet oder er sich gelb verfärbt, kann dies ein Hinweis auf eine Übersäuerung durch verrottende organische Stoffe im Boden sein. Die Versauerung begünstigt das Wachstum von Moos, da Kalkstickstoff keine Kalziumionen freisetzt, wie dies bei Mist und Kompost der Fall ist.

Kalziumionen sind für ein gesundes Pflanzenwachstum unerlässlich: Sie aktivieren Enzyme und machen die Pflanzen stark und robust. Kalziummangel macht sich durch braune Flecken mit gelben Rändern auf den Blättern und eine schlechte Wurzelentwicklung bemerkbar. Um dem vorzubeugen, sollten Sie Ihrem Rasen zweimal im Jahr stickstoffreiche Düngemittel wie Ammoniumsulfat zuführen.

Kalkstickstoff für welche Pflanzen?

Für Bäume und Sträucher empfiehlt sich eine Anwendung von Kalkstickstoff vor dem Winter, da er das Wurzelwachstum fördert. Im Frühjahr bringt man dafür Kalkstickstoff mit 3 Litern Wasser in einer Menge von 200 g pro Quadratmeter aus.

Im Herbst keimen und wachsen neu ausgebrachte Rasensamen schneller, wenn man vor der Aussaat Kalkstickstoff auf dem Boden ausbringt.

Um eine maximale Wirkung zu erzielen, sollte Kalkstickstoff nicht auf zu schweren oder lehmigen Böden verwendet werden, da weder Luft noch Wasser leicht zu den Graswurzeln gelangen. Bessere Ergebnisse erzielt man, wenn man den Kalkstickstoff zunächst mit Kompost oder Sand mischt und dann auf dem Rasen verteilt.

Kalkstickstoff für den Rasen

Kalkstickstoff kann auch auf neu gesäten Wiesen verwendet werden. Vor dem Herbst angewendet hat der Dünger Zeit in den Boden einzuziehen und das Wurzelwachstum anzuregen. Auch einjähriges Gras kann von einer Dosis Kalkstickstoffdünger profitieren: Dazu wird das Granulat eine Woche nach dem Verlegen des Rasens ausgebracht und mit einer Harke in den Boden eingearbeitet.

Kalkstickstoff oder Kalk?

Kalkstickstoff wird manchmal mit gelöschtem Kalk (Kalziumhydroxid) verwechselt, der ähnliche Wirkungen hat, sich aber weniger leicht in Wasser auflöst. Gelöschter Kalk lagert sich im Laufe der Zeit im Boden ab und eignet sich daher am besten für die Düngung ganzer Rasenflächen und nicht für die Pflege von Rabatten oder Blumenbeeten. Er wirkt sehr langsam, aber hat eine höhere Festigkeit als Kalkstickstoff.

Ist Kalkstickstoff giftig?

Während Kalk für Kinder oder Haustiere nicht sehr schädlich ist, kann er gesundheitsschädlich sein. Kalkstickstoff kann die Augen und die Haut reizen.

Nach der Anwendung von Kalkstickstoff sollten die Hände gründlich gewaschen werdne. Auf Nummer sicher geht, wer bei der Anwendung Arbeitshandschuhe oder Gartenhandschuhe trägt.

Das Einatmen des Kalkstaubs kann außerdem die Atemwege reizen. Allergiker und empfindlichen Personen sollten deswegen beim Ausbringen eine FFP2-Maske tragen und vermeiden, das Gesicht zu berühren.

Wie wirkt Kalkstickstoff auf die Umwelt?

Wenn Kalkstickstoff im Boden abgebaut wird, bildet sich harmloses Kalziumkarbonat (CaCO), das die Artenvielfalt von Mikroorganismen und Regenwürmern in keiner Weise beeinträchtigt. Eine Menge des Stickstoffs in Kalkstickstoff wird im Boden für die spätere Verwendung gespeichert, so dass er nicht zu hohen Nitratkonzentrationen in Seen und Flüssen beiträgt.

Ist Kalkstickstoff unbedenklich für Kinder?

Solange man mit dem Stickstoffdünger vorsichtig umgeht, gibt es keine besonderen Risiken bei der Verwendung von Kalkstickstoff im Garten oder beim Pflanzen von Bäumen oder Sträuchern. Es kann gefahrlos auf Blumenbeeten oder Rabatten ausgebracht werden, wenn es vor dem Pflanzen aufgetragen und anschließend durch Sprühen gründlich in den Boden eingearbeitet wird.

Wenn man bei der Anwendung etwas auf die Haut bekommt, lässt sich Kalkstickstoff leicht mit Wasser abwaschen. Genau wie alle anderen Düngemittel sollte Kalkstickstoff trotzdem sicher und unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden.

Ist Kalkstickstoff giftig für Haustiere?

Wenn man Haustiere hat, die gerne kauen auf Pflanzen herumkauen, sollten sie nach der Verwendung von Kalkstickstoff zunächst im Haus behalten werden, bis der Dünger im Erdreich versickert ist. Das Verschlucken von Kalkstickstoff stellt ein gesundheitliches Risiko dar, da das enthaltene Cyanamid  zu Verätzungen an Schleimhäuten führen kann.

Kalkstickstoff oder Pflanzenschutzmittel?

Kalkstickstoff ist zwar nicht schädlich für Haustiere und Kinder, sollte aber nicht in der Nähe von Teichen oder empfindlichen Wasserläufen verwendet werden, wo er aufgrund der hohen Nitratkonzentration Schäden an der natürlichen Umwelt verursachen kann. Der Boden sollte über eine ausreichende Drainage verfügen, bevor man Kalkstickstoff-Mineraldünger ausbringt, da die Graswurzeln sonst unter anaeroben Bedingungen ertrinken.

Fazit

Die Verwendung von Kalkstickstoff als Düngemittel hat viele Vorteile, ist aber nicht ohne Risiken. Sie sollten vorsichtig sein, wenn Sie es in der Nähe von Teichen oder empfindlichen Gewässern ausbringen, wo hohe Nitratkonzentrationen die Umwelt schädigen könnten. Um mögliche Probleme mit Ihren Haustieren und Kindern zu vermeiden, sollten Sie für diesen Zweck lieber Kalk als Kalkstickstoff verwenden.