Der Handerdbohrer – Das Werkzeug, um Pfähle zu setzen

Ein Handerdbohrer wird benötigt, um Löcher auszuheben und häufig dazu benutzt, um Zaunpfähle zu setzen. Der besondere Vorteil liegt darin, dass er es ermöglicht, die Löcher ohne Grubenneigung auszuheben. Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch, dass das Erdreich um das ausgehobene Loch nicht aufgelockert wird und somit nach Setzen des Zaunpfahles auch nicht wieder übermäßig verfestigt werden muss. Natürlich lässt sich so ein Handerdbohrer auch zum Ausheben von Pflanzlöchern einsetzen. Auch wenn Bodenhülsen gesetzt werden müssen, ist dieses Gerät ein idealer Helfer.

Testsieger:

1. Güde 94136 GH 150 Handerdbohrer

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Praktischer Handerdbohrer für Löcher bis zu 150 mm Durchmesser

Ein Hauch von Blau: Ins Auge sticht der Güde 94136 GH 150 Handerdbohrer mit seiner blauen Farbe allemal. Mit seinem Bohrerdurchmesser von 150 mm ist er vielfältig auch als Pfahl- oder Pflanzbohrer einsetzbar.
Eine Länge von knapp über einem Meter sorgt für rückenschonendes Arbeiten und die robuste Bauweise sorgt dafür, dass die Arbeit leicht und schnell von statten geht. Sein großer Quergriff, der wie der Rest aus beschichtetem Stahl besteht, sorgt für optimale Kraftübertragung. So ist er perfekt dafür geeignet, Zaunpfähle, Büsche, Sträucher und auch Bäume in den Boden zu setzen.
Kunden sehen bei diesem Handerdbohrer kaum negative Punkte. Er ist so stabil, dass er auch mit Lehm und Kies keine Probleme hat. Da die Griffe eingeschraubt und ausgeschraubt werden können, kann er auch einfach in einer Ecke oder ähnlich schwer zu erreichenden Stellen verwendet werden.
Nur der durchaus sehr stabil aufgetragene Lack macht Probleme. Man muss ihn zum reibungslosen Einschrauben der Griffe eventuell erst von den Gewinden lösen.

Vorteile:

  • hohe Flexibilität, auch in Ecken
    angenehme Länge
    wetterfest
    starke Schneiden

Nachteile:

  • zu grob aufgetragene Beschichtung

Kaufberatung Handerdbohrer – Auf was sollte man achten?

Den Handerdbohrer erhält man in verschiedenen Ausführungen. Bei der einen Variante ist an einem senkrechten Gestänge ein kegelförmiger Vorbohrer angebracht, über dem sich entweder eine Spiralscheibe nach dem Prinzip einer archimedischen Schnecke oder zwei schräg angestellte halbkreisförmige Teller befinden.

Am anderen Ende des Gestänges befindet sich dann ein entsprechend stabiler Griff. Mit ein wenig Druck wird über eine Drehbewegung der Handerdbohrer in das Erdreich getrieben. Ist der Bohrer vollständig mit Erde bedeckt, kann das aufgelockerte Erdreich beim Herausziehen des Bohrers aus dem Bohrloch mit ausgehoben werden. Für tiefere Bohrlöcher gibt es entsprechende Verlängerungsgestänge, um die Bohrtiefe zu erhöhen.

Wichtig bei der Entscheidung für den richtigen Handerdbohrer sind die Kriterien

  • Material
  • Bohrkopf – Durchmesser und Aufbau
  • Griff
  • Gewicht
  • Art

In welchen Materialien sind Handerdbohrer erhältlich?

Handerdbohrer sind einer extremen Belastung ausgesetzt. Daher sind hier eigentlich auch nur Modelle mit Gestänge aus entsprechend gehärtetem Stahl zu finden. Bei einigen Anbietern ist dieser Stahl entweder lackiert oder pulverbeschichtet. In beiden Fällen sind die Bohrer dann gut vor Rost geschützt. Um ihre Arbeit vernünftig zu verrichten, müssen die Bohrschnecken beziehungsweise die Bohrteller gut verschweißt sein. Hier unterscheiden sich die Qualitäten durchaus.

Auch die Schärfe der Bohrschnecke ist entscheidend, da es bei zu stumpfen Spindeln passieren kann, dass zum Beispiel Wurzeln im Erdreich nicht durchtrennt werden können.

Der Bohrkopf des Handerdbohrers

Den Bohrkopf bildet eine Bohrspitze mit darüber liegender Bohrschnecke oder schräg angestellten Bohrtellern. Für die verschiedenen Arbeiten sind unterschiedliche Durchmesser erhältlich. Die Maße fangen bei 7 cm an und reichen bis 30 cm. Somit können mit diesen Bohrern Löcher für verhältnismäßig dünne Zaunpfähle und für Säulenfundamente mit großem Durchmesser ausgehoben werden.

Für ein einfacheres Arbeiten befindet sich an der Spitze einiger Modelle ein sogenannter Pilotbohrer. Dieser ist vom Durchmesser her geringer als der eigentliche Bohrkopf, und erleichtert das Anbohren.

Die Länge der Handerdbohrer beträgt meist zirka 1 Meter, einige Modelle sind mit 1,20 Meter auch etwas länger. Sollte die Länge des Bohrers für die erforderliche Arbeit nicht ausreichen, lassen sich in der Regel Verlängerungen zwischen Griff und Bohrkopf anbringen. So können selbst Brunnenlöcher gebohrt werden.

Der Griff des Handerdbohrers

Insbesondere der Griff des Handerdbohrers muss ausgesprochen stabil sein und darf sich nicht als Schwachstelle des Geräts herausstellen. In vielen Fällen ist der Griff sogar von der Bohrstange abnehmbar. Zum einen, um das Gestänge verlängern zu können, wenn die Bohrtiefe ansonsten nicht erreicht wird, zum anderen aber auch, um den Bohrer besser verstauen zu können.

Um besser greifen und die Kraft möglichst effektiv umsetzen zu können, sind einige Handerdbohrer mit ergonomischen Griffstücken aus Kunststoff oder Gummi ausgestattet. Hier können die Hände beim Bohren nicht abrutschen. Bei wieder anderen Modellen gehört ein Griff aus Holz zur Ausstattung. Um dicht an Hecken oder Wänden Löcher zu setzen, lassen sich einige Griffe auch in ihrer Aufnahme hin und her schieben. Auf diese Art und Weise lässt sich ebenfalls die Kraftübertragung erhöhen.

Das Gewicht des Handerdbohrers

Das Eigengewicht des Handerdbohrers beträgt je nach Ausführung zwischen zirka 2 und bis zu über 4 Kilogramm. Aber nicht nur das Gewicht bestimmt die Qualität beziehungsweise Stabilität des Geräts, sondern vor allem auch die Ausführung der Schweißnähte. Grundsätzlich sollte man auf eine TÜV geprüfte Qualität achten.

Erkennbar ist das an dem klassisch blau-weißen TÜV-Siegel.

Die Art des Handerdbohrers

Neben der Handbohrern, die per Hand in den Boden gedreht werden, gibt es auch Handerdbohrer-Aufsätze. Letztere lassen sich auf einen Akkuschrauber aufstecken, um damit noch einfacher Erde auszuheben.

Allerdings sind die Aufsätze für Akkuschrauber meist eher klein und kommen auch nicht sonderlich tief in die Erde.

Platz 2 & 3:

2. Garten Schnecken Spiralbohrer

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Akkuschrauber mal anders – Handbohreraufsatz für kleine Löcher

Einfach und schnell: Für alle, die es beim Graben von Erdlöchern ganz einfach haben wollen, ist der Garten Schnecken Spiralbohrer zum Pflanzen von Beet Bulbs Sämlingen eine gute Wahl. Einfach auf seinen Akkuschrauber aufgesetzt, bohrt der Schnurlose, elektrische Handerdbohrer zuverlässig Löcher ins Erdreich.
Das Grabungswerkzeug ist sehr flexibel und besitzt einen Durchmesser von 8 cm und eine Länge von 25 cm. Hergestellt ist das besonders haltbare Gerät aus hochwertigem Manganstahl, der mit schwarz glänzendem Lack überzogen wurde.
Kunden finden die Erfindung sehr sinnvoll. Die Möglichkeit, für das Erdlöcher Bohren einen Aufsatz für den Akkuschrauber zu haben, stößt auf sehr viel positives Feedback.
Das Gerät lässt sich leicht nutzen und es ist damit kinderleicht Erdlöcher zu bohren. Neben dem einfachen Bohren kann der Bohrer auch zum einfachen Auflockern der Erde genutzt werden. Negatives Feedback gibt es zu dieser praktischen Alternative zu den handbetriebenen Varianten nicht. Der Bohrer hält Alles in Allem genau das, was er verspricht.

Vorteile:

  • einfache Handhabe
    schnelle, gute Arbeit
    für jeden Akkuschrauber fassbar
    kein Kraftaufwand

Nachteile:

  • nur für flache, schmale Löcher geeignet

3. LIUMY Gartenbohrer Erdbohrer

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Handerdbohrer als Erweiterung für den Akkuschrauber

Mobil und praktisch: Eine Alternative zur analogen, handbetriebenen Variante eines Handerdbohrers ist der LIUMY Gartenbohrer Erdbohrer mit einem Durchmesser von 80 mm. Hauptsächlich für den Garten gedacht, ist der Bohrer simpel auf jeden handelsüblichen Akkuschrauber aufsteckbar und so praktisch als Pflanzwerkzeug zu gebrauchen.
Da er aus robustem Stahl hergestellt und mit einer schwarzen Lackierung überzogen ist, gibt es auch keinerlei Rostprobleme. Der Bohrer ist witterungsbeständig und langlebig. Mit im Paket enthalten sind ein Set Gartenhandschuhe und ein Tuch zur Reinigung. Obwohl es nicht unbedingt notwendig ist, um Erdlöcher zu bohren, ist das doch eine nette Dreingabe für jede Gärtnerin und jeden Gärtner.
Auch Kunden sehen dies so. Negative Kritik zu dem Bohrer gibt es nahezu keine. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist top, der Bohrer macht genau das, was er soll und manchmal sogar noch mehr. Der Bohrer kann nämlich auch gut und gerne für Löcher herhalten, die dann im Endeffekt für Zaunpfähle sind. Ein vielfältiges Anwendungsgebiet also, auch bei etwas härterem Boden.
Negativ fällt teilweise allerdings auf, dass manchmal noch nachgearbeitet werden muss.

Vorteile:

  • leichte Anwendbarkeit
    rostfreies Material
    variantenreiches Anwendungsgebiet

Nachteile:

  • Nacharbeitung mit Schaufel manchmal notwendig

Fazit

Mit einem Handerdbohrer lassen sich das Setzen von Pflanzen oder Pfählen im Garten deutlich erleichtern. Das gilt besonders dann, wenn die Bohrer robust verarbeitet sind und dann, wenn sie als Aufsatz für den Akkuschrauber erhältlich sind.

Möchte man tief in die Erde gelangen, ist ein klassischer Bohrer, wie der Güde 94136 GH 150 Handerdbohrer mit dem richtigen Durchmesser und der richtigen Länge das ideale Werkzeug. Doch auch für kleinere Löcher, Pflanzlöcher zum Beispiel, eignen sich die handbetriebenen Handerdbohrer hervorragend.

Wer es leichter mag und nicht tief ins Erdreich graben muss, ist mit Aufsätzen für Akkuschrauber gut bedient. Die gibt es in unterschiedlichen Größen, wie der kleine Garten Schnecken Spiralbohrer und der etwas größere LIUMY Gartenbohrer Erdbohrer beweisen. Auch hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Nur wer ein robustes, gut verarbeitetes Gerät erwirbt, wird lange Freude daran haben.

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