Flüssigdünger – alle wichtigen Nährstoffe für gesunde und kräftige Pflanzen

Aktualisiert am: 20.07.2021

Flüssigdünger lassen sich sehr einfach und gleichmäßig mit dem Gießwasser verteilen. Sie eignen sich für viele verschiedenen Pflanzen, weisen jedoch je nach Produkt eine unterschiedliche Zusammensetzung auf. Beim Kauf müssen Sie das NPK-Verhältnis beachten, damit der Flüssigdünger seine Wirkung optimal entfalten kann.

Flüssigdünger Testsieger* 2022

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Flüssigdünger, Flasche mit 2 oder 4 Litern, NPK-Dünger 8-8-6, für Zierpflanzen-, Gemüse-, Obst- und Baumschulkulturen

Universell und ergiebig: Der Manna Wuxal Universaldünger

wird von Kunden für seine breiten Anwendungsmöglichkeiten gelobt. Auch die guten Ergebnisse bei verschiedenen Gewächsen, wie Käufer berichten, sprechen für die Wirksamkeit des Düngemittels.
Das Verhältnis der wichtigsten Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium wird vom Hersteller mit 8-8-6 abgegeben. Diese Werte stellen jeweils eine Prozentangabe dar (8 %, 8 %, 6 %). Darüber hinaus befinden sich auch Kupfer, Bor, Mangan, Zink und Molybdän im Flüssigdünger.
Der Manna Wuxal Universaldünger lässt sich laut Kundenaussagen durch seine Konsistenz besonders gut dosieren. Im Schraubverschluss befindet sich ein Messbecher, dessen Füllmenge für eine Gießkanne mit 10 Litern Wasser reicht.
Der Hersteller empfiehlt entweder jede Woche oder 14-tägig zu düngen. Mit dieser Regel können viele Kunden gute Ergebnisse erzielen. Gleichzeitig reichen die zwei Liter in der Flasche für eine lange Zeit.
Der Hersteller des Manna Wuxal Universaldüngers verspricht, dass die Blätter bei einer Blattbehandlung keine Flecken bekommen. Dies wird durch den Eisenanteil erreicht und wird auch von den Käufern bestätigt.
Der Verkäufer versendet schnell und auch die Verpackung wird von den Kunden positiv hervorgehoben. Die einzige kritische Rezension bezieht sich auf eine verspätete Lieferung, auf die der Verkäufer keinen Einfluss hatte.
Insgesamt sind viele Käufer von dem Produkt sehr überzeugt. Vielen wurde der Dünger sogar von Gärtnern empfohlen.

Vorteile:
  • gut dosierbar
  • sehr ergiebig
  • keine Flecken bei Blattbehandlung
  • im Deckel integrierte Dosierhilfe

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Flüssigdünger mit Guano, Füllmenge: 1 - 5 Liter, teils mit Dosierhilfe im Deckel, auch für Orchideen

Nicht sehr ergiebig: Der Compo Blumendünger mit Guano

kann laut den Kunden für viele verschiedene Pflanzen eingesetzt werden. Sie berichten von guten Erfolgen mit ihren Pflanzen.
Der Flüssigdünger hat einen eigenen Duft, der jedoch als nicht besonders schlimm beschrieben wird. Dies liegt wahrscheinlich an dem zugesetzten Guano.
Ein Kunde merkte an, dass die Dosieranleitung des Compo Blumendünger mit Guano nicht zu der versprochenen Ergiebigkeit führt. Laut der Herstelleranleitung soll eine Kappenfüllung (45 ml) auf 3 Liter Gießwasser gegeben werden. Damit reicht ein Liter des Flüssigdüngers für etwa 66 Liter Gießwasser.
Die Dosierhilfe im Deckel der Literpackung des Compo Blumendünger mit Guano wird von Kunden als praktisch empfunden. Andere Verpackungsgrößen haben dagegen nur eine unpraktische, komplett schwarze Dosierhilfe.

Vorteile:
  • gute Ergebnisse
  • für viele Blumen geeignet
  • gute Dosierhilfe in der 1-Liter-Packung
Nachteile:
  • leicht strenger Geruch
  • keine gute Ergiebigkeit
  • unpraktische Dosierhilfen in größeren Packungen

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: mineralischer Flüssigdünger, mit NPK im Verhältnis 7-3-5, mit Eisen-DTPA-Chelat, chloridfrei, in 4 Liter Packung, für Blumen, Sträucher, Bäume, Beeren, Gemüse, Obst und Rasen

Effektiv und ergiebig: Der Substral Gartendünger Universal

kann laut Kundenrezensionen mit Erfolg für viele unterschiedliche Pflanzen eingesetzt werden. Er wird von den Käufern unter anderem für Tomaten, Gras und Zimmerpflanzen eingesetzt.
Positiv erwähnt wird die Ergiebigkeit des Substral Gartendünger Universal. Außerdem ist das Mittel lange haltbar. Dadurch wird das Preis-Leistungs-Verhältnis als gut empfunden.
Die Dosierhilfe des Substral Gartendünger Universal wird nicht immer als ideal empfunden. Vor allem nach der Benutzung läuft Flüssigkeit am Verschluss herunter.
Andere Meinungen sprechen dagegen von einer leichten Handhabung. Die Packung ist vor allem gut transportierbar.

Vorteile:
  • für viele Pflanzen geeignet
  • gute Wirksamkeit
  • lange haltbar
  • sehr ergiebig
Nachteile:
  • unsaubere Dosierhilfe

Flüssigdünger kaufen – welche Aspekte sind dabei wichtig?

Flüssigdünger gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Daher gibt es bei der Wahl, der Nutzung und der Entsorgung einiges zu beachten.

Welche Arten von Flüssigdünger gibt es?

Flüssigdünger unterscheidet sich in der Zusammensetzung von festen Düngern darin, dass nicht alle Substanzen in gelöster Form stabil sind. Die Wirkstoffe liegen nur als sogenannte chelatierte Spurenelemente vor.

Einige chemische Elemente können deshalb nicht in Flüssigdüngern enthalten sein. Besonders erwähnenswert ist hier das Calcium. Es bildet mit Phosphor schwer lösliche Calciumphosphate, die von den Pflanzen nicht aufgenommen werden können.

Zur Herstellung von flüssigem Gartendünger werden mineralische und organische Chemikalien verwendet. Bei mineralischen Flüssigdüngern stammen die Rohstoffe aus fossilen Vorkommen oder werden künstlich hergestellt.

Organischer Flüssigdünger wird dagegen aus Gülle, Jauche oder Überbleibseln aus der Agrar- und Forstindustrie hergestellt. Es gibt aber auch Produkte, die Nährstoffe aus beiden Quellen enthalten. Sie werden als organisch-mineralische Flüssigdünger bezeichnet.

Neben der Unterscheidung zwischen organischen und mineralischen Flüssigdüngern gibt es noch weitere Bezeichnungen, die vorkommen können. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Bio-Flüssigdünger
  • Guano-Flüssigdünger
  • NPK-Flüssigdünger

NPK-Flüssigdünger enthalten hauptsächlich die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Ihre chemischen Symbole N, P und K geben diesen Düngern ihren Namen. Pflanzen nehmen von diesen Nährstoffen die größten Mengen auf.

Flüssigdünger gibt es im Handel auch unter dem Label „Bio“. Darunter fallen grundsätzlich alle Flüssigdünger, die aus organischen Grundstoffen bestehen.

Biologische Flüssigdünger lassen sich auch selbst herstellen. Beispiele dafür sind Brennnesseljauche und Jauche aus verrottetem Stallmist.

Guano-Dünger ist ein spezielles Mittel, das aus dem Kot von Seevögeln hergestellt wird. Dieser enthält vor allem die Elemente Stickstoff und Phosphor – Bestandteile, die in Fischen vorkommen.

Guano-Flüssigdünger ist aber problematisch. Zum einen kann der Abbau zur Zerstörung der Nisthöhlen von Pinguinen führen. Zum anderen ist der Abbau mit harter körperlicher Arbeit verbunden.

Darüber hinaus enthalten nicht alle Guano-Flüssigdünger den Kot von Seevögeln. Einige Produkte mischen auch den Kot von Hühnern oder anderen Vögeln bei. Diese Unterscheidungsschwierigkeit entsteht, weil der Begriff „Guano“ nicht geschützt ist.

Wie schnell wirkt flüssiger Blumendünger?

Flüssiger Blumendünger wirkt in der Regel deutlich schneller als feste Produkte. Die Nährstoffe sind im Wasser gelöst und können schon kurz nach dem Gießen in die Pflanze gelangen.

Die Wirkung eines flüssigen Blumendüngers hält allerdings aus diesem Grund nicht lange an. Die schon gelösten Substanzen werden schnell mit dem Regenwasser fortgespült.

Ist flüssiger Blumendünger besser als andere Dünger?

Bei der Auswahl des richtigen Düngers für den Garten finden sich verschiedene Varianten. Neben flüssigem Blumendünger gibt es auch feste Produkte, die als Stäbchen oder Granulat verkauft werden.

Flüssigdünger ist nicht grundsätzlich besser als die festen Dünger. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Vorteile von flüssigem Blumendünger:

  • schnelle Wirkung
  • kann mit dem Gießwasser aufgenommen werden
  • leichte Dosierung
  • kann als Blattdüngung verwendet werden
  • kann von Pflanzen optimal aufgenommen werden
  • enthält meist viele Spurenelemente

Die Nachteile der flüssigen Düngemittel:

  • teurer als feste Produkte
  • keine Langzeitwirkung
  • Gefahr der Überdüngung durch die schnelle Aufnahme
  • enthält kein Calcium

Welcher Flüssigdünger kann für welche Pflanzen eingesetzt werden?

Flüssigdünger werden für viele unterschiedliche Pflanzen angeboten. Im Sortiment finden sich zum Beispiel die folgenden Varianten:

  • flüssiger Universaldünger
  • Flüssigdünger für Gemüse
  • Rasen-Flüssigdünger
  • Rosendünger
  • Tomatendünger

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Produkte, die nur eingeschränkt verwendet werden können. Oftmals erscheint es da leichter, einen Universaldünger für alles zu nehmen.

Bei einem Universaldünger sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Aus diesem Grund kann ein solches Produkt für den gesamten Garten genutzt werden.

Ein Universaldünger hat aber auch Nachteile. Ungenutzte Nährstoffe können sich im Boden ansammeln und auf Dauer zu einer Belastung führen.

Die Nutzung von speziellen Düngern kann sich aber auch lohnen. Wichtig ist vor allem die Unterscheidung zwischen Grünpflanzen und Blühpflanzen.

Grünpflanzendünger enthalten einen hohen Stickstoffanteil. Dagegen sind für Blühpflanzen ausgeglichene Verhältnisse ideal. Bei speziellen Mangelsymptomen der Pflanzen können auch Flüssigdünger mit einzelnen Nährstoffen genutzt werden.

In einigen Fällen ist außerdem der Einsatz von Spezialdüngern sinnvoll. Manche Pflanzen benötigen eine sehr spezielle Zusammensetzung oder einen gewissen pH-Wert des Bodens. Hierzu zählen zum Beispiel:

Wie lange hält sich ein flüssiger Blumendünger?

Weil flüssiger Blumendünger meist teurer ist, wäre es gut, wenn er lange verwendet werden kann. Aber: Wann wird ein Flüssigdünger eigentlich schlecht?

Grundsätzlich kann ein Dünger auch nach längerer Zeit noch verwendet werden. Wirklich schlecht werden kann der Flüssigdünger nicht.

Aber in manchen Fällen können sich die enthaltenen Chemikalien verändern. Damit verändert sich auch die Wirkung des Düngemittels. Um eine optimale Wirkung zu garantieren, muss ein flüssiger Blumendünger richtig gelagert werden.

Der Behälter sollte immer gut verschlossen sein. Dann kann der Flüssigdünger an einem dunklen Ort im Haus aufbewahrt werden. Der Dünger sollte an einem Platz stehen, an dem die Temperatur relativ stabil ist.

Flüssige Blumendünger können in der Regel drei Jahre lang uneingeschränkt genutzt werden. Einige Hersteller geben ein Verfallsdatum an, nachdem die Wirkung nicht mehr garantiert wird.

Wie wird Flüssigdünger angewendet?

Flüssigdünger wird auf zwei Arten genutzt:

  • mit dem Gießwasser
  • als Blattdüngung

Die Blattdüngung funktioniert sehr gut, da Pflanzen über die Oberfläche Nährstoffe aufnehmen können. Die Blätter stellen den größten Teil dar und eignen sich daher besonders gut.

Für die Blattdüngung kann der Flüssigdünger einfach mit einer Sprühflasche aufgebracht werden. Es gibt allerdings einige Ausschlusskriterien für diese Art der Düngung:

  • Temperaturen über 25 Grad Celsius
  • Temperaturen unter 10 Grad Celsius
  • große Trockenheit
  • direkte Sonneneinstrahlung

Eine zu hohe Dosierung kann vor allem bei starker Sonnenstrahlung zu Verbrennungen der Blätter führen. Daher eignen sich die Abendstunden oder ein wolkiger Tag am besten für diese Art der Düngung. Außerdem sollte nur wenig verwendet werden.

Die niedrige Konzentration ist auch ein Argument gegen die Blattdüngung. Sie wirkt schnell und kann bei akutem Nährstoffmangel gut helfen, aber sie muss häufig wiederholt werden.

Generell sollte ein Flüssigdünger nicht bei Frost angewendet werden. Die Pflanzen zeigen dann keine hohe Stoffwechselaktivität und können nicht von der Düngung profitieren.

Flüssigdünger lässt sich zudem sehr gut beim Gießen anwenden. Wenn eine Gießkanne genutzt wird, gibt man einfach eine entsprechende Menge des flüssigen Blumendüngers hinzu.

Aber auch über den Gartenschlauch lassen sich Flüssigdünger und Wasser gleichzeitig verteilen. Hierfür gibt es spezielle Dosiersysteme, die am Schlauch angebracht werden.

Wie sollte man Flüssigdünger entsorgen?

Bei der Aufbewahrung und der Entsorgung von Flüssigdünger sollte bedacht werden, dass die Inhaltsstoffe nicht ungefährlich sind. Gerade in der konzentrierten Form kann es beim Verschlucken zu Vergiftungen kommen. Aus diesem Grund sollten flüssige Gartendünger immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Auch eine bereits angerührte Verdünnung sollte sicher aufbewahrt werden. Darüber hinaus müssen die Behälter deutlich sichtbar gekennzeichnet werden, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden.

Wichtig: Aufgrund der hohen Konzentration der verschiedenen Chemikalien sollte überflüssiger Flüssigdünger nicht einfach in den Abfluss gegossen werden. Auch das Ausleeren auf Beete sollte nicht in größeren Mengen erfolgen.

Wenn möglich nutzt man den Flüssigdünger bis er leer ist. Unser Tipp: Flüssigdünger kann auch für die Düngung von Zimmerpflanzen genutzt werden.

Auch die Entsorgung über einen Kompost ist möglich. Hier sollte jedoch nur das verdünnte Produkt nach und nach ausgegossen werden. Ansonsten ist eine Entsorgung über die örtliche Schadstoffsammelstelle möglich.

Alternativprodukte

Neben den flüssigen Düngemitteln gibt es auch feste Varianten. Am häufigsten werden Düngestäbchen und Granulat-Dünger eingesetzt.

  • Düngestäbchen: Düngestäbchen sind feste Düngemittel, die um die Pflanze herum in die Erde gesteckt werden. Nach und nach lösen sich die Nährstoffe, wenn die Stäbchen während des Gießens nass werden. Sie eignen sich vor allem für Topfpflanzen. Die Erde sollte immer feucht gehalten werden, weil die Pflanze sonst durch zu viel Dünger auch Schaden nehmen kann.
  • Granulat-Dünger: Granulierter Dünger lässt sich besonders einfach auf größeren Flächen aufbringen. Diese Düngervariante ist meist günstiger als Flüssigdünger. Die Wirkung entfaltet sich aber erst nach und nach. Daher spricht man bei einem Granulat auch oft von einem Langzeitdünger.