Eisendünger für den Rasen – Hilft auch gegen Moos

Aktualisiert am: 18.09.2022

Kurz & Knapp

  • Eisendünger für den Rasen sind hochwirksam gegen Moos, allerdings auch giftig und belastend für die Umwelt. Steht die Moosbekämpfung im Rasen im Vordergrund, wählen Sie für den Anfang besser eine alternative Methode wie z. B. das Vertikutieren oder einen Rasendünger mit Moosvernichter mit dem Wirkstoff Quinoclamin.

  • Einige Eisendünger für den Rasen können für eine Blattdüngung in Wasser aufgelöst und auf den Rasen aufgespritzt werden.

  • Fast alle Eisendünger für den Rasen enthalten mit Eisen-II-Sulfat einen giftigen Inhaltsstoff. Dieser kann außerdem auf Terrassenplatten und Steinen Flecken hinterlassen, die nicht mehr zu entfernen sind.

Update vom 01.09.2022

Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Eisendünger für den Rasen Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Eisendünger für den Rasen, 19,5 % Eisen-II-Sulfat, 25 kg, für 1.000 qm Rasenfläche, Aufwandsmenge: 25 g/m²

Effizient gegen Moos: Der Beckmann / Kronos Profi Eisendünger

wurde von vielen Gärtnern gekauft, die mit dem enthaltenen Eisen-II-Sulfat Moos im Rasen bekämpfen wollten. Laut der Erfahrungsberichte wurden sie dabei nicht enttäuscht.
Der Beckmann / Kronos Profi Eisendünger entfernt laut der Rezensionen nicht nur Moos, sondern auch Unkraut aus dem Rasen und sorgt gleichzeitig für saftig grünes, kräftiges Wachstum.
Das Granulat ist laut der Bewertungen sehr feinkörnig, lässt sich mit dem Streuwagen aber gleichmäßig auf dem Rasen verteilen. Auch eine Ausbringung mit der Hand ist laut der Käufer möglich, dabei müssen jedoch unbedingt Handschuhe getragen werden.
Als störend empfanden einige Nutzer, dass der Beckmann / Kronos Profi Eisendünger bei der Anwendung relativ stark staubt. Einzelne Kritiken zur einer ausbleibenden Wirkung wurden ebenfalls laut, allerdings ist das Anwendungsgebiet von Eisendünger für den Rasen eng gesteckt. Eine mangelhafte Ursachenforschung und/oder eine falsche Anwendung sind hier nicht auszuschließen.

Vorteile:
  • sehr wirksam gegen Moos
  • wirksam gegen Unkraut
  • fördert kräftiges, gesundes Rasenwachstum
  • einfache Ausbringung von Hand, mit dem Streuwagen oder dem Handstreuer
Nachteile:
  • Granulat staubt bei der Ausbringung

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Eisendünger für den Rasen, 30 % Eisen-II-Sulfat, 2 x 5 kg, für 500 m², Aufwandsmenge: 20 g/m²

Hoch ergiebig und hoch dosiert:: Der Compo Eisen-Dünger

ist laut Hersteller als feinkörniges, staubfreies Granulat konzipiert und enthält 30 % Eisen-II-Sulfat. Damit ist dieser Eisendünger für den Rasen vergleichsweise hoch dosiert, sodass eine relativ geringe Aufwandsmenge bereits zum gewünschten Effekt führt. Einige Nutzer kritisieren jedoch zumindest eine geringe Staubentwicklung bei der Ausbringung.
Dieser weiß viele Käufer zu überzeugen: Innerhalb von 2 Tagen wird Moos im Rasen schwarz und stirbt ab. Auch gegen Unkraut ist der Compo Eisen-Dünger laut der Rezension gut wirksam.
Durch die hohe Konzentration an Eisen-II-Sulfat wird allerdings auch der Rasen stärker in Mitleidenschaft gezogen, wenn man sich nicht an die Dosierungsanleitung des Herstellers hält. Für positive Bewertungen sorgt auch die Verpackung: Der Eimer ist aus stabilem Kunststoff und schützt das feine Granulat gut vor Feuchtigkeit.

Vorteile:
  • staubarmes Granulat
  • gut in Wasser löslich
  • hohe Konzentration an Eisen-II-Sulfat (30 %)
  • hohe Ergiebigkeit
  • effizient gegen Moos und Unkraut
Nachteile:
  • verzeiht keine Fehler bei der Dosierung/Ausbringung

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Eisendünger für den Rasen, 19 % Eisen-II-Sulfat, 2 x 5 kg, für 500 m², Aufwandsmenge: 20 g/m²

Schnell lösliches Granulat: Der GP Eisendünger

ist laut der Rezensionen sehr feinkörnig und lässt sich deswegen besonders gut in Wasser auflösen. Das ist für alle Gärtner von Vorteil, die den Rasen mit einer Blattdüngung versehen wollen.
Die pulverige Struktur des Eisendüngers kann jedoch die gleichmäßige Ausbringung erschweren. Viele Streuwagen lassen sich laut der Rezensionen nicht so fein einstellen, dass der Eisendünger laut Dosieranleitung auf dem Rasen verteilt werden kann. Nachteilig ist dabei auch, dass das Pulver bei der Ausbringung staubt.
Mit einer Aufwandsmenge von 20 Gramm pro Quadratmeter ist der GP Eisendünger sehr ergiebig, allerdings brauchten viele Gärtner in der Praxis mehr Granulat, weil die gleichmäßige Ausbringung manchmal schwierig war.
Für sehr viele positive Bewertungen sorgen hingegen die Wirkung und die Effizienz des Eisendüngers. Laut der Rezensionen vernichtet er Moos innerhalb von 2 – 3 Tagen und sorgt auch dafür, dass sich abgestorbene Pflanzenteile leicht aus dem Rasen entfernen lassen.

Vorteile:
  • entfernt Moos schnell und effizient in 2 – 3 Tagen
  • schnell löslich
  • zur Blattdüngung und zum Spritzen geeignet
  • hohe Ergiebigkeit (20g/m²)
Nachteile:
  • aufgrund der Feinkörnigkeit schwer zu verteilen

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Eisendünger für den Rasen kaufen – Nur selten wirklich nötig

Bei Eisendünger für den Rasen handelt es sich fast immer um einen sogenannten mineralischen Dünger. Die Inhaltsstoffe sind also nicht natürlichen Ursprungs, sondern synthetisch hergestellt.

Eisendünger zeichnen sich durch einen schnellen und effizienten Wirkungseintritt aus, können aber leicht überdosiert werden und im Rasen großen Schäden anrichten. Bei korrekter Anwendung helfen Eisendünger für den Rasen die Ausbreitung von Moos zu verhindern und sorgen gleichzeitig für ein kräftiges Grün.

So wirkt Eisendünger für den Rasen

Klassische Rasendünger enthalten die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Damit das Gleichgewicht in den Pflanzenzellen erhalten bleibt und die Rasenpflanzen effizient Fotosynthese betreiben können, benötigt der Rasen weitere Mikronährstoffe.

In einigen NPK-Düngern sind diese in Form von Eisen oder Magnesium bereits enthalten, eine exakte Dosierung ist bei Kombiprodukten jedoch schwierig. Gleichzeitig ist das Risiko einer Überdüngung bei mineralischen Düngern besonders hoch, sodass es sich oftmals empfiehlt, Nährstoffmängel gezielt zu behandeln.

Mangelt es dem Rasen an Eisen, lässt sich das oftmals an der sogenannten Chlorose erkennen.

Blattchlorosen treten nicht nur an Grünpflanzen, sondern auch im Rasen auf und zeigen sich vor allem durch ein deutlich reduziertes Wachstum und eine Gelbfärbung der Grashalme.

Bezeichnend für einen Eisenmangel im Rasen ist auch die rasante Ausbreitung von Moos.

Moose und auch Unkraut finden in einem von Nährstoffmängeln betroffenen Rasen eine ideale Lebensgrundlage. Folglich kann der Ausgleich mit gezielten Düngergaben dazu führen, dass Unkraut und Moose zurückgedrängt werden.

Moos reagiert außerdem empfindlich auf das enthaltene Eisen-II-Sulfat in Eisendüngern. Es ist deswegen möglich, Moos im Rasen mit Eisendünger zu bekämpfen, allerdings empfiehlt sich die Methode nur dann, wenn der Rasen zusätzliches Eisen benötigt.

In allen anderen Fällen sollten Gärtner lieber zu einem klassischen Rasendünger mit Moosvernichter greifen oder das Moos mit einem Vertikutierer bekämpfen.

Viele Rasendünger mit Moosvernichter sind ebenfalls mit Eisen-II-Sulfat versetzt. Einige Produkte enthalten als alternativen Wirkstoff Quinoclamin. Die moosvernichtende Wirkung dieses Herbizids ist mit Eisen-II-Sulfat gleichzusetzen, jedoch viel weniger umwelt- und gesundheitsschädlich.

Ursachen für Eisenmangel beheben

Auch wenn der Rasen oder die übrige Bepflanzung im Garten eindeutige Symptome eines Eisenmangels zeigen, liegt die Ursache nur in seltenen Fällen in der Bodenzusammensetzung. In deutschen Böden ist in fast allen Regionen ein ausreichendes Eisendepot verfügbar, aus dem die Pflanzen schöpfen können.

Dass trotzdem Eisenmangelsymptome im Rasen auftreten, liegt deswegen nur selten daran, dass Eisen in der Erde fehlt. Vielmehr ist in vielen Fällen die Eisenaufnahme über die Wurzeln blockiert.

Das führt dazu, dass der Rasen Anzeichen eines Eisenmangels zeigt, ohne dass tatsächlich ein Eisenmangel im Boden vorliegt. Kurzfristig kann es deswegen helfen, Eisendünger auf dem Rasen zu verteilen, die Ursache ist damit allerdings nicht behoben.

Ein echter Eisenmangel ist in deutschen Gartenböden sehr selten.

Dass Pflanzenwurzeln aus dem Boden kein Eisen aufnehmen können, kann vielfältige Ursachen haben. Diese reichen von einem zu niedrigen pH-Wert des Bodens über Staunässe bis hin zu einem Lichtmangel am Standort der Pflanzen.

Wird der Rasen beispielsweise durch Bäume, Sträucher, Hecken oder Hauswände beschattet, kann sich nur dann ein saftig grüner Rasen entwickeln, wenn die richtige Rasensorte gesät wurde. Wer an solchen Standorten zu Schattenrasen greift, gibt Moos keine Chance und verhindert gleichzeitig die unzureichende Eisenverwertung aus dem Erdboden.

Eisendünger können auch über die sogenannte Blattdüngung in den Rasen eingebracht werden. Ein Eisenmangel lässt sich auf diese Weise auch dann beheben, wenn die Eisenaufnahme über die Wurzeln blockiert ist.

Der pH-Wert der Rasenerde muss ebenfalls richtig eingestellt werden. Rasensamen keimen und gedeihen bei einem neutralen pH-Wert zwischen 6 und 7 am besten; in saureren Böden mit einem pH-Wert unter 5 ist das Wachstum deutlich reduziert, sodass sich Moos schnell ausbreiten kann.

Dieses Problem lässt sich mit einem Eisendünger für den Rasen nicht beheben. Stattdessen muss der pH-Wert mit einem pH-Messgerät oder mit einer professionellen Bodenanalyse ermittelt und anschließend optimal eingestellt werden.

Eine Bodenanalyse ist grundsätzlich empfehlenswert, bevor Spezialdünger sorglos im Garten verteilt werden. Wer die Zusammensetzung des Gartenbodens kennt, kann Nährstoffmängel gezielt ausgleichen, ohne eine Überdüngung befürchten zu müssen.

Eine weitere häufige Ursache für eine mangelhafte Eisenaufnahme aus dem Boden ist zu hartes Wasser. Der Kalk im Wasser bindet sich an das verfügbare Eisen in der Erde und kann so die Aufnahme durch Pflanzenwurzeln erschweren.

Abhilfe schafft hier oftmals die Anschaffung einer Regentonne. Wird der Rasen vermehrt mit kalkarmem Regenwasser gegossen, können Eisenmangelzeichen deutlich zurückgehen.

Eisendünger sind giftig!

Erst wenn die häufigsten Ursachen für Eisenmangelzeichen ausgeschlossen wurden, sollten Hobbygärtner zum Eisendünger für den Rasen greifen.

Das ist dann der Fall, wenn der pH-Wert korrekt eingestellt, der Boden schön locker, Staunässe beseitigt und ein Lichtmangel ausgeschlossen ist.

Eisendünger enthalten das giftige Eisen-II-Sulfat und wirken ätzend auf Haut und Schleimhäute. Vergiftungen mit Eisendünger können schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Sind ein zu geringer pH-Wert, Lichtmangel oder Staunässe die Ursache für Eisenmangelzeichen, wird der Eisendünger das Problem nur kurzfristig oder unter Umständen gar nicht beheben.

Eisendünger richtig verwenden

Weil Eisendünger giftig sind, sollten Gärtner bei der Ausbringung unbedingt Schutz- oder Arbeitshandschuhe tragen. Das Granulat muss vor Kindern und Haustieren geschützt gelagert und ausgebracht werden, der aufgewirbelte Staub darf nicht eingeatmet werden.

Ideale Voraussetzungen für eine sichere und effiziente Anwendung von Eisendünger im Rasen:

  • Anwendungszeitraum: März/April oder September
  • frostfreier Boden
  • Halmhöhe zwischen 3 und 4 cm (ggf. Rasenmähen vor der Ausbringung)
  • Schutzkleidung und Atemschutz tragen
  • Rasen nach der Anwendung vor Kindern und Haustieren schützen

Die meisten Eisendünger für den Rasen sind als Granulat erhältlich. Dieses kann wahlweise mit einem Streuwagen oder einem Handstreuer ausgebracht oder mit Wasser verdünnt werden. Verdünnter Eisendünger kann mit einem Drucksprüher oder einer Gießkanne mit Brauseaufsatz auf dem Rasen verteilt werden.

Vorsicht: Eisendünger können auf Ziersteinen, Kies, Gartenwegen und Terrassenplatten Flecken hinterlassen, die nur schwer oder gar nicht zu entfernen sind.

Bei der Dosierung sollten Gärtner sich zwingend an die Herstellerangaben halten. Bei einer Überdosierung können Eisendünger den Rasen schädigen und die Umwelt belasten.

So schnell wirkt Eisendünger im Rasen

Ist ein Eisenmangel Ursache für übermäßiges Wachstum von Moos und/oder einer Chlorose, lassen sich erste Effekte nach etwa 10 Tagen feststellen. Moos und Verfilzungen verfärben sich braun und sterben schließlich ab, sodass sie im Anschluss mit einem Rasenrechen aus der Grünfläche entfernt werden können.

Zur Nachbehandlung kann der Rasen vertikutiert werden, um die Rasenwurzeln zu belüften und abgestorbene Pflanzenteile zwischen den Grashalmen zu entfernen.

Wichtig: Nach der Ausbringung von Eisendünger auf den Rasen ist der gesamte Grünschnitt mit Eisen-II-Sulfat belastet und darf deswegen nicht auf dem Kompost entsorgt werden. Als Futtermittel eignet sich der Rasenschnitt ebenfalls nicht.

Kinder und Haustiere sollten den Rasen frühestens drei Tage nach der Ausbringung von Eisendüngern auf den Rasen wieder betreten.

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