Poolfilter - Filteranlagen für den Pool

Aktualisiert am: 17.02.2022

Die meisten handelsüblichen Poolfilter sind bereits mit einer Poolpumpe ausgestattet. Unterschiede finden sich vor allem bei der Umwälzleistung und beim Filtermaterial. Einen Poolfilter benötigen Sie für jeden Pool, der größer ist als ein großes Planschbecken.
Update vom 17.02.2022
Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Poolfilter Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Poolfilter mit Filterballs, bis max. 80.000 l Wasserinhalt, inkl. Filter Balls, Umwälzleistung: max. 16m²/h, mit Vorfilter und Timer

Filteranlage mit Timerfunktion und Vorfilter: Die Steinbach Active Balls 50 Filteranlage

ist eine klassische Kartuschenfilteranlage. Als Filtermedium dienen Filterbälle. Diese sind bereits im Lieferumfang enthalten. Mitgeliefert wird eine Menge von 545 g.
Die Filteranlage eignet sich sowohl für Pools als auch für Teiche. Sie hat eine selbstansaugende Pumpe inklusive eines Vorfilmes und Manometers.
Zudem hat die Filteranlage einen integrierten Timer, um die Filterzeiten einstellen zu können. Das bewerten auch die Käufer als sehr positiv.
Allerdings sollte man darauf achten, dass der Timer permanent an den Strom angeschlossen ist, da die Einstellungen ansonsten laut den Käufern verloren gehen. Eine Zeitschaltuhr kann demnach nicht vor die Pumpe geschaltet werden.
Die maximale Wassertemperatur sollte nicht über 35°C liegen, da die Filterleistung ansonsten abnehmen könnte. Zudem wird von Seiten des Herstellers darauf hingewiesen, dass sich der Einsatz von Flockungsmitteln negativ auf die Filterbälle auswirkt.
Diese können durch das Flockungsmittel verklumpen. Die Filterbälle können Schmutzpartikel bis zu einer Größe von 1,5 μm filtern.
Die Käufer loben das sehr gute Preis- Leistungsverhältnis der Filteranlage. Die Funktion des Timers wird ebenfalls positiv bewertet. Die Filteranlage arbeitet sehr leise und die Pumpleistung wird sehr gut bewertet. Das Wasser wird in kurzer Zeit sehr klar.
Negativ bewertet wird der etwas schwierige Aufbau der Filteranlage. Hier ist die Gebrauchsanweisung nicht ausreichend verständlich erklärt. Der Verbindungsschlauch ist teilweise etwas zu kurz und die Deckelsicherung ist nur schwer zu montieren.
Die Dichtungen vollkommen abzuschließen ist ebenfalls etwas schwierig. Man muss dafür auf das mitgelieferte Teflonband zurückgreifen, um die Übergänge abzudichten.

Vorteile:
  • arbeitet sehr leise
  • hat eine sehr gute Pumpleistung
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • inklusive Filterbälle
  • Filterleistung für bis zu 22.00l Wasser ausreichend
  • inklusive Vorfilter, Manometer und Timer
Nachteile:
  • Aufbau ist etwas schwierig
  • Übergänge können teilweise nur mit Teflonband abgedichtet werden
  • Verbindungsschlauch ist teilweise etwas zu kurz

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Sandfliteranlage, mit Vorfilter und Timer, 6-Wege-Ventil, Manometer, 7.900 l/h Umwälzleistung, bis zu einer Poolwassermenge von 36.000 l geeignet.

Sandfilteranlage mit Vorfilter: Die Intex Krystal Clear Sandfilteranlage

kann durch ihre hohe Filterleistung überzeugen. Insgesamt hat sie eine Pumpleistung 7900 l/h. Dabei verfügt sie über eine Umwälzleistung von 6000 l/h. Sie ist damit ausreichend für eine Poolwassermenge von 36000 Liter.
Die Sandfilteranlage ist für alle Aufstellpools mit dem INTEX Standard-Schlauchanschluss geeignet. Die Filterleistung ist bis zu einer Wassertemperatur von 35°C gewährleistet.
Zudem verfügt die Sandfilteranlage über die INTEX Wasserbelebungstechnologie. Diese verbessert die Zirkulation und Filtration des Wassers, was für eine erhöhte Wasserklarheit sorgt. Gleichzeitig verbessert es die Luftqualität im Pool. Das verhindert die Oxidation von Eisen und Mangan.
Positiv von den Käufern bewertet wird, dass die Filterleistung sehr gut ist und die Wasserqualität deutlich verbessert wird. Der Aufbau gestaltet sich sehr einfach.
Negativ bewertet wird, dass es in seltenen Fällen zu einer defekten Lieferung kommt. Zudem muss man die Filteranlage trotz Zeitschaltuhr täglich aktivieren.
Einigen Käufern war die Lautstärke der Pumpe zu intensiv. Stellenweise hat die Filterleistung nach einigen Wochen nachgelassen.

Vorteile:
  • für eine Wassermenge bis zu 36.000 l geeignet
  • inklusive Vorfilter und Manometer
  • selbstansaugende Pumpe mit 6-Wege-Ventil
  • leichte Montage
  • sehr gute Pumpleistung
  • INTEX Wasserbelebungstechnologie
Nachteile:
  • selten defekte Lieferung
  • teilweise nach einer Saison defekt
  • Lautstärke teilweise zu hoch

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Kartuschenfilteranlage, max. 9.463 l/h Umwälzleistung, INTEX Anschluss, Maße 17,5 x 14 x 21 cm, Gewicht: max. 11,1 kg, Schlauchdurchmesser 32 oder 38 mm

Kartuschenfilter für kleine Pools: Die Intex Krystal Clear Cartridge Filter Pump

eignet sich besonders gut für kleinere Pools. Die Pumpleistung beträgt 1250 l/h und die Systemleistung beträgt 1136 l/h.
Käufer beschreiben die Leistung der Pumpe als sehr gut. Besonders in kleinen Pools filtert sie effizient und ohne Zutun. Sie betonen aber auch, dass man bei etwas größeren Pools (mehr als 10 Kubikmeter) selbst Hand anlegen muss. Hier sollte der Filter der Pumpe zwischendurch gereinigt werden, da er sich sonst voll setzt und kaum noch Leistung durchdringt.
Sollte die Pumpe doch einmal zu viel Luft ansaugen, ist auch das Nutzern nach kein Problem. Durch ein kleines Rad am oberen Ende lässt sich die Pumpe einfach und schnell entlüften – ohne Werkzeug. Auch die Lautstärke fällt positiv auf.
Das Preis-Leistungsverhältnis der Intex Krystal Clear Cartridge Filter Pump wird als gut bewertet. Negativ bewertet wird, dass die Pumpe teilweise nach einigen Wochen Nutzungszeit bereits defekt ist. Auch dass die Schlauchschellen aus Plastik bestehen, findet nicht viel Anklang. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Luft in der Pumpe befindet, da diese dann nicht mehr richtig funktioniert.

Vorteile:
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • besonders gut für kleine Pools geeignet
  • Pumpleistung von 1250 l/h
  • für ein Volumen von bis zu 10 Kubikmetern geeignet
  • einfache Entlüftung
  • angenehme Lautstärke
Nachteile:
  • teilweise nach kurzer Nutzungszeit defekt
  • es darf sich keine Luft in der Pumpe befinden (Leistungseinbuße)
  • selten defekte Lieferung
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Poolfilter kaufen – für kleine & große Pools

Poolfilter sorgen auch in großen Pools für eine gleichbleibende Wasserqualität. Ohne Poolfilter müsste das Poolwasser täglich oder spätestens alle zwei Tage vollständig ausgetauscht werden. Selbst in kleinen Pools mit nur geringem Durchmesser kann deswegen auf den Einsatz eines Poolfilters nicht verzichtet werden.

Pool-Filteranlagen sind in verschiedenen Varianten erhältlich. Sie unterscheiden sich vor allem in der Wassermenge, die pro Stunde gefiltert werden kann. Auch das Filtermedium spielt bei der Wahl des richtigen Poolfilters eine große Rolle.

Einige Poolfilter lassen sich mit alternativen Filtermedien betreiben, sodass Poolbesitzer hier mit der Filterleistung experimentieren können. Bei anderen Varianten ist man hingegen auf das vom Hersteller vorgegebene Filtermedium begrenzt.

Zu den am häufigsten verwendeten Poolfiltern gehören:

Viele Poolbesitzer stellen sich vor dem Kauf die Frage, ob sie lieber einen Sandfilter oder Kartuschenfilter verwenden sollten. Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab. Prinzipiell lässt sich jedoch sagen, dass Sandfilter eher für große Pools und Kartuschenfilter eher für kleine bis mittlere Pools geeignet sind.

Sandfilter – Hohe Filterleistung für große Pools

Besitzer eines mittelgroßen oder großen Pools sollten sich für einen Sandfilter entscheiden. Sandfilteranlagen sind besonders leistungsstark und effizient, wenn es um die Reinigung des Poolwassers geht. Sie sind in verschiedenen Dimensionen erhältlich und filtern in den größten Varianten über 10.000 Liter Wasser pro Stunde.

Als Filtermedium dient in diesen Poolfiltern klassischerweise Quarz- bzw. Filtersand. Die Sandfilteranlage hat die Funktion, Schwebeteilchen aus dem Wasser herauszufiltern. Über eine Pool-Pumpe werden die Schwebeteilchen angesaugt, durch den Sand gefiltert und wieder in den Pool gepumpt.

Einmal pro Woche sollte man das Schmutzwasser durch den Poolfilter rückspülen. Dabei wird das Abwasser in den Abfluss geleitet. Dieser Vorgang sorgt für eine stetig hohe Filterleistung.

Die Sandfilteranlage sollte das Wasser rund 2-3 x pro Tag umwälzen. Sie muss also in einem Leistungsbereich gekauft werden, der zum Poolvolumen passt. In einigen Pool-Komplettsets sind bereits passende Kartuschen- oder Sandfilteranlagen enthalten, gerade für große Pools muss ein ausreichend dimensionierter Sandfilter jedoch separat erworben werden.

Als Faustregel für die richtige Leistung der Sandfilteranlage gilt:

  • Filterleistung 6 m³/h: für Poolvolumen bis 25 m³/h
  • Filterleistung 8m³/h: für Poolvolumen bis 40 m³/h
  • Filterleistung 11 m³/h: für Poolvolumen bis 60 m³/h
  • Filterleistung 14m³/h: für Poolvolumen bis 90 m³/h

Eine geringfügig zu klein dimensionierte Sandfilteranlage kann in ihrer Leistung mit einer längeren Laufzeit ausgeglichen werden. Zu beachten sind hier aber der höhere Verschleiß der Pumpe und auch des Filtermediums. Auch das Rückspülen muss hier häufiger erfolgen.

Mit steigender Leistung erhöht sich außerdem die Saugleistung von Poolsaugern, die man an eine Sandfilteranlage anschließen kann. Wer einen Poolsauger oder Poolroboter in Kombination mit einer Sandfilteranlage verwenden möchte, sollte bei der Leistung nicht zu knapp kalkulieren und eine Sandfilteranlage mit mindestens 6.000 Litern Umwälzleistung wählen.

Zudem gibt es die Möglichkeit, einen Vorfilter für die Sandfilter zu erwerben. Das kann langfristig die Lebensdauer der Sandfilteranlage erhöhen.

Der Vorfilter filtert grobe Schmutzpartikel aus dem Wasser, sodass diese den Sandfilter nicht beschädigen können. Eine Sandfilteranlage mit Vorfilter ist zwar vergleichsweise kostspielig, was sich jedoch durch die lange Lebensdauer der Filteranlage schnell rentiert.

Filtermedien für Sandfilteranlagen

Wie bereits erwähnt wird in Sandfilteranlagen standardmäßig Filtersand eingesetzt. Der spezielle Quarzsand filtert Rückstände zuverlässig aus dem Wasser, ist jedoch aufgrund seines Gewichtes umständlich in der Handhabung.

Aus diesem Grund setzen viele Gartenbesitzer alternative Filtermedien in ihrem Poolfilter ein. Etabliert haben sich dabei vor allem Filterglas und Filterbälle aus Kunstfasern.

Filtersand – Klassisches Filtermedium in Poolfiltern

Filtersand besteht aus speziellem Quarzsand mit einer Körnung von 0,4 – 0,7 mm. Als Filtermedium hat er sich seit vielen Jahren in heimischen Poolfiltern bewährt. Zu seinen größten Stärken gehören die gute Filterleistung und der günstige Anschaffungspreis.

Um die Reinigungsleistung des Poolfilters zu erhalten, muss der Filtersand in der Anlage regelmäßig rückgespült werden. Dabei können zurückgehaltene Schmutzpartikel zumindest bedingt aus dem Filtersand entfernt werden. Trotzdem muss der Filtersand regelmäßig ersetzt werden.

Vor- und Nachteile von Filtersand

  • günstiger Anschaffungspreis
  • zuverlässiges und bewährtes Filtermedium
  • filtert feine Schmutzpartikel
  • geringe Betriebskosten
  • muss regelmäßig erneuert werden (alle 1-2 Jahre)
  • umständliche Handhabung durch hohes Gewicht

Filterglas im Poolfilter

Filterglas hat eine hohe Filterleistung und filtert im Vergleich zu Filtersand deutlich kleinere Partikel aus dem Poolwasser. Das Rückspülen der Anlage gelingt mit Filterglas deutlich schneller, weil Filterglas aufgrund seiner glatten Oberflächenstruktur beim Rückspülen schneller von Verschmutzungen befreit werden kann.

Die Durchlässigkeit von Filterglas sorgt außerdem dafür, dass die Umwälzleistung erhöht und damit der Energieverbrauch gesenkt wird. Einziger wirklicher Nachteil sind die erhöhten Anschaffungskosten.

Diese amortisieren sich jedoch mit der Zeit, weil man zum Füllen des Kessels etwa 20% weniger Filterglas benötigt (im Vergleich zu Filtersand) und das Glas außerdem eine höhere Lebensdauer hat und deutlich seltener ersetzt werden muss. Hochwertiges Filterglas kann mehrere Saisons im Poolfilter verwendet werden und gilt wegen der geringeren Entsorgungszyklen als umweltschonend. Zudem besteht es häufig aus recyceltem Glas, was seinen ökologischen Wert im Poolfilter weiter erhöht.

Vor- und Nachteile von Filterglas

  • bis zu 10 Jahre verwendbar
  • sehr gute Reinigungsleistung
  • filtert sehr feine Schmutzpartikel
  • umweltfreundlich
  • recycelbar
  • spart Zeit & Energie beim Filtern & Rückspülen
  • hoher Anschaffungspreis

Demnach eignen sich beide Filtermedien gut für eine Filteranlage. Filterglas hat einige gute Vorteile gegenüber dem Filtersand. So muss beispielsweise durch die geringe Dichte weniger Filterglas in die Filteranlage gegeben werden.

Gleichzeitig muss Filterglas seltener gewechselt werden. Auch der Rückspülvorgang wird verkürzt, weil die Verschmutzungen schneller ausgespült werden können.

Durch Filterglas kann demnach einiges an Wasser und Energie eingespart werden. Damit ist Filterglas eine nachhaltige Alternative zu Filtersand.

Kartuschenfilter

Kartuschenfilter-Anlagen sind ideal für kleinere Pools geeignet. Das Filtermedium ist hier eine Filterpatrone, die regelmäßig ausgetauscht oder zumindest gereinigt werden muss. Der größte Vorteil ist die sehr einfache Handhabung und der kinderleichte Wechsel des Filtermediums. Die Leistung von Kartuschenfiltern ist aber begrenzt, sodass sie für große Pools nicht geeignet sind.

Pool-Kartuschenfilter filtern ebenfalls Schmutzpartikel aus dem Wasser. Hierbei handelt es sich meist um größere Schmutzpartikel. An die feinen Partikelgrößen von Sandfilter und Glasfilter reichen Kartuschenfilter nicht heran.

Für kleinere Schmutzpartikel muss deswegen zusätzlich eine chemische Filterhilfe eingesetzt werden. Flockungsmittel werden dabei von vielen Poolbesitzern verwende, sie können jedoch die Poren der Filterkartusche schnell zusetzen und die Filterleistung so stark reduzieren. Für Kartuschenfilter sind spezielle Flockungsmittel im Handel erhältlich.

Kartuschenfilter werden ebenfalls an eine Pool-Filterpumpe angeschlossen bzw. sind bei handelsüblichen Geräten bereits mit einer Poolpumpe kombiniert. Mithilfe der Pumpe wälzt der Filter das Wasser um und filtert die Schmutzpartikel aus dem Wasser.

Wenn man nur einen kleinen Aufstellpool hat, gibt es die Option eines Einhänge-Kartuschenfilter. Dieser wird wird einfach über den Beckenrand gehängt.

Kleine Kartuschenfilter sind außerdem für ein Planschbecken geeignet. Sie sind besonders klein und handlich auf die Größe des Planschbeckens perfekt eingestellt. Generell sind Kartuschenfilter nur für kleine und mittlere Pools geeignet.  Der Pool sollte nicht mehr als 10.000 l Wasser umfassen.

Die Kartuschen-Filteranlage benötigt ebenfalls ein Filtermedium. Hier stehen im Vergleich zur Sandfilteranlage keine Alternativen zur Verfügung. Diese Poolfilter werden mit einer Filterkartusche betrieben, die regelmäßig ausgewechselt werden muss. Um ihre Lebensdauer zu verlängern, kann man sie regelmäßig mit klarem Wasser ausspülen.

Beim Kauf von Filterpatronen sollten Poolbesitzer stets auf die Kompatibilität achten. Die meisten Poolfilter sind nur mit einer bestimmten Sorte Filterkartusche kompatibel.

Flockungsmittel erhöhen die Reinigungsleistung des Poolfilters

Flockungsmittel werden in der Regel mit Sandfilteranlagen betrieben. Da diese Poolfilter Schmutzpartikel nur bis zu einer gewissen Größe filtern können und feinste Partikel so im Wasser zurückbleiben, kann der Filterprozess mit Flockungsmitteln verbessert werden.

Das Flockungsmittel umhüllt diese feinsten Schwebeteilchen, wodurch sich diese zusammenschließen und an Masse gewinnen. Durch diesen Prozess sind die Schwebeteilchen für den Poolfilter erfassbar und können aus dem Poolwasser entfernt werden. Flockungsmittel gibt es entweder in flüssiger Form oder als Kartusche.

Der Wirkstoff richtet sich immer nach der Ursache der Verschmutzung. Wirkstoffe, die enthalten sein können, sind beispielsweise Phosphor, Eisen oder Kupfer. Besondere Vorsicht sollte man bei Pools mit Kartuschenfilter walten lassen. Herkömmliche Flockungsmittel sind dafür meistens ungeeignet, weil sie die Filterkartusche schnell verstopfen.

Hier sollte man immer auf die Angaben des Herstellers achten. Es gibt nur wenige Flockungsmittel speziell für Kartuschenfilter. Der benötigte Wirkstoff der Flockungsmittel hängt vor allem von der Verschmutzungsursache ab. So gibt es beispielsweise Flockungsmittel, die sich auf Phosphor, Kupfer und Eisen spezialisieren.

Weitere Fragen vor der Kaufentscheidung

Neben den genannten Dingen, sollte man auch einige allgemeine Dinge über die Nutzung eines Polfilters wissen.

Wie kann man die Pool-Filterleistung berechnen?

Verschiedene Pools brauchen verschiedene Filterleistungen. Daher sollte man diese vor dem Kauf eines neuen Poolfilters einmal berechnen. Wenn diese zu gering ausfällt, kann das Wasser nicht gründlich gereinigt werden.

Dafür wird in einem ersten Schritt das Volumen des Pools berechnet. Die Formel des Volumens ändert sich stets mit der Form des Pools. Für einen rechteckigen Pool lautet die Formel: Länge * Breite * Höhe. Teilweise geben die Hersteller das Volumen direkt an.

Mit dem errechneten Volumen lässt sich anschließend die benötigte Filterleistung berechnen. Das Wasser sollte rund alle 4 Stunden von der Filteranlage umgewälzt werden.

Das bedeutet, dass die Filterleistung rund 1/4 des Volumens betragen sollte. Hat man beispielsweise ein Volumen von 12 Kubikmeter, beträgt die benötigte Filterleistung mindestens 3.000 l/h.

Die Größe des Poolfilters richtet sich demnach immer nach der Größe des eigenen Pools. Je größer der Pool ist, desto größer sollte auch die Filterleistung sein. Hier sollte stets auf die Herstellerangaben geachtet werden.

Die Größe des Poolfilters setzt sich demnach stets aus dem Volumen des Beckens und der Pump- und Filterleistung des jeweiligen Poolfilters zusammen.

Wann und wie oft sollte man den Poolfilter wechseln?

Mit der Zeit sollten Poolfilter gewechselt werden, damit die Filterleistung erhalten bleibt. Die Laufzeit des Poolfilters ist dabei sehr unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Filtermedium ab. Filtersand kann beispielsweise bis zu 3 Jahre, Filterglas sogar bis zu 10 Jahre verwendet werden.

Kartuschenfilter mit Filterpatronen sollten rund 2 Mal im Monat gewechselt werden. Filterbälle sind wesentlich langlebiger und können bis zu 4 Jahre genutzt werden, wenn sie regelmäßig gereinigt werden.

Wie kann man den Poolfilter reinigen?

Alle Poolfilter sollte man zudem regelmäßig reinigen. Kartuschenfilter mit Filterpatronen oder Filterbällen sollten alle paar Tage gereinigt werden. Dies ist jeweils abhängig vom Verschmutzungsgrad des Wassers.

Filterbälle können häufig einfach in der Waschmaschine gewaschen werden. Filterpatronen können unter fließendem Wasser ausgespült werden.

Sandfilteranlagen werden gereinigt, indem sie rückgespült werden. Dadurch wird das Schmutzwasser in den Abfluss geleitet und der Sand wird gleichzeitig gereinigt.

Kann man einen Pool ohne Poolfilter betreiben?

Ein Pool sollte nicht ohne Poolfilter betrieben werden. Es ist ein vollkommen natürlicher Vorgang, dass das Wasser verschmutzt und trübe wird.

Wenn die Schmutzpartikel nicht aus dem Wasser gefiltert werden, dann kann das Wasser umkippen. Zudem kann es sich negativ auf die Gesundheit auswirken, wenn man in einem verschmutzten Pool badet.

Wenn man einen Pool ohne Poolfilter betreibt, bedeutet das, dass das Wasser alle 2-3 Tage gewechselt werden muss. Dies ist beispielsweise eine beliebte Methode, wenn es sich um kleine Planschbecken handelt.

Ist der Pool jedoch größer, kann sich das schnell negativ auf den Geldbeutel und auf die Umwelt auswirken. Die Anschaffung eines Poolfilters rentiert sich also sehr schnell.

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